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slow transit oder doch reizdarm?

m arenv_86 hat die Diskussion gestartet


hallo...,

ich habe hier schon wirklich viel im forum gelesen,aber ich finde einfach keinen beitrag,der mir helfen könnte.

ich habe seit 2003(blinddarmop) erhebliche verstopfung.es würde ohne abführmaßnahmen nichts mehr gehen.ich hätte dann alle vier wochen einen darmverschluss.ich hatte schon vier mal einen subileus.ich habe mich damit circa drei jahre herumgeplagt und es wurde, trotz osteopathie,akkupunktur,zelmac,pflanzliche präparate, nicht besser.seit 2006 habe ich jeden tag furchtbare übelkeit,die morgens schlimmer ist.ich habe unter dem rippenbogen erhebliche luftkoliken.mein bauch ist nicht insgesamt aufgebläht und er tut auch nicht im gesamten weh,sondern nur unterm rippenbogen.die darmschlinge drückt auf den magen,sodass ich keinen satz vollständig sprechen kann.ich muss andauernd aufstoßen.es ist auch total unabhängig von den mahlzeiten.

bis jetzt wurden zahlreiche untersuchungen und massnahmen unternommen.bei einer bauchspiegelung wurden verwachsungen links oben gelöst.dann wurden darmspiegelung,magenspiegelung,manometrien,doppelkontraströntgen,defäkogramm usw.gemacht.dabei wurde ein "zu langer darm"diagnostiziert.der querdarm hängt bis in das becken rein.links oben ist mein darm total verschlungen und es ist eine zu starke abknickung nach unten festgestellt worden.beim brei-schluckröntgen wurde festgestellt,dass der dickdarm so gut wie gar nemmer arbeitet und der arzt meinte,dass mein darm ,trotz abführmaßnahmen,bis unter die backenzähne voll ist.auffällig ist,dass ich auf allen zehn röntgenbildern immer eine massive luftsichel im dickdarm,unter dem linken rippenbogen habe.

jetzt wollen sie eine transitzeitmessung durchführen...

es ist halt jetzt so,dass ich seit 2006 nicht mehr studieren kann und so gut wie gar nemmer aus dem haus kann.ich habe nur noch koliken links und das sogar nach dem aufwachen.ich kann die ganze nacht vor lauter schmerzen und übelkeit nicht mehr schlafen.meine speiseröhre ist hochgradig entzündet,weil mir die galle bis oben steht und das kommt eben von der fehlenden darmbewegung.

jetzt bin ich nur sehr irritiert.die ganzen jahre wure ja gesagt,dass ich einen reizdarm habe,aber so richtig vorstellen kann ich mir das nicht.da ich ja wirklich nur unter dem linken rippenbogen luft habe und mir kein mittel der welt bei der versgtopfung helfen kann.ich lebe die ganze zeit unter subileusumständen.

ich war nun in der dkd in wiesbaden und sie meinten,ich hätte eine slow transit verstopfung und dass man nun den hintontest machen sollte und danach eventuell den darm entfernen.

heute war ich nochmal bei nem anderen arzt,der meinte ich solle das niemals machen,weil ich "nur" reizdarm habe und ich solle es mal mit niedrigpotenzierten psychopharmaka versuchen,weil das bei reizdarm super helfen solle.ich würde normale luftmengen vermehrt spüren.doch vor nem jahr wurde mein gasvolumen im bauchraum gemessen und das war die dreifache menge.von daher kann das ja auch nicht stimmen!

wem soll ich nun vertrauen??so geht das jedenfalls nicht weiter.was ist das für ein leben wenn man alle vier wochen einen darmverschluss hat und im kankenhaus liegt?hat man bei slow transit eigentlich auch begleitsymptome wie übelkeit,blähungen(bei mir ja nur unterm li.rippenbogen)?oder kann das wirklich an der länge und dem enormen knick liegen?bekommt man beim reizdarm andauernd einen darmverschluss?

ich wäre wirklich sehr dankbar über jede antwort!!

danke im voraus

liebe grüße maren

Antworten
MDonxsti


Hallo Maren,

Deine Beschwerden erinnern mich sehr an meine, die ich vor der totalen Kolektomie hatte. Ich hatte die Beschwerden allerdings von Geburt an. Nie wurde ich wirklich ernst genommen und hörte von den Ärzten nur den üblichen Quark wie ballaststoffreiche Ernährung, viel trinken und viel Sport. Ersteres verschlimmerte alles nur. Nr. 2 und 3 der Empfehlungen konnte ich glatt ignorieren, da ich täglich ca. 3 l trank und extrem viel Sport betrieb.

