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Wer weiß was über insidon und esomeprazol?

moelllix10 hat die Diskussion gestartet


hallöchen ihr,

ich habe seit einem jahr immer wieder magenprobleme (sodbrennen, schmerzen, starke übelkeit, kreislaufprobleme)

mein arzt hat mir jetzt insidon und esomeprazol verschrieben!

jetzt meine fragen, wann nimmt man esomeprazol?

vor dem essen, nach dem essen ???

und was habt ihr evtl. für eine meinung über insidon?

bitte schreibt mir, ich bin zurzeit ein bißchen überfordert!!

Antworten
Q uigl=ey


Hab was über Esomeprazol gefunden

Anwendung

Esomeprazol

Esomeprazol kann zur Behandlung oder Langzeitprophylaxe (Vorbeugung) einer Refluxösophagitis gegeben werden.

Bei der Kombinationstherapie zur Eradikation (Entfernung des Helicobacter pylori) kann Esomeprazol ebenfalls eingesetzt werden.

Wirkungsmechanismus

Esomeprazol ist relativ neu auf dem Arzneimittelmarkt. Bei der Substanz handelt es sich aber nicht um ein völlig neu entwickeltes Arzneimittel, sondern um eine Weiterentwicklung von Omeprazol.

Substanzen können die Fähigkeit besitzen, einfallendes Licht zu drehen und werden dann als optisch aktiv bezeichnet. Das Licht kann nach rechts gedreht werden, die Substanzen haben dann die Vorsilbe r-, oder nach links, wobei hier die Vorsilbe l- gewählt wurde. Die beiden rechts- und linksdrehenden Formen einer Substanz werden als die beiden Enantiomere der Substanz bezeichnet. Sie haben einen identischen molekularen Aufbau und unterscheiden sich lediglich in der räumlichen Anordnung einzelner Molekülbestandteile, was aber im Hinblick auf die pharmakologische Wirkung erhebliche Auswirkungen haben kann. Es gibt einige Beispiele, bei denen jeweils nur das eine Enantiomer eines Wirkstoffes die erwünschte Wirkung besitzt. Omeprazol ist ein Razemat, also ein Gemisch aus der rechtsdrehenden und der linksdrehenden Form. Bei der Entwicklung von Esomeprazol wurde das Enantiomerengemisch getrennt. Bei Esomeprazol handelt es sich um die linksdrehende Form von Omeprazol.

Der Wirkungsmechanismus von Esomeprazol entspricht somit völlig der Wirkung von Omeprazol. In den magensaftresistenten Tabletten ist ein Prodrug enthalten, das erst im sauren Milieu durch Umlagerung der chemischen Struktur in die aktive Form umgewandelt wird. Daher ist auch der magensaftresistente Überzug der Tabletten von großer Bedeutung, weil ansonsten schon direkt im Magen die Umwandlung in die eigentliche Wirksubstanz stattfinden würde. Das ist aber nicht erwünscht, weil die Substanzen nur zur Wirkung kommen sollen, wenn in den Belegzellen des Magens, also an dem Ort der Magensäureproduktion, ein saurer pH-Wert herrscht. Die aktivierten Substanzen reagieren, im chemischen Sinne, in den Belegzellen mit dem Enzym H+/K+-ATPase und hemmen das Enzym.

Diese Hemmung ist irreversibel, also nicht wieder rückgängig zu machen, wodurch erst nach Bildung neuer Enzyme in den betreffenden Belegzellen erneut Magensäure gebildet werden kann. Daher haben die Protonenhemmer, trotz kurzer biologischer Halbwertszeit, eine Wirkungsdauer von ein bis drei Tagen. Unter biologischer Halbwertszeit versteht man in diesem Zusammenhang die Zeitspanne, nach der die Hälfte der Substanz inaktiviert wird. Der nicht von den Belegzellen aus dem Blut aufgenommene Anteil an Protonenpumpenhemmern wird von der Leber verstoffwechselt und anschließend über die Nieren ausgeschieden.

Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Esomeprazol werden gelegentlich Beschwerden im Bereich des Magen-Darm-Trakts beobachtet, bei denen es sich um Durchfall, Verstopfung, Blähungen, Übelkeit und Erbrechen handeln kann. Ferner kommt es sehr selten zu Mundtrockenheit, Entzündungen der Mundschleimhaut und Infektionen mit dem Pilz Candida albicans.

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Clarithromycin im Rahmen der Eradikation des Helicobacter pylori kann es zu schwarzen Verfärbungen der Zunge kommen, die aber bei Absetzen der Therapie rückläufig sind. Vereinzelt kann es zu Nebenwirkungen an der Leber kommen, wie beispielsweise zu veränderten Leberenzymwerten und Leberentzündungen, die mit einer Gelbsucht einher gehen können, in Einzelfällen bis zum Leberversagen. Ferner kommt es gelegentlich zu allergischen Reaktionen, die sich in Form von Juckreiz, Hautausschlag und Haarausfall äußern können.

