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Was tun bei einer Speiseröhrenentzündung? (Schmerzen trotz Ppi)

Zseitmazschxine hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich heisse Patrick, bin 30 Jahre alt und habe seit fast einem halben Jahr täglich Beschwerden im Brustbereich (Oberbauch). Meistens ist es ein drückender oder brennender Schmerz der ziemlich unangenehm ist.

Bei mir wurde schon vor Jahren ein großer Zwerchfellbruch festgestellt (ca. 6cm). Bei Sodbrennen hat es bis jetzt immer geholfen Omeprazol (40mg) zu nehmen. Nach 1-2 Wochen hatte ich keine Beschwerden mehr und konnte Omeprazol ohne Probleme absetzten. Im Moment nehme ich seit fast einem Jahr täglich Omeprazol 40mg. Wenn ich es absetze hab ich nach spätestens 3 Tagen wieder starkes Sodbrennen. Was aber mein grösstes Problem ist: Trotz der Einnahme von Omeprazol leide ich täglich an den oben genannten Schmerzen (drücken oder brennen im Brustbereich/Oberbauch) Und trotz der PPI wurde auch eine leichte Speiseröhrenentzündung festgestellt. Ich bin mir nicht sicher denke aber das diese Schmerzen von der Speiseröhrenentzündung ausgehen. Laut Ärzten müsste diese Entzündung nach Einnahme der PPI verschwinden. Tut sie aber leider nicht. Mittlerweile hab ich Angst das die Entzündung chronisch werden könnte. Und ein Leben lang PPI einzunehmen halte ich auch nicht für die beste Wahl.

Und bei der Ernährung bin ich mir auch nicht sicher. Wenn ich im Internet Tips zur Ernährung will schreibt jeder etwas anderes. Das man Kaffee, Cola, Alkohol, scharfes und fettiges Essen meiden soll weiß ich. Und daran halte ich mich auch. Bringt es was wenn ich mich hauptsächlich basisch ernähre? Oder hat eine Basische Ernährung nur was mit einer Übersäuerung des Magens und somit nichts mit Sodbrennen zu tun? Liegt es vielleicht an der homegenisierten Milch die ich gerne trinke?

Wenn es an meiner Ernährung liegt stell ich diese gerne um. Obwohl ich denke das ich schon das meiste was schadet weglasse. Vielleicht bin ich auch an dem Punkt angelangt wo eine OP am sinnvollsten wäre (ist aber der letzte Schritt, zuerst versuche ich alles andere).

Im Moment trinke ich nur: Stilles Wasser (ohne Kohlensäure), Milch, Kaba, Kamillen/Kräuer Tee, Grüner Tee.

Wäre nett wenn mir jemand weiterhelfen könnte der sich auskennt oder ähnliche Problem hat/hatte.

Gruss

Patrick

Antworten
Z&eit`maschixne


PS: Die Schmerzen kommen meistens erst im Laufe des Tages.

In der Früh wenn ich aufstehe geht es mir eigentlich ganz gut.

Und wenn ich mich entspanne und ein heisses Bad nehme bin

ich auch so gut wie beschwerdefrei. Können das auch Krämpfe sein?

JqundaOlia


Ist bei mir alles weg, seitdem ich kein Getreide, in welcher Form auch immer zu mir nehme. Und ich habe auch eine Hernie, so groß wie ein Scheunentor. Das ist ja nicht kleiner geworden, aber der Reiz im Magen, so viel Säure "auf den Markt" zu schmeißen, ist verschwundenund reduziert offensichtlich das Hochschwappen der Säure in die Speiseröhre.

Diese Erfahrung teile ich mit vielen Menschen, die sich auch nur noch LOGIsch ernähren, in entsprechendem Forum auch nachzulesen.... Ist doch komisch, welchen positiven Effekt so etwas haben kann und letztendlich welch ein Irrtum der Mediziner, mit Tablettenhämmern nur die Säure totschlagen zu wollen, in der Annahme, dann wird alles gut....

Schleimhäute kann man gut regenerieren, indem man mal eine Kur mit Infi-Arsenicum Tabletten macht. Täglich 3 x 2 Tabl. nehmen, eine Packung reicht in der Regel aus.

