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pH-Metrie sinnvoll?

h oss*egor hat die Diskussion gestartet


hallo,

ich leide schon seit ein paar jahren an reflux und es wird immer schlimmer. mittlerweile ist es so das essen nach einiger zeit komplett aus dem magen wieder hochkommt. wenn mir dann die ganze nahrung in der speiseröhre steckt kommen die üblichen probleme (atemnot, manchmal extrasystolen, engegeühl, etc). es dauert dann einige zeit bis das essen wieder im magen ist und irgendwann weiter runter geht.

bei früheren magenspiegelungen wurden eine gleithernie mit klaffender kardia diagnostiziert. darmspiegeleung hatte ich auch schon hinter mir, alles ok.

ich denke ernsthaft über eine op in berlin nach....

meine gastro doc möchte jetzt gerne eine 24stunden phmetrie machen. das heißt ich bekomme diese sonde gelegt und darf dann nachhause gehen. 24 stunden später darf ich sie dort wieder abgeben. ich frage mich ernsthaft ob ich das machen soll, denn es ist ja erwiesen das mir das ganze essen durch die hernie wieder hochkommt. ich habe halt keine lust mich 24 stunden mit so einem schlauch zu quälen, obwohl ich schon weiß das ich reflux habe. ob mehr oder weniger säure ist ja im moment egal denn hoch kommt es leider immer bei mir...gerade beim treppensteigen ist es extrem :(

Antworten
ANnnitxa


Inwieweit eine OP sinnvoll ist, werde ich hier nicht diskutieren. Über die Gefahren, die nun mal bei jeder OP bzw. OP-Methode entstehen, wurde hier schon viel berichtet.

Die PH-Metrie-Messung gibt Aufschluß darüber, ob du pathologischen Reflux hast und in welchen Abständen. Nicht jeder Reflux ist krankhaft! Das wird leider oft verkant :)z. Persönlich halte ich diese Messung für ein absolutes MUSS vor einer evtl. OP-Entscheidung.

Alles Gute

h#osFsegohr


selbst wenn mein reflux nicht krankhaft sein sollte, fühle ich durch ihn in meiner lebensqualität total eingeschränkt. was nützt mir ein "nicht krankhafter" kloß im halt der mir atemnnot bringt?

momentan habe ich das gefühl ich lebe auf 50%. deshalb werde ich das risiko der op wagen. sicherlich könnte ich noch für den rest meines lebens ppis schlucken, aber das möchte ich nicht.

Agnnihta


Ich kann dich sehr gut verstehen. Das darfst du mir glauben.

Andererseits muss ich heute mit den OP-Folgen - und die sind nicht ohne - und dem zusätzlichen Refluxproblem leben! Und ehrlich gesagt, mir wäre der Reflux ohne die OP-Folgen wesentlich angenehmer. Aber wie ich schon sagte, ich möchte darüber gar nicht mehr diskutieren.

Dir wünsche ich einen guten OP-Ausgang :)^

RmidexrT


Hallo hossegor,

also speziell in deinem Fall bin ich mit dir einer Meinung. Was soll eine PHMetrie noch bringen ... ausser unnötigen Aufwand. Du weißt es ja eh schon ... Essen kommt hoch, PPIs helfen bei dir.

Hatte die gleichen Erscheinungen wie du ... Ärzte haben mich von einer Untersuchung zur Nächsten geschickt, immer gleiches Resultat, ausser jeder hat verdient an mir.

Ich habe mich dann zu einer OP entschlossen, entgegen aller Ärztewarnungen, und habe es bis jetzt nicht bereut.

s]ofia34D-39 jahvreT alt


hossegor

1) an dieser frage ist mein leben gescheitert (hätte ich auf meine ph metrie werte gehört, wäre ich heute nicht operiert und wäre ich noch arbeitsfähig)

2) ich kann dir nur raten:

a) die ph metrie unter ppi medikamentöser therapie zu machen, also vorher die ppis nicht absetzen, um zu sehen, ob die ppis bei dir helfen/anschlagen.

b) einige tage danach läßt du die ppis für ca. 2 wochen weg und machst danach nochmal die ph metrie um zu sehen, ob du krankhaften reflux hast.

