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Speiseröhrenentzündung mit Schmerzen,Grad verschlimmert?

j+ulJemxi hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nach einer mehrwöchigen Kehlkopfentzündung (die nicht ausheilen wollte) wurde bei mir eine Magenspiegelung Ende April durchgeführt. Das Ergebnis ist ein kleiner Zwerchfellbruch mit Speiseröhrenentzündung 1.Grades.

Nehme jetzt seit 2einhalb Wochen Pantoprazol. Morgens 20mg und abends auch nochmal. Ganz weg ist das Sodbrennen aber immer noch nicht. Gibt Tage das geht es besser und Tage da geht es schlechter.

Das einzige was mich schmerzte war mein Hals. Seit gestern jedoch habe ich auch Schmerzen im Bereich des Brustbeines (meine Mutter hat sich eh immer gewundert das ich es nur am Hals gemerkt habe). Meine Frage ist nun, kann ich davon ausgehen das sich der Grad verschlimmert hat? Mein Arzt konnte mir da auch nicht helfen.

Soll die Tablettendosis jetzt steigern und je 40mg morgens und abends nehmen, was ich echt nur ungern tue. Möchte diese Tabletten eigentlich nicht auf Dauer nehmen, aber die Entzündung muß ja irgendwie weg. Habe auch an eine OP gedacht, aber da wird einem eher abgeraten.

Eine Freundin hat mir von Metabolic erzählt. Kennt das jemand von Euch?

Eigentlich ist das ja fürs abnehmen gedacht (was ich nicht brauche 1,74m bei 56kg), aber sie hat gemeint vielleicht würde es mir trotzdem helfen, da anhand des Blutbildes, Lebensmittel die der Körper braucht bzw. welche man verträgt bestimmt wird.

Was haltet ihr davon?

Ist vielleicht ein Heilpraktiker noch eine Alternative?

Ich würde wirklich alles probieren, nur um nicht mein Leben lang diese Tabletten zu nehmen. Bin doch erst 34 und für mich ist das ganze so unverständlich, da ich das ganze von heut auf morgen bekommen habe und für die Ärzte ist das "Sodbrennen" doch eh nichts schlimmes. Das einem das aber ganz schön auf die Psyche geht wenn man nichts mehr essen kann, sehen die gar nicht.

Man sagt doch zu jemanden der sein Bein gebrochen hat auch nicht, "ja das ist halt so, dann laufen sie halt einfach nicht mehr". Dieser Mensch bekommt dann doch auch eine Behandlung (Gips). Warum nimmt man uns nicht ernst?

Fragen über Fragen und ich freue mich auf Antwort!

Jule

Antworten
FRorg8eron


Hallo Julemi,

obwohl Sie bereits Untergewicht haben, sollen Sie mit Metabolic also noch abnehmen? Was soll der Quatsch?

Sie sollten sich besser an eine mittelfristige Einnahme des verschriebenen Medikamentes halten, die ca. 4 Wochenh nicht überschreiten sollte.

Während dieser Zeit und darüber hinaus müßten Sie sich an eine säurearme Kost halten und keine Genußmittel zu sich nehmen sowie ausreichend Wasser zu trinken (30 ml/kg).

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

joule~mfi


Hallo,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Abnehmen will ich natürlich keinenfalls. Werde mich nun an einen Heilpraktiker wenden, da meine Schmerzen im Bereich Brustbein immer noch nicht besser sind, obwohl ich die Dosis seit 6 Tagen erhöht habe (morgens 40mg Pantoprazol und abends auch nochmal) Sodbrennen habe ich teilweise immer noch. Kann es sein das die Tabletten bei mir nicht ansprechen? Trinke ausreichend und esse auch säurearm. Rauche nicht und trinke weder Kaffee noch Alkohol. Verstehe das ganze nicht, es müßte doch besser werden.

Aber wie gesagt, die Schmerzen im Brustbein sind immer noch da.

Desweiteren habe ich die 4 Wochen bald voll und bin nun wirklich etwas hibbelig was ich noch tun soll?

