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Positver Erfahrungsbericht zur Koloskopie

dreLuqxeM8x5 hat die Diskussion gestartet


Ich möchte euch hier berichten, weil ich weis, wie es ist, Angst und Bammel vor der Darmspiegelung zu haben! Ich habe mich 1 Jahr davor gedrückt und wohl die selben Ängste und Beklemmungen wie viele gehabt! Ich habe dann bewusst meine Vorbereitung und die Durchführung der Koloskopie dokumentiert, um euch Mut zu machen, den Schritt zu gehen!

Meine Symptome:

* gelegentlich Durchfall, ab und zu auch Verstopfung

* jeden Morgen nach dem Wach werden Krämpfe im Unterbauch

* immer wieder mal Blähungen, Schleim im Stuhl und breiiger Stuhlgang

1. Untersuchung:

* Ultraschall Bauchorgane = alles in Ordnung

* H2 Atemtest auf Laktose = alles in Ordnung (negativ)

2. Untersuchung:

* großes Blutbild = alles in Ordnung (überalle Top Werte)

* Zöliakie Bluttest = alles in Ordnung (negativ)

* Schilddrüse Bluttest = alles in Ordnung

3. Untersuchung:

* Koloskopie = das erähle ich euch nun genau:

Vorgespräch: 15. Juni 2010 , Dienstag, 11.00 Uhr

Untersuchung: 16. Juni 2010, Mittwoch, 14.00 Uhr

Letzte Mahlzeit:15. Juni 2010 , Dienstag, 10.00 Uhr

Abführen ab:15. Juni 2010 , Dienstag, 14.00 Uhr

Am Dienstag, den 15. Juni 2010 hatte ich das Vorgespräch beim Gastroenterologen (Stuttgart Vaihingen)!

Ich durfte an diesem tag um 10 Uhr das letzte Mal was essen.

Und das war nur leichte Kost! Man bekommt dort einen Bogen zum durchlesen. NICHT VERRÜCKT MACHEN LASSEN!

Mir wurde ein bisschen Blut abgenommen, um den Gerinnungswert zu bestimmen. Dannach bat mich der Arzt ins Sprechzimmer und erklärte mir genau die Darmspiegelung. Zuvor fragte er mich nach Symptomen und Voruntersuchungen. Er erklärte mir sehr gut den Vorgang des Abführens. Die nette Arzthelferin gab mir das Abführmittel MOVIPREP direkt mit.

Ich fuhr also Heim. Dort rührte ich MOVIPREP mit kühlem 1 Liter Leitungswasser an und stellte es in den kühlschrank.

Um 14 Uhr begann ich dann das ganze zu trinken. Außerdem stand eine Kanne Tee und stilles Wasser daneben!

MOVIPREP schmeckt nach Zitrone / Limette und Zuckerwasser... Nicht ekelig aber gewöhnungsbedürftig.

Um genau 14 Uhr der erste Schluck. Ich trank dann bis 14.30 Uhr fast die komplette Flasche aus und immer wieder anderes hinter her.

Um 14.44 Uhr drückte es plötzlich Heftig am Darmausgang (ein dücken wie wenn man eben aufs Klo muss).

Ich "rannte" aufs Klo und dort schoss Wasser und ein bisschen Stuhl hinten raus. Es tat nicht weh, war nur ungewohnt.

Dannach ging ich bis 18 Uhr noch weitere 10 Male aufs Klo. Das ganze war original wie Pinkeln nur aus der falschen Öffnung! Druck, Gefühl und Klang waren original gleich...

Ab 18 Uhr war ich leer und ging abends ins Bett und spürte nix mehr!

Am kommenden Morgen musste ich direkt wieder aufs Klo und es kam wieder Stuhlgang, aber in Flüssigform.

Am Vorabend rührte ich den 2. Liter MOVIPREP an und stellte es kalt.

Ich trank also gleich morgens wieder die Lösung. An diesem Morgen ging ich weitere 5 Mal aufs Klo.

