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Anhaltende Gastritis?

m@aximmix1 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe "Foren-Kollegen",

ich bin männlich, 19 Jahre alt, 182 cm groß und wiege nun noch 71 kg. Mich plagen nun seit nunmehr 4 Wochen immer die selben Symptome. Doch bevor ich diese erläutere möchte ich ersteinmal den Verlauf meiner Krankheit beschreiben:

Es begann alles vor vier Wochen, ich gehe auf ein Gymnasium in die 12. Klasse. Nach dem Mittagessen wurde mir plötzlich schlagartig schlecht. Ich ging nach Hause und legte mich ins Bett um mich auszukurieren. Damals dachte ich es wäre mir etwas auf den Magen geschlagen und ich könnte den nächsten Tag wie gewohnt in die Schule. Am nächsten morgen ging es mir aber erneut schlecht und ich legte mich wieder ins Bett. 5 Tage später ging ich ins Krankenhaus und schilderte dort der Ärztin meine Probleme und sagte ihr ich sei seit 5 Tagen zu Hause. Ich erzählte ihr also, dass mir nun seit 5 Tagen schlecht gewesen sei und es mir, schon wenn ich an eine Mahlzeit dachte, ging als müsse ich mich übergeben. Dabei war mir das letztere jedoch noch nicht passiert ich wäre aber mehrfach kurz davor gewesen. Ordentlich durchschlafen könne ich aber und Durchfall hätte ich auch nicht, wenn auch mein Stuhl mal etwas flüssiger gewesen wäre. Meine Zunge war belegt. Sie entnahm mir Blut und tastete meinen Bauch nach einer akuten Appendizitis ab. Einen Tag später bekam ich die Ergebnisse und diese waren durchweg positiv. Das heißt nur meine Werte für die Leukozyten wären wohl etwas niedriger Natur aber durchaus noch im Rahmen. Sie ging meines Wissens von einem Virusinfekt des Magens aus und verordnete mir erstmal nichts außer Ruhe und Schonkost.

Als sich nach weiteren 5 Tagen nichts für mich geändert hatte besuchte ich diesselbe Ärztin erneut. Sie entnahm mir 4 mal Blut, eine Probe meines Urins sowie meines Stuhles, an mir wurde ein Ultraschall durchgeführt und zuguterletzt musste ich Zwecks eines c13-Atemgastests in einen Beutel pusten um sicherzugehen dass ich nicht mit helicobacter infiziert war.

Am nächsten Morgen teilte mir die Frau mit, dass höchstwahrscheinlich der helicobacter an der ganzen Sache Schuld sei (mein Promille-Wert: 11.5. "Soll-Wert": <5). Sie verordnete mir die bekannte Triple-Therapie:

7 Tage: Protonenpumpenhemmer (2 X Standarddosis/Tag)

7 Tage: Clarithromycin (2 X 500 mg/Tag)

7 Tage: Amoxicillin (2 X 1g/Tag)

Nun begann ich mit der Therapie und war natürlich dementsprechend froh darüber, dass nun endlich eine Ursache gefunden wurde und ich in maximal 7 Tagen wieder in die Schule gehen könne, denn man verpasst ja auch was.

8 Tage später: Ich hatte nicht das Gefühl dass sich an meinen Symptome irgendetwas geändert hatte:

- Appetitlosigkeit

- anhaltende Übelkeit + Brechreiz

- ständiges, starkes Aufstoßen (auch wenn ich nüchtern bin) – > wieso?

- ich fühle mich schwach und lustlos

- ständig Angst dass irgendwas nicht in Ordnung mit mir ist

Nun ging ich vor 5 Tagen zum Gastroenterologen der nochmal einen Ultraschall durchführte und meinen Bauch abtastete. Er klärte mich darüber auf, dass als nächster Schritt eine Magenspiegelung durchgeführt werden könne und diese zwar risikoarm verlaufe, aber es unwahrscheinlich ist, dass bei einem so jungen Menschen wie mir etwas gefunden wird. Sollte sich aber bis Montag (gestern) nichts ändern würde er mir trotzdem dazu raten.

Nun erschien ich gestern zum 4. Mal im Krankenhaus um mich von dem Arzt spiegeln zu lassen. Am Ende sagte er mir dass in meinem Magen eine punktförmige Rötung zu erkennen war und bescheinigte mir somit eine "abklingende Pangastritis".

Jeden Abend soll ich nun noch 20mg Esomeprazol einnehmen.

Nun muss man evtl noch wissen, dass es mir morgens viel schlechter als abends geht. Nach dem Aufstehen ist gar nicht daran zu denken was zu Essen, wobei abends die Symptome ertragbar sind. Das heißt, dass ich sogar manchmal 2 Brötchen essen kann.