Jule

F!o|rgherxon


Hallo Julemi,

mit dem Protonenpumpenblocker wird die Magensäurebildung zwar zu 75% reduziert, verbleibt aber im Körper.

Gleichzeitig wird das im Magen gebildete Bikarbonat unterdrückt, welches für eine zügige Verdauung aber unerläßlich ist.

Wenn Sie daher das Gefühl haben, daß der Nahrungsbrei nicht rechtzeitig weiter transportiert wird, könnten Sie einen Auslaßversuch mit dem Protonenpumpenhemmer auf eigene Verantwortung riskieren und stattdessen im akuten Falle Natriumhydrogencarbonat oder Heilerde einsetzen. Sollte dies nach einer Weile nichts nützen, kann 1/2 Portion nachgeschoben werden.

Im übrigen mache ich Sie nochmals auf die Bedeutung einer wirklich säurearmen Kost aufmerksam, wozu auch Mineralwasser und Obst wie Südfrüchte ebenso zählen wie eine hohe Menge an Eiweiß. Wasser ist mir 30 ml pro kg Körpergewicht unerläßlich. Achten Sie auch auf eine Salzmenge von höchstens 3-6 g tgl., wobei diejenige in Fertigprodukten wie Brot, Käse usw. zu berücksichtigen ist.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

jdule~mxi


Hallo Foregon,

vielen Dank für Ihre Antwort!

Verstehe ich das richtig das zu viel Eiweiß auch wieder zu beschwerden führt? Seit ich meine Diagnose habe, esse ich sehr viel Naturjoghurt und trinke viel Milch. Auf meinem Zette vom Arzt stand: meiden sie zu fettreiches und Kohlenhydrate, dafür aber Eiweißreich.

Werde das nun auch wieder reduzieren, einen Versuch ist es wert.

Für mich ist es wirklich nicht einfach, da ich irgendwie überhaupt nicht mehr weiß was ich noch essen darf (vor 3 Monaten konnte ich noch alles essen). Gibt es denn irgendwelche Bücher oder soll ich zur Ernährungsberatung?

Im übrigen hat mein Gastroenterologe gemeint das ich die Tabletten wohl längerfristig brauche (möchte ich aber gar nicht). Ich finde es persönlich eigentlich nicht sehr toll das Ärzte solche Medikamente ganz einfach langfristig empfehlen.

Grüße

Jule

F\oUrgexron


Hallo Julemi,

bevor Sie die Anweisung Ihres Arztes über Bord werfen, folgendes:

Mein Hinweis über das Eiweiß hatte folgenden Hintergrund: Eiweiß wird sauer verstoffwechselt. Insofern könnte es auch in Fällen von Sodbrennen u.ä. Beschwerden nachteilig sein, jedenfalls dann, wenn die Säurelast ohnehin schon sehr hoch ist.

Anders sieht es aus, wenn der Magenpförtner zwischen Speiseröhre und Mageneingang nicht mehr richtig schließt, wodurch Säure aus dem Magen zurück fließen kann (Reflux). In diesem Fall wäre Eiweiß sogar förderlich, weil es den Magentonus verbessert, d.h. der Verschluß klappt besser, und zwar um fast den doppelten Prozentsatz als mit Kohlenhydraten. Fett dagegen ist kontraproduktiv.

Es kommt also auf Ihre subjektive Lage an, die ich nicht genau kenne.

Literaturangaben könnte ich machen, wenn Sie mir eine PN senden.

Ihre Skepsis, die Medikamente längerfristig einzunehmen, ist berechtigt. Allerdings müßten Sie schon genau abwägen, inwieweit Sie dem behandelnden Arzt Vertrauen schenken können.

Eine Ernährungsberatung dürfte auch nur unter Vorbehalt weiter führen, weil es stets auf den individuellen Krankheitszustand ankommt, den Ernährungsberater nicht immer richtig einschätzen können. Im übrigen sind die dort zu erwartenden Empfehlungen immer nur allegemeiner Art, ohne der individuellen Lage konkret gerecht werden zu können.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

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