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Seit 16 Jahren schmerzhaftes blutiges Erbrechen, Bauchkrämpfe

Gurittxli


Eine sehr verzwickte Lage... Herrje...

Also erstmal, ich habe es sowohl bei mir wie auch im Bekanntenkreis so erlebt das grade Magenerkrankungen mit Erbrechen, einen Höhepunkt haben und dann abschwächen. Soll heißen, Erbrechen beginnt, zum Beispiel alle 30 Minuten und dann werden die Zeitabstände länger.

Bei dir ist es ja nun grade umgedreht... Auch das dann plötzlich alles wie weggeblasen ist, ist mehr als ein Rätsel. Das du dich geschwächt fühlst ist ganz klar... Okay Magenspiegelungen wurden gemacht und nichts gefunden... Sehr verwunderlich....

Gut, ich gehe jetzt davon aus das der Stressfaktor ausgeschlossen ist, denn in deiner Beschreibung ist im Gegensatz zu deiner Erkrankung für mich kein Zusammenhang zu erkennen.

Also körperlich bist du also fit?! Unmöglich!!! Geschwüre, Entzündungen wurden ausgeschlossen, dagegen gereizter Mageneingang ganz klar durch das viele Erbrechen und darauffolgende Sodbrennen... Wie sieht es sonst aus mit deiner Verdauung? Durchfall oder ähnliches?

Dann zum Thema Blut, geronnen sagst du, mmhh also ist es schon etwas länger im Magen. Hier komme ich auch wieder auf die Stuhlgang Frage zurück, hast du öfters schwarzen Stuhl, also ich meine so richtig schwarz? Denn das ist häufig ein Begleiterscheinung bei bestehenden Magenbluten... Blutet es schon am Anfang des Erbrechens oder erst später?

Okay das war jetzt das rein körperliche, dann sprachst du von einer Psychotherapie. Na ein Versuch war es wert, wurden denn irgendwelche "Störungen" bei dir gefunden? Oder bist du Psychisch top fit?

k$lein]e~relxi


Helicobacter pylori wurde einmal diagnostiziert (ganz zu Beginn, vor ca 14 Jahren) und es wurde mehrfach eine Eradikation durchgeführt. Die erste auf die Diagnose hin, die anderen prophylaktisch in den Folgejahren.

Die Gastritis scheint bei dir chronisch geworden zu sein, was nicht ungewöhnlich ist. Nicht richtig war, dass einfach ins Kalte hinein weiter Antibiotika verabreicht wurde. Die Kuren sind megastark, sind ohne HP sinnlos und gehen extrem auf den Magen.

Nimmst du eigentlich irgendwelche Medikamente? Regelmäßig Cortison oder Schmerzmittel?

Dass der Mageneingang entzündet ist, kommt wohl von dem Erbrechen. Ist die Speiseröhre auch bereits betroffen?

Wenn du mich fragst, würde ich sagen, dass du einen ständig aktive chron. Gastritis hast, die sich bei dir insbesondere durch Erbrechen zeigt. Wenn du dich mal nicht erbrechen musst, welche Beschwerden hast du denn dann (Schmerzen, Sodbrennen, Aufstoßen, Übelkeit ohne Erbrechen etc)?

c&0mpl'exxx


@ Grittli

Meine Verdauung passiert relativ häufig, ich habe bis zu 4 mal Stuhlgang am Tag. Es ist eher flüssig als fest, aber durchfallartig würde ich es nicht bezeichnen. Vor dem Stuhlgang und nach dem Stuhlgang habe ich Krämpfe im Unterbauch, in der Regel verschwinden die aber ca 15 Minuten nach dem Toilettenbesuch. Bei ca. 1mal von 10mal Stuhlgang habe ich keine Schmerzen. Ab und an ist er auch mal dunkler, aber nicht schwarz. Ich denke durch das Omeprazol, welches ich täglich 2x 20mg nehmen, werden die Blutungen noch unterdrückt. Aber scheinbar sammelt sich da was im Magen an. Obs nun von dem Erbrechen kommt oder sich im Laufe der Wochen angesammelt hat, kann ich nicht sagen.

