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Probleme nach OP Fundoplicatio 360

C#harGlieo78 hat die Diskussion gestartet


Hallo allerseits,

ich bin am verzweifeln und dachte vielleicht kann mir hier jemand helfen?

Ich habe wirklich die Lebenslust nach der OP verloren und bin Psychisch am ende.

Zur Geschichte:

Wurde am 1.April 2009 in der MIC Klinik in Berlin Operiert laparoskopische fundoplicatio.

Die ersten 4- 8 Wochen war alles OK, dann ging es plötzlich mit einem aufgeblähten Bauch los, der Operateur meinte das sei bestimmt ein infekt, mach 2 Wochen leichte Kost und nimm MCP und alles wird besser,es wurde auch besser, dann kam es wieder.

Immer wenn ich was esse oder trinke bläht sich mein Bauch auf und ich habe heftige Windabgänge manchmal, zum Schluss hatte ich richtige Krämpfe und das essen ging langsam den Hals herunter.

Wurde am 10.10.09 wieder operiert, der Arzt meinte es sei verklebt und er hat den zustand nach der ersten OP hergestellt, auf dem Patientenblatt statt aber Teleskop Phänomen drauf.

Es hat schon im Krankenhaus angefangen das mein Bauch seit dem ständig Blubbert wie ein Wasserspender oder wenn man von einer 1/2 leeren Wasserflasche das Wasser ausgießt, genauso hört es sich an, ich wache nachts von den Geräuschen meines Darms/Magens auf.

Ich muss zwei Wochen auf meine Ernährung achten esse nur leichte Kost, aber wenn ich schon nur eine Scheibe Toast mit Honig esse bin ich satt und bekomme danach einen dicken Bauch Gas Bauch (Gas-bloat).

Die Ärzte (Hausarzt & Co.) meinten vor der OP das sei durch psychisch und Reizdarm....... Das war aber vor der OP nie so!

Meine Frage:

Wer von euch hat ähnliche Erfahrungen bzw. Lösungsansätze?

Ist eine 3. Operation notwendig damit man daraus eine 270 (nach Toupet Manschette macht, besser für mich?

Operation rückgängig?

Gibt sich das nach einer Zeit ?

Kennt ihr Spezialisten in Berlin?

Vielen Lieben Dank im voraus.

Antworten
C harli4e7&8


Keiner eine Antwort für mich?

sltIellax777


Hallo Charlie,

ich kann dir leider nicht weiterhelfen, aber schaue mal in den Faden Refluxerkrankungen,

dort kann man dir sicherlich Antworten auf deine Frage geben, denn dort schreiben viele, die auch so eine OP hinter sich haben.

Liebe Grüße

r5odo0lfox550


Hi Charlie, habe im Forum bereits einen Artikel geschrieben, aber jetzt erst deine Angaben gefunden.

Bei mir wurde eine Fundoplicatio nach Nissen (AKH Wien) durchgeführt, wo eine 306°ige Umschließung des Magens stattfindet, die bei dir vermutlich ebenfalls durchgeführt wurde. Dabei umschließt dieser Teil den Mageneingang so stark, dass kein Reflux mehr stattfinden kann.

Bei Beschwerden könnte man einen Ballon in den Mageneingang einführen und den Mageneingang aufdehnen. Das tun die Mediziner aber nicht, da dadurch auch das Sodbrennen wiederkommen würde.

Da meine OP nun schon 2 1/2 Jahre zurückliegt und ich noch immer diese Beschwerden, die du anführst (Blähungen, Blubbern in den Gedärmen) sowie in gewissen Intervallen auftretende Bauchkrämpfe habe, denke ich nicht, dass sich diese bei dir nach gewisser Zeit geben werden. Bei mir hat eine Linderung dieser Blähungen durch regelmäßiges Trinken in stündlichen Abständen oder darunter und ausgiebiger Bewegung geholfen (sofern dies einem arbeitendem Menschen während der Tageszeit möglich ist!).

Reflux hatte ich seit der OP noch nie, einziger positiver Effekt. Ansonsten ernähre ich mich sehr enthaltsam, wenig blähendes Gemüse, gedünstetes Fleisch, eher Weißbrot etc. Seit der OP habe ich bereits 10 kg abgenommen, da nach Einnahme von Kinderportionen bereits Völlegefühl eintritt. Im Restaurant bestelle ich lediglich Kinderportionen, die ich nur zum Teil essen kann.

