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Schmerzen nach einer Hämorrhoiden-Op

p0enhtagxon hat die Diskussion gestartet


Ich wurde am 4.8.2009 an Hämorrhoiden operiert und habe beim Stuhl lassen Schmerzen . Habe nur 4 Schmerztabletten mit nach hause bekommen . Am Freitag wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen und kein Doc. hat mir gesagt , was ich zu hause alles beachten muss !

Habe mal wieder Angst auf die Toiloette zu gehen wegen den Schmerzen . Mir läuft der Schweiß nur runter vor Schmerzen und könnte nur schreien dabei .

Wie kann ich die Schmerzen gleich lindern ?

Brauche dringend Hilfe ! Danke ???

Antworten
g'armGixn


Hallo pentagon,

mir wurde vor 4 Tagen eine Hämorrhoide III. Grades radikal weggeschnitten. Ich bin überzeugt, daß dies langfistig den besseren Erfolg zeigen wird, gegenüber den postoperativ schmerzfreien OP-Methoden. Bei mir gab es laut Arzt auch keine Alternative dazu.

Die postoperativen Schmerzen sind natürlich extrem und werden es voraussichtlich noch ca. 8-10 Tage sein.

Ich habe natürlich auch sehr starke Schmerzen während und nach dem Stuhlgang. Aber ich bekomme deswegen keine Panik, denn mir waren diese Umstände bereits vorher durch Erfahrungsberichte bekannt-ich war darauf eingestellt.

Das man Sie mit 4 Schmerztabletten und ohne Verhaltensweisen nach Hause schickt, ist ein Indiz, daß Sie nicht in einer Fachklinik operiert wurden. Ich wurde in einer HELIOS-Klinik operiert, die darauf spezialisiert sind und bundesweit Niederlassungen haben.

Aber jetzt gebe ich Ihnen konkrete Tips, die auch mir sehr helfen.

erhaltenen Medizin auf Rezept:

Schmerzmittel-Novaminsulvon Tropfen 25-40 Tropfen alle 6 Std.

Hydrocortison Heumann Creme 1%

Verhaltensweise und Hygiene:

kaufen Sie sich in der Apotheke Mullkompressen 10x10 cm und Saugkompressen 10x20 cm.

Nach dem Stuhlgang benutze ich zur groben Reinigung nur wenig weiches Papier, das ich mehr tupfend und weniger wischend anwende.

Die Hauptreinigung der Wunde muß mit Hilfe der Dusche erfolgen! Warmes Wasser-keine Seife!-Beine gespreitzt-leichte Hocke-Duschkopf von vorne zwischen die Beine-Wasserstrahl so stark, daß es noch angenehm ist. Innerhalb von 20 Sek. hat man den Bereich gereinigt und empfindet während der Prozedur noch ein angenehmes, schmerzlinderndes Gefühl.

Abtrocknen, aber nicht den Wundbereich! Dann lege ich ein Kosmetiktuch auf die Wunde und

stelle die Beine zusammen. So trockne ich den Bereich. Nach 10 Sekunden nehme ich das Tuch heraus. Die Wunde mit der o.g. Creme leicht eincremen-nicht zuviel! Die Mullkompressen 10x10 cm falten und unterhalb der Wunde in den Gesäßspalt klemmen. Unterhose anziehen und dann die Saugkompresse mit der weißen Seite Richtung Wunde in die Unterhose schieben, bis zwischen dei Beine.

Die Mullkompresse saugt die Wundflüssigkeit auf. Ich wechsele diese häufiger.

Duschreinigung mache ich ca. 4-6 mal pro Tag.

Heute morgen um 7:00 hatte ich nach dem Toilettengang sehr starke Schmerzen. Jetzt um 10:00 bin ich fast schmerzfrei-also es funktioniert-nur Geduld.

Ich denke immer an die höhere Lebensqualität, wenn alles verheilt ist. Das sind die jetzigen Schmerzen allemal wert.

Alles Gute

garmin

KVardxia


Hallo,

mal ne Frage...wie hat alle sbei Euch angefangen? Habe da ein kleines Problem und war noch nicht beim Arzt aus Angst...(hatte damals ein Darmfistel und erinner mich nur sehr ungern an die Darmspieglung und all die Untersuchungen)

Habe ich seit letzten Freitag schmerzen beim Stuhlgang die im Darmausgangsbereich liegen, jedoch ist von außen nichts zu sehen. Es gibt zwar kein Blut aber ein starkes brennen und eine Rötung ist auch zu sehen (Analkanalwand würde ich meinen)...wie eine Wunde.

