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Blinddarm - div. Fragen

HkybridxX99 hat die Diskussion gestartet


Hi,

ich war heute beim arzt wegen magenkrämpfen (gestern). Seit heute ist es umgeschlagen in schmerzen im re. unterbauch. aber nur sporadisch. Ich habe den schmerz vor allem beim hinsetzen und beim laufen. Meine ärztin vermutet das es der blinddarm ist. Kann das sein? ich dachte da hat man andere schmerzen?

Sie meinte es sei noch nicht akut genug um mich ins KH zu schicken. aber nun habe ich totale angst. was ist wenn es ein durchbruch wird daheim? was ist wenn es auf einmal losgeht mit starken schmerzen? ist das gefährlich? kann mir was passieren? ich habe nicht nur angst das mir was passiert solange ich daheim bin, sondern auch das mir während der OP etwas passiert. Wäre meine erste dann.

Momentan im sitzen ist es ein pulsierender schmerz, er kommt und geht weg im 2 sekunden takt ca. Es fühlt sich wie ein druckschmerz von innen an.

Bitte sagt mir, ob es der blinddarm sein könnte? was kann ich tun? ich habe einfach panische angst!

Antworten
MSaur%icGeBLxN


Ist es denn eher weiter rechts?

Du kannst ein Test machen, der ist recht aussagekräftig, obs der Blinddarm ist. Zieh mal das rechte Bein ganz an den Körper und lass dann loß. Wenns da weh tut, dann ist es wohl der Blinddarm.

Kann deine Ärztin nicht verstehen, warum sie es nicht gleich richtig untersuchen läßt, wenn sie es nicht kann dann eben im Krankenhaus. Blinddarm OP ist übrigens eine Routine Eingriff. Da brauchst du keine Angst vor zu haben. Nur würde ich nicht zu lange warten, wenn die Schmerzen schlimmer werden oder du noch andere Magen oder Darmbeschwerden bekommst.

Denn wenn der Blinddarm durchbricht, dann wirds ne Not OP und die ist eher kritisch, als wenn du ohne Stress den Blinddarm entfernt bekommst.

Also geh zur Not, wenn es dich sehr beunruhigt in eine Erste Hilfe Station, die können dir sofort sagen, ob es der Blinddarm ist, auch mit einer Blutuntersuchung.

H~ybri.dX99


hab den test nun im sitzen und liegen probiert -> kein schmerz. Die sache ist, meine ärztin ist sehr kompetent, ich habe auch vertrauen in das, was sie sagt, aber meine psyche, etc sagt eben was anderes. ich bin ein extremer hypochonder und ich habe dann sofort horrorphantasien. ich leide oft unter verstopfung, daher kann es auch kommen, das weiß meine ärztin auch. sie meint sie tippt auf blinddarm (nur gereizt) oder auf einen darminfekt, der sich von selbst regelt (aber sie meint zur unterstützung kann ich perenterol nehmen).

Ich hab mich heute nichtmal getraut was zu essen, falls es schlimmer wird. und meine ärztin sagt, solange ich mit den schmerzen noch normal laufen und alles machen kann, werde ich im KH abgewiesen werden, bzw nach kurzer untersuchung heimgeschickt. Sooo stark sit der schmerz nicht, aber ab und zu pulst so ein schmerz mal schon ziemlich heftig, das ist dann wie ein ziepen innendrin. oder eher wie ein stechen. ansonsten ist es eher ein druckschmerz. und es fühlt sich einfach ganz komisch an.

Aber danke schonmal für deine antwort

MyaurqiceBLxN


Also wenn du eher Verstopfung hast, warum willst du denn Perenterol nehmen??

Also das mit dem Hypochonder-Dasein kenne ich, bin ich auch. ;-) Versuch nicht so an deinen Bauch zu denken, wenn es wirklich schlimmer wird, dann meldet er sich schon von ganz allein, das muss man nicht überwachen (indem man ständig drauf achtet meine ich).

Ich würde dann erstmal die Nacht abwarten und sehen wie es morgen ist, und iß ruhig was, das schadet nicht, sonst fühlst du dich noch schlapper und das macht einem dann noch mehr Angst.

Und du wirst im Kankenhaus übrigens nicht abgewiesen, wenn du da selbst hinläufst. Man muss doch nicht erst halb tot mit dem Rettungswagen in die Notaufnahme, damit die einen behandeln. Also da hast du ein etwas falsches Bild.

Wenn du Beschwerden hast und die werden stärker, dann sind die für dich da, besonders abends oder nachts, wenn dein Hausarzt nicht erreichbar ist.

MBintxon


Hallo,

weiß ja nicht, wie mittlerweile der aktuelle Stand bei dir ist, aber möchte mal von mir berichten.