Nach 'zig Untersuchungen kam heraus, dass mein Dickdarm die rekordverdächtige Länge von 260 cm hatte. Bei der Transituntersuchung kamen bei mir > 150 Stunden heraus, d.h. es waren noch alle der 60 geschluckten Marker im Darm, und zwar sehr unregelmäßig verteilt.

Am 22.01.2004 wurde wegen der vorherigen Befunde eine subtotale Kolektomie durchgeführt, d.h. mir wurde der Dickdarm bis auf ca. 25 cm Restlänge zuzüglich der 14 cm Rektum entfernt. Leider kam es zu sehr bösen Komplikationen (Peritonitis mit Sepsis), so dass ich 5 Tage später in einer Not-OP auch den restlichen Dickdarm los wurde. Gleichzeitig wurde mir ein endständiges Ileostoma angelegt, das mich bis zum Ende meines Lebens begleiten wird.

Nun habe ich zwar andere Probleme (v.a. wegen der damaligen postoperativen Komplikationen), aber niemals möchte ich mit dem vorherigen Zustand tauschen. Zuvor war es einfach nur grausig. Mit all den Darmproblemen hätte ich ja noch leben können, aber irgendwann kamen Hämorrhoiden Grad III sowie ständig wiederkehrende, wirklich riesige und deshalb operationsbedürftige Perianalthrombosen hinzu. Kaum war der eine operierte Knödel am Allerwertesten halbwegs verheilt, hatte ich den nächsten.

Ich bin sooo froh, mit all diesem Mist heute nichts mehr zu tun zu haben.

Liebe Grüße aus Tirol

Angie

mTaren_x86


hallo angie,

vielen dank für deine schnelle antwort!

hattest du dann auch so abartige luftkoliken und übelkeit,oder war das dann auf die verstopfung beschränkt?

das problem ist nur,dass ich anscheinend nichts mit den darmnerven habe(also kein morbus hirschsprung!).ich wurde vor sechs wochen am enddarm operiert,da sie dachten,dass es an einer rektozele liegt.jetzt ist alles eher noch schlimmer geworden.bei der pathologischen untersuchung des kleinen darmstücks kam heraus,dass der darm massiv aufgeweitet ist,aber eine agangliose wurde ausgeschlossen.

bei welchem arzt bist du damals gewesen?meinst du,dass ich in wiesbaden(dkd)gut aufgehoben bin?

die meisten haben nach einer subtotalen kolektomie oder einer kolektomie blähungen und mir wäre es ja am wichtigsten,dass diese schlimmen koliken verschwinden!aus diesem grund weiß ich nicht so recht,ob das helfen würde!hast du diesbezüglich noch probleme?

ich hatte ja auch erst drei jahre lang ausschließlich die massive verstopfung und dann musste ich jeden tag einläufe machen,da ich immer subileusanzeichen hatte und seit dieser abführerei habe ich die übelkeit und die luft im bauch.ich wache sogar oft daran auf und hänge mit schweißausbrüchen über der couch.

vielen dank nochmals,dass du mir geantwortet hast!

liebe grüße maren

MSons~txi


Hallo Maren,

es muss auch nicht unbedingt eine Aganglionose (Morbus Hirschsprung) sein, sonstige Dysganglionosen haben ähnliche Folgen und können im Unterschied zum Morbus Hirschsprung auch noch später entstehen.