FMorgveKron


Hallo Zeitmaschine,

da Sie Omeprazol schon rd. 1 Jahr einnehmen, also die empfohlene Dauer von 14 Tagen wesentlich überschritten haben, sollten Sie sich klar darüber sein, daß damit auch das wichtige Bikarbonat, welches im Magen normalerweise gebildet wird, der Unterdrückung anheimfällt. Damit verschlechtert sich der gesamte Verdauungsprozeß, da die basophilen Organe darauf verzichten müssen.

Es fragt sich, ob Sie vielleicht zuviel Salz konsumieren (mehr als 3-6 g ?).

Wichtig wäre, 30 Min. vor den Mahlzeiten 1 Glas Wasser (250 ml) zu trinken.

Grüner Tee ist infolge seines Coffeins (Teeins) genau so schädlich wie Kaffee.

Sie müßten daher dafür sorgen, daß sich der Verdauungsprozeß wieder normalisiert (Bikarbonatproduktion). Wenn in der Übergangszeit Sodbrennen auftreten sollte, gehen Sie dies besser mit Natirumhydrogencarbonat an (ca 1 g). Wenn es nach einer Weile nichts nützt, kann 1/2 Portion nachgeschoben werden. Dann müßte Ruhe sein.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

J3undaOlixa


Ich würde wirklich einmal ein Ernährungsprotokoll führen, einige Tage mal kein Getreide essen, einige Tage keine Milchprodukte, keine zuckerfreien Bonbons, Kaugummis etc.

Einen Tag mal nur Eier und Gemüse essen, oder Reis mit bestimmten Gemüsen, wenn diese Dinge gut vertragen werden, nach und nach das übliche wieder zuführen. Und wo es dann wieder zu Unverträglichkeiten kommt, diese Dinge wieder weglassen.

Kippe ich mir dauernd Basenpulver rein, vergewaltige ich damit den Körper ebenso. Dadurch (ich muß nur mal logisch denken) bekommt der Magen den Impuls, ha, Base muß ich mit ein wenig Säure ausgleichen, ein Teufelskreis.

Lieber sollte ich jeglichen Sachen weglassen, die ein saures Milieu schaffen, zum Beispiell Zucker.....

Z[eitmIaschinxe


Danke für euire Antworten!

@ Forgeron

Zuviel Salz konsumiere ich nicht. ;-)

Darf ich fragen warum es wichtig ist vor den Mahlzeiten ausreichend zu trinken?

Wegen dem Grünen Tee: kein Thema dann lasse ich den weg.

Aber insgesamt Kräuter Tee's dürften nichts ausmachen oder?

Und zum Natirumhydrogencarbonat:

Ist das auf Dauer auch schädigend und nicht gut für den Magen wie Omeprazol?

Bin mir nicht sicher denke aber das mein Arzt mal was davon gesagt hat.

Also das man auf Dauer den Magen damit extrem reizt oder ähnliches.

Und weil Sie von "gramm" schreiben. Ist das ein Pulver? oder sind das Tabletten?

@ Jundalia

Das werde ich auch machen mit Hilfe der LOGI-Methode denke ich. ;-)

Und zum Basenpulver: Meinst du damit das Natirumhydrogencarbonat?

FEorg,eroxn


Hallo Patrick,

ausreichend zu trinken, ist die Voraussetzung für sämtliche Körperfunktionen, nicht zuletzt bei einer Speiseröhrenentzündung (30 ml/kg).

Kräutertee ist ok.

Natürlich ist jede Medikation nicht gerade förderlich. Jedenfalls ist Natron günstiger als Protonenpumpenhemmer, weil es, wie aus meiner vorherigen Stellungnahme ersichtlich, Bikarbonat nicht unterdrückt, sondern in seiner Eigenart als Basika die Magensäure zu relativieren vermag und fehlendes Bikarbonat ausgleicht Im übrigen bleibt die Säure bei Protonenpumpenhemmern im Körper, während sie bei Natron zu 90% ausgeschieden wird. Natron gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Am besten wäre solches mit Mineralstoffanteilen. Schauen Sie deswegen in einer Drogerie nach. Es empfiehlt sich 1 g als Tablette und 1/2 Tablette, falls keine Besserung eintritt, nachzuschieben.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

JSunFdalixa


Wenn ich Zitrusfrüchte esse (die ja Säure enthalten) reagiert der Magen basisch. Führe ich ihm basische Dinge zu, wird physiologisch die Säurebildung angeregt. Das lernt man im 1. Semester in der Physiologie.

