Analthrombose

01.02.10  11:42

Hallo zusammen,

am donnerstag abend also vor 5 tagen, schmerzte auf einmal mein pops/anus,beim duschen bemerkt ich dann einen kleinen knoten, morgens war der allerdings groß, keine ahnung vielleicht 2cm und leicht ovalförmig, das tat schweineweh, der knoten war hart und sah aus als würde er jeden moment platzen und fühlte sich auch so an, er war rot mit einem blauen fleck darauf. ich also zum hausarzt gerannt und ihm mit hochroten kopf mein problem geschildert, er schaute sich das an,tastete das ab (das war mir so unendlich peinlich |-o) und er knallte mir kurz und knapp "analthrombose" an den kopf, diese wäre aber nicht weltbewegend groß (nein? 2cm knoten am pops finde ich persönlich sehr beachtlich), er sagte ich sollte tabletten gegen die schmerzen nehmen und verschrieb mir heparinsalbe. najut ich nach hause, tablette reingeworfen (dolormin400) das half ganz gut und salbe drauf, merkte garnix.

Am nächsten tag gab es keine veränderung weiter, nur der blaue fleck war weg und es war meiner meinung nach normal hautfarben und ich meine das es nässte,da aber samstg war, konnte ich net zu meinem arzt, sonntag keine weiteren veränderungen. probleme machen mir auch nur die schmerzen,welche aber mit den dolormin ganz gut weggehen, ich kann dann auch sitzen und laufen, tut wenig bis garnicht weh ,nur der knoten nervt. heute morgen jedenfalls schaute ich mir das dingen an( warum auch immer und sah das da noch einer war), ich rief den arzt an ,er meinte das sei normal.

ich bin jetzt aber sehr verunsichert. ist das richtig?

ich habe das jetzt knappe 5 tage,inkl. dem donnerstag und den heutigen tag, ich habe schmerzen, die fast vollständig mit tabletten weggehen, ansonsten spüre ich ab und an mal ein ziemlich heftiges ziepen auf dem knoten. der stuhlgang ist nicht weiter schmerzhaft,hatte heute morgen sogar sehr sehr harten, aber ohne großartiges pressen, kam fast von allein |-o... nur beim aufstehen, tut das ziemlich weh und beim niesen, und ich muss so oft niesen im augenblick >:(,ab und an ist so eine art krippeln zu spüren,aber eher angenehm,hab nicht das bedürfniss,kratzen zu müssen ansonsten habe ich keine weiteren krankheitssymptome.

ist das wirklich so eine thrombose,wie lange dauert das denn ??? das ist so unangenehm und morgen noch geburtstag :°(, wann gehen die schmerzen zurück,weil ständig diese tabletten, halt ich eher für schlecht, was hilft wirklich an salben, das zumindestens die schwellungen etwas abklingen, was ist der normale ablauf, mein Arzt war so schrecklich unzugänglich bei fragen >:(..

wäre schön wenn man mich etwas aufklären kann. lieben dank

liebe grüße

shana

sChana;2x2

01.02.10  12:16

noch ein kleiner nachtrag von mir. der zweite knoten ist wieder weg,also rein oder zurückgegangen, können das nicht einfach nur hämoriden sein (obwohl ich das auch nicht wirklich besser finden würde).

sollte ich eine hämoridensalbe holen oder es bei dieser heparinsalbe belassen?

ganz verunsicherte grüße

shana

s_h`aQna22

01.02.10  12:21

hi shana,

ne thrombose hatte ich zum Glück noch nicht. Aber schau doch mal hier im Forum, da gibt es bestimmt jede Menge Tread´s die sich um dein Problem drehen !

Gute Besserung *:)

tRsuonam;i_xe

01.02.10  12:24

Bei einer Analthrombose kann dir ein Chirurg helfen. In der Regel nützen Salben wenig.

Es ist nur ein kleiner Eingriff und danach bist du beschwerdefrei.

j0ula`lza

01.02.10  14:06

ich bin mir ja nichtmal mehr sicher ob das eine analtrombose ist, mir waren die erläuterungen meines arztes zu wage. die beschwerden sind zwar lästig,aber wenn ein eingriff vermieden werden kann, möchte ich das auch gern vermeiden. ich hatte die letzten monate schon etliche op´s und mich überfordert auch so ein kleiner eingriff im augenblick,nicht aus angst, einfach weil ich das nicht mehr kann. mein arzt meinte,der knoten wäre nicht groß und ein eingriff nicht nötig,weil soetwas in der regel allein verschwindet.

s`hanba2x2

01.02.10  14:12

Das muss ich allerdings verneinen. Ich arbeite beim Chirurgen und wir haben solche Fälle häufiger. Es ist die Ausnahme, dass Analvenenthrombosen von alleine wieder verschwinden. Denn das Blut staut sich und verklumpt, in der Regel wird es eher schlimmer oder entzündet sich zusätzlich.