Dann kam nur noch Wasser... Ich war Sauber und das war das erste Mal nach meiner Geburt :)^

Zusammenfassung Abführen:

Beginn 1. Tag : DIENSTAG 14 UHR

1. Stuhlgang: DIENSTAG 14.44 UHR

Ende 1. Tag: DIENSTAG 18 UHR

Häufigkeit 1. Tag: 10 Mal!

Beginn 2. Tag: 8 Uhr

1. Stuhlgang: 8.10 Uhr

Ende 1. Tag:9.30 Uhr

letzte Flüssgkeitzufuhr: 10 Uhr

letzter Stuhlgang: 11 Uhr!

__**DIE KOLOSKOPIE:**__

Abfahrt von zu Hause 13 Uhr (also 1 Stunde davor). Keine Probleme unterwegs.

Ich war etwas müde und hatte Hunger. Sonst war alles Prima!

Ich kam um 13.50 Uhr in der Praxis an und war um 13.51 Uhr im Untersuchungsraum. Dort war es gemütlich dunkel und es befand sich eine Liege drt. Rechts waren viele Gerätschaften und links ein Bildschirm. Die nette Arzthelferin stellte sich vor und geb mir eine seltsame Netzunterhose, ähnlich einer Boxershort. Sie bat mich, mich untenrum frei zu machen und die Unterhose anzuzuiehen. Diese Hose hat hinten ein großes Untersuchungsloch. Die Dame drehte sich in dieser Zeit in Richtung PC und arbeitete. Ich legte mich auf die Liege. Die Arzthelferin deckte mich unten rum mit meinem mitgebrachtem Badetuch zu. Dann knippte sie mir ein Pulsmesser an den linken Zeigefinger. Von nun an konnte ich auf dem Bildschirm neben meinen Puls beobachten. Immer zwischen 90 und 100. Die Aufregung ;-)

Am rechten Arm klemmte sie eine Kanüle ran. Sie erklärte mir alles, was sie tat. Das hilft immer weiter.

Dann kam der Arzt und begrüßte mich und fragte nach meinem Empfinden.

"Wir fangen jetzt an, sagte er!"

Die Arzthelferin bat mich, mich auf die Linke seite zu drehen und das rechte bein drüber zu legen. Somit lag der Hintern frei, aber noch immer bedeckt vom Handtuch!

Ich drehte mich und die Arzthelferin sagte: So sie bekommen jetzt Ihre Narkose (200mg Propofol-kurzzeitnarkose)! Als Sie die Spritze ansetzte und sagte: So jetzt kann es im Hals und im Kopf kurz kribbeln, dann schlafen sie schnell ein. Nicht erschrecken. Sie sagte dann: Ok. Schlafen Sie gut und Träumen Sie was schönes! Ich sagte nur noch: Ok. Alles Klaaaaaaaa..... Und war schon weg! Das kribbeln im Hals und Kopf ist ungewohnt. Aber man pennt sehr sehr schnell ein!

Es war 13: 56! Ich erwachte wieder um 14:26! Das kann ich so genau sagen, da mein letzter und mein erster Blick auf den Pulsbildschirm ging, wo eine Uhr lief. Als ich aufwachte lag ich auf dem Rücken mit Boxershort und Hose. Ich klag da wohl 5 Minuten, dann stand ich langsam auf und die Dame führte mich langsam in den Ruheraum. Ich war sehr wackelig.

Im Ruheraum schlief ich knapp 1 Stunde und dann lag ich nochmal ne halbe Stunde wach da und wurde von Sekunde zu Sekunde fitter und wacher....

Dann kam die nette Schwester und bat mich im Wartezimmer platz zu nehmen! Dort saß ich etwas verplant, aber voll Fit. Dann kam der Doc und bat mich ins Sprechzimmer.

