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Gallenblase kurz vorm platzen

aTenglel73 hat die Diskussion gestartet


Ja, meistens kommt es anders als man denkt hm....

ich kann euch sagen, nach meinem letzten Eintrag über das verschieben, ging es am Abend alles in eine andere Richtung. Ich merkte schon dass ich mich seltsam fühle, hatte keinen hunger und bekam schmerzen, dann flauten sie wieder ab, doch dann ging es richtig los, ich brach im Flur zusammen und dachte ich geh kaputt. Kolik! Ich habe das ganze Haus zusammen geschrien bis der Notarzt kam. Tja dann beim Ultraschall in der Klinik sah man auch alles schön weis in der riesigen Gallenblase. Bekam dann die Nacht und den nächsten Tag schmerzmittel. Die Ironie, ich wurde an dem Tag dann operiert, an dem ich meinen erten Termin eigentlich hatte, den Freitag den 14. Man hatte ich eine scheiß angst, puh, aber alles überstanden. Fazit, meine Gallenblase war bis aufs äußerste überdehnt und kruz davor zu platzen und tierisch entzündet. Ohne Kolik hätte das ganz böse mit mir enden können. (Schön dass meine Hausärrztin meinte ich könne ja ruhig noch warten und sollte mich nicht zu schnell unters Messer legen). Hätte ich nicht meine innere Unsicherheit und Angst gehabt hätte ich auch an einer Sepsis durch all den Gallensaft, nach platzen in meinem Bauch, sterben können.)

Samstag ging es dann mit ziemlichen schmerzen über den Tag, bekam lauter schmerzmittel und antibiotika. Doch ich fühlte mich immer mieser, fand das meine rechte Seite ziemlich schmerzte, aber gut wurde ja schließlich operiert. Jedesmal wenn ich mich zum Klo schleppte, stellte ich fest dass mein Urin mega gelb war und als ich in den Spiegel sah, fand ich dass meine Augen gelb wurden. Oh gott nein, Gelbsucht, scheisse. Ich wies die Schwestern darauf hin, die das nicht mal gemerkt hatten (Traurig oder). Sonntag früh wurde mir dann blut abgenommen, denn langsam wurde auch meine Haut gelb. Mein Freund meinte noch, och du siehst aber frisch aus, gar nicht mehr blass. Bemerkt in dem Licht des Zimmers auch nicht dass ich gelb war. Wusste gar nicht mehr wo noch die Schmerzen her kamen, aus allen Richtungen meines Bauches, hatte so viel Luft von der op im Bauch, hätte nicht gedacht dass das so weh tun kann. Dann ergaben meine Blutergebnisse, dass ich nen Verschluss haben muss, so wurde beschlossen Montag noch ne ERCP zu machen. Super wieder narkose. Doch das reichte nicht mal. Gegen Sieben wurde es dann ganz krass. Einer der ärzte erklärte mir gerade, wie die ERCP abläuft und ich beklagte mich über die Schmerzen, er ging auch von der Luft aus. Ich setze mich dann auf, als das Gespräch vorbei war, der Arzt ging raus und es wurde immer schlimmer. Die ganze rechte Seite fing an zu brennen und zu ziehen und zu stechen, ich bekam kaum noch luft. Die Kolik von Mittwoch war nichts dagegen. Der arzt wurde zurück gerufen und man gab mir mehr Schmerzmittel als Tropf, aber nichts, ich brüllte schon vor schmerzen, die Tränen liefen nur so über mein Gesicht und ich konnte immer weniger Atmen. Der Arzt verwzeifelte schon, denn ich bekam schon heftiges morphinhaltiges Schmerzmittel. Es brannte immer mehr, ich dachte echt nicht, dass man solche Schmerzen noch ertragen kann. Ihm blieb nichts übrib als mir morphium dazu zu spritzen. Dann wurde es schwummrig und ich flaute langsam ab. Er litt richtig mit mir (war echt mal ein Arzt mit Herz). Dann gab es weiter das morphinhaltige Mittel und ich kam wieder zur Ruhe. Aber 2 Stunden später, das gleiche nochmal. Wieder neues Mittel, alles brannte, ich wusste nicht mehr was gut tat und was nicht. Der Witz, die Schwester fragte, geht es langsam besser nach ner weile, die da allein jammernd lag (Zimmernachbarin hielt mir zusprechend die Hand, wie eine Mama. Das war sehr lieb), obwohl sich keine Besserung zeigte. Diesmal dauerte es länger bis ich mich beruhigte, da der arzt mir nicht noch mal Morphium geben wollte, da ich schon so vieles an Mitteln, und das so kurz nach der Narkose, bekommen hatte. Er wollte nicht riskieren dass mein kreislauf noch zusammen bricht. Die Nacht hab ich echt gelitten, war glaube ich einer der längsten die ich je hatte. Dann ERCP den nächsten Tag und ja, ich hatte ne verengung im Gallengang und dieser ist noch weit in meine Leber gewachsen. So nu wurde mir ein Röhrchen eingesetzt, das 4 Wochen den Gang dehnen soll, dann kommt es wieder per ERCP raus und dann ists gut. Was lieb war, dass dieser Assistenzarzt nachtmittags nach mir schaute, wie es mir geht und ob ich es gut überstanden habe. Er sagte, dass er sich noch nie so hilflos gefühlt habe, mich so leiden zu sehen, dass er sowas bisher nur von Nierensteinen kannte und er froh war, dass es gut gegangen ist.

