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Hiatusinsuffizienz bzw. Refluxerkrankung und Erfahrung mit OP?

VMerzwvick1teLTage hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe seit vielen Jahren periodisch starkes Sodbrennen.

Nach Magenspiegelung ist eine hiatusinsuffizienz festgestellt worden. Mit PPI (i.d.R: Omep 20-40mg pro Tag je nach stärke der Beschwerden) kann ich die Beschwerden einigermaßen im Griff halten. Jedoch habe ich mich unlängst in Bonn beim Darmzentrum bzgl. einer OP beraten lassen.

Diese wird minimalinvasiv durchgeführt und der Mageneingang verkleinert.

ich würde gerne einige Erfahrungsberichte (gerne speziell mit der Bonner Klinik) , pro und contra einer solchen OP und generell Eure Meinung hören.

Bin unschlüßig ob ich die OP durchführen lassen soll. Meine Lebensqualität empfinde ich schon als deutlich eingeschränkt und die Aussicht auf ein beschwerdefreies Leben reizt mich sehr.

So - Diskussion eröffnet.

P.S. Ich habe den Artikel über die refluxerkrankung gesehen, die das Thema anschneidet - aber da konnte ich mich nicht duchkämpfen - >1000 Seiten ist mir zu viel.

Antworten
FjKB


Hallo,

das ist wirklich eine verzwickte Lage!???

Zu den PPI wäre dies hier interessant:

[[http://www.gutepillen-schlechtepillen.de/Magensaeureblocker.81.0.html]]

Besonders die Bemerkung:

"Der verführerische Marketing-Slogan "Magenschutz" trägt entscheidend dazu bei. Suggeriert er doch dem Arzt und dem Patienten Sicherheit und macht vergessen, dass die Magensäure für Verdauung und Infektabwehr wichtig ist. Jede Langzeitbehandlung mit Protonenpumpen-Hemmern ist ein tiefer Eingriff in Körperfunktionen, denn die Magensäureproduktion wird um bis zu 98% blockiert. "

Das kann also auf Dauer keine Lösung sein. Jede Krankheit hat eine Ursache, die Hiatusinsuffizienz ist schon für sich eine Krankheit uns muss also auch eine Ursache haben.

Bei Magenerkrankungen kann die Motorik, die Sekretorik oder die Sensorik gestört sein, häufig alle drei Funktionen gleichzeitig. Gründe für eine Störung der Sekretorik (=Absonderung des Magensaftes) können seelische Belastung und Fehlernährung sein.

Da Du Erfahrungsberichte und Meinungen wolltest: :-)

Ich hatte viel Sodbrennen, Magenbeschwerden, Blähungen..., nach Ernährungsumstellung nicht mehr.

Ich würde mich vorerst gegen eine OP entscheiden, weil sie nicht die Ursache beseitigt.

Ich würde gern wissen, was Du so jeden Tag isst, trinkst und ob Du rauchst.

Vielleicht findest Du ja doch einen anderen Weg,

Liebe Grüße

FKB

l#izflaxnz


Ich war gestern bei einem homoeopathischen Arzt wegen meiner Bauchprobleme. Er ist der Meinung, dass die Ursachen fuer Magen-Darmbeschwerden oft in der Wirbelsaeule zu finden sind ( Nerven blockiert) und sagte woertlich, dass seiner Meinung nach auch bei mindestens 50% der Refluxpatienten das die Ursache ist. Eine relativ harmlose Blockade, die recht gut zu beheben ist, ABER diese wird oft nicht erkannt, da sich viele Aerzte damit nicht auskennen. So nehmen die Patienten dann ewig Medikamente und nichts hilft.

Vielleicht solltest Du dem einmal nachgehen und feststellen lassen, ob dies die Ursache Deiner Beschwerden sein koennte.

Liebe Gruesse und alles Gute,

Lizflanz

CflairMxatin


Hallo,

dem Beitrag von lizfanz kann ich aus Erfahrung zustimmen. Wenn mein Brustwirbel Nr. 3 blockiert ist, habe ich Probleme mit der Magensäure.

Ein weiterer Punkt ist die Anspannung des Zwerchfells. Die Insuffizienz kommt wahrscheinlich bei mir daher. Kein Arzt hat bemerkt, dass mein Zwerchfell extrem verspannt war. Erst ein sehr guter Osteopath hat mir das gesagt. Ich selber habe diese Anspannung auch nicht bemerkt, da sie sich im Laufe der Jahre immer weiter entwickelt hat und das Spannungsgefühl somit "normal" für mich war. Wenn das Zwerchfell verspannt ist, können die darunter liegenden Organe nicht optimal funktionieren.

