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Hämorrhoiden-OP: Wunsch/ Bedenken

N=umxa


Hallo Leidensgenossen,

dann möchte ich auch mal meine Erfahrungen mit der Longo/Stapler mitteilen, damit sich andere Betroffene ein Bild machen können.

Seid der Kindheit habe ich (m,43) mal mehr mal weniger mit Hämos zu kämpfen.

Vor ca 15 Jahren habe ich das erste mal veröden lassen. Dann folgten nach Jahren eine weitere Verödung gefolgt von zwei Analvenenthrombosen, die aufgeschnitten wurden und zur sofortigen Besserung der Beschwerden führten.

Seid ca 4-5 Jahren wandelten sich die Beschwerden in ständiges heraustreten und nässen der Hämohorriden nach dem Stuhlgang, die sich dann vor ca 1 Jahr auch nicht mehr erfolgreich zurückschieben lassen wollten.

Gelegentliche Blutungen hielten sich in Grenzen und führten im meinem Fall eher zum nachlassen der Symptome.

Nach vielen Informationen aus dem Internet entschied ich mich für eine Op nach der Longo/Stapler Methode, welche dann auch vom behandelten Arzt empfohlen wurde, nachdem sich dieser von Hämohorriden 3.Grades überzeugt hatte.

Von der Op selbst habe ich nichts mitbekommen und die Schmerzen direkt nach der Op hielten sich erst mal in Grenzen.

Nach ca 2 Tagen im Krankenhaus kam der erste Stuhlgang mit relativ wenig Schmerzen.

(Ich bekam drei mal am Tag Lactulose und Novamin gegen die Schmerzen)

Die Tamponage war überhaupt nicht zu merken und kam wohl mit dem ersten Stuhlgang heraus.

Allerdings war das erste Wasserlassen etwas mühselig und schmerzhaft und ich hatte danach fast ständigen Harndrang der sich aber bald besserte.

Somit wurde ich nach 5 Tagen aus der Klinik entlassen.

Zuhause wurden die Beschwerden auf einmal wieder schlimmer. Hauptsächlich Druckschmerz am After, so als ob etwas den Darmausgang verstopfen würde (was ja durch den Stuhl auch so war) und teilweise richtige "anale Krämpfe". Erst nach einem Einlauf mit etwas warmem Wasser und erster (gefühlt) vollständiger Entleerung des Enddarms (kam einer Geburt gleich ;-))nach der Op, ging es aufwärts. Allerdings musste ich noch ca 10 Tage starke Schmerztabletten einnehmen, um halbwegs zurecht zu kommen.

Posterisan protect, Ibuflam 600, Novaminsulfon 500 und zwei mal am Tag Tramadol 200. Die letztgenannten haben mich förmlich abgeschossen aber die nächsten Tage erträglich gemacht. Dazu kamen Sitzbäder nach jedem Stuhlgang und auch oft dazwischen mit warmem nicht zu heißem Wasser.

Bin dann von Lactulose auf Flohsamen umgestiegen, die ständigen Blähungen verschwanden und der Darm beruhigte sich langsam.

14 Tage nach der Op begann ich dann behutsam die Medis abzusetzen.

Wohl durch die Tramadol hatte ich leichte Entzugserscheinungen (fühlte sich an wie eine Erkältung ohne Schnupfen).

Erst nach 4 Wochen nach der Op konnte ich wieder arbeiten gehen und weitere 2 Wochen später kann ich nun endlich sagen, dass mein Allgemeinbefinden besser als vor der Op ist.

Nach der Op musste ich teilweise 5-6 mal am Tag zur Toilette, was sich jetzt bei 1-2 mal eingepegelt hat.

Auch der nach dieser Op oft schlagartig auftretende schmerzhafte Stuhldrang hat nachgelassen und ich habe nun immerhin ca 10 Minuten Zeit eine Toilette aufzusuchen. Bin aber optimistisch, dass es noch besser wird…

Also kann ich diese Op bedingt empfehlen! Lasst Euch auf jeden Fall durch einen guten Arzt über die Vor und Nachteile, in eurem speziellen Fall, aufklären und wartet nicht zu lange! :)^

USlt?imuhs


Hallo Numa,

das ist einer der beschwerdereichen Heilverläufe, von denen ich schon sprach, denen andere mit minimalen postoperativen Beschwerden gegenüberstehen. Abhängig ist der Verlauf sicherlich vom Ausmaß (Grad) des Hämorrhoidalleidens und nicht zuletzt von der Erfahrung des Arztes.

Das ist wie bei jeder operativen Behandlung. Im Einzelfall lassen sich immer nur beschränkte Voraussagen machen. Denn alle Voraussagen stützen sich auf statistische Zahlen, die aber gar nichts nutzen, wenn man sich als Einzelfall im negativen Bereich befindet.

Ganz wichtig für einen guten Heilverlauf ist das Vertrauen, das man dem Arzt entgegenbringt. Salopp gesagt: das ist die halbe Miete.

Ultimus

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