Vielleicht könnt ihr mal erzählen wie es bei Euch anfing und vielleicht komme ich um der Arztbesuch noch herum :-/...

MfG

G|elbr)ose


Hallo,

es gibt auch eine sehr angenehmere Methode Hämorrhoiden zu entfernen, als eine Operation.

Sie nennt sich "Gummibandligatur" und wird von erfahrenen Proktologen durchgeführt.

Hierbei wird ein kleiner Gummiring auf die Hämorrhoide gesetzt, so das diese umschlossen wird. Irgendwann fällt sie dann von alleine ab. Und das alles ohne Schmerzen, ohne Narkose. Dauert nicht länger, als fünf Minuten.

Lieben Gruß, Gelbrose *:)

gUerliZndex65


@ gelbrose

drittgradige hämorrhoiden werden zu 99 operiert, da da barronligatur und sklerosierung nicht mehr helfen.

entfernt werden diese dinger gar nicht sondern nur verkleinert, auch bei einer operation..

ich wiederhole mich: hämorrhoiden braucht der mensch um nicht undicht zu werden!

@ pentagon

welche operationsmehtode wurde denn bei dir gewählt, die konventionelle nach milligan morgan oder eine stapleroperation?

postoperative schmerzen sind völlig normal, zumal der stuhlgang ja auch immer wieder die wunde passieren muss und auch soll

bist du denn noch nicht zu einer nachuntersuchung gewesen nach der zeit? du musst doch weiterhin betreut werden?

was garmin da macht ist völlig richtig, aber trotzdem solltest du unter ärztlicher kontrolle bleiben so kurz nach der op

euch allen gute besserung!

Adxel 4Sc@hwe9


Vielleicht wäre ergänzend die zeitweilige Einnahme von Lactulose-Sirup hilfreich, da dieser zu einer weichen Konsistenz - und damit zu einer leichteren Entleerung des Darmes - führt.

Ailpxia


Meine Mutter hatte Anfang Juni auch so ein OP. Und ihr wurde außer Sitzbäder gar nichts geraten. Auf keinen Fall fetthaltige Cremes oder sowas auf die Wunde schmieren.

g5ecrlind=ex65


bei einer hämorrhoiden op kommt ihr gar nicht an die wunde dran, der creme würde nur äußerlich helfen,

statt lactulose lieber movikol oder flohsamen,

komisch dass dir das nicht nach der op mitgegeben wurde...

gterli9ndex65


sitzbäder sind natürlich auch sinnvoll, aber nur warmes wasser oder kamille verwenden...

AXlpixa


bei einer hämorrhoiden op kommt ihr gar nicht an die wunde dran, der creme würde nur äußerlich helfen,

Doch, wenn das Ding schon nach außen getreten war und nicht mehr zurückging.

gberlinxde65


dann wird es trotzdem höher im darm operiert, denn dort (sagen wir mal laienhaft) hängt es ja fest :-)

AXl&pia


Aber ich denke mal, viele greifen dann zu der Methode sich eine Creme leicht in den After zu schmieren. Und das sollte man auf keinen Fall tun.

g.arm~in


kurze Chronologie meines Hämorridalleidens:

1994 erste Bluttropfen beim Stuhlgang-etwas Panik aber dann doch ignoriert.

1995 Heraustreten einer Hämorrhoide-dann doch zum Proktologen- Verödung durch Injektion. Alles war gut.

1996 Langsames Entstehen einer vergrößerten Hämorrhoide. Keine Panik, da Symptomatik ja bekannt. Von 1996 bis Frühjahr 2009 gelernt damit umzugehen-Salbe und zurück schieben etc..

Ab Mai 2009 häufiges starkes Bluten-Schmerzen beim Zurückführen.

Juni 2009 extreme Schmerzen beim Mountainbikefahren.Einstellung aller sportlichen Aktivitäten.

Im Juli Hausarzttermin mit Überweisung zur Proktologie HELIOS-Klinik-Untersuchungstermin 3.8.09.-Rekthoskopie mit Befund einseitige Hämorrhoide II.-III. Grades mit Analfistel.

Dringend kurzfristige OP am 5.08.09 angeraten, jedoch von mir wegen geschäftl. Verplichtungen ( selbst. Handwerker) auf den 17.8.09 festgelegt.