Seitdem die Anspannung meines Zwerchfells durch osteopathische Behandlung und mit Psychosomatischer Energetik (fast) gelöst ist, habe ich keine Probleme mehr mit Magensäure.

Zur OP: Während meiner Gallenblasen-OP lag auch eine Frau im Zimmer, die ihre 2. OP wegen der Hiatusinsuffizienz hatte. Ca. 3 Jahre nach ihrer ersten Op war es nicht mehr in Ordnung, genaueres erinnere ich nicht mehr. Bei der zweiten OP gab es dann üble Komplikationen. Es wahr wohl ein OP-Fehler. Auf jeden Fall hatte man wohl ihre Lunge angestochen, sie hatte Wasser in der Lunge. Man hatte ihr eine Drainage durch die Rippen gelegt, die wohl teilweise extrem schmerzhaft war und zwei Nächte war sie auf der Intensivstation. Und was sie dann alles nach der OP nicht durfte. Nur ganz kleine Portionen essen etc. Mich hat diese OP nicht überzeugt.

Gruß

V)erzwiWckteLaxge


Hallo Euch allen,

vielen Dank für Eure Antworten.

@ lizflanz und @ClairMartin:

Ein interessanter Hinweis werde dem nachgehen. Wer wäre da ein guter Ansprechpartner? Ein Osteopath?

@ FKB

Vielleicht habe ich mich nicht korrekt ausgedrückt oder die falschen Begriffe verwendet. Popolärwissenschftlich gesprochen haben mir zwei Ärzte unabhängig voneinander erklärt, dass mein Magen halt durch das Zwerchfell "hochgestülpt" sei und der Magenausgang dadurch seine Funktion nicht erfüllen kann, den Magen zu evrschließen und es dadurch halt zu einem Särefluss in die Speiseröhre kommt.

An sich würde dann doch eine OP, die diese "hochstülpen" korrigiert und dem Magenausgang wieder seinen Job machen lässt wirklich die ursache bekämpfen oder nicht?

Zu Deinen anderen Fragen FKB.

Ich war lange bei einem Arzt, der im Grunde genau Deine Fragen gestellt hat und dort alles mögliche versucht hat. PPIs kamen erst später und auch die Diagnose die ich oben beschreiben ahbe erst deutlich später nachdem ich bei einem vernünftigen Gastroenterologe war. Leider haben dort wirklich alle Versuche nichts genutzt. Habe alles mögliche in der Ernährung versucht. Wenig Fett, wenig Säuren, reichlich Kohlehydrate, Keine Milchprodukte.

Esse heute eigentlich sehr normal. Morgens Frühstück, meist Brote mit Aufschnitt, Käse Gemüse. Nachmittags i.d.R. warm, da nicht sodnerlich toll, dameist Kantine, meist klassischer deutscher Dreisatz, irgendein Stück Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, irgendein Gemüse.

Abends meist dann wieder Brotzeit, meist mit nem Salat dabei o.ä. Halt zimelich normal denke ich.

Trinken: versuche viel Wasser zu trinken über den Tage, sonst kaffe zum Frühstück und im Büro ein paar Tassen (hat aber auch keinen Einfluß wenn ich den weg lasse). Alkohol recht wenig - ab und an abends mal n Bier. Am Wochenende mal ein Glas Wein zum essen - aber nie all zu viel.

Alkohol, speziell saure Weine und Schnaps ist auch das einzige wo ich das Gefühl habem dass es meine Beschwerden verschlimmert.

Ansonsten habe ich NIE einen sinnvoellen Zusammenhang zwischen meinem Beschwerden und meinem Ernährungsverhalten auffinden können. Selbst wenn ich auf Dienstreise in Gegenden bin wo extrem scharf gegessen wird (Thailan/Mexico o.ä.) habe ich nicht merken können, dass es schlechter oder besser wird.

Es gibt Phasen in denen es besser ist und in denen es schlechter ist, aber die wechseln sich eher preiodisch ab ohne, dass ich eine Ursache festmachen könnte. Am ehesten noch mein Streßniveau. Aber auch in einem erholsamen Urlaub in dem ich völlig abschalten kann merke ich nicht zwingend eine Verbesserung.

So habe viel geschrieben, weiß ncit ob es hilft.

Freue mich auf Eure Antworten

F=K=B


Hallo VerzwickteLage,

wenn dein Zwerchfell diese Besonderheit aufweist, hast du diese Beschwerden denn schon von Kindheit an? Oder seit wann besteht das ständige Sodbrennen?

Deine Ernährung scheint normal, weil der größte Teil der Menschen in den zivilisierten Ländern so isst. Es ist vielleicht normal, aber nicht richtig, dass 13 Millionen Packungen von einem PPI pro Jahr verkauft werden (und das ist nur EIN Beispiel), zwei Drittel der Menschen in zivilisierten Ländern Gallensteine haben und ein Großteil der Menschen Abführmittel braucht.

