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Darmspiegelung - was war da passiert?

D;ie_W&olxke hat die Diskussion gestartet


Ich hoffe hier auf jemanden zu treffen, der mir helfen kann, ein Rätsel aus meiner Vergangenheit ein wenig zu lüften.

Die Angelegenheit ist jetzt 25 Jahre her.

Ich bekam eines Tages heftige Bauchschmerzen. So schlimm, dass ich nicht mehr gerade stehe konnte.

Ich ging also zum Arzt. Der überwies mich zum Ultraschall. Dort war der Befund nicht klar (was da zu sehen war, hätte auch sehr fester Kot sein können, sagte man mir).

Also Weiterüberweisung ins Krankenhaus. Dort wurde eine Darmspiegelung gemacht, unter Narkose.

Ich erwachte wieder im Krankenzimmer und meine Bettnachbarin sagte, dass die Schwester gemeint hätte, es sei etwas schiefgelaufen. Ich hätte so geschrieen in der Narkose, dass man die Spiegelung abgebrochen hätte.

Ich sprach die Schwester an, die mir aber keine Auskunft gab, sondern mich nur schief anguckte. Auch die Ärzte sagten nichts. Dann wurde noch ein Kolloquium vor dem Röntgenschirm gemacht. Auch da wieder kein klarer Befund. Es war kurz vor Pfingsten und man wollte nicht so viele belegte Betten haben. Man schickte mich nach Hause und sagte mir, dass ich nach Pfingsten wieder kommen solle. Man wollte mir ein Stück Darm herausoperieren (im Bereich des Colon transversus). Ansonsten könne man nicht für mein Leben garantieren. Und ich hätte Morbus Crohn.

Ich fühlte mch nach diesen drei Tagen Untersuchungen kränker als zuvor.

Jedenfalls konsulierte ich erst noch mal eine andere Ärztin meines Vertrauens. Diese sagte mir, dass ich mich nicht zu operieren lassen brauche.

Da ich dieser Ärtzin wirklich sehr vertraute, folgte ich ihrem Rat. Und ging noch einmal zu einem anderen Arzt, den sie mir empfahl (sie selbst war schon in Rente).

Dieser stellte dann fest, dass ich aufgrund einer früheren Amöben-Erkrankung Vernarbungen im Darm hatte, und diese hatten sich entzündet und mir die Schmerzen verursacht. Und im Zusammenhang damit, dass ich von langjähriger vegetarischer Kost wieder zum Fleisch essen übergegangen war. Der "Tumor" war tatsächlich Kot, der nach der Abführerei natürlich verschwunden war.

Und die Diagnose Morbus Crohn war auch falsch.

Ich habe also meine Ernährung wieder umgestellt und meide seither Speisen, die blähen. Und hatte seither niemals mehr Probleme.

Um aber auf meine Frage zurückzukommen: Was ist damals in der Narkose bei der Darmspiegelung passiert? Wie kann es sein, dass man da (in der Bewusstlosigkeit) rumschreit? Hat jemand eine Antwort?

LH

Antworten
E`hemualigeYr Nutzwer (#3?257/31)


Das kann daran gelegen haben das es vermutlich keine Narkose war sondern eine Sedierung mit z.B. Dormicum.

Manche schlafen damit ein, alle können sich aber hinterher nicht mehr an die Untersuchung erinnern, weil es auf das Kurzzeitgedächtnis wirkt.

Man reagiert aber auf Schmerzreize, bekommt daher zusätzlich ein Schmerzmittel

Dpi2e_W-olke


Man reagiert aber auf Schmerzreize, bekommt daher zusätzlich ein Schmerzmittel

Das würde bedeuten, man hat mich sediert, aber mir kein Schmerzmittel verabreicht?

Warum hat man micht so gequält? (Ich brauchte nämlich nach der Krankenhaustortour über ein halbes Jahr, bis ich wieder richtig auf dem Damm war).

LG

EQhemaligerZ Nut[zer (>#32x5731)


Du wirst mit Sicherheit ein Schmerzmittel bekommen haben, aber das nimmt nun einmal nicht alle Schemrzen und gerade wenn ein Darm eng und verschlungen ist kann es schon mal weh tun da um die Kurven zu kommen

DYie_3Wodlkxe


O.k. soweit ist das alles einleuchtend, was Du sagst.