Körperlich topfit würde ich mich nicht bezeichnen, bedingt durch den Bürojob und die fehlende Bewegung leide ich an Übergewicht (ca 30kg). Psychisch fit bin ich aber, also es wurden keine Einschränkungen festgestellt.

@ kleinereli

Daß mehrfach Eradikationen durchgeführt wurden, hatte ich leider kaum Einfluß drauf. Zumindest habe ich das damals für ne gute Sache gehalten und immerhin wars eine Empfehlung vom Arzt, also wars für mich damals in Ordnung. Daß es Auswirkungen hat, war mir damals nicht bewusst.

Regelmässig nehme ich, wie oben geschildert, nur das Omeprazol, da es ohne einfach unerträglich ist. Das Sodbrennen ist dann so stark, daß man es kaum aushalten kann.

Bei Magenspiegelungen wurde erkannt, daß das letzte Ende der Speiseröhre zum Magen hin bereits verändert ist, stark gereizt, vernarbt und die Oberfläche hat schon Schleimhaut angelegt, also eine Erweiterung der Magenwand in die Speiseröhre.

Die Beschwerden ausserhalb des Erbrechens sind die o.g. Schmerzen beim Stuhlgang und die morgendlichen Krämpfe, die meist wieder verschwinden. Gleichzeitig habe ich auch sehr starke Schweissausbrüche.

k?lePin)erexli


Ich tippe weiterhin auf eine Gastritis die ihre Ausprägung insbesondere im Erbrechen hat. Jeder Körper ist anders. Meine Oma hat sich die Seele aus dem Leib gespiehen während ich zb damit gar keine Probleme (dafür massiv andere) hatte.

Meine Verdauung passiert relativ häufig, ich habe bis zu 4 mal Stuhlgang am Tag. Es ist eher flüssig als fest, aber durchfallartig würde ich es nicht bezeichnen. Vor dem Stuhlgang und nach dem Stuhlgang habe ich Krämpfe im Unterbauch, in der Regel verschwinden die aber ca 15 Minuten nach dem Toilettenbesuch. Bei ca. 1mal von 10mal Stuhlgang habe ich keine Schmerzen.

Wurde denn mal der Darm gespiegelt, wenn ja, mit welchem Befund?

Bei sowas würde ich auf eine Darmentzündung tippen, Reizdarm, eventuell auch chronisch, dh. MC oder CU. Oder deine Darmflora ist von den vielen Antibiotika total im Eimer.

Wenn du aber permanent Omeprazol nimmst, hast du kaum Magensäure, Keime und Pilze werden nicht abgetötet ... es folgt Entzündung des Darmes oder Pilzbefall.

Alles ist möglich.

Andere Idee wären noch, dass du Würmer hast ... eine Bekannte von mir ist 2 Jahre damit rumgerannt ehe endlich mal ein Arzt das bemerkt hat.

Oder eine Lebensmittelallergie.

Ich würde mir nochmals Darm und Magen zeitnah spiegeln lassen, mir die Befunde geben lassen. Den PPi wechseln oder auch mal Raniditin versuchen. Den Darm wenn entzündet mit Zäpfchen behandeln (die gehen auch auf den Magen) wenn nicht entzündet mit Pilzkur behandeln anschließend Perenterol und Bakterienkur machen. Auch die Ernährung umstellen.

Definitiv den Stuhl auf Wurmbefall untersuchen lassen, Ultraschall oder Röntgen (ich kenne mich da nicht so aus). Vielleicht kann man auch den Mageninhalt untersuchen?

Was mir noch einfällt wäre Galle oder Bauchspeicheldrüse ... da kenne ich mich aber garnicht aus.

Was wurde denn gemacht, was noch nicht?

ce0mplFexx


Bei der letzten Darmspiegelung wurden Divertikel festgestellt, zwar nicht viele und eher zum Ende des Dickdarms hin, aber immerhin.