Die Behandlung ist im Prinzip ganz einfach. Es gibt einen kleinen Piks mit ner Betäubung und dann wird am Knoten eine sogenannte Deckelung gemacht. Sprich, es wir dein kleiner Teil der Haut drum herum weggenommen und die Thrombose ausgeräumt. Am Tag später gehst zur Kontrolle und im Normalfall ist die Sache dann nach ein paar Tagen Wundheilung erledigt. *:)

SLilrverPxearl

01.02.10  14:49

:°( jetzt bin ich total irritiert, habe beim nächsten proktologen angerufen hier in der gegend und mein problem geschildert, er ist der gleichen meinung wie mein hausarzt und versicherte mir,das dieser eine analthrombose auch erkennen wird und das seine richtigkeit haben wird,auch er sagte mir, es wäre nicht nötig unbedingt eine op zu machen,einen termin hat er mir zwar gegeben,aber erst für mitte nächster woche. er sagte auh,das man solche analthrombosen in der regel gleich am ersten oder 2 tagen idealerweise aufschneiden sollte.

ansonsten heilen diese im normalfall nach 1-2 wochen ab,bei größeren kann es auch etwas länger dauern.

was mach ich denn jetzt. noch einen arzt konsultieren? das wäre dann der dritte oder einfach abwarten?

sprechen denn meine symptome und meine beschreibung auch wirklich für diese erkrankung.

oh man und ich hab morgen burzeltag,kann ja toll werden :°(

liebe grüße

sjhanax22

01.02.10  15:37

Also ich würd zu nem ansässigen Chirurgen gehen und das vorzeigen.

SFilve%rPe!arl

01.02.10  15:48

oder einfach die bestätigte Diagnose dem Proktologen glauben...

tnsunam*i_xxe

01.02.10  15:52

Es ist eine Analthrombose. Ich hatte schon mehrmals welche (hab ich wohl eine Neigung zu, hurra :-/) und sie gingen immer von selbst weg. Heparinsalbe hilft gut, aber nur, wenn sie sehr frühzeitig angewendet wird. Es kann 2 Wochen dauern, bis die Thrombose verschwindet.

Beim Chirurgen war ich einmal und kann es nicht empfehlen. Ich hatte mehrmals Nachblutungen. Der sagte auch, dass der Eingriff innerhalb von 48 Stunden erfolgen sollte, sonst hätte er keinen Vorteil mehr.

R(unnjer20E05

01.02.10  15:53

@ Shana22

Ich kann Dir aus ganz aktuellem Anlass meine persönliche Erfahrung mit einer Analthrombose mitteilen.

Ich hatte direkt am 01.01. einen dicken blau-rötlichen Knubbel bemerkt, der sehr schmerzte (besonders beim Sitzen). Nach Lesen hier war mir schon klar, dass es sich um eine Analthrombose handelte.

Eine Woche hab ich gesalbt und gemacht und als er dann dicker wurde (die Schmerzen wurden aber immer weniger) bin ich dann vorsichtshalber zu einem sehr bekannten und guten Proktologen, der auch Chirurg ist, gegangen. Wollte auf Nummer Sicher gehen und mir meine eigene Laiendiagnose bestätigen lassen.

Der Proktologe meinte, dass er die Analthrombose mit einer schonenderen Methode behandeln würde, ich aber schon Geduld brauchen würde. Aufschneider täte er Analthrombosen nur in Ausnahmefällen. Er "unterbrach" quasi von innen die Blutzufuhr mit einem Gummiring, worüber ich sehr erleichtert war, weil ich ziemlichen Bammel vor einem Schnitt hatte. Die Methode war bisschen unangenehm, aber nicht schmerzhaft.

Der Besuch bei ihm ist nun 2 1/2 Wochen her und seit 5 Tagen schrumpft der Thrombus immer mehr und ist nur noch ein kleines Knötchen. Hat also bei mir schon 1 Monat gedauert, womit sich seine Aussage, dass ich Geduld haben müsse, ja bewahrheitet hat.

Wenn Du hier mal unter dem Stichwort Analthrombose liest, findest Du ganz verschiedene Erfahrungsberichte.

Laut meinem Proktologen bilden die sich fast ausnahmslos alleine zurück. Aber klar ist, dass der Heilungsprozess umso länger dauert, je größer der Knubbel war.

Wenn es bei Dir schon nach so kurzer Zeit kleiner wird, ist das doch ein gutes Zeichen.