Selbst wenn das Natriumbikarbonat als Natrium wieder ausgeschieden wird – es ändert nichts daran, dass der Körper mit Säurebildung reagiert. So ist die Natur des Menschen ausgelegt.

Wenn man aber dem Körper ständig ein Nahrungsmittel zufügt, was er eigentlich nicht verträgt – und der Körper dies versucht, durch mehr und mehr Säure zu zerlegen, um es doch noch für den Körper verwertbar machen (was nicht gelingt, aber die Säureproduktion ins Übermaß anregt), muß man sich nicht wundern.

Der Magen reagiert im wahrsten Sinne des Wortes sauer, weil ihm so etwas "angedreht" wird.

Warum also den Körper weiter vergewaltigen mit Dingen , die er in Wirklichkeit nicht mag (und somit nicht braucht) ???

Ich persönlich halte nichts davon, dann Natriunicarbonat (ein ernsthafter Arzt wird das nie empfehlen), Basica etc. "einzuwerfen", nur um dann zeitweise Ruhe vor Säureattacken zu haben.

Unser Körper braucht in der Regel kein Basica. Mit viel Obst und Gemüse erreicht man das besser und letztendlich muß sich die Niere auch noch mit solch vermeintlich guten Pülverchen ausscheidend abgeben. Aber letztendlich ist es ein Eingriff in den Körper, wo die normale Physiologie gestört wird.

Wirkliche Entgleisungen mit aussergewöhnlichen pH-Abweichungen sind lebensbedrohlich, werden auf Intensivstationen behandelt.

Es hat nicht im Entferntesten etwas mit der Magensäurebildung zu tun.

Z?ei9tmavsch%ixne


@ Forgeron

Genug trinken ist kein Problem. Das dürfte ich locker schaffen. Was ich aber wissen wollte: Warum ist es wichtig eine halbe Stunde vor den Mahlzeiten zu trinken? ;-) Und wegen dem Natron: Am besten ist es denke ich die Ernährung erstmal so umzustellen bis man kein Sodbrennen mehr hat. Also auf Lebensmittel & Getränke verzichten die Sodbrennen auslösen und schlecht für den Magen sind. Vielleicht regeneriert sich mein Magen so und ich kann komplett auf Medikamente verzichten. Morgen hab ich einen Termin bei einer Ernährungsberaterin. Dort werde ich mir einige Tips holen.

@ Jundalia

Danke für diese genaue Erklärung. Und weil du das mit dem vergewaltigen vom Körper angesprochen hast.

Es gibt ja die Möglichkeit einen Milch- und Fruchtzuckertest zu machen. Da ist bei mir übrigens der Fruchtzuckertest schlecht ausgefallen. Was ich aber noch fragen wollte: Gibt es noch eine andere Möglichkeit herauszufinden was der Körper nicht verträgt? Eine Art Allergietest für den Magen z.B.? ;-)

Fcorgrerxon


Hallo Patrick,

in Beantwortung Ihrer Rückfrage:

Mit einem 30 Minuten vor den Mahlzeiten liegendem Wasserkonsum werden die Magenschleimhäute innen und außen auf die zu den Mahlzeiten erfolgende Magensäurebildung vorbereitet, um zu verhindern, daß die Magenwand geschädigt wird, um es - hoffentlich - allgemein verständlich auszudrücken.

Natron einzunehmen kann natürlich nur für den Notfall gelten und nicht, wie Judalia unterstellt, für den Normalfall.

Zu deren Aussage, dies würde kein ernsthafter Arzt empfehlen, darf ich auf den Autor und praktizierenden Arzt Dr. Michael Worlitscheck als Autor des Buches "Praxis des Säure-Basen-Haushalts" verweisen, welchem Judalia, wenn ich es richtig einschätze, einige über deren schulmedizinische Weisheiten hinaus gehende Einsichten gewinnen dürfte, falls sie/er sich die Mühe machen würde, es zu studieren.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

KQirst7enRuPdolf


Hallo Patrick,

bin beim Stöbern auf dein, nun schon fast 5 Jahre zurückliegendes Probelm gestoßen.

Bei mir stellt es sich genau so dar, wie bei dir. Ich wache auch morgens auf, und im Laufe des Tages wird das Brennen/Druck in der Speiseröhre zunehmend stärker.

Hast du dieses Problem in den Griff bekommen? Und wenn ja, wie?

Grüßle

Kirsten

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