Es müssen nicht immer zwangsläufig alle typischen Symptome für eine Blinddarmentzündung auftauchen. Bei mir war es z.B. recht lange sehr atypisch. Ich habe immer mal wieder richtige Bauchkrämpfe gehabt, die im Oberbauch begannen und sich dann im re Unterbauch fortsetzen. Mal hatte ich dabei Schweißausbrüche und mal nicht. Wenn ich Stuhlgang hatte, ging es mir oftmals besser. So schnell wie die Bauchschmerzen da waren verschwanden sie auch oft wieder. Da ich immer sehr empfindlich reagierte, wenn beim Abtasten im rechten Unterbauch eine bestimmte Stelle getroffen wurde (unabhängig davon, ob die Schmerzen mal gerade vorhanden waren oder wieder weg waren), schickte mich meine Ärztin mit Verdacht auf Appendizitis ins Krankenhaus. Sie konnte den Blutwert nicht schnell genug bestimmen, der für eine Appendizitis wohl ein deutlicher Indikator ist (sog. CRP-Wert) und meinte es würden gleich auch noch weitere Untersuchungen gemacht, die helfen das Ganze auszuschließen.

Im Krankenhaus wurde ein Ultraschall gemacht, welches ohne Befund blieb. Alle Blutwerte waren top (insbesondere der CRP-Wert und die Leukozyten). Urin war auch okay. Fieber hatte ich 37,2° also da vielleicht minimal erhöht. Beim Abtasten kein typischer Loslassschmerz oder andere Dinge, nur bei Druck auf den re Unterbauch bei einer bestimmten Stelle ein richtig stechender Schmerz. Konnte wieder nach Hause gehen, worüber ich sehr glücklich war, denn ich bin ein Riesen-Schisser.

Dies wiederholte sich so noch 4x innerhalb von 1 Jahr. So richtig sprach eigentlich nie etwas für den Blinddarm, zumindest nicht von den Werten. Einige Male legte mir meine Ärztin schon nahe eine Bauchspiegelung machen zu lassen, um endlich Gewissheit zu bekommen, was die Schmerzen, die übrigens in immer kürzer werdenden Abständen kamen, immer wieder auslöst. Nur habe ich es aus Angst vor einer OP nicht machen lassen.

Letzte Woche traten die Probleme wieder auf. Nachdem meine Ärztin mich bzgl. einer OP 4 Tage bearbeitet hat und ich weitgehend nüchtern bleiben musste, war ich letzte Woche wieder im Krankenhaus. Alle Werte waren wieder top, nur das Abtasten im rechten Unterbauch war bescheiden. Dies fand die Oberärztin mittlerweile bei meinem 5.Besuch in so kurzer Zeit auffällig. Auch sie riet unbedingt und schnell zu einer Bauchspiegelung um der Sache auf den Grund zu gehen. Ich hatte tierische Angst, da ich noch nie operiert wurde. Angst vor allem vor der Narkose. Natürlich fallen einem bei so etwas nur alle negativen Sachen ein, die man bisher gehört hat. Ich hatte ein sehr langes gespräch mit der Anästhesistin, dies sehr verständnisvoll war und auf meine Ängste einging, ebenso wie die Oberärztin, die mich auch direkt am Morgen darauf operierte. Ich wurde mit einer minimal-invasiven Operationsmehthode (sog. Schlüssellochchirurgie) operiert. Nun habe ich drei Nähte, eine am Bauchnabel, eine am linken Unterbauch und eine am rechten Unterbauch.

Das Ergebnis war zum große Erstaunen übrigens ein entzündeter Blinddarm, der noch Verwachsungen aufwies. Bei mir war das mittlerweile chronisch und höchste Eisenbahn wie die Ärztin sagte.

Ich kann alle da draußen beruhigen, die Angst vor einer solchen OP haben. So viel Angst wie ich hatte, kann keiner haben und ich habe es auch überlebt und das sogar sehr gut bis jetzt. Ich habe nach der OP nicht ein Schmerzmittel nehmen müssen und kaum was gespürt. Erst dachte ich, man hätte mir einfach nur 3 Pflaster auf den Bauch geklebt. Noch am OP-Tag musste ich aufstehen und etwas gehen (in dem Fall zur Toilette) um das HKS in Schwung zu bringen. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich später im Aufwachraum jedem gedankt habe und öfter "hurra, ich lebe noch" gesagt habe. Es war wirklich nicht schlimm und für mich die allererste Operation. Ich wurde am 4.Tag nach der OP entlassen. Eigentlich sollte ich schon einen Tag eher entlassen werden, aber da stimmten meine Blutwerte noch nicht.

Nun kommt für mich die nächste Hürde: Fäden ziehen. Auch davor habe ich selbstverständlich Angst. Denn ich weiß nicht, ob das wehtut oder ob danach was aufplatzen kann und und und. Man macht sich eben doch viele Gedanken. Aber ich habe auch eine Ärztin, die mich kennt, mich beruhigen kann und der ich vertraue. Sie war während der ganzen Zeit übrigens die Einzige, die immer wieder gesagt hat: "Ich bin mir sicher, das ist der Blinddarm." Auch wenn ich das nicht hören wollte... Ich hoffe, es geht am Montag alles gut und der Heilungsprozess verläuft weiterhin so gut.

Ich hoffe, ich konnte damit allen anderen, die vielleicht aktuell in selber Situation sind etwas Mut zusprechen. ;-)

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