» »

Nicht ausgeheilte Proktitis?

hIoneyr>o7astedjpeaxnut hat die Diskussion gestartet


Hi Leute,

ich wollte mal einen kleinen Rat von Euch einholen. Es geht um folgendes:

Ich hatte im Juli 2008 eines abends Blut im Stuhl. Daraufhin bin ich recht rasch zum Internisten, der meinte, dass mein Darm bzw. die Darmschleimhaut gereizt sei. Vielleicht hätte ich auch noch zusätzlich einen kleinen Infekt. Es wurde getastet (ohne Befund), ein Blutbild gemacht (nur die Retikulozyten [?] waren minimalst zu niedrig, ansonsten super) und der Bauch abgetastet. War halt viel Luft im Bauch, aber kein Druckschmerz oder sonstiges. Meine Beschwerden (Blähungen, Bauchgrummeln, häufigerer Stuhldrang), die eigentlich erst gleichzeitig mit dem Blut-Stuhlgang eingesetzt hatten, wurden aber nicht besser. Ich bin dann immer wieder zum Arzt, weil ich zugegeben übermäßig panisch war. Ich hatte Angst einen Tumor oder so etwas zu haben, wohingegen die Ärzte meinten, ich müsse mir Entspannung gönnen und dann ginge das weg. Nach ein paar Wochen Hick-Hack meinte dann doch ein Arzt, dass ich mal eine Darmspiegelung machen lassen sollte. Gesagt, getan. Die Darmspiegelung war echt ein Klacks und der KH-Prof. konnte mir, wie er es auch erwartet hatte, Entwarnung geben. Kein Tumor, aber eine leichte Entzündung am Ende des Darms. Hiervon wurden Proben entnommen, die mit dem Resultat zurückkamen, dass die Entzündung nicht chronisch sei. Als Befund wurde eine Proktitis aufgeschrieben und ich sollte nach Anweisung des KH-Prof. ca. 4 Wochen 3x täglich Salofalk 500 nehmen. Danach kam sein Assistenzarzt vorbei und meinte, dass 2 Wochen genügen würden. Zur Nachbesprechung war ich dann wieder beim Internisten, der mir riet, das Zeug nach ca. 1 1/2 Wochen abzusetzen. Eine Zeit lang war es dann auch so gut wie vorbei. Dann kamen wieder die oben genannten Beschwerden; mal eine Weile stärker, dann mal wieder 1-2 Wochen kaum Beschwerden. Alles in allem erträglich, aber halt nervig und beunruhigend. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder gedacht, dass da Blut im Stuhl sei, ich mir aber wohl nur was einbilden würde. Letzte Woche Donnerstag war es dann aber sehr offensichtlich, dass am Toilettenpapier hellrotes Blut und heller Schleim waren. Also bin ich wieder zum Internisten gewetzt, wieder Finger hinten rein (seinen Job möchte ich auch nicht machen ;-D), Bauch abgetastet und dann Diagnose (wieder): "Ihr Darm ist gereizt.". Er hat mir dann diesen Stuhltest mitgegeben, dessen Ergebnisse noch ausstehen. Er meinte, dass bei Blut im Stuhl eine Darmspiegelung wohl nochmals nötig sei.

So, meine Frage ist nun: Kann es nicht einfach sein, dass diese verdammte Proktitis nicht richtig weggangen ist, weil das Medikament zu gering dosiert war? Vielleicht hätte ja mal so ein Dauerfeuer mit Salofalk etwas bewirkt, aber es waren 3 Ärzte mit 3 unterschiedlichen Meinungen bzgl. der Einnahme. Ein Tumor ist ja wohl mittlerweile ausgeschlossen, durch die Spiegelung; das hoffe ich zumindest. Eine andere Möglichkeit wäre ja sonst noch, dass es doch eine Colitis Dingenskirchen ist, da der KH-Prof. damals explizit zu mir meinte, dass die Probenanalyse nicht immer 100%ig stimme und wenn es doch chronisch sei, ich bei ihm gut aufgehoben wäre, weil das sein Fachgebiet sei. Andererseits haben doch Menschen mit dieser Colitis viel heftigere Probleme als ich mit meinem Rumoren und veränderter Stuhlhäufigkeit und -konsistenz. Ich habe ja keinen wirklichen Durchfall und da fließt ja auch kein Blutschwall aus mir raus. Die müssen doch teilweise 20x am Tag rennen. Wer von Euch hatte denn schon mal eine Proktitis? Mich würde dann nämlich interessieren, wie lange Ihr dieses Salofalk eingenommen habt. Ich bin halt etwas beunruhigt und genervt, weil der ganze Untersuchungskram kein Ende nimmt.

Danke und entschuldigt bitte das viele Geplappere, aber ich will schon ein möglichst komplettes Bild geben.

Tschö mit ö

Antworten
pOfadPfinaderbxlase


Ich will dich nicht erstrecken, aber ich habe letztens eine Reportage über "mysteriöse" Krankheiten gesehen, und da war eine Frau die hatte ebenfalls über Monate Blut im Stuhl, Abgeschlagenheit und weitere Symptome. Alles Untersuchungen führten zu keinem Ergebnis, bis ein Arzt sich entschloss sie aufzumachen und die Gedärme Stück für Stück zu untersuchen. Sie hatte einen Tumor am Lymphknoten irgendwo zwischen den Därmen, jedenfalls einer Stelle die man bei einer Spiegelung und anderen Diagnostiken nicht gesehen hat.