Tees, Tabletten gegen Blähungen haben nicht geholfen. Lediglich wenig ballaststoffreich essen und viel Flüssigkeit, regelmäßig, haben mir zum Teil geholfen

C|harMlqi4e78


@ stella777 Danke für deine Antwort,

das mache ich schon bereits, bin auf seite 519 von 1000 irgendwas, die reden da viel privates zeugs und es ist mühsam alles zu lesen.

@ rodolfo550 hast du deine Probleme nicht deinem Operateur mitgeteilt ???

Also ich möchte lieber Reflux haben als ständigen GasBauch, dass ist eine Qual.

Ich sitze Mo-Fr täglich mehr als 8 Std im Buröstuhl und muss den ganzen Tag zusehen wie mein Bauch immer dicker und dicker wird und anfängt zugrummel.

Durch die ständige Aufrechte Sitzposition wird der Bauch immer dicker und dicker zum Feierabend hin, ich möchte das nicht mein ganzes Leben lang haben, dass ist sehr belastend.

Ich bin schon in psychiatrischer Behandlung und bekomme auch antidepressiva, weil mich der ständige blubbernde aufgeblähte bauch fertig macht, wie kommt ihr damit klar die ganze Zeit ??? ??

CPharl=ie7x8


Gibt es hier jemanden der die Fundoplicatio rückgängig machen lassen hat?

Wenn ja wie sind eure Erfahrungen?

k~rus:ty7x8


Hallo zusammen,

ich wollte meine Geschichte auch noch los werden, vielleicht hat ja "da draußen" noch jemand diese Probleme: wegen einer Zwerchfellhernie mit resultierendem Reflux wurde ich im Juli letzten Jahres operiert, Fundoplicatio nach Nissen (360°). Die ersten 8 Wochen waren gut, hatte keine größeren Beschwerden nach der OP.

Doch dann ging es von einem auf den anderen Tag los: ich fühlte mich aufgebläht und musste ständig, z. T. alle paar Sekunden aufstoßen (was trotz OP relativ gut geht). Allerdings verschafft mir das Rülpsen nur wenig Erleichterung, es ist immer noch reichlich Luft im Magen vorhanden, soviel dass mir davon oft übel ist. An ganz schlimmen Tagen geht es soweit, dass ich mich quasi übergeben muß, d.h. mit allem, was man vom Kotzen her kennt, nur dass dabei nichts heraus kommt (das ist ja als Folge der OP bekannt).

Die Ärzte sind bislang ratlos, es wurden verschiedenste Diagnosen gestellt (Candida-Infektion, Pylorusspasmus, Magenentleerungsstörung,... konnte alles nicht bestätigt werden), Untersuchungen durchgeführt (Magenspiegelung, Speiseröhrenmanometrie, Magenentleerungsmessung...) und Medikamente ausprobiert (MCP, Domperidon für die Magenentleerung; Buscopan; Spascupreel; Iberogast; Duspatal,...), alles ohne jeden Effekt! Im März diesen Jahres wurde dann bei einer Röntgenbreischluck-Untersuchung eine erneute paraösophageale Hernie, quasi eine Ausstülpung an der Manschette entdeckt. Diese stand dann im Verdacht, das permanente Aufstoßen auszulösen.

Ich wurde daher diesen Mai erneut operiert, wobei die Hernie korrigiert und ein Netz am Zwerchfell eingelegt wurde, damit das nicht nochmal passieren kann. Bezogen auf das Aufstoßen hat die OP aber leider überhaupt nichts gebracht, ich rülpse weiter wie ein Soda-Spender...

Ein Arzt hat mich an einen Logopäden verwiesen, da er glaubte, ich würde die Luft schlucken, was der Logopäde allerdings verneint hat. Ich glaube / fürchte eher, dass es sich um ein Gas Bloat Syndrom handelt, auch wenn es eher atypisch ist (gas bloat wird oft beschrieben, wenn rülpsen gar nicht mehr möglich ist). Jedenfalls bin ich gerade genau so ratlos wie die Ärzte.

