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Immer wieder Probleme mit Analfissuren

S-wenetLaNdyNox1 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich weiß einfach nicht mehr weiter!

Mein Geschreibsel wird jetzt sicher länger ... aber gut.

Bin 26 und, wie an meinem roten Namen zu sehen, weiblich. Habe seit ich 12 Jahre alt war mit einer Analfissur (später zwei) zu kämpfen gehabt. Ich kann mich sogar noch an die auslösende schlimme Verstopfung erinnern (ja, hab damals viel genascht). Da war dann ein kleiner, blutender Riss. Als es nicht besser wurde, bin ich damals zur Hausärztin und bekam irgendeine Hämorrhoiden-Salbe (warum auch immer?). Es wurde nicht besser und nach ein paar Monaten war ich wieder dort. Wieder nur irgend eine Salbe und der Hinweise "viel Trinken". Beim 3. Mal hat sie mich dann doch zum Gastroenterologen geschickt. Einlauf und der ganze Quatsch, aber keine wirkliche Hilfe von dieser Seite. Schön war nur die Info, dass meine Hämorrhoiden nicht die Blutungs-Quelle sind, sondern eine Fissur - aha!

Nun ja, als ich später dann mal den Hausarzt gewechselt habe, hat dieser mir wenigstens keine Hämorrhoiden-Salbe mehr verschrieben - denn damit habe ich definitiv keine Probleme, das wurde von dem Gastroenterologen ja auch bestätigt.

Der HA hat mir damals dann auch mal nen Analdehner verschrieben mit Salbe. Es half nicht viel und blutete immer stärker und stärker. Marisken hatten sich auch gebildet, die mich etwas genervt haben. Und es waren dann zwei Fissuren (einander gegenüberliegend).

Irgendwann hatte ich die Nase voll und bin direkt mit der Bitte zum HA, dass er mich doch zum Chirurgen überweisen sollte. Die OP war dann Frühling 2003. War überhaupt kein Problem. Mit Vollnarkose und ganz ohne Schmerzen. Die hatte ich eh all die Jahre kaum. Es hat eigentlich immer bloß stark geblutet (teilweise auch, dann wenn ich gar keinen Stuhlgang hatte) und während des Stuhlgangs ein wenig weh getan.

Die OP war eine gute Entscheidung. Leider hatte ich ca. 1,5 Jahre später wieder große Probleme. Es blutete wieder stark.

Der Chirurg hat es sich nochmal angesehen und einen Tumor entdeckt. Also wieder OP. Auch die eine Fissur wurde nochmals behandelt.

Seitdem war es ganz gut. Jedenfalls nie wieder so schlimm, wie vor den OPs.

Na ja, letzten Sommer war ich aber wieder so weit, dass ich einfach keinen Bock mehr hatte. Hab seit den OPs eigentlich regelmäßig Panthenol-Salbe verwendet. Immer wenn´s mal wieder etwas geblutet hat und entzündet war. Also praktisch meistens. Die beiden damals ausgeschnittenen Fissuren haben dann aber wieder mehr geblutet und die Haut am After ist sehr empfindlich (immer mal wieder mehrere oberflächliche Einrisse rundherum - ohne Anlass!). Meine Ernährung ist ausgewogen, ich mache Sport und trinke genug. Schlank bin ich auch.

Der HA hat mich also letzten Sommer zu einem anderen Arzt (Gastroenterologe) überwiesen um nochmal eine andere Meinung von einem Nicht-Chirurgen einzuholen.

Das war der totale Reinfall!

Ich musste einen Einlauf machen - super eklig. Und das kam mir schon merkwürdig vor. Denn noch nicht mal vor den OPs musste ich sowas machen.

Dieser Typ hat sich meinen Anus auch gar nicht von außen angesehen, sondern direkt mit dem Rektoskop. Tief drinnen hat er wohl nichts gefunden - was auch? Ich habe ja auch damals "nur" diese Risse und Entzündungen sehr weit außen am Übergang zur normalen Haut gehabt. Auch der Tumor war relativ weit außen!

Er hat mich mit einem lächerlichen Brief an meinen HA weggeschickt. Darin stand "Keine Fissur erkennbar, kein Blut am Handschuh, leichte Läsion nach Fissurektomie." Er hat mir eine Nitratsalbe aufgeschrieben - aber so mit den Worten "Eigentlich brauchen sie nichts, sie sind gesund ... aber wenn sie unbedingt wollen, nehmen sie diese Salbe ... ihr Schließmuskel ist ungewöhnlich fest." Und dann hat er noch am Schluss gesagt, ich solle mich ja nie wieder da unten operieren lassen! Ha! Wenn der wüsste, wie viele Jahre ich mich vor der 1. OP mit konservativen Methoden herumgeschlagen habe.