Meine Zunge war anfangs stark belegt. Jetzt ist sie nurnoch rot. also frei von jeglichem Belag. Wieso ist das so?

Ich hab mittlerweile schon 6 Kilo abgenommen, was dadurch bedingt ist dass ich den ganzen Tag kaum was essen kann. Trinken fällt genauso schwer, doch ich weiß um die Relevanz der Flüssigkeit. Ich weiß auch, dass das so nicht weitergehen kann weil ich nicht weiter an Gewicht verlieren darf.

Weiterhin muss man zu meinen Beschwerden sagen, dass ich ständig an einem bestimmten Brechreiz leide, der mich jetzt auch schon 4 Wochen begleitet. Dieser nimmt aber wie gesat zum Abend hin ab.

Das alles wäre nicht so problematisch, wenn ich den ganzen Tag nichts zu tun hätte. Nun war ich aber auch schon seit 4 Wochen nicht in der Schule und verpasse Prüfungen.

Ich bin sehr sportlich und gehe daher normalerweise 2x die Woche ins Fitnessstudio, 2x die Woche mache ich kampfsport und 2 mal spiele ich Fußball.

Das geht aber als Schlussfolgerung aufgrund meiner Beschwerden auch seit jetzt einem Monat nicht mehr.

Psychisch denke ich nicht dass mich irgendwas belastet und ich glaube auch, dass der Sport mich nicht überbelastet.

Ich Rauche nicht, Trinke keinen Alkohol oder nehme sonstwelche Drogen zu mir.

Ich möcte nochmal betonen, dass die Beschwerden schlagartig auftraten. Also dass mir auf einmal in der Schule übel wurde und sich das nicht langsam geäußert hat.

Meine Frage nun: Was könnte hinter alldem stecken? Und wieso dauert es solange bis diese Gastrits abheilt? Sind 3 Wochen für die Genesung üblich? Wie lange wird/kann es vorraussichtlich noch dauern? Wie sollte ich mich ernähren? Sollte ich irgendwelche Kost vermeiden? Kann ich Schokolade essen (ich hab nach 4 Wochen mal wieder stark Verlangen auf etwas Süßes Traurig ) ?

Ich bin ratlos.

Vielen Dank schonmal für jegliche Hilfe.

Antworten
FYorgaexron


Hallo Maximi,

Sie meinen wohl Pankreatitis, also eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die mit der Rötung im Magenbereich (Gastritis) nicht identisch ist.

Erstere ist streng nach ärztlicher Anweisung zu therapieren, weil sie chronisch werden kann wie natürlich auch die Gastritis, aber die Folgen der Ersteren wären bedeutsamer.

Wie lange die Krankheitserscheinungen andauern können, ist individuell verschieden.

Jedenfalls muß in beiden Fällen vernünftig und leicht gegessen werden. Zubereitung und Auswahl der Speisen ist wichtig.

Blähungen vermeiden durch Verzicht auf frisches Brot oder Steinobst usw., auch scharf Gewürztes, gegrilltes oder gebratenes Fleisch ist ebenso wie frittierte Speisen tabu. Keine fetten Fleisch- oder Wurstsorten. Nur kleine Mengen Butter oder Pflanzenöl.

In Ruhe essen und gut kauen.

Leider sind die Erfordernisse hinsichtlich der Zahl der Mahlzeiten infolge zweier Entzündungen widersprüchlich, sodaß Sie Ihren eigenen Weg finden müßten.

Bei Pankreatitis sind eher 4-5 Mahlzeiten ratsam, aber die Verdauungszeiten müßten eingehalten werden. Wegen der Gastritis eigenen sich eher nur 3 Mahlzeiten, um den Magen nicht ständig zu belasten.

Alles in allem halt weitgehende Zurückhaltung, auch beim Sport, jedenfalls zunächst, wobei mir die Intensität Ihrer Aktivitäten ohnehin sehr hoch erscheint.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

m3axIimix1


Ich bin mir sicher, dass er mir eine "Pangastritis" diagnostiziert hat.

"Eine chronische Gastritis vom Typ B kommt sehr häufig vor. Etwa 80 Prozent der an Gastritis erkrankten Menschen leiden unter dieser Krankheitsform. Die Entzündung ist hierbei im Magenantrum lokalisiert, weswegen sie auch Antrumgastritis genannt wird. Sie neigt aber dazu, sich in Richtung Magenpförtner auszudehnen. Dann wird sie auch als Pangastritis (griech. pan = ganz, gesamt) bezeichnet. " (Quelle: medizininfo.de)

FSortge0roxn


Hallo Maximi,

gut, das erleichtert die Sache.

Ursache einer Gastritis vom Typ B ist auf einen Befall von Helicobacter pylori zurückzuführen, was bei Ihnen ja schon behandelt wurde.

Jetzt kommt es halt nur noch darauf an, etwas abzuwarten.

