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Blinddarmentzündung erkennbar?

bOlinaddarm2j002 hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich ( männlich/22 Jahre) bin neues Mitglied hier und habe gleich eine Frage die mich seit letzten Sonntag ziemlich beschäftigt, aber vielleicht kann mir hier ja einer weiterhelfen.

Folgendes Problem: Am Samstagmorgen wachte ich gegen zehn Uhr mit sehr starken Bauch- und Magenschmerzen im Bereich des Oberbauches auf. Es dauerte auch nicht lange (etwa eine Stunde) bis ich mich das erste Mal übergeben mußte. "Glücklicherweise" ging diese Prozedur den ganzen Tag in etwa 30min abständen weiter. Da sich die Schmerzen so verstärkten, daß ich weder liegen, sitzen, geschweige denn aufrecht gehen konnte und auch die Schmerztabletten nichts nutzten (hatte nur Tabletten und bei erbrechen ist das dann ja so ne Sache... ;-) ) habe ich mich entschieden zum ärztlichen Notfalldienst zu gehen (also so richtig schön mit Praxis und Geräten). Dort angekommen (etwa halb fünf nachmittags) mußte ich mich wieder mehrmals übergeben und sah Leichenblass aus. Nach etwa einer viertel Stunde Wartezeit kam ich dran. Die Ärztin fragte mich welche Beschwerden ich hätte. Ich schilderte ihr die o.g. Weiterhin fragte sie ob ich Fieber hätte, ich sagte: Zu Hause jedenfalls nicht (36,6).Desweiteren fragte sie ob ich am Freitag etwas Auffälliges gegessen hätte. Ich sagte ja, ein Ei aber von dem hat meine Freundin auch gegessen und der gehts gut. Sie drückte mir auf den Oberbauch (etwa um den Bauchnabel rum) und ich schrie vor Schmerz auf. Daraufhin wollte sie ein Ultraschall machen. Das tat sie auch. Sie sagte sie würde auf Nieren- oder Gallensteine untersuchen. Jedoch war das Sono ihrer Aussage nach ohne Befund. Aufgrund dessen diagnostizierte sie eine akute Gastritis,spritze mir Schmerzmittel, maß den Blutdruck (ok) undverschrieb mir Magensäure hemmende Mittel. Durch die Spritze waren die Schmerzen gedämpft, dennoch konnte ich die ganze Nacht über kaum schlafen. Immer nur etappenweise. Am nächsten Morgen verstärken sich die Schmerzen wieder, ich nahm die Tabletten ein doch nichts passierte. Im Gegenteil. Gegen Mittag wurden die Schmerzen stärker als am Vortag und wanderten dann auch in den Unterbauch. Nachdem ich es nicht mehr aushielt, bin ich ins Krankenhaus. Dort wurde ich sofort untersucht und per Ultraschall(!) festgestellt, daß ich eine akute Blinddarm entzündung hatte (laut Aussage der Ärzte wäre er wenige Std. später geplatzt). Zur Sicherheit wurde ein Blutbild erstellt indem sich eine erhöhte Anzahl von w. Blutkörperchen fanden (22000 normal etwa 10000).Keine halbe Std. nach dem Befund lag ich unterm Messer und mir wurde der Blinddarm entfernt. Nun zu meiner eigentlichen Frage: Hat die Ärztin am Samstag fahrlässig gehandelt, daß sie mich bei diesen Symptomen nicht auf Blinddarm untersucht hat, oder kann es sein, daß am Samstag selbst beim Ultraschall keine Entzündung festzustellen war? Das kann ich mir aber kaum vorstellen... Wäre nett wenn sich jemand dazu äußert und entschuldigt den langen POST... MfG

blinddarm2002

Antworten
v'annxi


Natürlich hat die Ärztin fahrlässig gehandelt, selbst als ich das eben gelesen habe, habe ich nur nach Schilderung Deiner Symptome an Blinddarmentzündung gedacht. Normalerweise sind die Ärzte in bezug dadrauf total übervorsichtig. Und eine Gastritis( hab ich zur Zeit) zeigt Magenschmerzen aber auch Sodbrennen etc auf.

wirklich erschreckend wie blind und ahnungslos manche Ärzte sind!!!!

K&aremxor


hi!!!!

Hallo!!!!

Haben ähnliche erfahrung gemacht,meine tochter ist von Januar bis mai mit Übelkeit ,Bauchschmerzen und Übergeben rum.