Hahaha!

Gut, ich habe die Salbe nur 1-2x genommen. Danach hatte ich keinen Bock mehr "Compliance" zu zeigen. Dieser blöde Arzt hat mich doch gar nicht ernst genommen. Und auf die Kopfschmerzen, die als Nebenwirkung der Salbe auftreten, hatte ich auch keine Lust.

Wie auch immer - jetzt habe ich seit letztem Sommer so vor mich hingewurschtelt und meinen After weiter beobachetet. Es nervt einfach. Mittlerweile nässt es dauernd und immer wieder reißt die Haut neu ein - die kleinen, frischen Risse heilen mit Panthenol ganz gut ab, aber die beiden alten sind irgendwie nicht dazuzubringen. Vorgestern hat es mitten am Tag ohne Anlasse total geblutet. Auch aus dem Riss, der länger ruhig war. Und ich glaube, es eitert auch ein wenig. Panthenol-Salbe will ich jetzt nicht mehr draufmachen. Hat in den letzten Monaten gar nicht mehr so geholfen und hab mal gehört, dass diese Salbe nicht für nässende, eiternde Wunden gut ist.

Ach, ich muss noch erwähnen, dass ich immer normalen Stuhl habe - keine Verstopfung, kein Durchfall und immer pünktlich alle 24 Stunden ;-D

Ich werde versuchen die Tage wieder zum HA zu gehen. Aber ich weiß echt nicht, was der gute Mann mir noch sagen soll. Er wirkte letzten Sommer schon so ratlos, als er mich zu diesem super Gastroenterologen überwiesen hatte. Auch meinte er schon früher, dass das wohl einfach meine Schwachstelle sei.

Soll ich mich meinem Schicksal einfach ergeben und die Situation so hinnehmen? Oder nochmal um einen Dehner bitten? Vielleicht heilt das alles einfach nicht ab, weil ich tatsächlich einen sehr engen Schließmuskel habe. :-(

Hat irgendwer von euch auch so lange mit Fissuren zu kämpfen gehabt und dann doch irgendwann Heilung erfahren ???

Antworten
SZweRe.tLadyxNo1


Hat denn niemand einen Tipp? Bzw. bin ich die einzige, die sich mit dem Problem so lange schon rumschlägt? Hm ...

PNixm?a45


Ich hätte vielleicht eine Idee. Ist aber sehr waage. Also ich selbst leider schon seit mindestens 15 Jahren unter ähnlichen Problemen, die allerdingszwischendurch auch immer mal wieder für eine ganze Weile komplett verschwanden. Nun habe ich vor einem guten halben Jahre herausgefunden das ich an Lichen Sclerosus leide und das befällt ja sehr gerne auch den After. Ich habe aufgehorcht als ich gelesen habe das der Arzt bei Dir von einem sehr festen Schließmuskel sprach. Lichen verhärtet die Haut wenn man es nicht behandelt. Und es bilden sich immer wieder blutende Risse. Seit ich Bescheid weiß und meine Haut entsprechend behandelt wird sind die Probleme weitaus weniger geworden. Schau Dir das ganze doch mal im Spiegel an. Wirkt die Haut um den After evtl. heller als der Rest? Wie gesagt, ist nur eine Idee. Vielleicht steckt ja auch was völlig anderes dahinter.

S3wehetLandyxNo1


Hallo!

Danke für Deine Antwort. Ich bin Deiner Idee mal nachgegangen und habe mir mal die Definition bei Wiki durchgelesen. Finde mich darin aber nicht wieder. Auch kann ich im Spiegel keine Aufhellung der Haut feststellen. Nur wieder ein paar kleine Löcher und Einrisse, wenn man die Haut ein wenig mit den Fingern spreizt und die kleinen Fältchen rings um den After sieht.

Wobei ich denke, dass eine gewisse Parallele zu der von Dir beschriebenen Symptomatik vielleicht besteht. Also durch die besondere Enge des Muskels bekommt die Haut nicht genügend Nährstoffe und ist somit atrophisch? Na ja, wie auch immer. Ich kann mir nur nicht erklären, wieso dieser verdammte Schließmuskel so stark ist. Schließlich habe ich keine Stuhlprobleme - falst nie zu festen oder zu weichen Stuhl, alle 24 Stunden Stuhlgang ... was will man mehr? Und eine kleine Sphinkterotomie wurde 2003 ja auch gemacht. War damals nicht so begeistert, als ich das nach der OP erfahren habe (er konnte vorher nicht so genau sagen, was gemacht werde muss, weil er nur in der OP das Ganze genug öffnen konnte um es zu beurteilen). Aber eigentlich müsste es ja erstmal schon auch einen positiven Effekt habe. Dieser scheint nicht genügend eingetreten zu sein. Hm. Wie gesagt, ich werde versuchen die nächsten Tage mal zum Hausarzt zu gehen. Ich trau mich aber fast schon nicht mehr hin weil ich war letztes mal echt grantig zu ihm |-o habe glaube ich gesagt, dass man mir ja wohl eh nicht mehr helfen könne. Ts ...

