Dickdarmentzündung bzw. Colitis, wie lange dauert das?

18.07.09  21:42

Hallo liebe Mitleser, {:(

habe nun seit fast 4 Wochen eine Dickdarmentzündung. War eine Woche im Krankenhaus. Dort war die Stuhlprobe negativ. Magen und Darm wurden gespiegelt. Ist ja ein Witz bei der Schlafspritze, also echt ohne Angst zu bewältigen. Im Grunde wurde nichts festgestellt, außer der Dickdarmentzündung. Man hat bei der Spiegelung Proben aus dem Dickdarm (Colon) entnommen, konnte aber keinen Befund daraus ableiten. Letztlich war also die Diagnose "Ulceröse Colitis" anstatt "Colitis Ulcerosa". Ich gehe davon aus, dass die erste Bezeichnung für nicht eindeutig chronische Fälle verwendet wird. Immerhin habe ich gemeckert, als der Oberarzt von chronisch reden wollte, denn ich habe es ja das erste Mal mit nun 41 Jahren. Und 1 Tag bevor es anfing hatte ich auch noch ganz normalen Stuhlgang und keinen blutigen Durchfall. Eigentlich war es wohl am Anfang ein ganz normaler Durchfall. Ich hab dann aber nen großen Fehler gemacht und 2 Mal etwas Scharfes gegessen. Beim 2.ten Mal hab ich dann aber gemerkt, wie es im Dickdarm brennt und es sehr bereut. Nun ja, jetzt bin ich schlauer und hab auch alles was scharf war, entsorgt. Egal, weine nicht um verschüttete Milch heißt es ja. Nun, ich denke, dass die Entzündung zu einem großen Teil durch diese idiotische Scharfesserei entstanden ist, doch nun hält sie sich leider hartnäckig. Wie wohl so üblich hat man mir Mesalazin als Tabletten und Kortisoneinläufe verschrieben. Die Pillen nehme ich, die Einläufe nicht. Stattdessen mache ich ne Kur mit Tormentasan (Blutwurz) in Tropfenform und kaue zwischendurch Heidelbeeren, was auch zu ein par Erfolgsstorries bei Colitis Ulcerosa geführt haben soll. Mein Hausarzt meinte, es könne mir keiner sagen, woher eine Dickdarmentzündung kommt und wenn ich es richtig sehe, weiß auch keiner wie lange sowas dauert. Daher nun meine Fragen an die Community hier:

1. Wie lange dauert eine nicht chronische Dickdarmentzündung im Schnitt?

2. Kann es ein, dass unsere lieben Ärzte bei einer Dickdarmentzündung direkt in einen Euro-Blutrausch verfallen und bei der Diagnose nur noch an chronisch denken?

3. Hat hier schon jemand durch Mesalazin Besserung erfahren?

4. Hatte hier schon jemand einmalig eine Dickdarmentzündung, die nach dem Abheilen nie wieder gekommen ist?

Gruß Kalle67 *:)

Kaallxe67

19.07.09  11:58

Anfang Mai ging es mir ziemlich schlecht, ich hatte 10 Tage wässrige Durchfälle mit teilweise Blut dabei. Von meinem HA habe ich ein AB verschrieben bekommen. Meine Leukozyten waren bei 18,6. Mein HA vermutete eine Divertikulitis, da ich im Okt.08 eine Sigmaresektion deswegen hatte und noch Restdivertikel in meinem Darm sind.

Am 1.7. hatte ich dann eine Darmspiegelung beim Gastgroenterologen und dabei stellte er immer noch leichte entzündliche Veränderungen (abklingende infektiöse Colitis) fest, die Stufenbiopsien ergaben allerdings keinen Hinweis auf eine CED.

