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Probleme nach Hämorrhoiden-OP

c{hic ken31


Ich hatte schon seit vielen Jahren Probleme mit Hämorrhoiden, bis mich mein Proktologe im September ins Diakonissenkrankenhaus in Dresden schickte. Dort wurde eine Hämorrhoidal-Arterien-Ligatur durchgeführt und anschließend eine recto anal repair, beides in einer Operation. Ich wählte eine Spinalanästhesie.

In den ersten Wochen nach der Operation hatte ich noch Schmerzen, dann nur noch Schmerzen beim Stuhlgang. Seit etlichen Wochen bin ich schmerzfrei, nehme allerdings noch Mucofalk, um den Stuhl weich zu halten.

Ich kann jedem der an fortgeschrittenen Hämorrhoiden leidet, zu einer solchen Operation raten. Keine Blutungen mehr, keine Schmerzen mehr.

6*4Rodlaxnd


Hallo an alle Leidgeplagten,

nachdem ich die Empfehlung erhalten habe, meine Hämorriden operativ entfernen zu lassen und ich schon einmal einen Urlaub mit den kleinen Scheißern versaut habe, war es vor 10 Tagen soweit und hier mein Bericht um etwas Mut zu machen:

ich wurde zu einem besonderen Arzt geschickt, der mich Barfuß empfangen hat und in seinen Praxisräumen vor seinem Schreibtisch auf seinen Fersen sitzt anstatt auf einem Stuhl Platz zu nehmen. Er vertritt die Auffassung, das viele Erkrankungen wie Hämorriden und Krampfadern vom Sitzen kommen und er in den vergangenen Jahren sehr viele Erfahrungen gemacht hat, die ich später zu spüren bekommen sollte.

Nach einer kurzen Untersuchung war die Sache klar, da ist eine Stelle die operiert werden muss.

Zur Operationsmethode:

mein Arzt hat schon viele unterschiedliche Methoden ausprobiert und letztendlich mußte er die Erfahrung machen, dass die vermeintlich brutalste die besten Ergebnisse erzielt. Kurzum, die lockere Haut wird bis zum Muskel abgetragen und dann muss es von allein heilen. Nach ca. 6 Wochen sei der Prozess abgeschlossen und es hat sich eine neue Hautschicht gebildet, die im Gegensatz zu anderen Methoden dann fest mit dem Muskel verwachsen ist.

So wurde ein OP Termin vereinbart und ich habe mich anschließend hier im Forum schlau gemacht, welche Erfahrungen andere Leidensgenossen gemacht haben.

Da kann einem ja wirklich Angst werden, wenn man die Berichte hier liest und kurz vor dieser OP steht. Also noch einmal einen Termin beim Arzt vereinbart um Punkte zu klären, die ich hier gelesen habe.

Punkt 1, die Tamponage die im Hintern steckt und nicht raus möchte. Erklärung Arzt, es handelt sich um eine mit einer Creme eingelassene Kompresse, die noch im Aufwachraum entfernt wird.

Punkt 2, wie sieht es mit Essen und Abführmittel aus? Arzt: es gibt keine Einschränkung, ich soll esse wie vorher. Problem bei zu dünnem Stuhlgang ist die zu enge Verheilung am Schließmuskel, die dann spätestens beim ersten festen Stuhlgang zum Problem wird bzw. durch einen kleinen Eingriff nachbehandelt werden muss.

Punkt 3, die Schmerzen. Da konnte mir mein Arzt keine positive Nachricht geben, allerdings sei das sehr gut mit Schmerzmittel in den Griff zu kriegen.

Die OP ist bei mir bisher (ist ja erst 10 Tage her) gut verlaufen und im Aufwachraum wurde mir dann auch die Kompresse entfernt.

Jetzt begann das Warten auf den ersten Toilettengang. Die Schwestern haben mich noch einmal instruiert, ich solle nicht pressen und es einfach laufen lassen – na das kann ja lustig werden. Große Schmerzen hatte ich zum Glück keine, was vielleicht an den verabreichten Schmerzmitteln lag.

