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Einlauf im Beisein von Mitpatienten?

m0auxs84 hat die Diskussion gestartet


So, mal von anfang an:

Vor ein paar Jahren musste ich im Krankenhaus tagesstationär eine Untersuchung am Darm machen lassen. Die Vorbereitung war die Hölle. Bekam nach der Anmeldung gleich ein Bett in einem der Tageszimmer (je 5 Betten, eine Seite 3 und eine Seite 2), wo Patienten mit völlig verschiedenen Krankheiten/ Problemen untergebracht waren. Leider das mittlere an der Wand mit 3 Betten, also zu jeder Seite eine Mitpatientin. Zu dem Zeitpunkt war von 3 Mitpatientinen auchnoch eine Begleitung im Zimmer. Kurz darauf kamen zwei Krankenschwestern, holten eine Mitpatientin zu deren Untersuchung ab und sagte zu den Begleitungen der anderen 2 Mitpatientinen dass sie bitte für 10 Minuten das Zimmer verlassen sollen da ich nun als Vorbereitung für meine Untersuchung einen Einlauf bekommen soll (war mir schonmal total peinlich dass die anderen das so lautstark erfuhren, und die fingen auch gleich an zu grinsen und guckten mich total doof an). Gleichzeitig brachte schon eine andere Krankenschwester einen Toilettenstuhl und einen rollwagen mit allem drauf was man für einen Einlauf braucht. Mir war das total peinlich, auf beiden Seiten von meinem Bett lag je eine Mitpatientin, also eine kann auf jedenfall den nackten Hintern sehen. Außerdem sollte ich danach dann ja im Zimmer auf den Toilettenstuhl gehen, da es im Zimmer oder sonst in der nähe kein WC gab. Hab mich so geschämt dass ich mich lautstark gewehrt hab und mich weigerte. Die 3 anderen Mitpatientinen haben teilweise richtig fies gegrinst, eine hat sich sogar offen über mich lustig gemacht (soll mich nicht so anstellen, die 1,5L Wasser passen in den fetten Arsch sicherlich noch rein, usw.) Nach langem Diskutieren stimmte die Krankenschwester (sichtlich genervt) zu dass die Vorbereitung in einem Behandlungsraum stattfindet, und wir sind dann in den Behandlungsraum gewechselt. Dort war's mir dann auch nichtmehr painlich. Problem war nur: Nach etwa einem Liter konnte ich es nichtmehr halten. Das war mir dann zwar schon ein bisschen peinlich, aber bei weitem nicht so schlimm wie wenn's im normalen Zimmer bei den Mitpatientinen passiert wäre. Das wäre der totale Horror gewesen. Als ich dann nach der Untersuchung noch für 4 Stunden ins Patientenzimmer musste (zur beobachtung), machten sich die anderen incl. deren Begleitung total über mich lustig. Leider gabs da noch ein Problem: Durch die Untersuchung hatte ich ordentlich Luft im Darm, und dementsprechend andauernd Blähungen, die nicht gerade leide und auch nicht geruchlos waren. Hab mich da sooooooo geschämt, und es war mir echt unendlich painlich. Bei jeder Blähung gab's von den anderen gelächter und fiese Bemerkungen. Die Krankenschwestern haben leider auch nix gegen die Bemerkungen, etc. der anderen gemacht.

Hab mit dem Erlebten immernoch Probleme, obwohl es schon über 5 Jahre zurückliegt, und eine wahnsinns Angst dass mir so ein Horror in einem Krankenhaus nochmal pasieren könnte. Hab vor allendingen Angst mich zu blamieren, bzw. dass mir painliche Dinge passieren.

Naja, und so wie es aussieht muss ich demnächst eine Bauchspiegelung machen lassen... Ist es jetzt immernoch so dass die Vorbereitungen und so im Patientenzimmer gemacht werden? Wird auf die Imtimspheren immernoch so wenig rücksicht genommen? Muss ich noch damit rechnen dass evtl. ein Einlauf im Zimmer im beisein von Mitpatienten gemacht wird, und man dann auch vor denen auf den Toilettenstuhl soll?

Kann mir vielleicht jemand von euch helfen mir die Angst etwas zu nehmen?

Mfg

Antworten
L0eoniempichelxle


maus ich hoffe du hast dich danach beschwert was das für zustände sind in dem krankenhaus.

das geht ja mal gar nicht.

nein normal is das nicht das alle sehen wie dir einen einlauf gemacht werden soll.

hab ich ja noch nie gehört.

ich kann dir zu 99% versichern das dir sowas nicht nochmal passiert.