Kontinuierliche Steigerung der Schmerzen-alle Schmerzmittel wirkungslos-schlaflose u- schmerzhafte Nächte. Montag den 10. 8.09 gearbeitet-mittags eingestellt wegen unerträglichen Schmerzen. Dienstag um Aufnahme in Klinik gebeten zwecks Notfall-OP.

Dienstag erneute UntersuchungOP-Termin auf den nächsten Morgen festgelegt.

Am 12.8.09 OP mit Entfernung der Hämorrhoide und Fistel-Rekonstruktion des Analbereichs. Starke Schmerzen wie bereits oben beschrieben.

Am Donnerstag den 20.8.09 probeweise und schmerzadaptiv mit handwerklicher Arbeit begonnen-ging relativ gut, fühlte mich nach körperlicher Anstrengung besser als am Morgen.

Freitag gearbeitet und Samstag gearbeitet. Jeder Tag war besser in der Empfindung.

Heute Nacht war die erste seit Monaten, in der ich völlig schmerzfrei 8 Std. geschlafen habe.

Stuhlgang heute morgen ohne jegliche Schmerzen. Die Prozedur mit duschen etc. w.o. beschrieben, halte ich natürlich trotzdem weiterhin konsequent ein.

Fakt ist, bereits 11 Tage nach der OP hat sich meine Lebensqualität entscheident verbessert,

Obwohl die erste Heilungsphase eigentlich mit ca. 3 Wochen beschrieben wird.

Bezügl. oben geschriebenen Meinungen, möchte ich sagen, sie sind sowohl richtig, wie auch falsch.

1. Die Wunde ist bei mir im unteren Analbereich und beim Duschen natürlich ertastbar.

2. Irgendeine fetthaltige Creme aufzutragen wäre völlig falsch, daß ist richtig. Aber zu sagen, niemals einzucremen, ist völlig unsinnig und falsch! Die von mir beschriebene Creme Hydrokortison Heumann 1% (wurde mir vom OP-Arzt verschrieben), hat die Schmerzen gelindert und den Heilungsprozess, zumindest bei mir, extrem beschleunigt.

3. Die beste OP-Methode, ist natürlich vom individuellen Fall abhängig. Dies kann nur ein erfahrener Proktologe beurteilen. Ich habe auch nach einer von mehreren schmerzfreien OP-Methode gefragt. In meinem Fall wurde mir die radikale Vorgehensweise, ich glaube nach Milligan-Morgan empfohlen. Die soll auch, nach Meinung von Experten, die schmerzhafteste aber nachhaltigste sein.

Abschließend an alle, die sich mit dieser Thematik beschäftigen müssen:

1.Machen Sie nicht den gleichen Fehler, wie ich es getan habe. Gehen Sie frühzeitig in Behandlung, sonst zahlen Sie früher oder später mit starken Schmerzen und allen daraus resultierenden Konsequenzen.

2. Gehen Sie zur Untersuchung oder bei einer notwendigen OP, immer in eine Fachklinik mit erfahrenen Proktologen. Dilettanten gibt es auf dem Gebiet viele.

Alles wird gut. *:)

gKerlbindxe65


1. Die Wunde ist bei mir im unteren Analbereich und beim Duschen natürlich ertastbar.

ok das sehe ich bei einer Fistelrekonstruktion natürlich ein, aber davon hattest du vorher nichts geschrieben..

du hast, wie du selbst beschrieben hast zu lange gewartet, jo, das kann man wohl sagen,

verwunderlich, dass ein arzt bei einem vorfall noch verödet...da gehört man unmittelbar auf den tisch..

aber es geht dir besser, das freut mich :-)

g|arVmixn


ok das sehe ich bei einer Fistelrekonstruktion natürlich ein

es heißt nicht Fistelrekonstruktion-

nochmal genau:

Entfernung einer Hämorrhoide, auf der sich zusätzlich eine kleinere Fistel befand.

dann "Rekonstruktion des Analkanalbereichs" dies ist die exakte Bezeichnung.

Jetzt 15 Tage nach der OP habe ich nur noch ein Wundnässen, das aber ständig weniger wird.

Leichte Schmerzen, wie bei jeder verheilenden Wunde.

Kortisoncreme nehme ich seit zwei Tagen nicht mehr.

Die Einnahme von Schmerzmittel habe ich bereits am 11. postoperativen Tag eingestellt, da ich von dieser Art Medizin nur das wirklich Notwendigste nehme.

Alles wird gut. *:)

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