Vereinzelt kann es zu Verwirrtheitszuständen und, bei schwerkranken oder älteren Patienten, auch zu Halluzinationen kommen. Außerdem treten gelegentlich Sehstörungen, Hörstörungen oder Geschmacksveränderungen auf, die aber nach Absetzen der Therapie in der Regel rückläufig sind.

In seltenen Fällen kann es zu einem Stevens-Johnson-Syndrom kommen, bei dem es sich um eine schwerwiegende Nebenwirkung mit hohem Fieber und ausgedehnten Hautveränderungen mit Blasenbildung auf der Haut handelt. Während der Therapie mit Esomeprazol wurden Veränderungen im Blutbild beobachtet, deren direkter Zusammenhang mit der Einnahme von Esomeprazol bislang aber nicht bewiesen wurde.

Bei Kindern kann es vereinzelt zu dem Auftreten von Eisenmangelanämien kommen.

Wechselwirkungen

Arzneimittel, die über das Enzymsystem der Leber Cytochrom-P-450 der Gruppe 2 C abgebaut werden:

Hierzu zählen beispielsweise Diazepam, Warfarin und Phenytoin. Da Esomeprazol ebenfalls von der Enzymgruppe abgebaut wird, kann es bei einer gleichzeitigen Gabe mit den genannten Substanzen zu einem verminderten Abbau der Substanzen kommen. Infolgedessen können verstärkte Wirkungen oder Nebenwirkungen der betreffenden Arzneimittel auftreten.

Wirkstoffe, die pH-abhängig aus dem Magen-Darm-Trakt aufgenommen werden:

Durch die Anhebung des pH-Wertes im Magen können beispielsweise Ketoconazol, Itraconazol und auch Vitamin-B12 vermindert aufgenommen werden. Bei anderen Substanzen, wie beispielsweise Digoxin, kann sich die Aufnahme in den Körper erhöhen.

Clarithromycin, Roxithromycin und Erythromycin:

Die genannten Antibiotika können zu einer verbesserten Aufnahme von Esomeprazol in den Körper und damit zu verstärkten Wirkungen oder Nebenwirkungen der Substanz führen. Andererseits kann Esomeprazol durch vergleichbare Effekte die Wirkungen der genannten Substanzen erhöhen.

Gegenanzeigen, Kontraindikationen

Für die Anwendung der Protonenpumpenhemmer werden nur vereinzelt konkrete Gegenanzeigen angegeben. Meist gelten Empfehlungen, die als so genannte Anwendungsbeschränkungen zu verstehen sind. Diese beinhalten beispielsweise vorliegende Magen-Darm-Beschwerden sowie schwere Leber- und Nierenfunktionsstörungen.

Patienten, die gleichzeitig Antikoagulanzien vom Warfarin-Typ erhalten (in Deutschland eher selten, hier wird meist Phenprocuomon = Marcumar gegeben) oder mit dem Antiepileptikum Phenytoin behandelt werden, sollen sorgfältig überwacht werden. Patienten mit einer Überempfindlichkeit gegen substituierte Benzimidazole sollen Esomeprazol nicht erhalten. Weitere Gegenanzeigen sind Fruktose-Intoleranz, schlechte Aufnahme von Glukose-Galaktose sowie Saccharose-Isomaltose-Mangel.

Für die Behandlung von schwangeren Frauen und stillenden Müttern mit Protonenpumpenhemmern liegen zur Zeit nur wenig Beobachtungen vor. Es gibt aber bislang keine Hinweise auf eine schädigende Wirkung auf das Ungeborene oder den Säugling. Daher können die Protonenpumpenhemmer als Mittel der zweiten Wahl eingesetzt werden, wenn Antazida, Cimetidin oder Ranitidin nicht wirksam sind. Dabei sollte dann bevorzugt das am längsten erprobte Omeprazol eingesetzt werden.

Für die Behandlung von Kindern ist Esomeprazol nicht geeignet.

SQchnu3ckiex2000


Insidon

Hallo!

Ich nehme seit Jahren immer mal wieder Insidon und bin total zufrieden damit. Bin jahrelang von Arzt zu Arzt wegen allen mööglichen Beschwerden (vor allem Schwindel). Wenn ich regelmäßig Insidon nehme (2 Tabletten am Tag), geht's mir blendend. Nebenwirkungen habe ich bisher keine verspürt.

Ich kann's nur empfehlen!

Gruß

Schuckie2000

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