Bleib auf jeden Fall dran und lass dich nicht vertrösten, ich will nicht sagen, dass du eventuelle einen Tumor hast. Aber wenn du Bedenken hast, gib nicht auf such dir einen Arzt der dir zuhört!

Solche möglichen Krankheiten heißen Zebra Syndrom/Krankheit

"The term ‘zebra’ in medicine does not refer to the striped African animal, but to an unlikely diagnostic possibility. It comes from an old saying in teaching medical students about how to think logically in regard to the differential diagnosis: ‘When you hear hoof beats, think of horses, not zebras.’”

A Zebra disease or disorder is one that is difficult to diagnose, not very well-known and sometimes affects less people than other diseases. However, when added together, those affected by various Zebra illnesses far outnumber those affected by any single well-known sickness.

hOon(eyr1oastedppeanuxt


Das klingt weniger beruhigend... :=o

Aber daran denke ich jetzt mal nicht. Ich hatte über die letzten Wochen sogar an Gewicht zugenommen und mir ging es an sich ziemlich gut bis das jetzt wieder passiert war. Ich hatte übrigens auch zwei mal Ultraschall bekommen, die beide ebenfalls ohne Befund waren. Deswegen denke ich da weit weniger an einen verfluchten, irgendwo still lauernden Tumor, der mir mit Sicherheit auch das Blutbild zerschossen hätte (das war ein sehr differenziertes Blutbild) als an diese Entzündung, die ja auch schon ein mal festgestellt wurde. Außerdem gehe ich auch davon aus, dass ein Zusammenhang mit meinem Studium besteht, für das ich extrem viel lernen muss und im Augenblick übelst stressig ist.

Danke trotzdem. *:)

pWfadfin[derxblase


hey, ich wollte dir keine angst machen. aber blut im stuhl ohne grund ist schon mysteriös. einen grund muss es ja geben. hast du was an deiner ernährung geändert? oder ist dein stuhl besonders hart oder weich?

ja, stress im studium kenn ich :(v

h+onefyroastexdpeanut


Meine Ernährung habe ich nicht geändert. Die Stuhlkonsistenz variiert. Oftmals ist es so, dass es erst breiig ist und wenn ich danach noch mal muss, ist es normal. Dann ist auch auf ein mal die Farbe anders, meist heller. Ich hatte das aber auch schon ein mal irgendwo im Zusammenhang mit Entzündungen gelesen, dass Leute von derselben Reihenfolge berichteten.

Ohne Grund ist es ja meiner Meinung nach nicht, weil ich eben davon ausgehe, dass diese Entzündung noch da ist. Als das im Juli anfing, waren die Symptome zwar schlimmer, aber vielleicht hatte ich mir das auch nur eingebildet, weil ich damals - wie gesagt - übertrieben Angst vor einer Krebserkrankung hatte. Es ist bei mir ohnehin so, dass sich Stress auf Magen und Darm auswirken. Wenn ich Klausuren habe, ist mir schlecht, ich bekomme Durchfall und muss auch andauernd pinkeln. Kaum bin ich mitten im Schreiben drin, sind alle Symptome verschwunden. Ich hatte auch als Kleinkind eine erst nach Monaten voll Krankenhaus, Ärzten, Tropf und allem diagnostizierte Allergie gegen Milchproteine (nicht: Laktose), die aber nach ein paar Jahren weg war. Damals hatte ich auch dauernd Durchfall, Kotzerei etc. Die Ärzte meinten aber, eine ein mal besiegte Allergie trete nicht wieder auf, so dass es damit nicht zusammenhängen kann.

pyfadfiHnd[erblxase


Vielleicht verträgst du Fructose nicht ??? Diese Unverträglichkeit hat ähnliche Symptome wie bei Lactose.

Bezüglich deiner Darmentzündung kann ich dir bloß was hinsichtlich meiner Erfahrung mit (chronischer) Blasenentzündung sagen. Ich habe über Monate, fast ein Jahr lang, ständig mit AB etc pp behandelt, irgendwann wurden auch keine Bakterien oder ähnliches gefunden, aber die Beschwerden waren weiterhin. Vielleicht ist der Darm jetzt einfach "kaputt" und muss sich erst regenerieren, ist jedenfalls bei der Blase so. Die ständige Reizung musst erst abklingen.

Versuch Schonkost und lass dich auf Fructose und ruhig nochmal auf Lactose testen, vielleicht hast du einen Magenkeim oder sowas - da gibt es Atemtests. Jedenfalls nimm die Unschlüssigkeit der Ärzte nicht hin.

htoneyro$astePdpeanxut


Also der Haemoccult-Test war negativ, weswegen der Internist meinte, dass ich mir keine Sorgen machen soll. Das tu ich ja auch nicht wirklich, vielmehr nervt es mich, dass es nicht besser wird. Heute war es nämlich schon wieder sehr "rumorig" im Bauch. Das ging aber erst so richtig nach dem Kaffee los. Ich habe das Gefühl, dass ich den an manchen Tagen einigermaßen vertrage, an anderen aber nur schlecht bis gar nicht. Wäre es eine Idee, viel Joghurt zu essen, um den Darm zu stärken? Gibt es vielleicht empfehlenswerte Präparate zur Stärkung der Darmschleimhaut? :-)

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Magen und Darm oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Ernährung · Übergewicht · Unter­gewicht · Zahnmedizin


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH