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Trotz längerer Einnahme von Ppi eine Speiseröhrenentzündung

P:atri\cVk3x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Da ich mir im Moment nicht anders zu helfen weiß und schon viel ausprobiert habe versuche ich es mal auf diesem Weg und hoffe das mir jemand von euch weiterhelfen kann oder ein paar Tips für mich hat.

Ich hab schon seit mehreren Jahren Probleme mit Sodbrennen. Bis jetzt hat es immer geholfen Omeprazol zu nehmen.

Nach 2-4 Wochen konnte ich diese Tabletten absetzen und hatte dann auch keine Probleme mehr.

Seit Oktober 2009 bin ich gezwungen PPI täglich zu nehmen. Sobald ich die Tabletten absetze hab ich nach ein paar Tagen wieder starke Beschwerden (Sodbrennen) Ich hab schon mehrere Magenspiegelungen hinter mir. Es wurde ein großer axialer Zwerchfellbruch festgestellt (6cm) und eine Speiseröhrenentzündung. Vor 2 Monaten hab ich im Krankenhaus eine PH-Metrie (24h) gemacht. Ich musste für die Untersuchung Omeprazol absetzen und Talcid nehmen. Ging eigentlich ganz gut. Ich würde sogar sagen ich hatte mit Talcid was das Sodbrennen Problem betrifft den gleichen Erfolg wie mit Omeprazol. Bei der PH-Metrie wurde nichts schlimmes festgestellt. Nur das ich eine sehr empfindliche Speiseröhre habe.

So jetzt zu meinem eigentlichen Problem: Druckgefühl + Brennen im Oberbauch/Unterhalb des Brustbeins.

Mit den PPI bekomme ich das Sodbrennen super in den Griff. Doch das schlimmste sind die oben genannten Oberbauchbeschwerden die ich seit Oktober 2009 habe. Ich habe verschiedene PPI genommen wie z.B. Pantoprazol, Nexium, usw. Die Beschwerden gehen leider nicht weg. Ich trinke genug am Tag, trinke keinen Alkohol, rauche nicht und meide scharfes Essen. Ich frag mich nur warum ich diese Beschwerden habe und an was es liegt. An den PPI kann es nicht liegen. Die hab ich bis jetzt immer gut vertragen und wo ich vor kurzem die PPI abgesetzt habe hatte ich die Oberbauchbeschwerden trotzdem. Meint ihr es liegt an der Speiseröhrenentzündung? Ich mach mir da echt Sorgen. Ich nehme schon solange die PPI und die Speiseröhre ist trotzdem immer leicht entzündet. Ist es vielleicht schon akut? Laut Internist gibt es gegen eine Speiseröhrenentzündung nichts anders außer die PPI. Stimmt das? Wenn ja, wie soll ich jemals diese Entzündung wegkriegen? Von einer OP wurde mir auch abgeraten.

Evtl. liegt es auch an der Psyche... Ich mar mir schnell Sorgen und muss seitdem ich die Beschwerden habe oft daran denken. Man kontrolliert mit der Zeit der Körper und check nach ob man gerade Beschwerden hat oder nicht.

Auf jeden Fall kann es so nicht weitergehen. Ich gehe schon seit über 7 Monaten mit Schmerzen in die Arbeit (so gut wie täglich)

Hat vielleicht jemand ähnliche Beschwerden und kann mir weiterhelfen?

Vielen Dank im voraus!

Patrick! *:)

Antworten
FYorgesron


Hallo Patrick,

aus Ihrer Schilderung sind 2 Problemkreise zu erkennen:

1. Nahrung,

2. Protonenpumpenhemmer.

Sie sollten nicht nur auf scharfe Nahrung, sondern auch auf fettreiche und saure Nahrung verzichten. Genußmittel wie Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol und Rauchen müssen gleichfalls tabu sein. Es müssen 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht getrunken werden, und zwar 30 Min. vor und 2 1/2 Stunden nach den Mahlzeiten.

Protonenpumpenhemmer können kurzzeitig eingenommen werden, um eine Speiseröhrenentzündung zu heilen, aber nicht längerfristig. Die Einnahme dieser Medikamente muß mit der o.a. Ernährung abgestimmt werden.

Nach Abheilung und fortgesetzter Einnahme ist mit einer weiteren Beeinträchtigung der Verdauung zu rechnen, weil auch das für den Verdauungsprozeß notwendige Bikarbonat unterdrückt wird.

Sollte nach Abheilung wegen zunächst nicht genau zu rekonstruierender Gründe wieder Sodbrennen auftreten, kann auf Natriumhydrogencarbonat zurück gegriffen werden.

Sollte eine Erweiterung des Schließmuskels zwischen Speiseröhre und Magen vorliegen, ist viel Eiweißkonsum anzuraten.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

P_atrVixck30


Danke für Ihre Antwort:

Zur Nahrung:

Ich trinke keinen Kaffee, keinen Alkohol, keinen Schwarzen Tee und rauch auch nicht.

Und trinke am Tag ca. 3liter Wasser (still, ohne Kohlensäure)

Das mit der Sauren Nahrung ist so eine Sache (kenn mich da nicht so ganz aus)

Aber ist es verkehrt Semmeln (Lauge), Milch, Kuchen, Eier, Fleisch, Salz und Zucker zu essen?

Ich esse so gut wie nichts mehr was den Magen belastet aber wenn ich diese oben genannten Sachen auch nicht mehr Essen darf frag ich mir ehrlich gesagt was dann? Man will doch auch ein bisschen leben und nicht immer nur zurückstecken. Die Ärzte sagen immer nur: Die Tabletten (PPI) machen das schon, mit der Zeit müsste die Entzündung an der Speiseröhre abheilen. Aber leider nicht. Die Entzündung ist zwar nur leicht trotzdem macht sie mir Probleme und Beschwerden (Brennen + Schmerzen) Manchmal wünsch ich mir eine OP. Ich darf so gut wie nichts mehr Essen oder Trinken. Immer muss man darauf achten was man isst und wieviel. Auf Dauer eine echte Belastung.

F5orgexron


Hallo Patrick,

gemessen an Ihrem angegebenen Wasserkonsum müßten Sie rd. 100 kg wiegen. Wenn nicht, sollten Sie sich darüber klar werden, daß Sie wertvolle Mineralstoffe ausscheiden. Eine Orientierung an der von mir gegebenen Faustregel ist empfehlenswert.

Anscheinend unterliegen Sie einer Fehlbeurteilung, wenn Sie meinen, es käme in vorliegendem Falle auf die Belastung des Magens an und die von Ihnen angegebenen Nahrungsmittel infrage stellen. Sie sind aber säurebildend, wenn ich von Milch absehe.

Damit verschärfen Sie aber Ihr Problem.

Sie müßten überwiegend basische Nahrung aufnehmen (80% Obst und Gemüse - saures Obst ausgespart - aber nur 20 % übrige Nahrungsmittel). Nicht sauer sind lediglich Bananen, Feigen und Datteln. Unreif geerntetes Obst ist sowieso immer sauer. Dazu zählen alle importierten Südfrüchte.

Daher mein Rat:

Beschränken Sie Weißmehlprodukte wie von Ihnen angegeben und tauschen Sie diese mit Getreideprodukten mittleren Ausmahlungsgrades (Typen 1050/1150) aus und beschränken Sie eiweißreiche Nahrungsmittel auf 0,5 g pro kg Körpergewicht, bei Sport 0,8 g.

Hiernach müßten Sie wieder langsam ins Gleichgewicht kommen, um danach hin und wieder von Ihren vermeintlich unverzichtbaren Genüssen konsumieren zu dürfen.

Sie sind auch etwas falsch gewickelt, wenn Sie annehmen, daß es eine Belastung sei, auf bestimmte Nahrungsmittel verzichten zu müssen, wobei ich Ihnen zugebe, daß die Umstellung schon schwierig sein kann. Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Erst wenn Sie sich wieder an natürliche Ernährung gewöhnt haben, werden Sie krank machende Fehlernährung als solche erkennen und gesund bleiben.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

Phat4ricpk30


Nochmals Vielen Dank für Ihren Rat und für Ihre Hilfe!

Ja, ich wiege 105kg bei einer Körpergröße von 2,05m.

Zum Thema Getränke:

Dann kann ich neben dem stillen Mineralwasser auch noch Milch trinken oder?

Und ist es ein Problem wenn diese Getränke zu kalt sind oder die Milch zu heiss?

Zum Essen:

Dann werde ich auf jeden Fall Bananen essen (schmecken mir sehr gut)

Und viel Gemüse. Bei uns in der Firma gibt es viele Salate.

Nur ohne Dressing schmecken sie nicht so gut.

Ist es ein Problem wenn ich ein fertiges Joghurtdressing dazuesse?

Und wegen den Getreideprodukten 1050/1150:

Ich hab mal im Internet danach gesurft und mich erkundigt.

In der Firma haben wir Roggensemmeln, usw. Nur weiß ich leider nicht aus welchem Mehl.

Gibt es eine Möglichkeit das herauszufinden? Oder muss man in der Bäckerei nachfragen?

Aber auf jeden Fall besser wie Weißmehl und Brezen würde ich sagen oder?

Fyorager;on


Hallo Patrick,

Sie sollten Normalgewicht anstreben, weil Übergewicht ein Negativfaktor sein kann.

Milch ja, aber nicht zu heiß und nicht zu kalt.

Dressing kann schädlich sein (Essig usw.). Bevorzugen Sie besser Gemüse statt Salate. Letztere haben ohnehin keinen allzu großen Nährwert.

Joghurt ist sauer. Es schmeckt nur nicht sauer, wenn es gezuckert ist.

Roggensemmeln können ebenso wie andere Weißmehlprodukte einen niedrigen Ausmahlungsgrad haben. Semmeln sind ohnehin bestenfalls zu 1/3 mit Vollkornmehl bestückt. Die dunkle Farbe wird oft durch Malz erzeugt.

Zur Frage eines mittleren Ausmahlungsgrades (Mehl-Typ) ist es im allgemeinen ein Problem, von unkundigen Bäckereiverkäuferinnen eine befriedigende Antwort zu bekommen, es sei denn, man bliebe hartnäckig und verlange Einsicht in die lt. Lebensmittelgesetz vorzulegende Zutatenliste oder begehre bei dem Backbetrieb selbst nachzufragen.

Mehlsorten im Einzelhandel sind stets ausgewiesen. Reformhäuser oder Naturkostläden bieten dazu eine gute Auswahl, auch was Brote anbelangt. Bei Nudel sollte auf den Typ "Semola" geachtet werden.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

teatiuxa


Äh, Entschuldigung, aber woran sollte man erkennen, ob der TE Übergewicht hat?

Diese Frage kann eh nicht pauschal nur mit der Angabe von Gewicht und Größe beantwortet werden, weil das Verhältnis von Muskel-und Fettmasse relevant ist. Gerade bei grossen Männern versagt die Tabelle gerne mal.

Aber selbst wenn man die Pauschalberechnung zur Hilfe nimmt stellt ein BMI von 25 kein Übergewicht dar sondern liegt noch im Optimalbereich.

Lass dich nicht ins Bockshorn jagen Patrick... *:)

LG, Tatua

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