Bis die diagnose Blinddarm gestellt wurde waren wir mindestens 5 mal beim Hausarzt und 10 mal beim nOTDIENST: dANN WURDE ES MIR ZU BLÖD UND BESTAND AUF EINE eINWEISUNG INS kRANKENHAUS;MIT DEM ERGEBNISS SIE WURDE GLEICH AM NÄCHSTEN tAG OPERIERT.

Ich bin der meinung es war grob fahrlässig.Aber was soll man dagegen Tun ??? ???

Liebe grüsse Karmor

b4lindduarm2]002


xx

erstmal danke für Eure antworten. Bei mir sieht es so aus, daß ich den Vorgang jetzt von einem unabhängigen Gutachter testen lasse. Sollte sich wirklich rausstellen, daß sie bei mir eine Fehldiagnose stellte, werde ich versuchen die Ärztin zu verklagen. Haltet mich bitte nicht für naiv, aber ich denke, wenn ich jemanden meine Gesundheit anvertraue, dann sollte er die Kompetenz haben auch in "schwierigen Situationen" eine richtige Entscheidung zu treffen. Schließlich hätte ich an den folgen des geplatzten Blinddarms auch sterben können. Und deshalb denke ich daß im Falle einer Fehldiagnose solche Ärzte nicht mehr praktizieren dürfen. Denn wenn ich in meinem Job einen Fehler mache muß ich auch dafür gerade stehen (und der Fehler hat nicht solche gravierenden Auswirkungen). Wenn man also Arzt wird, muß man sich auch am Wochenende dazu bereit erklären, Patienten zuzuhören und auch genau zu untersuchen. Denn man wird ja nicht Arzt des Geldes wegen (;-)) sondern weil man anderen Menschen helfen will. Und das war hier scheinbar nicht der Fall...

K(arMmoxr


hallo!

Drücke dir für dein vorhaben ganz fest die daumen, undwünsche dir viel glück.

lass mich wissen was dabei raus kommt, bitte.

toi,toi,toi!

Halte dich keineswegs für naiv, im gegenteil finde ich sehr mutig! ehrlich.

liebe grüsse karmor

Axsche.npuxttel


Blinddarm

Viel Glück. Deine Aussichten sind gar nicht so schlecht, meine ich. Falls du eine Rechtsschutzversicherung hast, schalte die ein, dannn wird es leichter.

H`appyMOeduxsa


Moechtest Du Beispiel Briefe?

Hallo blinddarm2002,

ich musste im August eine ähnliche Erfahrung durchmachen. falls Du Beispiel Briefe (an die Ärztin, ihren Versicherer usw) brauchst, sag mir bitte Bescheid.

k+atix79


Hallo @ all

Hi,

bei mir hat ein Arzt Anfang des Jahres auch eine Fehldiagnose gestellt: Wurde operiert und 5 Wochen später hatte ich starke Schmerzen in der Wade.Bin zum Arzt......der sagte: Irgendwas mit dem Muskel.Zwei Tage später lag ich im Krankenhaus mit der Diagnose: Tiefe Beinvenenthrombose!!!!!!!!

Wäre ich noch länger damit rumgelaufen,hätte es auch anders ausgehen können.

Seitdem ist mein Vertrauensverhältnis zu Ärzten etwas gestört.Gehe zu dem Pfuscher auch nicht mehr hin.

Hätte ich da was machen können/sollen .....eurer Meinung nach ??? ?

Gruß Kati

P6ersxer


Also zu Fall 1 mit der Gastritis...

Also ich würd gern mal wissen woher die Ärztin ihren Casus hat, ne Gastristis ertaste ich mit einem leichten Druck Richtung Leber, aber nicht durch druck auf die Bauchnabelgegend?!?!?! ???

Zu Fall 2:

Ein Arzt der ein Venöses Problem nicht von einem Muskulären Problem unterscheiden kann ist schon garnicht mehr zu retten... Man man erschreckend das ganze...

koatjiL79


@Perser

Hi,

das denke ich mir ja auch. Habe aber damals nix in die Wege geleitet,da die Erfolgschancen gegen einen Arzt was zu unternehmen doch gleich null sind,oder??

Bin froh das es mir wieder gut geht und werde diesen ARZT natürlich niemandem Empfehlen.

Habe jetzt zum Glück einen sehr guten Arzt gefunden,der sich mit Thrombosen auskennt.Da fühle ich mich sicherer.

Gruß Kati

B}e-Txon


Auch ein Beispiel

Hallo.