Bis zu Arztvisite am kommenden Tag musste ich lediglich zum Wasserlassen gehen, das Andere blieb mir bis dahin erspart. Auf meine Frage an den Arzt, wie ich ein Pressen vermeiden kann, wenn es soweit ist, hat dieser abgewunken und wiederholt alles so zu machen wie vorher, auch das Pressen muss nicht unterdrückt werden.

Er hat mir übrigens drei Hämorriden großflächig entfernt wobei die offenen Stellen vom äußeren Bereich über den Schließmuskel nach innen reichen.

Am dritten Tag war es dann soweit, nach einem guten Frühstück hat sich das unvermeidliche angekündigt und was soll ich sage, es war unangenehm und es hat auch geschmerzt aber es war auszuhalten. Nach der Reinigung mit der Handbrause hat es sich auch relativ schnell wieder beruhigt und die Schmerzmittel habe sehr gut angeschlagen – keine großen Schmerzen bis heute. Inzwischen spüre ich die Heilung mit den typischen Symptomen.

Ich bin froh, das ich einen Arzt habe, der kein Zeremoniell um die gesamte OP macht (was man alles nicht tun darf), denn gerade bei dieser OP spielt sich so viel in unseren Köpfen ab, das alles zusätzliche zu einer weiteren Belastung führt.

Fazit: ich bin mit meiner OP und dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden, habe vom ersten Tag nach der OP ganz normal gegessen, keine Abführmittel genommen und alles wie vorher weitergemacht.

Meine Empfehlung, wenn so eine OP notwendig ist, dann lasst es machen. Denkt nicht zu viel darüber nach, was alles um den Po rum geschieht. Es ist unangenehm aber bei weitem nicht so schlimm wenn alles normal verläuft, wie es hier zum Teil beschrieben wird.

:)^

PXh*ö0nix8o9


Hallo zusammen,

ich weiß die Beiträge sind schon alle etwas älter, allerdings möchte auch ich gerne meine Erfahrung nach der Hämo-OP mit Euch teilen.

Ich ging am 08.05.2014 mit einer Analvenentrombose ins Krankenhaus.

So ein Ding ist kein Spaziergang.

Schmerzen in allen Lebenslagen.

Ich hatte bereits letztes Jahr solch eine Thrombose, sehr ungewöhnlich für mich mit meinen 23 Jahren sagte der Arzt, und wurde damals mit Salbe und Bettruhe behandelt.

Mehr wollte ich an diesem Abend eigentlich auch nicht von dem netten Arzt in der Notaufnahme.

Er sagte aber direkt, dass ich ein Hämoleiden inklusive Thrombose hätte und wir morgen früh operieren müssen.

Der nächste Morgen kam schneller als ich wollte.

Musste den Abend zuvor mit einem Gel abführen welches man sich selbst rektal einführt.

Ging vollkommen in Ordnung!

Ich wurde also unter Vollnarkose, nach Parks,operiert und so nahmen die Dinge ihren Lauf...

Als ich wach wurde hatte ich starke schmerzen im po, da die Tamponage dort noch drin war.

Ich bekam ibu 600 und 20 tropfen novalgin an Tag 1.

Verzeihung! Sowas nehme ich bei Kopfschmerzen und reicht nicht um die schmerzen zu unterdrücken.

Abends wurde mir, auf meinen Wunsch, die Tamponage entfernt.

Ich bin ohnmächtig geworden, da es sich kurzzeitig anfühlt als würde jemand deinen Enddarm rausziehen.

Die drei Tage im KH habe ich dann mit Morphin sehr sehr gut überstanden.

Man läuft wie eine Ente, kann nicht sitzen und bewegt sich im Schneckentempo, aber das Morphin wirkt intravenös hervorragend.

Am 12.05.2014 wurde ich entlassen, da die Wunde sehr gut aussah und ich auch auf das KH keine Lust mehr hatte.

Stuhlgang hatte ich bis dahin keinen.

Leider haben die Schwestern es auch versäumt mir direkt ab Tag 1 nach der OP Movicol zu geben.

