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Einlauf im Beisein von Mitpatienten?

MCandairi:neManxgo


Find´s auch nicht in Ordnung, dass die Schwester gesagt hat, dass die rausgehen sollen, da du jetzt einen Einlauf bekommst. Ist das nicht Schweigepflicht? Sie hätte die Angehörigen ohne Begründung rausschicken können. Oder was meint ihr?

S@ilber/monTdauge


Ach, Maus84,

natürlich war das NICHT in Ordnung, was da ablief ! Du konntest laufen, also hätte man von vorneherein den Einlauf woanders verabreichen können. Und irgendwo auf dem Flur gab es wohl eine Toilette. Das hat nichts mit Schamgefühl zu tun. Und ansonsten, ja, die Angehörigen hätten ohne Begründung rausgeschickt werden können / sollen.

Die Bemerkung der Mitpatientin war einfach unterste Schublade. Gibt leider immer gehässige Weiber :-(

Und ich denke, das hat nichts mit dem Alter zu tun sondern damit, wieviel "Benimm" man hat.

Auch hätte die Schwester solche Bemerkungen unterbinden können und sie hätte auch sagen können "wenn Sie nachher Blähungen haben, das ist normal"

Aber wahrscheinlich werden Krankenschwestern/Pfleger mit der Zeit auch abgestumpft :(v

Was aber leider nicht immer geht: eine KrankenSCHWESTER anfordern. Manchmal sind nur Pfleger in

Was man als Mitpatient auch immer machen kann: Augen zu oder sich umdrehen ! Man muß nicht zugucken wenn jemand einen Einlauf, Katheter oder sonstwas in der Art bekommt !

pneps


Ist das nicht Schweigepflicht? Sie hätte die Angehörigen ohne Begründung rausschicken können. Oder was meint ihr?

Ob das eine Verletzung der Schweigepflicht ist kann ich nicht sagen.

Ich kenne das auch nur so, dass der Besuch rausgeschickt wird, aber ohne einen Grund zu nennen.

L?ad1yBlackJxack


Also was ihr hier teilweise so erzaehlt ist ja der Oberhammer... Was habt ihr denn fuer Krankenhaeuser? :|N

Maus, das was du erlebt hast ist nicht normal, wie schon viele Vorredner gesagt haben. Und sollte es dennoch noch einmal passieren, sei dir gewiss, dass du jederzeit ein Recht hast, dich zu beschweren. Und zwingen kann man dich auch nicht zu allem. Allerdings solltest du auch selbst einschaetzen koennen, welche durchaus auch unangenehmen Situationen wirklich notwendig sind.

Ich war auch vor nicht allzu langer Zeit im Krankenhaus. War eine Nasen-OP, mit Spaesschen wie Temponaden ziehen. Das haette ich keinesfalls auf meinem Zimmer machen lassen.

Ich denke, es kommt aufs Krankenhaus an. Wenn du die Wahl hast, informiere dich gruendlich. Frag Bekannte, Verwandte oder belese dich im Internet. Ja, es gibt schlechte Krankenhaeuser. Aber es gibt mindestens genauso viele, in denen du als der Mensch behandelt wirst, der du bist.

Alles Gute. :)*

m]onste,rbxerg


Hallo, da sieht man mal wieder die Ignoranz der Mitmenschen.Aber auch das Personal sollte sich richtig verhalten.Beides ist hier nicht geschehen.

Konsquenz dieses Vorfalls; noch mehr Abneigung und Vorbehalte gegen eine,zugegeben den meisten Menschen,unangenehme Sache.

Einfach abhaken und denken "Dumm,Dümmer am Dümmsten"

Gruß Heinz

D/ie (Lyrxa


Ich bin ehrenamtlich in der Krankenhilfe eines kleineren Krankenhauses tätig und kann nur sagen: Wenn bei uns eine Schwester im Zimmer ist, bittet Sie grundsätzlich die Besucher, das Zimmer zu verlassen, bevor sie irgendwelche Behandlungen beginnt, egal, ob verbinden, Einläufe, was auch immer. Auch ich als quasi-Angestellte muß dann raus. So sollte es eigentlich überall sein. Ich kann nicht verstehen, wie solche Dinge, wie Du sie beschrieben hast, passieren können. Das darf nicht sein.

Daß die Patienten nicht auch noch raus geschickt werden können, ist verständlich. Aber die sollten dann schon auch ein bisschen tolerant sein.

Hoffentlich läuft es das nächste mal besser bei dir.

LG

Die Lyra

_TBlYuLme_


Hallo,

durch meinen Morbus Crohn, die Colitis meiner Schwester und meines Exfreundes und dazu noch die Ausbildung zur Krankenschwester, die meine Schwester gemacht hat, hab ich ne Menge Erfahrung mit Krankenhäusern :-/. Das was Maus beschreibt, habe ich bisher als Normalität feststellen müssen.