Ich denke so eine Entzündung im Darm heilt nicht so schnell ab, wie anders wo.

pCepxs

12.08.09  16:21

Hallo Kalle, würde auch gerne wissen wie man so eine Colitis wieder los bekommt. Hatte nach 1 x Durchfall plötzlich permanente Schmerzen im Unterbauch , das hat nun 5 Wochen gedauert bis ich gestern eine Darmspiegelung gemacht habe und bei mir eine unspezifische Colitis diagnostiziert wurde. Nun suche ich nach Mitteln, mit denen das so schnell wie möglich wieder auskurieren kann. Wie geht es dir in der Zwischenzeit?

rfedwhite_2snxeakers

12.08.09  19:53

Nun suche ich nach Mitteln, mit denen das so schnell wie möglich wieder auskurieren kann.

Schonkost solange Beschwerden vorhanden sind.

p~eps

13.08.09  00:36

Hallo redwhite,

ja, ich bin nun nach 7 Wochen auf dem Weg der Besserung.

Der Durchfall ist seit 5 Tagen gestoppt.

Hatte ingesamt 8 kg abgenommen. Nun wieder 2 kg drauf!

Also noch 6 kg im Minus.

Maßnahmen:

-Schonkost essen, also Haferflockenbrei, Grießbrei, Hirsebrei, Nudelsuppe, weich gekochte Eier, ungetostetes Toastbrot

-Gelbe Tees, also Fencheltee, Kamillentee, aber auch Pfefferminztee und Caro-Kaffee (Malzkaffee)

(fast alles andere weglassen) :)D

Medis:

-Kortisontabletten (Prednisolon AL 20mg)

1. Woche 40mg/Tag

2. Woche 30mg/Tag

3. Woche 20mg/Tag (da bin ich gerade) :-o

4. Woche 10mg/Tag

-Salofalk 500 (Mesalazin) 3x2 Tabletten am Tag

Alternativmedizin:

-Heidelbeer Muttersaft trinken 1 Flasche / 2 Tage

-Getrocknete Heidelbeeren kauen (statt Knabberkram)

Psyche:

-Ich lasse mich gerade scheiden und meine Frau ist nun quasi ausgezogen

Hokuspokus: :)*

-Beten (zu den Göttern an die man auch wirklich glaubt) und die Krankheit verfluchen bzw. verbannen

-Pentagramm auf den Nachttisch gestellt ]:D

Physikalisch:

-Die Bude aufgeräumt (fürs Feng-Shui)

So, dass ist kein Unsinn. Das hab ich wirklich gemacht.

Ich schreib Dir das, weil ich weiß, wie beschissen diese Krankheit ist. {:(

Hoffe es hilft Dir weiter.

Gruß unbekannter Weise

Kalle67 *:)

K2allex67

29.04.10  18:03

So, ich will nun mal ein Update schreiben.

Seit meinem letzten Posting ist es ja nun auch schon 9 Monate her.

Ich habe auf glutenfreie, weizenfreie und laktosefreie Nahrung umgestellt.

Seit ein par Tagen nehme ich kein Mesalazin mehr und es geht mir immer besser.

Zucker habe ich durch Honig ersetzt und ich trinke nix mit Koffein.

Also auch keinen schwarzen Tee!

Ach und nix mit Chilli und Pfeffer nur ganz wenig, wenn überhaupt.

Nicht zu viel essen. Nur normale Portionen.

Genug trinken! Nur wenig glutenfreies Brot und Reis essen.

Das ist mein Erfolgsrezept an dem ich Euch teilhaben lasse.

Man muss aber sehr konsequent dabei sein.

Meine Darm-Entzündung ist nun schwer auf dem Rückzug.

Gruß Kalle67 *:)

K)al"le6x7

30.04.10  23:33

Dickdarmentzündung bzw. Colitis, wie lange dauert das?

Hallo Kalle 67

Ich litt jahrelang an sporadischem Durchfall , unregelmäßigem ,häufigem Stuhlgang , blähungen ,etc

Im herbst 2009 steigerten sich die Beschwerden,

Ende Nov.2009 war es dann soweit , extreme Bauchschmerzen und Kolliken steigerten sich ins unvorstellbare im Unterbauch häufiger Harndrang und massive Schmerzen vor und vor allem nach dem

Waserlassen !! Begab mich zum Hausarzt wegen vermeintlicher Blasen / Harnleiterentzündung ,

diagnostizierte jedoch aus Harn und Blutbefund Entzündungsherd im Darm.