Das habe ich dann ab Tag 3 regelmäßig, täglich 1 Beutel, getrunken.

Nun war ich daheim bei meinen Eltern, da ich in meiner Wohnung wahrscheinlich verhungert oder verwahrlost wäre.

Man ist schon sehr eingeschränkt.

3 Tage nach der OP musste ich mich leider meinem Darm beugen und habe mich zum Stuhlgang gewagt.

Es endete mit Kreislaufkollaps !

20 Minuten sitzt du auf der Toilette, umklammerst das Waschbecken, weinst und möchtest nur das es aufhört.

Einen Ziegelstein zu gebähren scheint einfacherer.

Was kommt?

Ein Klümpchen, butterweich und so groß wie ein 5cent Stück.

Danke! Das war der Lohn für 20 Minuten elend.

Ich habe irgendwann eine kleine Gießkanne mit auf die Toilette genommen und mir immer beim Stuhlgang Wasser über dem Hintern laufen lassen.

Das entspannt und hilft ein wenig den Schmerz zu lindern.

Die Tage zu Hause und auch die stuhlgänge wurden von Tag zu Tag erträglicher.

Ich rede hier nicht von schmerzfrei, lediglich von erträglich.

Es ist erstaunlich wie oft man unbewusst seinen Schließmuskel betätigt.

Und nach so einer OP tut das verdammt weh!

Wie aus dem nichts stechen 1000 kleine Nadeln in deinen After und du kannst nichts machen als atmen und aushalten.

Die ersten 3-5 Tage musste ich erstmal lernen meinen Po locker zu lassen, egal ob man Gefahr läuft Pupsen zu müssen.

Ich habe täglich Apfelmus mit Leinsamen gegessen, einen Beutel movicol getrunken, 10-20 tropfen novalgin und bis in Woche 3 nach der OP 2-3 ibu 600 genommen.

Außerdem viel Wasser getrunken.

Die Wunde hat noch 2,5 Wochen genässt und ich habe sie 3 mal täglich ausgeduscht.

Nach jedem Stuhlgang sowieso.

Abends habe ich immer eine Kompresse mit wundheilcreme zwischen die pobacken geklemmt.

Leichte Bewegung, kurze Spaziergänge, haben mir auch geholfen. In der Phase zu Hause ist es wichtig eine Balance zwischen ruhe und aktiven Phasen zu haben.

Nur liegen ist nicht förderlich.

Insgesamt war ich 4 Wochen krankgeschrieben.

Ab Woche 3 ging das sitzen immer ein bisschen länger.

In Woche 3,5 war ich komplett schmerzfrei.

Es fühlte sich an wie eine Wunderheilung.

Du schlägst morgens die Augen auf und plötzlich ist es weg!

Jetzt ist es 5 Wochen her und ich habe, nach einer Woche arbeiten im Büro, wieder ein leichtes zwicken oder nach dem Stuhlgang einen gewissen druck.

Aber es ist alles auszuhalten.

Es wird mich sicherlich noch eine Weile beschäftigen aber das schlimmste ist überstanden!

Ich muss sagen, ich habe schon einige schmerzen durchlebt aber die schmerzen die dir am Hintern zugefügt werden sind sogar schlimmer als eine fast geplatzte Niere ( ich kenne jetzt den Vergleich.)

Aber trotzdem an alle die das hier lesen, wie auch ich es in den ersten Tagen, verheult und verweifelt,nach meiner OP Tat

Es wird besser!!!!

Was uns nicht umbringt macht uns stärker :))

aln<giekxw


Hallo, besser hätte ich es nicht schildern können: Die Schmerzen sind stärker als Presswehen – und ich habe 2 Kinder geboren!en.