Da wird Leuten ein Einlauf gegeben, sie müssen abführen, mitten im Zimmer auf dem Toilettenstuhl sitzen (obwohl jederzeit Besuch reinkommen könnte), man wird im Zimmer untersucht (die normale Untersuchung zur stationären Aufnahme, bei der bei Darmkranken ja auch die rektale Untersuchung dazu gehört), es wird rasiert, Windeln gewechselt, gewaschen, umgezogen usw. Trennwände hab ich noch nie gesehen und das bei 7 verschiedenen Krankenhäusern quer durch die Republik (davon 5, die ich durch meinen Exfreund kennen gelernt hab). Sie scheinen zu existieren, aber meine Schwester sagte, dass eine Krankenschwester gar keine Zeit hat erstmal so ne Trennwand in ein Zimmer zu schleppen, nur um dem Patienten einen Einlauf zu geben, der in ein paar Sekunden erledigt ist. Klar - Besuch wird immer rausgeschickt. Aber trotzdem bekommen die Mitpatienten alles mit. Und wo ist der Unterschied zwischen Besuch eines Mitpatienten oder dem Patienten selber? Beides sind fremde Menschen, denen ich garantiert nicht meinen nackten Hintern zeigen will und deren nackten Hintern ich auch nicht sehen will.

Ich kann diese Zustände nicht verstehen. Beim Hausarzt wird ein - sorry - Geschiss drum gemacht, dass jeder einzeln zum Doc kommt und dass keiner mitbekommt, ob der andere nun Husten, Schnupfen oder beides hat und im Krankenhaus nimmt kein Mensch Rücksicht auf die absoluteste Intimsphäre, die ein Mensch nur haben kann.

Ich habe es bisher immer so gehandhabt, dass ich auf ein Einzelzimmer bestanden hab. Hat auch immer funktioniert (bis auf eine Nacht, in der ich aufgrund eines Notfalls in ein Dreierzimmer ziehen musst), man muss nur sehr unbequem werden. Ich werde mir nämlich auf keinen Fall angucken, wie jemand neben mir auf einem Toilettenstuhl hockt, möchte keine Blähungen anderer Leute hören, niemals sehen wie eine andere im Intimbereich rasiert wird und noch viel weniger möchte ich, dass FREMDE Leute das gleiche von mir mitkriegen (wobei ich noch in dem Alter bin, wo man selber zur Toilette geht und sich auch selbstständig rasieren kann).

Mein Tipp: Mund aufmachen und sich weigern solche Dinge mitzumachen. Ist zwar schlecht für die Krankenschwester, die ja sowieso unter Zeitdruck steht, aber man selbst ist sich da wohl der Nächste.

d#e SäcUhsxin


Hallo,

also, das mit dem Einlauf ist ein ganz normaler Vorgang im Kh. Die anderen im Zimmer sind auch krank u. bekommen auch ihre Behandlungen/Untersuchungen auf dem Zimmer. Das ist nunmal im Kh so. Dass sie so über dich gelästert haben, war nicht in Ordnung, aber seine Mitpatienten(-innen) kann man sich ja leider nicht aussuchen. Wenn man nicht aufstehen kann, muss man auf den Schieber sein Geschäft verrichten. Klar, ist das unangenehm (das war es mir auch), aber was will man machen? Wenn du aufstehst u. dann passiert was, das können die Krankenschwestern auch nicht verantworten! Natürlich verstehe ich, dass es dir sehr unangenehm war, den Einlauf da zu bekommen, aber ich finde, es gibt wirklich schlimmeres! Ich habe z. B. nach meiner Darm-OP auf mein Bett gekackt u. konnte es leider nicht beeinflussen. Außerdem hatten sie mir die li. Pobacke bei der OP verbrannt, zudem hatte ich da auch noch meine Periode u. ich musste JEDEN Tag vor jeder Krankenschwester/Arzt die Hose runterziehen, weil die Wunde versorgt werden musste. Und das selbstverständlich alles im Krankenzimmer mit den anderen Mitpatientinnen. Natürlich war mir das auch die ersten Male sehr peinlich, aber was sollte ich machen? Nach und nach wurde mir das dann immer egaler.

LG!@:)

Britta

tKatxua


Ja, ja.. Krankenhaus ist eben nicht Club Med: ;-D

was maus beschreibt ist schon Alltagsrealität in vielen Krankenhäusern und es ist oft auch nicht anders zu regeln. Ich habe auch schon Einläufe in Mehrbettzimmern bekommen und bin auch über Wochen hinweg mehrmals täglich katheterisiert worden vor Mitpatientinnen. Klar hab ich mich geschämt, aber wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders ;-)

Natürlich kann man immer fragen, ob eine Untersuchung oder Behandlung, die in den Intimbereich geht, in einem geschützteren Rahmen stattfinden kann. Die meisten Pfleger und Schwestern versuchen den Bedürfnisse der Patienten entgegenzukommen soweit es geht.

Die TE hat es ja damals schon geschafft, den Mund aufzumachen und ihr Bedürfnis nach Privatspäre zu verbalisieren, da wird es bei dem anstehenden KKH-Aufenthalt bestimmt auch klappen.

Was dumme Sprüche von Bettnachbarinnen angeht...da hilft zur Not eine ebenso dumme Antwort.

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