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Gallenblasen-OP, Eure Erfahrungen?

N0aQti85


Hallo liebe Lizflanz,

danke für deine Antwort!

Da könntest du wohl recht haben. Man fühlt sich wirklich recht gut wieder, weil alles soweit gut aussieht, aber von Innen, das scheint doch immer etwas länger zu dauern!

Ich werde ihn morgen mal fragen, vielen lieben Dank erst mal für deine Antwort!

Alles Liebe @:)

NJatxi85


Hallöchen nochmal,

ich wollte einmal von dem Arztbesuch heute erzählen.

Ich hatte ihm gesagt, dass ich Schmerzen im untern Bauch hab, er hatte abgetastet und es tat auch weh. Sollte Urin abgeben, aber der war unauffällig. Jetzt muss ich morgen noch mal zum Gynäkologen!

Er hatte aber auch nit geschallt und nix, aber ich denke, dass das die Gynäkologin morgen machen wird!

Liebe Grüße :-)

Nla]ti8+5


ich war beim Gynäkologen und die hatte nur etwas Flüssigkeit hinter der Gebärmutter festgestellt, aber soweit ist sie zufrieden gewesen und meinte, das könnte wohl mal nach einer OP vorkommen.

Jetzt habe ich immer noch Schmerzen vor allem um den Bauchnabel rum und über dem Bauchnabel merkt man auch eine verhärtete Stelle. Ich muss am Donnerstag wieder ins Ausland fliegen und ich weis nit, ob das noch normal ist, obwohl der Arzt gesagt hat, dass die Behandlung jetzt abgeschlossen sei. Ich will denen ja auch nit auf die Nerven gehen und etwas unternehmen macht sowieso keiner! Ach Mensch...das ist aber kein Nabelbruch, oder?

Ich fühle mich aber auch immer noch schlapp und nit wirklich fit, habe seit der OP 3kg abgenommen und sehe absolut blass aus mit Augenrändern und meine Verdauung ist auch nit so, wie sie vllt hinterher sein sollte.

Vllt kann mir ja noch einer Tipps geben oder sagen, ob es normal ist, dass man noch eine Verhärtung um den Bauchnabel hat oder so. Ich weis nur, dass es einfach immer noch weh tut und einfach unangenehm ist! :-(

Viele liebe Grüße

l*izf'l7anxz


Auch wenn es "nur" eine Schluesselloch-Operation ist, wird doch durch die Einstiche das umliegende Gewebe strapaziert, so dass es sich manchmal verhaertet/verspannt. Siehe dazu die Webseite von Frau Dr.Pohl "sensomotorische Koerpertherapie nach Frau Dr. Pohl", ist sehr interessant!

Vielleicht kann dir ein guter Osteopath in deiner Naehe auch helfen.

Alles Gute und gute Besserung,

Liz

N7a^ti8V5


Ja, da hast du natürlich recht. Ich glaube auch, dass ich das ein wenig unterschätze. Man meint immer, man könnte und man müsste alles schon wieder können, aber irgendwie funktioniert es dann doch nit mehr. Danke schön für den Tipp. Da werde ich mal nachschaun!

Vielen lieben Dank und ein schönes Wochenende @:)

P=eterxBal


Hallo zusammen,

Grund für das berichten der eigenen Story:

Nachdem mir auch die Gallenblase aufgrund einer Entzündung und insgesamt 3 Steinen (Durchmesser von jeweils 11 - 13mm) entfernt wurde, möchte ich auch meine Geschichte mit euch teilen.

Warum möchte ich das?

In erster Linie um eine positive Erfahrung zu teilen und um anderen die Angst davor zu nehmen sich der Operation zu stellen.

Ich habe viele Berichte im Internet zu dem Thema gefunden und nur selten etwas Positives gelesen. Grund genug meine äußerst positive Erfahrung mit anderen zu teilen.

Mein Profil:

Jede Erfahrung ist individuell, man kann sicher nicht von meiner Person auf andere schließen. Um aber wenigstens einen Vergleichswert zu erhalten, schreibe ich kurz die wichtigsten Fakten zu meiner Person auf:

- Ende 20

- Männlich

- Erste OP; keinerlei Vorerkrankung

- Körpergewicht von 82KG bei 183cm Körpergröße

- Normaler BMI, normaler KFA

- Essverhalten: Grundsätzlich esse ich alles und am liebsten herzhaft (Pizza, Burger, Steak), Kalorienbedarf liegt bei circa 2400 p.T. um das Gewicht zu halten

- Ein gewöhnlicher Tag beinhaltet in etwa 180gr Protein, 100gr Fett und 200gr Kohlenhydrate

Vor der Operation:

Ich habe mich gründlich auf die Operation vorbereitet um auch andere Krankheiten auszuschließen. Dies war nicht nur für mich hilfreich sondern auch für die zuständigen Chirurgen die, diese OP bei mir durchgeführt haben.