-=vietnYamexsinx-


@ maus

Du das ist völlig NORMAL! Wohin sollte man denn mit den anderen Patienten, die vielleicht auch Bettlägerig sind? :|N Das funktioniert nicht. Ich habe ähnliches erlebt als ich mein Kind bekommen habe, ich bin stark gerissen und musste täglich Eisbinden bekommen, hoch das Höschen und es wurde mir dann eingelegt von einer Schwester. Ich hatte auch starke Blähungen, warum auch immer..ich konnte sie nicht wirklich "halten" weil mein Schlissmuskel total gerissen war, so furzte ich da rum..war mir auch argh peinlich, aber es ging nicht anders. Weil ich keine kontrolle darüber hatte, normal wenn man pupsen muss, kann man ihn ja so entfleuchen lassen, dass es nicht so laut knallt. Weiss nicht wie ich es anders beschreiben soll, aber es gehört nun mal einfach dazu!

Und einmal war ich im Krankenhaus weil mein Kreislauf nicht mitmacht und ich starke Schmerzen hatte, bekam ich ein Schmerzmittel von dem mir sehr schlecht wurde, ich kotzte nebens Bett, neben mir lag jemand. Ja ist peinlich, aber ist nun mal so, wenns nicht anders geht!

Sollte man sich nicht für schämen!

Als ich einmal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht habe, war dort ein 3 Bettzimmer mit 3 alten Frauen, die eine von ihnen hatte eine riesen offene Wunde an ihren Beinen, es sah fürchterlich aus, wie "zerfressen" sorry für die Wortwahl. Die Verbände mussten täglich erneuert werden und die Bettnachbarn waren auch dabei..

Ich will dir mit meinen eigenen Eindrücken nur vermitteln, dass das was du erlebt hast, völlig normal ist und absoluter Krankenhausalltag.

LyeonaiemicThelIle


es is ja mal was völlig anderes ,

wenn jemand nen verbandwechsel hatt , oder nen schlauch in den Po gesteckt bekommt.

also mal ehrlich.

Klar das die Luft dann wieder raus muss , ist Menschlich und den leuten hätt ich nen spruch gepfeffert..

aber normal is nen einlauf mit zuschauern nicht!!!!!!!!

-pviet)name;sin-


Dann wäre es aber auch unnormal auf den Toilettenstuhl oder Bettpfanne zu müssen, da hat man auch Zuschauer. Es kann nicht jeder sein Extrawürstchen gebraten bekommen. Was ich alles gesehen habe als Praktikantin..da wurden Tamponaden gezogen, auch mit den Bettnachbarn im Zimmer usw. gehört zum Krank sein einfach dazu.

Hier sind wohl eher die blöden Kommentare der Bettnachbarn das Problem..was ich auch nachvollziehen kann. Mir sind solche Leute Gott sei Dank noch nicht begegnet und ich glaube auch das nicht alle Leute so sind.

TlrPibelxla


Das hört sich ja schrecklich an! Da hätte ich auch Panik vor dem Krankenhaus! :|N

Hast du denn vielleicht die Möglichkeit, in ein anderes zu gehen? Oder - gegen Aufpreis - ein Einzelzimmer zu bekommen? Als ich das letzte Mal in einem KH war, hing am Empfang eine Preisliste für Einzelzimmer, Zimmer mit eigenem Bad etc. Ich glaube, mir wäre es das in bestimmten Fällen wert.

E8hemaliCger| Nutz]er (#3^257i3x1)


das ist ein normales Vorgehen, Patiemten werden natürlich nicht rausgeschickt. Die sind genauso krank wie du selber auch. Die meisten Patienten drehen sich dann weg oder gehen von alleine, aber selbstverständlich shcickt man niemanden aus seinem Bett raus ...

BYienex81


Ich hätte mich ebenfalls Beschwert,denn das was dort gelaufen ist, geht gegen die Schamgrenzen,die auch im Krankenhaus beachtet werden müssen,aber leider nicht immer werden. Habe lange im Rettungsdienst und Krankenhaus gearbeitet. Wenn es sich um ein Mehrbettzimmer handelt, dann gibt es Stellwände, diemiteinem Vorhang bezogen sind, sodass man wenigstens die stellen kann und ein wenig Schutz vor den Blicken anderer hat. Die Kommentare egal von wemsie waren, gehen einfach nicht, und definitiv nicht vomPflegepersonal. Das Mehr Leute im Zimmer lagen muss man in der Situation akzeptieren, istmanchmal schwer aber geht nicht anders, was auch nicht geht ist die Anwesenheit von Angehörigen bei solchen Dingen. Das Entweichender Luft ist normal und dagegen kann man nichtsmachen,manchmal hilft es den Mitpatienten etc. einfach kurzn zu erklären woran es liegt.

Ichhabe genügendErfahrungen auf beiden Seiten im Krankenhaus gesammelt, ich kann dir nur sagen, wer dich wenn deine Schamgrenze massiv überschritten wird. Freundlich aber bestimmend. Ich weiss auch dass mancheProbleme nicht geändert werden können, aber einiges bei dem was du schildertest darf nicht sein bezüglich des personals.

