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Sertralin: Starke Nebenwirkungen?

j,ule(wvx)


jetzt geht es mir noch schlechter wie gestern. seit 1,5 std. quält mich eine so heftige übelkeit das ich schon in den startlöchern stehe falls es passiert.

ich bin so am ende jetzt das ich wirklich schlimme gedanken schon hatte. ich kann bald wirklich nicht mehr. so ist es absolut kein leben.

ich hatte meinen mann ganz lieb gefragt ob er nicht heute zu hause bleiben kann, aber er macht es nicht. ich weiss gar nicht wie ich den tag heute schaffen soll.

die übelkeit geht kein bischen weg. ich hab das gefühl sie wird immer schlimmer.

das muss doch an der viertel tablette liegen. denn von drei scheiben knäckebrot kann das so nicht kommen.

morgen nehme ich ganz sicher keine mehr.

ich bin nur noch am heulen.

ich bete sogar schon das der liebe gott bitte verhindern soll das ich mich übergeben muss, so weit ist es jetzt schon gekommen.

lg jule

H]omooAniHmalExst


Hallo jule.

Ich bin auch Zeit meines Lebens Emetophobiker. Erlaube, dass ich ein paar Worte an dich richte.

Punkt 1: Emetophobie ist eine Angststörung. Du solltest dir darüber bewusst sein, dass deine Wahrnehmungsfähigkeit bezüglich Übelkeit von starkem subjektiven Empfinden geprägt ist, weshalb du zumindest während der Panikattacke kaum objektiv zwischen psychischer und physischer Ursache unterscheiden kannst. Je nach Ausprägungsform der Phobie kann auch das natürliche Körpergefühl dauerhaft entfallen.

Punkt 2: Emetophobie geht sehr oft mit einer mehr oder weniger ausgeprägten Essstörung einher, welche für das allgemeine Wohlbefinden nicht zuträglich ist. Schwäche ist ein klassisches Phänomen derartiger Verhaltensstörungen und diese zeigt sich leider - all den gutgemeinten Absichten des Emetophobikers zum Trotz - auch durch Übelkeit, hervorgerufen durch überbordernden Stress und Nahrungsverweigerung.

Punkt 3: Emetophobiker bekämpfen die Übelkeit nicht selten mit allen Mitteln, es kommt zu Spontanreaktionen (Hyperventilation und Ganzkörperverkrampfung), wodurch es ihnen noch schlechter geht. Ein Teufelskreis. Dein Hauptaugenmerk sollte sich also darauf richten, den Kreislauf zu stabilisieren und zu normalisieren.

Punkt 4: Wenn diese Medikation nicht deinen Vorstellungen enstpricht, wechsle in Absprache mit dem Arzt auf eine andere, ähnlich Wirkende. Im besten Fall verträgst du es besser, im schlechtesten Fall reagierst du auf alle Antidepressiva ähnlich. Letzteres kann aber auch Indikation für das psychische Motiv sein.

Punkt 5: Die Angst und der Glauben, seit jeher gute Freunde und des Menschen größte Geißel, zugleich aber auch Kontrast zum Wunsch des sorgenfreien Lebens und damit Antrieb für weitreichende Veränderungen. Unzählige Male habe ich das Gespräch zu "Gott" gesucht, um dann doch wieder zu erkennen, dass ich mir selbst der größte Feind bin, und selbst "Gott" spielen kann, wenn ich mir nicht im Weg stehe und die Möglichkeiten dieser Existenz nutze.

MfG,

HomoAnimalEst

j,ulpe(vx)


werde ich denn diese angst jemals wieder los werden?

jetzt zb. geht es mir gerade mal ein bischen besser, schon habe ich die ganze zeit angst das es gleich wieder richtig dolle zurück kommt. helfen die AD´s das ich mir dann bald auch ein bischen weniger gedanken darüber mache?

lg jule

s8chn-eckex1985


helfen die AD´s das ich mir dann bald auch ein bischen weniger gedanken darüber mache?

Wenn sich die Wirkung einstellt, müsste das der Fall sein. Wenns dir allzu schlecht geht, dann denk an den Feind, nämlich die Emetophobie. Und gegen die musst du kämpfen und sie genauso fies behandeln, wie sie dich behandelt :)*

SEilberr


Ich kann mir nicht vorstellen, dass du nach 20 Minuten schon Nebenwirkungen hattest. So schnell wird das doch gar nicht verstoffwechselt. :-/ ich glaube eher, das ist die Angst. Das muss gar nicht mal bewusst ablaufen (also kein "oh, jetzt wird mir sicher gleich schlecht"). Nebenwirkungen wie Übelkeit sind natürlich möglich, aber wie gesagt - wohl kaum nach 20 Minuten. ;-)

wegen den Intoleranzen schliesse ich mich Nervenbündel an: Lass sowas, wenn, dann von einem Schulmediziner abklären. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du derart viele Intoleranzen hast - so viele gibts nämlich gar nicht. ;-) Wenn du dich dementsprechend ernährst, hast du bald auch noch Mangelzustände.

ich schliesse mich auch der Therapieempfehlung an - Emetophobie kuriert man nicht mit Tabletten. Bei mir hatte kein Antidepressivum Einfluss auf die Phobie...und ich habe viele ausprobiert.

Kua]thariHna Tisxchler


[[http://de.wikipedia.org/wiki/Sertralin]]

KBat$hariQna aTischlxer


[[http://de.wikipedia.org/wiki/Angstst%C3%B6rung#Schilddr.C3.BCsenfehlfunktionen]]

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