Ein Hoffnungsschimmer ist für mich, dass es Charlie78 nach langem Leiden inzwischen wieder besser geht. Fragt sich nur, auf welche Leidenszeit ich mich einstellen muss, oder ob eine erneute OP zur Auflösung der Manschette besser wäre...

Viele Grüße,

krusty

C;har4liex78


Erneuter Status Bericht 4 Jahre nach Refulx OP

Lapraskopische fundoplicatio Floppy Nissen 360 mit dorsaler Hiatoplastik

Kurze Version

Ich wollte mich mal wieder zu Wort melden wie es mir ergangen ist!

Nach langem leiden jetzt fast Beschwerdefrei nur noch leicht reizbarer Magen ab und zu, aber kein sodbrennen mehr.

Lange Version, auch auf vorherigen seiten zu lesen.....

Ich Wurde 2009 2 mal operiert Lapraskopische fundoplicatio Floppy Nissen 360 mit dorsaler Hiatoplastik in Berlin in der MIC Klinik.

Kurze Zeit nach der Op hatte ich Beschwerden, erst waren es nur der Blähbauch "Gas Bloat Syndrom", konnte auch nicht Aufstoßen/Rülpsen, dann bleib mir das essen im Halse stecken.

Ich bin sehr oft ins Krankenhaus wo ich operiert wurde, es wurde auf die leichte Schulter genommen, ich hätte Laktose Intoleranz und schon vorher die Beschwerden gehabt.....alle durchtesten lassen, natürlich negativ.

Schließlich habe ich den mich Operierenden Arzt solange genervt, das ich ein zweites mal unter das Messer kam, er wollte sich das anschauen.

Dabei kam heraus das ich ein teleskopphänomen hatte (Manschette verrutsch, sitzt nicht richtig) und innerlich vernarbtes Gewebe, Magen Darm, war irgendwie mit dem linken Leberlappen verklebt....

Also erneut Manschette und Verklebungen gelöst.

Danach ging es mir immer noch nicht gut Blähbauch, Aufstoßen ging nicht, alles unverträglich, kleine mini portionen gegessen, abgemagert....Arzt hat es immer noch auf die leichte schulter genommen.

Habe alles möglich an Medikamenten, Tees, Kräuter, Tropfen, Tabletten durch, es hilft absolut gar nichts gegen Blähbauch, Krämpfe...keiner konnte mir Helfen, kein Hausarzt, kein Gastroenterologe (die wollen gleich ne Magenspiegelung und ab nach hause und keine Beratung Konsultation).

Ich wurde Depressiv und hatte meinen Lebenswillen verloren, wollte nicht mehr so Leben mit Schmerzen, Krämpfen und Blähbauch, hatte sogar daran gedacht diese Manschette rausnehmen zu lassen auf eigenes Risiko.

Mein Hausarzt hat mir Antidepressiva verschrieben, wo ich die höchste Dosis genommen habe und ich ging zur Psychrotherapie...

Vor Knapp über einem Jahr ist die Psychotherapie zu Ende gegangen und mir geht es besser, aber ich bin der Meinung nicht wegen der Psychotherapie sondern, weil sich mein Körper nach 3 Jahren eingestellt hat und ich auch wieder Aufstoßen/Rülpsen konnte und meine Vermutung auch weil sich der "N Vagus Nerv" eingependelt hat und sich beruhigt hat.

Jetzt habe ich seit dem gelegentlich einen nervösen Magen, Schleimhautentzündung oder Bauchschmerzen / Blähbauch, aber kein Sodbrennen mehr!

Habe in der Zeit viel recherchiert und gelesen und herausgefunden, manch einer erholt sich innerhalb von 6 Wochen nach der OP und manch einer wie ich braucht mehrere Jahre, es gibt auch Fälle wo es komplett daneben gegangen ist mit der OP.

Ganz ehrlich, ich kann nicht sagen ob ich die OP noch einmal machen lassen würde, das waren die schlimmsten 3 Jahre meines Lebens, sowas Wünsche ich keinem.

alle da draußen

Ich will euch Mut machen, dass ihr mal was positives lest, das es Licht am Ende des dunklen Tunnels gibt, ihr müsst euch gedulden.

Haltet durch

k{russty7;8


Hallo zusammen,

nach gut 3 Jahren möchte ich nun auch meine oben beschriebene Geschichte abschließen.