Die grausamen Koliken mit Schweißausbrüchen kenne ich leider auch, ebenso sah mein Bauch sehr oft aus, als wäre ich im 6./7. Monat schwanger. Das ist jetzt zum Glück vorbei, aber ich bin ja auch meinen gesamten Dickdarm losgeworden. Wie es nach einer subtotalen Kolektomie ist, kann ich Dir nicht sagen. Jetzt habe ich halt verwachsungsbedingte Probleme, die sich teilweise auch mit Krämpfen und Subileuszuständen (das ging schon bis zum Koterbrechen) bemerkbar machen.

Ich war damals in der Uniklinik Innsbruck, ein halbes Jahr später wegen Ileus im AKH Wien. Bei den deutschen Kliniken kenne ich mich leider nicht aus.

Liebe Grüße

Angie

myarenp_86


hallo angie,

das ist aber auch gemein,dass das bei dir jetzt die folgen hat!da ist man schon jahrelang geplagt und entscheidet sich letztendlich zu so einem schritt und dann geht es schief.

ich hoffe trotzdem,dass du jetzt eine bessere lebensqualität hast als früher!?

ich werde am mittwoch den hintontest beginnen und mir graut schon sehr davor,weil ich in dieser zeit gar nicht auf toilette kann.ich denke,dass man da durch muss und das man mit dieser untersuchung der ursache näher kommt,als mit diesen tausenden darmspiegelungen!

ich habe jetzt nur schon viel darüber gelesen,dass es manchen leuten nach der operation immernoch nicht besser bzw.manchen auch schlechter geht.das schreckt einen schon ab,aber so gehts ja auch nicht weiter.

vielen dank für deine prompten antworten!

lg maren

Mbonsftxi


Hallo Maren,

da ist man schon jahrelang geplagt und entscheidet sich letztendlich zu so einem schritt und dann geht es schief.

Dazu sage ich: C'est la vie. ;-) Mir geht es heute besser als früher. Als ich noch mit meinem dämlichen Dickdarm zu tun hatte, litt ich neben entzündlichem Rheuma auch noch an chronisch-eitriger Pansinusitis. Das ging irgendwann soweit, dass die Vereiterung von den Siebbeinzellen aus in die linke Augenhöhle durchgebrochen war (Winter 2000). Das Resultat war zunächst eine Orbitalphlegmone. Innerhalb von wenigen Stunden griff die Entzündung auf den Sehnerv über und sorgte für eine beginnende Meningitis. Damals wurde ich auf der Intensivstation intravenös mit Höchstdosen Cortison gefüttert, bis endlich der Erreger klar war und ich gezielt antibiotisch behandelt werden konnte. Im Sommer 2001 wurde ich dann erneut an den Nebenhöhlen operiert. Brachte gar nix.

Allein diese Dauervereiterung der Nebenhöhlen war nach dem Radikaleingriff wie weggeblasen. Die OPs liegen jetzt 5 Jahre zurück, und ich hatte seitdem nie wieder mit diesem Blödsinn zu tun. Auch meinem ehemals sehr lädierten Hinterteil geht es mittlerweile super (weil zugenäht). Ich will unter keinen Umständen mit dem vorherigen Zustand tauschen, obwohl ich auch jetzt - u.a. wegen des Rheumas und wegen des schweren Verwachsungsbauchs - eingeschränkt bin. Nicht ohne Grund bin ich zu 90% schwerbehindert.

Liebe Grüße

Angie

m.a}renx_86


hallo angie,

das glaube ich dir,dass du froh darüber bist!

gesunde menschen können sich das einfach nicht vorstellen und sie regen sich dann fürchterlich auf darüber,wenn man meint,dass man sogar einen künstl.darmausgang akzeptieren würde.

ich habe halt nur angst,dass nach einer operation die koliken und die übelkeit noch da sind.ein arzt,der auf diesem gebiet allerdings nicht wirklich bewandert ist,meinte,dass sich dann die beschwerden vom dickdarm(der ja dann nicht mehr wirklich vorhanden ist)auf den dünndarm verlagert und somit zu nichts führt.im gegenteil,es würde alles schlimmer werden.mit durchfall könnte ich wunderbar leben!

kennst du denn leute,bei denen eine subtotale kolektomie geglückt ist und ob es ihnen geholfen hat?

liebe grüße maren

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