Warum hat man aber dann wegen meinem "Geschrei" die Untersuchung abgebrochen?

LG

EchemaliFger NuMtze4r (#3257x31)


man hat vermutlich nicht primär wegen deines geschreis abgebrochen, sondern weil man da einfach mit dem Coloskop nicht weitergekommen ist. Das kommt recht häufig vor. Das du geschrieben hast, war nur die Konsequenz aus dem nicht weiterkommen weil das eben weh getan hat.

éqpi ne


Auf das angesprochene Dormicum gibts auch gerne paradoxe Reaktionen, d.h. es sediert absolut nicht und Patienten schreien rum, wehren sich, schlagen um sich - völlig, ohne Schmerzen zu haben.

In dem Moment muss jegliche endoskopische Untersuchung abgebrochen werden, viel zu gefährlich....

So was könnte es auch gewesen sein - völlig ohne "Quälerei".

Ich hab das bei einer akuten Magenblutung mal erlebt, da musst aber leider gekämpft werden, sonst wäre der uns auf dem Tisch verblutet.... :-|

Schön, dass sich bei Dir das Meiste geklärt hat und Du Dich scheinbar richtig entschieden hast :)z

D,ie_Woxlke


So was könnte es auch gewesen sein - völlig ohne "Quälerei"

Doch, es war schon eine Quälerei. Ich wurde in 3 Tagen 5 mal "gesäubert" (wegen Kommunikationsstörungen zwischen dem Pflegepersonal und Arzt) mit hohen Einläufen, wahnsinnig schmerzhaft. Als ich nach den Untersuchungen wieder zu Hause war, fühlte sich mein Gedärm an, als hätte man es mit Schmiergelpapier behandelt.

Ja, und ich denke auch, dass ich richtig entschieden habe und mich nicht unters Messer gelegt habe. Denn eine Darm-Op verursacht ja auch wieder Probleme wegen der Narben usw.

LG

é$pcinxe


@ Wolke

Um Himmels Willen, ich wollte Deine Probleme gar nicht runterspielen :-)

Die Abführerei ist der Horror, das glaub ich Dir sofort... Und auch "normale" Darmspiegelungen können leider noch eine ganze Weile wehtun, das Ganze reizt ziemlich fies - selbst, wenn man da keine Stenosen hat...

Ich hatte mich nur auf das vermeintliche Schreien während der Untersuchung bezogen... Ich hab es eben auch schon erlebt, dass da "grundlos" (also ohne, dass der Patient angefasst wurde), geschrien wurde, weil er paradox auf das Medikament zur Sedierung reagierte. Mehr wollte ich gar nicht sagen - das ist dann eben auch ein Grund für einen Abbruch und passiert auch häufiger ein paar Minuten verzögert, also wenn die Spiegelung schon läuft...

Aber klar könnten es auch Schmerzen gewesen sein. Die Darmschleimhaut ist leider ziemlich empfindlich - aber zumindest ist bei Dir scheinbar keine neue, dauerhafte Schädigung entstanden. Ich wollte nur eine eventuelle Möglichkeit aufzeigen :)z Letztlich kann man da halt nur spekulieren...

Was Deinen weiteren Weg betrifft - dass alles so richtig war, ist spätestens dann einleuchtend, wenn Du seit Jahren gut damit klarkommst :)^

DYie_WNolke


Ich hab es eben auch schon erlebt, dass da "grundlos" (also ohne, dass der Patient angefasst wurde), geschrien wurde, weil er paradox auf das Medikament zur Sedierung reagierte.

Das ist eine sehr interessante Information, das wusste ich noch nicht - und darum Danke! @:)

Aber warum haben die mich im Krankenhaus so schief angesehen, als wenn ich ihnen absichtlich die Untersuchung "verdorben" habe ?

Und sie gingen dann noch so weit, mir zu "prophezeien", dass ich lebensbedrohlich erkrankt sei und ohne Op innerhalb der nächsten Tage daran sterben könnte.

Das hat mir nämlich zunächst einen ganz schönen Schrecken eingejagt. Glücklicherweise war ich noch genug bei Verstand, um mir noch eine andere Meinung einzuholen und nicht so "Obirgkeitsgläubig" zu sein. Es ist nicht einfach, sich einem solchen Druck zu widersetzten. Hab aber viel daraus gelernt !

LG

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