Vielleicht bist du ja bereit, nur mal als Test, für 2-3 Wochen eine biologisch vollwertige Heilnahrung durchzuführen. ??? Keine Angst, das klingt komplizierter, als es ist. Danach könntest du dann wirklich sagen, ob es am Essen liegt, oder nicht.

Unterstützend könntest du nehmen: Heilerde innerlich 2x2 Teelöffel,

auch das homöopathische Mittel Robinia D4, 3x5 Tropfen oder Globuli ist hilfreich.

Bin gespannt auf deine Antwort,

FKB

C'lai[rMaxtin


Hallo,

Wer wäre da ein guter Ansprechpartner? Ein Osteopath?

Ja. Hier sind noch ein paar Informationen zu Osteopathie und auch eine Suchfunktion.

[[http://www.osteopathie.de/osteopathie.html]]

Allerdings ist osteopathische Behandlung kein Wunder-schnell-Heilmittel. Meine Behandlung hat im Februar 2007 begonnen, es gab Zeiten der Entlastung und erst im März 2008 waren erste dauerhafte Erfolge zu spüren. Im Dezember 2008 war es dann gut. Seitdem ist Magensäure ein ganz untergeordnetes bis kein Thema mehr bei mir. Ich hatte aber auch nur alle 5 bis 7 Wochen eine Behandlung. Bei mir war die homöopathische Behandlung sehr ausschlaggebend.

Ich finde, die Ausdauer hat sich gelohnt, da nicht nur Symptome beseitigt sondern Ursachen kuriert wurden.

Gruß

Vyer\zwick2teLagxe


@ ClairMatin

Danke für die infos, werde mich mal schlau machen.

@ FKB

was genau verstehst Du unter dieser biologisch vollwertigen Heilnahrung?

Heilerde habe ich eine ganze Weile gelöffelt unter meinem ersten Arzt, hat leider auch gar nicht geholfen.

Die Beschwerden hatte ich bewusst auf jeden Fall schon als älterer Jugendlicher. Wirklich störend seit ca. 6-7 Jahren.

F*KB


Hallo,

eine biologisch vollwertige Nahrung zeichnet sich dadurch aus, dass sie alle biologischen Wirkstoffe (=Vitalstoffe) enthält, die unser Organismus braucht, um gesund zu bleiben.

Die Bestandteile der Nahrung kann man einteilen in Nährstoffe und Vitalstoffe. Die Nährstoffe sind allgemein bekannt - Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette. Zu den Vitalstoffen gehören:

- die wasser- und die fettlöslichen Vitamine

- die Mineralstoffe

- die ungesättigten Fettsäuren

- die Aromastoffe

- die Faserstoffe (Ballaststoffe)

- die Spurenelemente und

- die Enzyme.

Nun könnte man sich unseren Körper als eine Chemiefabrik vorstellen, in der ständig die kompliziertesten chemischen Reaktionen ablaufen(Stoffwechsel). Für jede chem. Reaktion sind einwandfreie Ausgangsstoffe notwendig, um am Ende das richtige Produkt zu erhalten.

Leider liefert unsere "normale" Zivilisationskost diese einwandfreien Ausgangsstoffe nicht. Dabei sind wir schon mengenmäßig gut versorgt mit den Nährstoffen, oft sogar überversorgt, es mangelt aber an den Vitalstoffen. Dies liegt nun daran, dass wir den Großteil unserer Nahrung stark verändert (erhitzt, konserviert, verfeinert) zu uns nehmen.

Die Vitalstoffe sind oft sehr licht- und hitzeempfindlich.

Das Motto der vitalstoffreichen Vollwertkost ist also: "Lasst die Nahrung so natürlich wie möglich!" (Prof. Kollath)

Oft vertragen Magenkranke die Vollwertkost nicht (Vollkornbrot, rohes Obst). Dieses Verträglichkeitsproblem liegt immer an der falschen Zusammenstellung der Nahrung oder an der falschen Zubereitung.

Der allererste Schritt bei der Umstellung auf Vollwertkost ist daher das Weglassen sämtlicher Fabrikzuckerarten (weißer Zucker, brauner Zucker, Rohrohrzucker, Ursüße, Agavendicksaft, Ahornsirup, Apfel-, Birnendicksaft, Rübensirup, Traubenzucker...)

Als Alternative ist Honig erlaubt, kann aber bei sehr empfindlichen Personen auch zu Problemen führen.

Die nächsten Schritte gerne bei Interesse :-)

[[http://www.ggb-lahnstein.de/]]

Liebe Grüße

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