Sie können zwischenzeitlich auftretende Beschwerden damit umgehen, indem Sie sich einen Schleim aus Leinsamen bereiten und diesen 15 Min. vor den Mahlzeiten trinken, nachdem Sie weitere 15 Min. vorher 1 Glas Wasser (250 ml) getrunken haben.

Rezeptur: 100 ml Wasser mit 1 EL Leinsamen 15 Min. aufkochen, abseihen. Größere Portionen in einer Thermosflasche aufbewahren.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

mBax-imix1


Vielen Dank für die Tipps,

Ich habe im Moment nur sehr große Angst das ich noch weiter abnehme. Es fällt mir enorm schwer überhaupt Flüssigkeit zu mir zu nehmen. Ich habe bis jetzt heute vielleicht höchstens 0.5 liter zu mir genommen obwohl ich mich schon gezwungen habe zu Trinken. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll :(

Frorgerxon


Hallo Maximi,

geben Sie keinesfalls auf und versuchen Sie leichte Kost und unbedingt Wasser zu trinken.

Frdl. Gruß

Kurt Schmidt

P"sychonso@mxa


Eine Gastritis kann eine hartnäckige Angelegenheit werden, auch wenn entgegen landläufiger Meinungen das Gegenteil angenommen wird. Es ist häufig so, dass trotz der bekannten Maßnahmen eine zunächst weiter bestehende Reizung des Magens bestehen bleibt. Das Aufstoßen ist Ausdruck der Entzündung und wird im Sinne einer Dysmotilität interpretiert, d.h. die normalerweise ablaufenden peristaltischen Bewegungen des Magens sind gestört. Ich habe seit fast 1 Jahr ( bitte keine Panik an dieser Stelle) Beschwerden, die ich mittlerweile im Sinne eines postgastritischen Syndroms bewerte. Insgesamt habe ich 4 kg abgenommen und das mehr oder weniger unfreiwillig : ich konnte auch nichts essen bzw. zu wenig. Ich weiß, wie sehr das belastet und ich bin selbst Ärztin, habe also alles formal gewusst und trotzdem war es nicht mehr auszuhalten. Mein Rat an Dich : versuche zunächst Deine Gedanken / Angst unter Kontrolle zu bringen : auch wenn die Beschwerden noch nicht abgeklungen sind, es wird besser. Ist bei mir auch so - wenn auch nicht vollständig weg. Die Protonenpumpenhemmer kann man vorübergehend einnehmen, aber nicht Wochen und Monate - eine Gastroskopie kann Sinn machen, insbesondere um Reflux und eine Beteiligung der Speiseröhre auszuschließen - hört sich aber so bei Dir nicht an. Das schlagartige Auftreten ist typisch - hatte ich auch. Schone Dich, emotionaler Stress ist nicht zu unterschätzen - ich vermute, Du bist ehrgeizig und wahrscheinlich kannst Du schlecht entspannen. Irgendwann mündet Stress, welcher Art auch immer, in körperliche Symptome. Trinke viel Wasser, vor allem abends vor dem Schlafengehen 2-4 Gläser. Morgens auch. Schwere Nahrung vermeiden, kleine Portionen, möglichst ohne Fleisch ( erhöht den Verdauungsaufwand). Meistens hat man bei Helicobacter pylori Infektionen eine sog. Antrumgastritis -treten an verschiedenen Stellen des Magens Läsionen auf, spricht man von Pangastritis. Du kannst natürlich auch was Süßes essen! Der Magen wird sich beruhigen, aber das macht er nach seinem Tempo - nicht nach Deinem.

T ant(eGaiga


Gleiche Symptome bei mir. Dazu kamen noch Gelenkschmerzen. Wie lange dauert denn so etwas ungefähr?

Gruß

Sandy {:(

J_aFnHnxyT


Hallo *:)

Ich will dir zwar keine angst machen.. aber ich hab das gleiche..

nur 1000 mal schlimmer und das schon seid über einem jahr..

ärtzte können mir anscheinend nich helfen.. :-(

Naja ich hab auch eine gastritis.. anscheinend schon zu lange...

Najaa tschüssiii :) Gib nich auf!

Werde auch alles versuchen jetz *:)

P+uzn[ica085


Wieso verschreiben Ärzte bei sowas Antibiotika – diese schädigen doch wieder den Magen!? Also wenn ich Antibiotika nehme, dann krieg ich enorme Magen-Darm-Probleme. Das ist doch ein Wiederspruch!? ":/

T&an}teGIaga


Die Antibiotika machen den Heliobacter kaputt; meistens jedenfalls und der ist verantwortlich für die Gastritis (Typ B). Zum Schutz des Magens nimmt man gleichzeitig Protonenpumpenhemmer. Auf diese Weise soll die Entzündung abheilen können.

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