3)

momentan habe ich das gefühl ich lebe auf 50%. deshalb werde ich das risiko der op wagen. sicherlich könnte ich noch für den rest meines lebens ppis schlucken, aber das möchte ich nicht.

hossegor

trotztem solltest du vor einer op eine ph metrie machen lassen, um dich zu vergewissern, daß du an reflux leidest, dies ist SEHR wichtig.

du sagst, du lebst momentan nur zu 50 %, das hab ich vor meiner op auch gesagt, aber glaub mir, es gibt immer noch ein "schlimmereres", nämlich wenn du vor einer op dir deinen reflux nicht per ph metrie usw. als schriftliches ergebnis sichern läßt, du die op machst, und sie dir nicht refluxmäßig hilft, zusätzlich aber vielleicht noch mit den nebenwirkungen der op leben mußt.

ich kann sagen, daß ich vor meiner op zu 50 % ein qualitativgutes leben hatte, jetzt 4 jahre nach der op ca. ein 20 % leben.

tja

bitte mach unbedingt einen ph metrie und höre auf uns erfahrene refluxerfrauen ;-D

lg sofi

s8ofia343-39 5jahrSe alt


hossegor

p.s.

und die 20 % lebensqualität beziehen sich bei mir nicht auf den reflux, der ist seit der op und den nachfolgebehandlungen um ca. 1 millon schlimmer geworden, die 20 % beziehen sich nur auf die restlichen körperlichen qualitätsfaktoren die ich mir nach der op erstmal hart erkämpft habe, die ersten 2 jahre nach der op war meine lebensqualität bei null angelangt.sofi

wenn schon das risiko einer op, dann auch wirklich nur wenn man weiß wofür man es tut, sprich sicher ist, daß man auch reflux hat finde ich.

Rei}dexrT


Hallo sofia,

ich will hier jetzt ja nicht unken, aber wenn ihm das Essen hochkommt, an was soll er denn sonst noch leiden?

... "Essenhochkommen" = Reflux. Eindeutiger kann doch ein Symptom nicht sein!

Lösung:

1) OP

oder

2) PPI's bis ans Lebensende (Essen kommt trotzdem noch hoch), mit all den Nebenwirkungen die er ja jetzt schon hat!

nichts für ungut

Grüße

Annnitxa


Hallo Rider,

nun will ich mal nicht unken, aber

bei einer Magenentleerungsstörung können folgende Symptome auftreten: Anhaltendes Völlegefühl, Übelkeit und Brechreiz sowie Aufstoßen.

Ganz so eindeutig ist das nun wohl nicht, oder?

Grüße

h9osMsegxor


danke für eure antworten.

also laut breischluck test leert sich mein magen wohl ok. aber....selbst wenn ich eine magenentleerungstörung hätte, durfte mir das essen -nicht- wieder hochkommen (beim bücken, treppensteigen, etc). ein funktionierenes magenventil sollte das unterbinden. wenn ich mich operieren lassen dann von doktor l...eine schlinge würde mich mir keinesfalls machen lassen.

ich verstehe dich sofi, du hast eine verdammt schlechte erfahrung bei der op gemacht. selbstverständlich habe ich auch angst davor. neulich war ich in peniche (portugal) wellenreiten und konnte abends nicht mal mit meinen jungs was essen gehen wegen dem blöden reflux. selbst als ich auf dem surfboard gelegen habe kam es mir wieder hoch. wenn ich etwas so einschränkt möchte ich was dagegen unternehmen.

shofi)a34-399 jahrne alxt


RiderT

1) das wort: unken kenne ich nicht, bin zwar seit meinem 9 lebensjahr in deutschland aber kenne trotztem nicht alle sprichwörter und sonderwörter.