Versuch bei einererneuten Untersuchung vorher zu klären, was du tolerieren kannst und was nicht. Aber versuch nicht wegen dem Erlebnis deine Gesundheit schleifen zu lassen, denn der Schuss geht nach hinten los.

Lieben Gruss

Bliehne81


Ups, sorrry habe oben ein wenig falsch gelesen, dieKommentare waren von derBegleitung der Patienten nicht vom personal sorry, aber trotzdem sollten sie nicht ausarten.....

Tnrib5ellxa


An solche Stellwände hatte ich auch schon gedacht, das wäre ja wenigstens etwas gewesen. So viel Zeit sollte doch sein, denke ich. :)z

ZBi5nax 5


@ maus 84

Oh nee - ich fass es nicht. Das würd ich auch als den blanken Horror erleben.

Hoffentlich hast du diesmal mehr Glück mit dem Krankenhaus! @:)

C+on9txo


ich hab einige Jahre auf verschiedenen Stationen gearbeitet, aber was die TE schildert kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, zumal ich auf einer Gastroenteriologie gearbeitet habe wo wir die leute auch abführen mussten.

Unterschied:

@ TE,

wie alt warst du da?

Hast du eine komplette Darmspieglung bekommen oder "nur" eine Enddarmspieglung. Weil mit dem Einlauf ist bei uns nicht routine. die Leute kriegen von uns "Clean prep und Prepacol 2l am Vortag und am Untersuchungstag auch nochmal 2L, damit ist auch wirklich alles rein...

Bei einer Enddarmspieglung reicht normalerweise ein kleines Klysma (ca 100ml - 200ml) aus, warum diese Aktion mit dem Einlauf der Schwestern - wieso überhaupt 2 ??? ? . Was die Krankenchwestern mit dir gemacht haben find ich ja unerhöhrt. Erstmal musst du mit der Untersuchung und Vorbereitung einverstanden sein. Sie hätten vorher erklären müssen was jetzt folgt. Da die Schwestern den Begleitern der anderen Pat. dies geschildert haben, hätte ich nicht so hingenommen. Eine Beschwerde wäre auf jedenfall zur Pflegedienstleitungen gegangen. Bei diesen Mitpatienten die einen beleidigen hätte ich auf Zimmerwechsel bestanden (es ist meist möglich).

Bei diesen ganzen Umständen wäre ich glaub ich vor der Untersuchung wieder gegangen und hätte gesagt "schönen Tag noch, ich geh in ein anderes Krankenhaus. Dazu später einen netten Brief an die PDL, das du dich gerne hier untersuchen lassen hättest, aber mit durch diese Umstände und Informationslosigkeit, Respektlosigkeit bist du ins Konkurrenzkrankenhaus gegangen....

Was denkste was die PDL auf der Station für ein Fass aufgemacht hätte.. Der nächste Pat. wäre dankbar :)

s_unsh4inxey


ist zwar nicht schön, aber so wird das in den krankenhäusern gemacht :-/ ich durfte sechs wochen nicht aufstehen wegen wirbelbruch, tja da bekommt man auch ne bettschüssel zum gross machen........und das vor all den anderen, möcht ich echt nicht nochmal haben :|N

s]unshixney


auch einlauf wurde im zimmer bei den anderen gemacht.

1^Fxenjxa1


@ Maus84:

Das, was du beschreibst, kommt mir nur allzu bekannt vor. Ich habe eine sehr niedrige Schamgrenze, und das ist unter anderem auch ein Grund dafür, dass man mich nur ins Krankenhaus bekommt, wenn ich bewusstlos oder zu schwach bin, um mich noch zur Wehr zu setzen.

Sofern man kein Einzelzimmer hat, kann man leider kaum verhindern, dass so unangenehme Dinge vor anderen Patienten passieren. Da kann man nur hoffen, dass man nette Betnachbarn hat, die sich zu benehmen wissen. :-/ Die OP-Vorbereitungen wurden bei mir bisher immer im Krankenzimmer getroffen. Besonders frech fand ich es bei einer Bauch-OP. Ich hatte in wieser Voraussicht wirklich alles ratzeputz wegrasiert, weil ich nicht wollte, dass das jemand anderes übernimmt. Dann kam ein unfreundlicher Pfleger ins Zimmer und kündigte an, dass er nun meine Haare entfernen wolle. Ich sagte ihm, dies sei nicht nötig, da ich es schon gemacht hätte. "Na, das wollen wir mal sehen" war seine Antwort und er forderte mich auf, unten herum blank zu ziehen. Dann beäugte er vor meinen Bettnachbarinnen viiieeel zu ausführlich meinen Intimbereich, murmelte "Da ist ja wirklich nichts" und zog danach fast schon frustriert wieder ab. >:(

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