Vor Ihm lag der Fertige bericht! Er sagte: " Herr W. Bei Ihnen ist alles ok soweit" Wir haben nix großes gefunden". Das einzige ist eine kleine Entzündung im Enddarm. Das kann vom Abführen kommen. Wir haben 6 Biopsien entnommen. Das machen wir immer so. Die ergebnisse bekommt in 1 Woche ihre Hausärztin. Aber Sie können sich freunen, es scheint alles OK zu sein!" Dann holte mich ein Kumpel ab und ich wurde Heim gefahren! Ich aß am Abend nur einen Jogurt und eine Scheibe Weißbrot. Am kommenden Morgen dann der 1. Stuhlgang: Wie Durchfall. Dann aß ich ein schönes Frühstück mit Tee, Weißbrot und Jogurt. Abends normaler Stuhlgang.

Zusammenfassung koloskopie:

Abfahrt daheim: 13 Uhr

Beginn kolo: 13.56 Uhr

Ende kolo: 14:26 Uhr

Schlafen bis 15:45 Uhr

Abholen: 16.30 Uhr

Erste Mahlzeit: 17.00 Uhr (weißbrot, Jogurt)

Zweite Mahlzeit: Donnerstag 10 Uhr

MEINE TIPPS:

* MACHT DIE SPIEGELUNG. ES IST TOTAL ENTSPANNT!

* ESST DIE TAGE DAVOR IMMER WENIGER OBST, GEMÜSE, NÜSSE, FLEISCH usw... Umso einfacher ist das Abführen!

* NEHMT EUCH ZEIT UND RUHE ZUM ABFÜHREN

* KAUF EUCH FEUCHTE TÜCHER ZUM ANFÜHREN, WEGEN DER REIZUNG (zbsp: FAKTU TÜCHER)

* FANGT LANGSAM WIEDER AN ZU ESSEN. Das erste Vollkornbrot und Bier erst FREITAGs bei mir!

MEINE SCHMERZEN SIND WEG. DAS FLAUE GEFÜHL IM BAUCH IST WEG. DURCHFAL IST WEG.usw.....

Ich hoffe es hilft euch weiter

Grüße aus Stuttgart!

Antworten
u]nlLike


hey *:)

gaaaaaaaanz lieben dank dafür :)_

hast du wirklich super beschrieben und mir hat es total mut gemacht @:) @:) . bekomme warscheinlich auch eine darmspiegelung und habe riesen angst davor. kann deswegen mal wieder nicht schlafen. habe nähste woche ienen termin beim gastroenterologen. habe den verdacht dass es hämorrhoiden sind (hoffentlich nichts schlimmeres). denke mal sie wird eine enddarmspiegelung oder so machen ":/ . mal sehen aber wenn es der fall sein sollte dann habe ich nun keine so große angst mehr davor :)^ . danke!!!!!!!!!!!!! :)*

hast du keine beschwerden mehr ???

pEeps


bekomme warscheinlich auch eine darmspiegelung und habe riesen angst davor. kann deswegen mal wieder nicht schlafen

Was deLuxeM85 geschrieben hat kann ich zu 100% bestätigen, man braucht wirklich keine Angst davor haben. :)*

Wenn bei dir nur eine Enddarmspiegelung gemacht wird, musst du vorher gar nicht abführen, sondern du bekommst dann in der Praxis ein Klistier, was aber auch harmlos ist.

d?eL#uxeM8Q5


Hallo! Nein meine Beschwerden sind so gut wie weg! Wünsche dir viel erfolg!

AKmop/hekles


hattest du irgendwelche nachbeschwerden – die aufgrund der untersuchung erfolgt sein könnten?

zB hämorrhoiden, o.ä.

man hört ja so einiges :>

d5e>LuxBeMx85


Nein! Keinerlei Beschwerden! Nach dem Abführen war alles etwas Wund und tat weh! Doch da hilf Salbe schnell (Posterisan)!

Ansonsten alles Super! Vorallem der Gedanke, dass alles ok ist! Wenns mal zwickt im Bauch: GEDANKE: HEY ES IST ALLES OK!

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