Meine Stationen:

Gastroenterologie 1:

- Ultraschalluntersuchung

- hier wurden die drei Steine entdeckt

- Pankreas (Bauchspeicheldrüse) war nicht gut einzusehen

Gastroenterologie 2:

- Magenspiegelung

- Abklärung eines Magengeschwürs oder helicobacter Infektion

Radiologie:

- Anfertigung eines MRT des gesamten Abdomens

- Bauchspeicheldrüsen Erkrankung konnte ausgeschlossen werden

Hausarzt:

- Mehrfache Blutuntersuchungen

- Fettunverträglichkeit wurde überprüft

- Gallenwerte überprüft

Alle voruntersuchungen waren negativ und es deutete alles auf die Gallenblase hin. Es war also für mich entschieden, dass die Gallenblase raus muss.

Für die Operation habe ich mir ein Krankenhaus gesucht das mir sowohl durch meinen Hausarzt, als auch durch das Internet (AOK Krankenhausnavigator (!)) empfohlen wurde. Wichtig für die OP ist sicher, dass es sich für die behandelnden Chirurgen um einen Routineeingriff handelt. Da die OP in dem Krankenhaus meiner Wahl (das Israelitische Krankenhaus in Hamburg) im Schnitt zwei Mal pro Tag ausgeführt wird, wusste ich dass die Ärzte dort ihr Handwerk verstehen werden.

Der Chirurg beim Aufnahmetag bedankte sich für das MRT, denn hierdurch wusste das Team vor der Operation wie es in mir aussieht. Die Vorbereitung und der damit verbundene Ärztemarathon (Magenspiegelung, Ultraschall, MRT...) auf diesen Termin hat sich sehr gelohnt, denn so konnte es bei der OP keine Überraschungen mehr geben.

Mir persönlich hat es geholfen sich Operationsvideos zu dem Eingriff anzuschauen (Quelle: YouTube). Als ich wusste wie genau der Eingriff gemacht wird, wusste ich, dass es sich dabei um keinen komplizierten Eingriff handeln kann. Zudem half es mir die Chirurgen besser zu verstehen und die einzelnen Schritte des Eingriffs nachzuvollziehen.

Die Operation:

Die Operation lief bei mir Problemlos.

Insgesamt hat die Operation knapp eine Stunde Zeit in Anspruch genommen.

Es gab keine Komplikationen und die minimal Invasive Operationsmethode konnte wie geplant angewendet werden.

Insgesamt gab es vier Einschnitte. Der Größte davon mit 2,5cm Länge im Bauchnabel. Die anderen Einschnitte sind deutlich kleiner.

Nach der Operation habe ich keine Schmerzmittel mehr nehmen müssen, da ich überhaupt keine Beschwerden hatte. Außer einem leichten "Bauchmuskelkater" und ziehen unterhalb des rechten Rippenbogens, ausgelöst durch das Kohlenstoffdioxid, habe ich nichts gespürt. Ich bin quasi schmerzfrei aufgewacht.

Zwei Stunden nach der OP bin ich bereits wieder im Krankenhaus auf eigenen Beinen unterwegs gewesen.

Insgesamt war ich in etwa 28 Stunden im Krankenhaus, bis ich wieder nach Hause konnte. Nun eine Woche nach der OP habe ich noch ein kleines Hämatom oberhalb des Bauchnabels. Die Narben werden vermutlich nach der kompletten Verheilung nicht sichtbar sein.

Das Essen nach der OP:

Für mich der wichtigste Part.

Ich muss mich nicht einschränken. Ich kann alles essen, was mir beliebt.

Am Tag der Operation gab es noch Schonkost.

- Weißbrot, Milchsuppe, Tee und auf eigenen Wunsch dazu: Kartoffelsuppe

Am Tag nach der Operation:

Frühstück (im Krankenhaus)

- Zwei Vollkornbrote, Butter, Wurst & Käse, Kaffee mit Milch

Abendessen (bereits Zuhause)

- Cheeseburger, Pommes etwas Mayo und ein halbes Bier

Zugegeben war dies vielleicht etwas früh, aber ich war sehr neugierig wie mein Körper auf Fett reagiert. Sowohl die Verdauung als auch die Verträglichkeit haben keine Probleme gemacht. Ich habe keinerlei Umstellung gemerkt.

Die nächsten Tage habe ich mehr Fett gegessen als es für mich üblich ist (gebackene Ente süß&sauer, Pizza, Spanferkel...)

Was ich sagen will: es macht keinerlei Unterschied ob mit oder ohne Gallenblase. Ich muss mich nicht einschränken. Im Gegenteil kann ich nun behaupten keine Angst mehr vor Koliken haben zu müssen.

Fazit:

Ich hätte schon eher meine Gallenblase entfernen lassen sollen. Eine Nacht mit Koliken ist schlimmer als die Operation und 24h Krankenhausaufenthalt.

Es hat mir geholfen sich auf den Tag der Operation bestmöglich vorzubereiten und mit einem sicheren Gefühl in ein Krankenhaus mit guten Ärzten gegangen zu sein. Eine vertrauensvolle Beratung durch den Hausarzt ist Gold wert.

Ich möchte noch hinzufügen, dass es sich bei meinem Bericht um einen individuellen Bericht handelt und sicher nicht einfach so auf andere Personen übertragbar ist. Sowohl die Chirurgen als auch mein Hausarzt sagt, dass es hätte besser wohl nicht laufen können.

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