Alles Gute

tDavoZllaxra

01.02.10  16:15

lieben dank für die mutmachenden zuschriften. dauern denn die schmerzen genauso lange an wie der heilungsprozess oder gehen die schon vorher zurück,weil über wochen schmerzmittel einnehmen,halt ich nicht für klug. ich wäre froh eine op zu umgehen,auch wenn sie noch so mini ist, doch wie schon gesagt,ich hatte so viele die letzten monate, ich kann nun wirklich nicht mehr. ich nehme mal an,da ich viele medikamente nehmen musste,antibiotika,schmerzmittel etc,das mein magen-darm etwas gelitten haben, ich hatte abwechselnd sehr harten stuhl,aber auch öfters mal durchfall und ich mir deswegen diese analthrombose zugezogen habe und inständig hoffe, das nicht wie schon erwähnt öfter bekomme, das wäre ja grauenvoll. RUNNER du tust mir ehrlich leid,wenn du so etwas öfters bekommst, ich habe das das erstemal und bin bedient. kann soetwas auch an hämoriden liegen? ich wüsste jetzt nicht das ich welche habe,aber alle frauen in meiner familie (1 schwester, mutter+ 9 tanten) leiden alle darunter,wäre ein wunder wenn ich verschont bliebe :-/

leibe grüße

sVhqan}a2x2

01.02.10  16:33

Dass Du eine OP umgehen willst, selbst wenn sie noch so klein ist, kann ich gut nachvollziehen.

Ging mir ähnlich, hatte auch ziemlichen Bammel, eben weil ich gelesen habe im Forum, dass das Heilen nach dem Schneiden teils noch langwieriger war als das Abheilen der Analthrombose selbst.

Schmerzen hatte ich die erste Woche, aber es war auszuhalten und ich habe gar kein Schmerzmittel dagegen genommen, nur Salbe und Sitzbäder (Eichenrinde oder Kamillosan verdünnt), die mir auch sehr gut taten. Der Thrombus war bei mir ungefähr so groß wie eine Weintraube, daher auch der langwierige Heilungsprozess, der ja noch andauert.

Wichtig war/ist auch, auf einen weichen Stuhlgang zu achten. Das war/ist mein Problem, neige eher zur Verstopfung. Seit dieser doofen Analthrombose achte ich aber verstärkt auf mehr Trinken und die Ernährung, weil ich denke, dass der harte Stuhlgang vielleicht der Auslöser des ganzen Übels war.

Laut meinem Proktologen können vergößerte innere Hämorhoiden auch zu einer Analthrombose führen.

P.S. Meine erste Analthrombose hatte ich vor über 10 Jahren und jetzt die 2. Ich hoffe mal,d ass ich lange Zeit Ruhe haben werde.

tSa-vollxara

02.02.10  06:54

ICh würde keine OP empfehlen (naja OP... ambulanter Eingriff)... weil dadurch meistens sogenannte Marisken übrig bleiben, das sind kleine Hautfalten vom Anus die zurückbleiben.

Einfach noch ein wenig aushalten. Diese Analvenenthrombose ist nicht gleich zusetzen wie eine richtige Thrombose die u.U gefährlich werden kann. Hier bilden sich im Analvenengeflecht im Anus Gerinnsel, das das Blut hier nicht vernünftig zirkuliert. Leider sind diese Analvenenthrombosen meist sehr schmerzhaft. Hatte auch gedacht beim 1x mal (2002) ich hätte Hämorrhoiden... sind's aber net. Sei froh, diese wären in diesem Stadium schon behandlungsbedürtig.

Heparinsalbe und ggf. Schmerzmittel wie du schon einnimmst sind ausreichend. vieleicht auch warme Sitzbäder machen (tut gut).

P.S. Meine erste Analthrombose hatte ich vor über 10 Jahren und jetzt die 2. Ich hoffe mal,d ass ich lange Zeit Ruhe haben werde.

Meine 4. hab ich letztes Jahr überstanden, bei mir kommen die so im 1 - 2 Jahres Ryhtmuss, manchmal ohne Schmerzen (klein) oder auch 1x ziehmlich heftig, das ich nur liegen konnte...

CMontxo

02.02.10  14:11

@ Conto

Ich war ja auch komplett gegen eine OP, was mir mein Arzt ja auch bestätigt hat.

Mag aber auch Fälle geben, wo es in den ersten beiden Tagen durchaus Sinn macht, es aufschneidern zu lassen, wenn die Schmerzen zu groß sind. Ich hab es eben so durchgestanden, aber ist nach 4 Wochen auch noch nicht komplett abgeklungen - leider.

Hast Du denn alle 4 Male die Analthrombosen ohne ärztliche Hilfe in den Griff bekommen??

Wie groß waren die denn, wenn ich fragen darf??

Scheint ja auch ein weit verbreitetes Leiden zu sein, wenn ich an die überfüllte Praxis meines Proktologen denke.

Mich würden eher die Ursachen interessieren, die dazu führen, da ließ sich der Arzt auf keine genaue Antwort ein. Verstopfung als Ursache ist mir bekannt, aber meine Freundin hatte auch mit einer Analthrombose zu kämpfen und die hat nie mit Verstopfung bzw. hartem Stuhlgang zu tun gehabt.

t`ajvoll ara

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