Tja nu häng ich zu hause, bin noch sowas von duselig nach diesen 10 Tagen die ich hinter mir haben, hab meine Drainage noch im Bauch und warte ab dass diese Montag ambulant entfernt wird. Schmerzen gehen einigermaßen, das ganze liegen war auch nicht gerade fördernd für Rücken und ko. Magen schmerzt durch die ERCP natürlich auch und manchmal zieht sich was von Magen bis in den Gallengang, was immer kurz schmerzt. Da werde ich echt noch lange dran zu kämpfen haben, bis bei mir alles wieder in Ornung kommt. Mal sehen, wie ich das mit dem Essen jetzt hin bekomme. Mir wurde gesagt, noch Schonkost und ganz wichtig in den nächsten Monaten, klar kein Fett.

Vielleicht könnt ihr mir ein paar Tips zur Ernährung geben, da ich jeden Schmerz echt vermeiden möchte, hatte erstmal genug davon.

LG Aengel

Antworten
krullerkxeks60


Hallo aengel,

als ich dein Bericht gelesen habe, ging es mir total durch. Du mußtest ja eine Menge durchmachen! :°_

Zur Ernährung kann ich nur sagen, nich so fett, kleiner Mahlzeiten, aber das weißt du ja sicherlich. Ich kann auch z.B. keine Kohlensäure vertragen.

Ich wünsch dir gute Besserung und alles Gute :)* :)* :)*

Kullerkeks *:)

a>enDgel7x3


ja, das kann man wohl sagen, war echt ne Menge an Schmerzen. Die wünsche ich keinem und ganz aufhören wollen sie auch immer noch nicht. in meiner rechten Seite ist es immer noch wie vorher im Rücken. Habe heute die Drainage rausbekommen aber muss weiter zur Kontrolle in 2 Tagen. Ohne Schmerzmittel geht es noch gar nicht und auch mit ist es noch nicht richtig auszuhalten. Weis nicht, ob es das liegen ist, oder weil jetzt was fehlt im Körper, oder ob es vom Stent in meiner Leber ist. Der Arzt sagte ja, dass der verengte Gallengang tief in meine Leber gewachsen wäre. Nu muss ich die nächsten Tage weiter ausharren und hoffe, wenn das Ding nach 30 Tagen wieder raus kommt, dass ich es hinter mir habe und alles so arbeitet, wie es sein soll. Mag nie wieder solche Schmerzen erleiden.

Mit Stent-Erfahrung ist hier wohl niemand hm? Wär schön jemanden zu finden, der auch sowas hinter sich hatte....

LG Aengel

E]lfwef1ee


DAS alles hatte ich bereits mit 15 Jahren. Man sollte sich mal Gedanken machen, dass man nicht an Krebs leidet, sondern an einer mittlerweile Volkskrankheit.... %-|

a"e|ngelm73


wer hat denn hier von Krebs gesprochen?

EClfexfee


Niemand? Knnast du richtig lesen?

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