SBweetLzadyNox1


So, ich war jetzt wieder beim Hausarzt nachdem es einige Zeit wieder schlimmer geworden ist (Jucken, Brennen bei Wasserkontakt, Nässen, ein bisschen Blut).

Er hat mich zum Gastroenterologen geschickt. Dort wurde eine kurze Proktoskopie gemacht. Der Arzt hat aber nichts gefunden. Bzw. es seien alles nur oberflächliche Hautdefekte und etwas vernarbt von den OPs und es sei auch normal, dass es mal blute. Ich solle einfach fetthaltige Creme verwenden.

Gut, dass habe ich in letzter Zeit nicht mehr so gemacht. Ich war es einfach leid ... und dachte auch, dass es eh nicht so gut sei, wenn es nässt da was fetthaltiges draufzuschmieren.

Der Punkt ist, ich hätte mir erhofft, dass er mir was anderes verschreibt, irgend eine Salbe. Oder mal was dazu sagt, wieso es immer wieder schlechter wird und dann kurz besser. Und was z.B. dieses kleine Loch sein soll, dass regelmäßig neben dem After aufgeht und dann blutet und sich dann langsam wieder schließt. Keine Antwort.

Es nässt/blutet und juckt ja oft sogar mitten am Tag, ohne dass ich gerade auf dem Klo war. Aber dazu hat er irgendwie gar nichts gesagt. Ich glaube er hielt mich für verrückt.

Aber vielleicht ist es auch normal, so wie es bei mir ist. Keine Ahnung. Vielleicht bilde ich mir meine Beschwerden ja nur ein?

Oder hat jemand mal ähnliche Erfahrung gemacht mit Ärzten, die einen Zustand für normal erklären, unter dem man aber doch immer wieder leidet? ???

K8en%ni7x2


Hi,

Ist es denn besser geworden?Hast du evtl. die Lösung gefunden?

Ich leide an dem selben Problem.Wund und Heilsalben helfen null.

Meistens am späten abend fängts ganz plötzlich an zu jucken wie die Hölle.

Auch Tagsüber nervts manchmal.

Mir hilft dann nur ein Gel names "hemoclin".Ich habe das Problem mit den

Fissuren seit ca. 10 Jahren.An die Fissuren braucht nur schweiss zu kommen und schon juckts.Dann hat man wieder für Stunden seine Ruhe und ganz aus

heiterem Himmel juckts "wie die sau".Es nervt auf jeden Fall auf die Dauer.

Mit analdehner wird's echt besser aber ich habe auch gehört das die Anwendung

gar nicht ungefährlich ist bezüglich Inkontinenz nach Jahren.Bin mir aber nicht Sicher ob

bei mässigem Fachgerechten gebrauch wirklich Gefahr besteht.

Ich denke es ist ein Teufelskreis den man durchbrechen muss.Dh. den Analdehner

erst anwenden wenn die Fissur verheilt ist und dann dehnen um neuen Fissuren

vorzubeugen.Auf keinen Fall den Analdehener bei bestehender Fissur benutzen

da man sie dadurch nur noch weiter aufreisst.

Nach meiner Erfahrung war es am schlimmsten als ich mit Vaseline und Penaten

gesalbt habe.Dagegen ist das Hemoclin Gel einfach nur empfehlenswert und ein Geheimtip

dazu.Das Gel ist ausdrücklich auch gegen analfissuren und lässt sich im Gegensatz zu Salben

nach dem Toilette gut wieder abwaschen.

F"re&dydxa


Hallo Kenny, wenn Du eine dauerhafte Heilung erreichen willst, dann zieh Dir mal meine Beiträge dazu rein – Meine Fissur ist weg, der Schließmuskel ist super elastisch, einfach so, wie es sein muß :)z

K$en+ni7x2


Das hört sich sehr gut an :)^ und macht mich natürlich neugierig.

Welcher deiner Beiträge verbirgt denn die Lösung?

Ich muss sagen ich bin jetzt ultragespannt.

FKre|dydxa


Das findest unter: Analfibrom/ Analfissur

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