2) meine meinung ist trotztem immer: unbedingt ph metrie machen vorher

(einmal mit ppis und einige tage später ohne ppis)

3) er hat nichts zu verlieren, wenn er eine ph metrie macht, ph metrie kabeln werden wieder aus dem körper entfernt nach 24 stunden, eine operation dagegen wird nicht 24 stunden entfernt, es ist eine entscheidung fürs leben, da sollte man schon die indikation so gut wie es geht dingfest machen.

4) von operationen auf vermutungsbasis halte nicht reingarnichts, ich bin seit meiner vermutungsop lieber für ärztliche tatsachen, röntgenbreischluck über kopf, ph metrie, evtl. auch noch die gallensäuremessung, die magenspiegelung.

hossegor

5) es gibt zum testen betreff magenentleerungstörung mcp tropfen und domperidon, kannst ja gucken, ob es deine beschwerden lindert.

6) ich würde mich nie wieder auf die meinung eines einzigen operateurs verlassen, ich persönlich (sollte ich jemals wieder eine refluxop machen lassen) und auch allen operationsinteressierten betreff den verdauungstrakt allgemein, würde ich immer eine zweit oder gar drittmeinung empfehlen, d. h. noch einen anderen chirugen aus einem anderen krankenhaus, das gleiche gilt für den betreuenden internisten, 2 meinungen.

lg sofi

s!ofia734-39 Njahre4 alxt


hossegor

ich kenne übrigens portugal recht gut, war 5 mal dort jeweils für 1 bis 2 monatelang, da ich 12 jahrelang mit einem portugiesen zusammen war.

allerdings kannte ich nur den norden (kleinstädte und dörfer), an der algarve war ich nur einmal und ich fand es zu turistenhaft.

:p>

s)ofia34-3?9 jxahre xalt


sorry touristenhaft

s|ofia3b4-39 6jahr3e alxt


hossegor

p.s.

ich würde aufjedenfall mit internistisch genauenstens, möglichst sogar stationär einige tage untersuchen lassen, und zwar in der internistischen abteilung nicht sofort in der chirugie, so sollte es auch bei mir eigentlich laufen, leider wurde ich sofort in die chirugie gebracht und angeblich sollten dort bei mir nur erstmal die internistischen untersuchungen gemacht werden :-/,

es gibt im übrigen noch diese speiseröhrenstörungen, von der bewegung her, als auch von der reinigungsfunktion her, solltest du jetzt schon bewegungsstörungen/motilitätsstörungen des magens oder der speiseröhre haben, werden diese durch eine op nicht gerade verbessert, die muskeln der speiseröhre müßen sich erstmal an die veränderte situation nach der op gewöhnen und könnte sein daß noch mehr hochkommt usw., wie gesagt, würde mich wirklich 1 schöne woche ins krankenhaus begeben lieber, eines der vorteile: in der internistischen haben sie bestimmt auch hübsche krankenschwester ;-)

*:), die begleiten dich auch zur ph metrie ;-D

Agnn ita


Hallo hossegor,

mit der Magenentleerungsstörung kenne ich mich bestens aus ;-D. Der Nachweis einer Entleerungsstörung des Magens ist durch Schlucken einer kleinen Menge einer radioaktiven Substanz oder durch Ultraschall möglich. Wobei der Ultraschall eher die zweite Wahl ist ;-). Weder Motilium noch MCP-Tropfen verhindern ein Zurücklaufen des Speisebreis :|N.

Um jetzt aber auf den Punkt zu kommen. Da du eine Geithernie mit klaffender Kardia hast liegt es nahe, dass dieses der Grund für deine Probleme ist. Insofern kann ich deine Einstellung gut verstehen. Jedoch möchte ich nochmals wiederholen, dass bei jeder OP-Methode immer auch ein Restrisiko bleibt.

Es gibt genügend Toupet und Nissen Operierte mit sehr gutem Ausgang. Insofern denke ich, dass nicht die OP-Methode das wirklich Entscheidende ist!

Solltest du dich für eine OP entscheiden, und davon gehe ich aus, wünsche dir einen guten OP-Erfolg :)^.

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