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Ppi (Nexium) und Schwangerschaft

S;kolkxa hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich nehme seit 5 Jahren Nexium und komme nicht davon weg. Ich habe eigentlich schon alles versucht, was man machen kann (Ernährung, Naturheilkunde, andere PPI, Entspannungsverfahren, etc., etc.)... die Liste würde ins Unendliche führen.

Nun würde ich gerne schwanger werden. Einige Ärzte sagen: kein Problem, andere wiederum sagen: auf keinen Fall. Repräsentative Studien dazu gibt es keine, auch nicht mit anderen PPI - natürlich aus ethischen Gründen.

Meine Frage an euch: Gibt es hier irgendeine Frau, die während der Schwangerschaft durchgehend Nexium oder ein anderes PPI genommen hat und ein gesundes Kind geboren hat? Oder hat jemand einmal, von einem solchen Fall gehört? Ich wäre sehr dankbar über Erfahrungsberichte.

Antworten
b7enzo


Bin zwar weder eine Frau, noch Arzt, dennoch habe ich mich fachlich informiert: Es wird laut Hersteller ausdrücklich davon abgeraten, Nexium in der Schwangerschaft anzuwenden. Ausnahmen kann es nur mit zwingender Indikation mit ärztlicher Abklärung geben. Wenn Nexium angewendet wird, soll auch nicht gestillt werden.

Dass Ärzte von sich aus halbherzig sagen, "Ach was, ist schon ok", halte ich für grob fahrlässig.

SpiNlbxer


ich würde mich nicht auf Erfahrungsberichte verlassen. Denn wenn es bei jemandem gut gegangen ist, heisst das ja noch lange nicht, dass es bei einem selbst gut geht.

"Bei der Anwendung während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.

Reproduktionsstudien bei Tieren haben keine Risiken für die Feten gezeigt, aber man verfügt über keine kontrollierten Studien bei schwangeren Frauen. Das potenzielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.

Es ist nicht bekannt, ob Esomeprazol in die Muttermilch ausgeschieden wird. Es wurden keine Studien an stillenden Müttern durchgeführt. Deshalb soll Nexium während der Stillzeit nicht angewendet werden."

insofern schliesse ich mich benzo an, halte die Aussage "kein Problem" schon für sehr fahrlässig. :|N

Was genau ist denn deine Symptomatik?

Ich persönlich würde entweder, solange es nicht ohne Medikament geht, auf die Schwangerschaft verzichten (das Risiko wäre mir zu gross, selbst wenn hier jetzt jemand von einer problemlosen Schwangerschaft mit gesundem Kind berichten würde), oder aber es trotzdem irgendwie ohne Medikamente durchziehen. Was ist denn z.B. mit Heilerde; evtl. hilft die? (wobei ich nicht weiss, inwieweit die unbedenklich ist, da sollte man in der Apotheke nachfragen vorher)

M)ai;ke77


Hallo Skolka,

ich nehme die PPI auch schon länger, und würde sie bei einer Schwangerschaft absolut nicht nehmen. Ich habe mal mit meinem Frauenarzt gesprochen, und ich glaube H2 Blocker wie Ranididin gehen während der Schwangerschaft, helfen bei mir aber nicht gegen die Säure, da sie nicht so wirksam sind wie Nexium und Co, also die PPI.

Frag doch mal Deinen Frauenarzt welches Medikament während der Schwangerschaft möglich ist, und dann probierst Du es erstmal aus...

Viele Grüße,

Maike

LXilxa


Ich habe mal wegen schlimmer Säurebeschwerden in der Schwangerschaft von einem Internisten Nexium bekommen. Er hatte extra nachgeschaut und wohl rausgefunden, dass es von den Protonenpumpenhemmern das am besten geeignete ist. Hab es allerdings nur ca. 1 Woche genommen, zumal es mir nicht richtig geholfen hat. Haben deine Beschwerden denn körperliche oder seelische Ursachen? Denn wenn du das Zeug schon jahrelang nimmst, kann ja irgendwas nicht stimmen ...

L]ila


Ach ja, Heilerde, Sodapulver, Haferschleim etc. sind wohl völlig unbedenklich (die Frage ist nur, ob sie wirken).

S7ko$lka


Danke euch allen für eure Antworten!

Dass Nexium während der Schwangerschaft kontraindiziert ist, ist mir bekannt. Ich habe eine Refluxkrankheit und bin mittlerweile Expertin mit dieser Krankheit, sprich ich kenne sämtliche Alternativen, naturheilkundliche Mittel, etc., etc. - nützen alle rein gar nichts. Es wäre jetzt hier zu lange, um das alles auszuführen. Und dass man aufgrund eines Erfahrungsberichtes nicht verallgemeinern kann, ist mir natürlich auch bekannt.

Ich bin gegen Ende 30, d.h. das würde für mich bedeuten keine Kinder in diesem Leben zu bekommen, da ich leider ohne PPI nicht einmal einen einzigen Tag auskomme und mit PPI aber absolut symptomfrei lebe.

Deshalb würde es mich nach wie vor interessieren, ob es irgendeine Frau gibt, die (vor allem) in den ersten drei Monaten regelmässig ein PPI genommen hat. Mehrere GynäkologInnen haben mir gesagt, dass sie in ihrer gesamten Praxiszeit keinen einzigen solchen Fall hatten. Da die Refluxkrankheit sehr verbreitet ist, frage ich mich, wie das sein kann.

S"koClka


Hallo Maike

Kannst du denn ohne PPI sein, wenn du schreibst, du nimmst sie auch schon länger und würdest sie aber während einer SS nie nehmen? Wie würdest du das denn machen?

LG, Skolka

SwilwbPer


Das hier könnte interessant sein für dich, da neu, von 2009:

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19491869?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DefaultReportPanel.Pubmed_RVDocSum]]

der komplette Text ist leider kostenpflichtig, müsstest dich also mit dem begnügen.

Das hier besagt, dass Omeprazol das Mittel der Wahl ist, man zwar nicht völlig ausschliessen könnte dass es ein Risiko gibt, aber es sei unwahrscheinlich:

[[http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14708212?ordinalpos=1&itool=EntrezSystem2.PEntrez.Pubmed.Pubmed_ResultsPanel.Pubmed_DiscoveryPanel.Pubmed_Discovery_RA&linkpos=2&log$=relatedreviews&logdbfrom=pubmed]]

es klingt also nicht so schlecht. Mit einem Restrisiko wirst du leben müssen, klar - aber das scheint ja klein zu sein und auch ohne Medikamente könnte dem Kind ja theoretisch was passieren. Und wenn es ohne nicht aushaltbar ist...

M$aikex77


Hallo Skolka,

ich habe Dir eine PN geschrieben.

Viele Grüße,

S5k9olxka


@ Silber:

Vielen Dank für die beiden Links! Genau so etwas habe ich (auch) gesucht und die Ergebnisse klingen ja sehr gut. Das eine ist eine Metaanalyse, was natürlich umso interessanter ist...

Ich habe Zugang zu pubmed und werde mir das alles nochmals genauer durchlesen.

Nochmals ganz herzlichen Dank!

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