Begonnen hat alles 2008 mit der Diagnose axiale Hiatushernie, Reflux und öfter nachts heftige Bauchschmerzen (vermutlich aufgrund von Einklemmen des Magens im Zwerchfellbruch). 2 Jahre ging es mit PPIs sehr gut, allerdings wollte ich diese nicht mein ganzes Leben lang nehmen, daher:

2010: Fundoplicatio nach Nissen, danach massives Gas-Bloat-Syndrom (bis zum regelmäßigen 'Luft erbrechen')

2011: Re-operation aufgrung erneuter (diesmal paraösophagealer) Hernie, dabei Einlage eines Kunststoffnetzes am Zwerchfell; Gas Bloat bleibt bestehen

2012: Konversion der Fundoplicatio von Nissen zu Toupet (360° -> 270°), Gas Bloat beibt bestehen

Nach der letzten OP wurden weitere Untersuchungen durch geführt, die den Gas Bloat objektiv bestätigt haben. Als letzte Möglichkeit wäre noch die Auflösung der Manschette nach einer gewissen Wartezeit in Frage gekommen. Anfang 2013 fällt mir dann plötzlich auf, dass ich seit mehreren Wochen morgens keine Luft mehr 'erbrochen' habe und es auch tagsüber besser geht (ohne, dass ich eine Ursache für die Besserung benennen könnte). Tja, und dabei ist es geblieben. Ein aufgeblähtes Gefühl begleitet mich schon noch regelmäßig, aber es ist insgesamt tolerierbar. Medikamente benötige ich auch nicht mehr (PPIs, MCP, Iberogast,...).

Daher kann ich mich den letzten Sätzen von charlie78 nur anschließen:

Ganz ehrlich, ich kann nicht sagen ob ich die OP noch einmal machen lassen würde, das waren die schlimmsten 3 Jahre meines Lebens, sowas wünsche ich keinem.

alle da draußen

Ich will euch Mut machen, dass ihr mal was Positives lest, dass es Licht am Ende des dunklen Tunnels gibt, ihr müsst euch gedulden.

Sayonara,

krusty

H&ufflEepu(ff_adz


Hallo

Meine Fundoplicatio war im Juli letzten Jahres. Ich war froh, diesen Schritt gewagt zu haben, da es mir mit meinen Beschwerden einfach nicht gut ging.

Die eingenommenen Protonenpumpenhemmer halfen zwar die Magensäure zu reduzieren, lösten allerdings nicht mein Hauptproblem – das Hochkommen des Essens.

Da diese Beschwerden seit ein paar Monaten wieder auftauchen (nicht soo oft wie früher, aber schon ab und zu mal), hatte ich am Freitag einen Termin bei dem Gastrologen, der mich vor Jahren mit meinem Leiden aufgenommen hat. Ich habe einfach Angst, dass es so wird wie früher.

Und so habe ich ihn das auch erzählt. Er meinte, es wäre nicht normal, dass die Beschwerden nach einem Jahr wieder auftreten. Die Manschette könnte sich beispielsweise gelöst haben oder verrutscht sein. Das könnte er nur in einer Magenspiegelung (Die machen wir am 04.09) sehen.

Ich bin soo froh, dass er sich wieder um mich kümmert und das Problem hoffentlich erneut beseitigen kann.

Aber jetzt meine Frage an euch: Hat wer damit schon Erfahrungen gemacht? Dass die Beschwerden erneut wieder gekommen sind oder man sich erneut beim Arzt vorstellen musste? Habt ihr nochmal Untersuchungen über euch ergehen lassen? Evtl. sogar irgendein erneuter Eingriff?

Ich würde mich freuen, hier einige Erfahrungen austauschen zu können, da ich echt nervös und neugierig bin.

kKrustBy78


Hallo hufflepuff,

das Thema hatten wir ja bereits:

[[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/658007/]]

Wenn es bei Dir hauptsächlich um das Hochkommen von Essen geht, ist eine Magenspiegelung ganz nett, aber Du solltest unbedingt eine Speiseröhrenmanometrie und ggf. eine 24-h-Impendanz-Messung im Krankenhaus machen lassen! Alles andere sind diagnostische Irrläufer...

Viele Grüße,

krusty

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