Suchte noch am selben Tag meine Urologin auf , welche mich sofort ins Krankenhaus einwies.

Hier wurde mittels Blutbefunden und CT des Abdomens schwerste Divertikulose diagnostiziert !!

War knapp 2 Wochen im KH.

1 Woche ausgehungert , so an die 10 bis 12 Infusionsflaschen täglich ,dann vorsichtig mit Schonkost begonnen ,

Konnte mich gerade noch vor der OP retten.

Hatte (auf eigenen Wunsch) vor der Entlassung Anfang Dez.2009 Beratungsgespräch mit einer Diätologin.

Dabei vereinbarten wir radikale Umstellung der Ernährung und Essverhalten:

Hier eine kleine Auflistung:

*Mehrere , kleinere regelmässige Mahlzeiten auf den Tag verteilt

*Fettarme ,Zuckerarme Kost , keine scharfen Gewürze

*Keine Panierte Speisen ( Schnitzel) , keine Frittierten Speisen ( Pommes , Chips)

*Fettarme Milch& Milchprodukte

*wenig bis kaum Schweinefleisch , nach Möglichkeit dafür mageres Rind-Putenfleisch , mehr Fisch

*** Alle Speisen nach Möglichkeit nur gedünstet !

* nach Möglichkeit Fertiggerichte meiden !!!!

*die ersten 4-5 Wochen alle Speisen und Gericht in bekömmliche und "Böse" = unverträglichen Lebensmittel eingestuft ( alles aufgeschrieben)

* Alles Blähende wie Lauch- Zwiebel-Kohl-Bohnen-Gemüse strikt meiden

*Kein frisches Obst und Gemüse

*Keine ( Wenig Mehlspeisen )

*am Abend nichts Schwerverdauliches essen

*Keine Kohlensäurehältigen Getränke

*nach Möglichkeit kein frisches Brot und Gebäck ( am besten ist vom Vortag)

****KEINE "Körndl" und Sämereien auf Lebenszeit !!!

Hatte vor zwei Wochen Nachsorgeuntersuchung > Kolonoskopie , Bin Entzündungsfrei !!

jedoch zahlreiche Divertikel , welche sich nicht zurückbilden

als Nebeneffekt habe ich ca. 12 kg an Körpergewicht abgenommen.

Werde mit der Diätologen wieder Beratungsgespräch führen , was mann lockern kann .

( verschiedene Speisen schmecken mir mittlerweile nicht mehr.

Also mein Arzt meint ich werde lange gewisse Sachen meiden MÜSSEN !!

Alles Gute !

waurlSitz9er5x6

17.07.10  10:36

So, wieder mal Zeit für ein Update.

Leider habe ich trotz glutenfreier Ernährung wieder einen Schub bekommen.

Ich werde es nun mit der Lutz Diät versuchen, da offenbar die Ausscheidungen von Microorganismen im Darm eine Rolle spielen.

Die Diät geht in Richtung Low Carb und verzichtet FAST völlig auf Kohlenhydrate und Stärke (Steinzeitjägerdiät).

Man beachte bitte die Beiträge von Peter60 in diesem Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/92503/]]

Gruß Kalle67 *:)

KGallme6w7

24.09.10  22:17

Mich hat es auch erwischt. Diagnostiziert wurde unspezifische Colitis. Bei der Spieglung wurde optisch nichts erkannt erst bei der der Gewebeprobe. Bereits seit Mitte April habe ich Durchfall, manchmal stärker und bis zu 5 mal/Tag, dann wieder etwas besser aber durchgehend. Leider bin ich erst im juli zum artzt, dachte das wird schon wieder. Habe bis dahin nicht auf Thai-Curry und Orangensaft verzichtet. Hoffe jetzt mit guter Ernährung die Sache in den Griff zu bekommen. Bin übrigens erst 24, eigentlich gesund und hatte nie Verdaungsprobleme. Gute Besserung!