Ich hatte ja letztens eine Stuhluntersuchung und dabei wurden erhöhte Alpha 1 Antitrypsin Werte gemessen, sowie ein sehr hoher Säuregrad. Die erhöhten Antritrypsin Werte deuteten meines Arztes nach auf eine sehr hohe Anzahl an Fäulnisbaktieren, daher auch der hohe Säuregrad, da der Darm versucht, diese loszuwerden. Die Werte waren sehr hoch (über 4000), die Skala ging nur bis 2000 in dem Analysebericht.

MC oder CU wurden nicht diagnostiziert.

Das mit dem Omeprazol, daß dieses kontraproduktiv ist, habe ich mir auch schon gedacht. Ein Arzt meinte mal zu mir, ich müsste halt immer mit Darmentzündungen rechnen, da die erste Abwehrstelle gegen Baktieren im Magen (Magensäure) durch das Omeprazol nicht funktioniert.

Bakterienkur mache ich momentan, habe halt nur, wie im ersten Beitrag schon geschrieben, aktuell heftigere Beschwerden als sonst. Erst mit Myrrhinil-Intest (Fäulnisbaktierien abtöten), danach Colon-Clean (Darmreinigung), anschliessend Neu-Aufbau der Baktierenkultur. Alles jeweils 4 Wochen lang. Bin aktuell in der 2.Phase mit dem Colon-Clean.

Ranitidin wurde auch schon versucht als Alternative zu Omeprazol. Hat leider auch keinen Erfolg gebracht.

Hmmm was wurde bisher nicht versucht? Ehrlich gesagt, weiss ich es nicht. Meiner Meinung nach habe ich schon alle notwendigen Untersuchungen hinter mir, teilweise mehrmals.

kklei,nePrelxi


Das mit dem Omeprazol, daß dieses kontraproduktiv ist, habe ich mir auch schon gedacht. Ein Arzt meinte mal zu mir, ich müsste halt immer mit Darmentzündungen rechnen, da die erste Abwehrstelle gegen Baktieren im Magen (Magensäure) durch das Omeprazol nicht funktioniert.

Das ist richtig, das ist mir nämlich damals passiert.

Der Aufbau der Darmflora ist auf jeden Fall kein falscher Schritt. Ansonsten bin ich ratlos. Tippe immer noch auf Gastritis mit Erbrechen.

Hast du statt Omep und Ranitidin noch andere PPI probiert?

c_0wmplexxx


Pantozol und Nexium (was leider nicht von meiner Krankenkasse bezahlt wird) hatte ich in meiner Vergangenheit schonmal versucht. Nexium war gar nicht so schlecht, aber die Einnahmedauer war zu kurz, um dem einen Erfolg zuschrieben zu können.

k|leiMnernelxi


Bei mir hatte die KK das Nexium problemlos gezahlt.

B+[rni


Ist dein Gehirn schonmal untersucht worden? – Diese Frage klingt böse, aber meine Vermutung rührt aus folgendem Gedankengang:

Morphinhaltige Mittel haben gewirkt. Morphin fördert eine gewisse Schläfrigkeit, es hemmt die Affekte, es fördert auch Depressionen, was bedeutet, dass es sich auch auf die Verarbeitung des Serotonins und Dopamins auswirkt. Serotonin und Dopamin sind die wesentlichsten Stoffe, die das Brechzentrums des Hirns reizen und genau den Brechreiz anregen.

nein, am Gehirn wurde bisher nie was untersucht. Soweit ich Dopamin bzw Serotonin kenne, sind das Glücksbotenstoffe. Ich müsste zumindest ein verändertes Empfinden aufweisen, wenn dort etwas gestört wäre.

Denke ich im Ürbigen nicht zwangsläufig. Ich finde den Ansatz von Malkasten ziemlich scharfsinnig, selbst wenn es nicht zutreffen sollte. Ich finde das sogar dermaßen "genialisch", dass ich an Deiner Stelle als aller-aller-nächstes einen Arzt danach fragen würde!

c|0mp{l}exxx


Danke für Deine Überlegungen Bjärni, ich werde darauf bei meinem nächsten Arztbesuch eingehen. :-)

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