Es war bei mir fast genauso, wie bei dir: ich habe – mittlerweile 16 Jahre her – 3 x tgl. Novalgin-Tropfen bekommen die aber nur 20 Min. gewirkt haben. Danach wieder Schmerzen ohne Ende. Nachts traf ich mich mit "Häm-operierten" auf dem Flur, die genau wie ich mit der Hand am Hintern daherschlichen und stöhnten. UNd die Op wurde angeblich nach der "Painless-Methode (Stapler-OP bzw. nach "Longo") durchgeführt. Ich kann nur sagen: nie, nie wieder! Glückwunsch allen, die das nicht so erlebt haben. Jetzt, nach 16 Jahren, habe ich immer noch ständig Schmerzen und Druck im Enddarm. ob das daher kommt, weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall so, dass ich seitdem keinen Tag mehr schmerzfrei erlebt habe. Die Narbe sitzt anscheinend zu tief und hat die empfindlichen Nerven im Enddarm beschädigt. Habe immer noch die Hoffnung, dass das irgendwann mal aufhört. "Die Hoffnung stirbt zuletzt", denke dass ich wohl eher ins Gras beisse.

LG Angie

P@Knix89


Hallo angiekw.

Ich hoffe, dieses Schicksal bleibt mir erspart.

Schön das du das mit den Wehen beschreibst.

Sollte ich irgendwann mal ein Kind gebähren, dann haut mich das sicher nicht so schnell um. :))

CUli_ff_Huxx


So eine ähnliche OP habe ich jetzt wohl vor mir. :°( Seit Monaten kann ich nicht mehr richtig zur Toilette gehen und mein Geschäft verrichten, wie es beispielsweise jeden morgen und am abend sein sollte. Ich habe wohl auch eine starke Hämorrhoide im Enddarm die wohl immer größer wird und ich fürchte mich so sehr vor der OP, ich würde schon sagen Todes-Angst-Zustand. Diese Hämorrhoide verursacht bei mir jetzt keine großen Schmerzen, aber es drückt und auch in der Bauchgegend macht sich dies bemerkbar. Wenn ich zur Toilette gehe kommt diese heraus und geht ab und zu von alleine wieder in den Enddarm zurück, aber manchmal muss ich nachdrücken. Wenn diese herauskommt, dann spüre ich etwas in der Bauchgegend. Die beiden großen Hämorrhoiden-Entzündungen waren enorm schmerzhaft, dritten grades, sodass ich selber kaum zur Seite liegen konnte. Aber um einen Arzt-Termin komme ich wahrscheinlich nicht mehr herum. Stuhlgang habe ich (noch), aber ich muss dann immer etwas Essen oder trinken um das zu fördern. Das passiert meist am mittag.

Ich habe echt große Angst und Riesen-Respekt vor der OP. :-(

wjhitez mabgic


Die OP selbst war nicht schlimm, auch der erste tag war gut, bis zum ersten Stuhlgang. ich bin fast eine Woche regelmäßig auf dem Klo kollabiert, weil ich solche schmerzen beim Stuhlgang hatte. erträglich war es nur wenn ich auf meinem Steiß gesessen habe.

Ich kann dir nur raten: Denk dich mit vernünftigen Schmerzmitteln ein, Novalgin o.ä.

E5h"emaliger ?Nutze[r (#3`9571)


Dies ist ja schlimm, was Ihr diesbezüglich alles erfahren habt. Euch allen wünsche ich weiterhin alles Gute!

qvcXa7x93


habe meine 1. op jetzt vor 9 Tagen gehabt. davor 5 oder 6 mal schon probleme damit gehabt. erstes mal aufgetreten vor 3 jahren. zu dieser zeit habe ich aufgehört mit kraftsport und angefangen mit ungesunder ernährung. jetzt seit 6 monaten vegan und seit 2 monaten wieder krafttraining. meine wunde ist jetzt zu ca. 80% verheilt. bin gleich nach der op, nachdem ich wieder wach war, nachhause. täglich wunde ca. 5 mal gründlich gewaschen nur mit wasser. hände vorher und nachher zweimal mit seife. danach immer antipilzinfektionssalbe um die wunde herum. keine schmerzen mehr beim gehen 5 tage nach op. keine schmerzen mehr beim stuhl 7 tage nach op. warte nur noch bis die fäden runtergespült werden.

fazit: achten auf richtige hygiene, ernährung und bewegung. prolbeme beginnen immer bei sich und die lösung steckt dahinter!

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