pjavYelxl

25.09.10  10:04

Hmmm....wenn ich so ehrlich sein darf: Nur weil man mit 41 das erste mal Beschwerden hat heißt das nicht, dass es nicht chronisch sein kann. Da muss man nicht gleich rummeckern, sondern vielleicht erstmal in Ruhe zuhören. Chronisch erkrankt zu sein heißt nicht, das bereits lebenslang zu haben, sondern es irgendwann zu bekommen und dann auf Dauer damit Probleme zu haben.

Vielleicht mal nur so zur Erklärung. Schließlich hat es sich ja auch im Endeffekt als chronisch herausgestellt, sonst müsstest Du nicht immer noch Deine Ernährung umstellen, oder? ;-)

Alles Gute allen Colitis geplagten. @:)

M2aerxad

17.10.11  16:56

Hallo,

1. Wie lange dauert eine nicht chronische Dickdarmentzündung im Schnitt?

*Ich wünschte, darauf würde es eine Antwort geben!!! :-/

Ich habe seit 2 Jahren eine unspezifische Colitis. Ich war in den letzten 2 Jahren 4 mal zur Darmspiegelung, jedes mal mit Probeentnahme und jedes mal mit dem Ergebnis das keine Anzeichen einer Chronik gefunden werden konnte. Voraussichtlich eine Infektiöse Genese hieß es jedes mal.

Meine Blutungen waren Anfang dieses Jahr so schlimm das ich zwei mal zur Bluttransfusion musste und einmal als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Ich war bei 6 verschiedenen Ärzten, in 3 verschiedenen Kliniken bei 4 verschiedenen Gastro's. KEINER konnte mir bisher helfen. Ich bin erst 32 Jahre und Mutter von zei Kindern. Ich kann manchmal kaum laufen mit den Schmerzen die ich in den Knieen und den Fussgelenken habe. Auf Kortison reagiere ich stark allergisch, was nnicht gut ist da dies das einzige Mittel ist die Blutungen zu stoppen, jedoch verändert sich mein Blutbild so zum schlechten das ich es unbedingt absetzen musste. Nun nehme ich Salofalk wovon mir die Haare in Büscheln ausfallen und ich auch Gelenkschmerzen und immer wieder Blutungen habe. Manchmal geht es mir so schlecht das ich ins geheim hoffe einzuschlafen und einfach nicht mehr aufzuwachen.

Nun habe ich Kontakt zu einer Heilerin (Halfried Siess, aus Östereich) aufgenommen.

Wir versuchen es nun erst mit einer Fernbehandlung, und wenn dies mir nicht hilft werde ich nach Östereich fahren und mir die Hände auflegen lassen.

Mein Vertrauen in die moderne Medizin ist mitlerweile nicht mehr vorhanden, und zu verlieren habe ich nichts mehr.

Ich kann nur noch gewinnen. Und Frau Siess will nur etwas Geld, wenn ich wirklich geheilt werde, sonst nicht.

2. Kann es ein, dass unsere lieben Ärzte bei einer Dickdarmentzündung direkt in einen Euro-Blutrausch verfallen und bei der Diagnose nur noch an chronisch denken?

*Den Eindruck habe ich auch. Wie schon gesagt wird nun seit zwei Jahren an mir herumexperimentiert ohne einen Erfolg.

Auch bei mir, und das obwohl die Proben eindeutig sagen das es NICHT's chronisches ist, wird gern behauptet das es wohl doch chronisch sei.

3. Hat hier schon jemand durch Mesalazin Besserung erfahren?

Dieses Medikament wurde mir bisher noch nicht verabreicht.

4. Hatte hier schon jemand einmalig eine Dickdarmentzündung, die nach dem Abheilen nie wieder gekommen ist?

NuicYotTrQixx

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