Ich war im Januar diesen Jahres mit Blinddarmreizung an einem Samstag beim Notdienstarzt. Die Ärztin hatte mich - nach einigen Untersuchungen - sofort ins Krankenhaus überwiesen und dort wurde alles gründlich untersucht... Jedenfalls war es in meinem Fall nur eine Blinddarmreizung, die nach einigen Tagen "Fasten", Tee-Trinken und Kühlen wieder weg war. Dennoch war es schmerzhaft.

Als ich jedoch zu meiner Hausärztin gegangen bin (krank schreiben lassen, weil es doch schmerzhaft war), ihr den Schein vom Krankenhaus auf den Tisch legte (sie alle Daten schwarz auf weiß hatte) und ihr alles erzählte, meinte sie nur, dass das eine einfache Magen-Darm-Krankheit wäre und schickte mich nach Hause....

Bei dieser Ärztin war ich dann noch einmal, als einen Monat später eine starke Erkältung einsetzte und sie wollte von mir 2,50 EUR nachher für die Behandlung haben (obwohl sie mich nur hat erzählen lassen, was meine Symptome sind und mich nach 2 Minuten ohne Abtasten oder anderes aus der Praxis gelassen hat).

Ich finde, solche Ärzte gehören einfach nicht in ihren Beruf. Sie können nicht zuhören und sind nur darauf bedacht, an einem Tag so viel wie möglich Patienten in der Praxis sitzen zu haben, von den Kassen schön zu kassieren und von den kranken Patienten, die ehrliche Hilfe suchen, auch noch 2,50 EUR "Abhandlungsgeld" in die eigene Tasche stecken zu können.

Ich hatte damals Beschwerde bei meiner Kasse eingelegt, aber die teilten mir nur mit, dass das die Ärztin machen dürfe, es aber sehr an ihrer Seriösität zweifel lässt.

Viele Grüße!

bAlin2ddarm2x002


@ all

Erstmal eine kleine Entschuldigung... Es tut mir leid, daß ich zwar den Thread eröffnet habe, mich aber danach kaum mehr hier hab blicken lassen. Aber nach meiner OP hatte ich noch eine so starke Erkältung bekommen, daß ich nichts anderes wollte als im Bett zu liegen. Aber ich wollte Euch schon mal danken, daß mir so viele Ihre Hilfe anbieten und auch aus eigener Erfahrung schreiben. Ich werde euch auf jedem in dem Thread auf dem laufenden halten. MOmentan sieht es so aus, daß der Gutachter (ich glaube der sitzt in der Rechtsabteilung (oder so)meiner Krankenkasse) die Untersuchungsunterlagen der Ärztin angefordert hat. Er meinte aus meinen Schilderungen heraus kann man aber eine Fahrlässigkeit erkennen. Wie gesagt, wenn ich was neues habe, dann halte ich Euch auf dem laufenden. PS: Habe mich im INternet mal schlau gemacht, meistens kommt es gar nicht zu einer Gerichtsverhandlung da sich meist außergerichtlich geeinigt wird. Bin mal gespannt...

P_eKrswer


@Kati

Nein ganz im Gegenteil, die Chancen bei einer Anklage gegen einen Arzt sind sehr hoch, wenn ein oder mehrere Gutachter den Fehler vom Arzt bestätigen!

Gutachten in der Medizinwelt sind die lastigsten Beweise und reichen schon alleine vollkommen aus um einem Arzt eine harte Rüge zu erteilen, zwar verliert der Arzt nicht seine Erlaubnis als Arzt zu arbeiten, aber in der Medizinwelt ist eine "History" der Ärzte in den Akten ein sehr großes Kriterium für die Karriere oder auch die Anerkennung und solche Rügen werden in diese History aufgenommen und ja sind für nen Arzt sehr rufschädigend, da sowas oftmals auch in der Ärztekammer aufgenommen wird...

k;atci7x9


@Perser

Aber welcher Arzt würde so ein Gutachten erstellen?

Eine Krähe hackt der anderen ja kein Auge aus.Denke das es an dem Punkt schwierig für den Patienten wird......oder?

Gruß

P+ersexr


In der Ärztekammer nachfragen, es gibt Mediziner die sich darauf spezialisiert haben, in den Krankenakten rumzuschnüffeln und Co. um halt Fehler ihrer "Kollegen" herauszufinden, zudem passt hier dein Vergleich mit den Krähen nicht, denn die Krähen haben keinen Ruf zu verlieren ;-D

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