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Erfahrungsbericht meiner ersten Darmspiegelung

J>ulipanOWxL88 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich möchte euch mal ein wenig über meine erste Darmspiegelung erzählen.

Kurz zu mir, ich bin 21 Jahre alt und leide seit ca. 6-7 Jahren an immer wiederkehrenden Durchfall.

Da ich nach Jahren der Qualen möglichst immer zu schauen ob ein WC in der Nähe ist endgültig die Nase voll hatte, bat ich meinen Hausarzt mir eine Überweisung zum Gastrologen zu geben.

Dies tat er glücklicherweise auch und ich begab mich zuerst zu einem Internisten, der mir dann eine weitere Überweisung zur Koloskopie gab.

In dem Krankenhaus wo zuerst die Darmspiegelung gemacht werden sollte, wurde mir schon beim Termin holen ganz fix klar das ich sie dort keinesfalls machen lassen werde.

Dies lag zum einen an den Ärzten und zum anderen, am unpersönlichen Umgang mit den Patienten sowie am Alter des Krankenhauses, das hätte schon als Museum durchgehen können.

Da herrschte richtige Massenabfertigung!!!

Nun gut im Internet fand ich dann einen weiteren Arzt, dessen Homepage sehr ansprechend war.

Ich rief an und machte einen Termin.

Ging alles recht fix.

Am 03.10 hatte ich ein Termin zum Vorgespräch.

War alles ganz locker und die Ärztin war echt sehr nett.

Ich wurde gefragt ob ich Medikamente nehme, oder irgendwelche Krankheiten oder ähnliches habe.

Im Anschluss daran wurde mir alles erklärt und gesagt das ich eine Schlafspritze bekommen würde.

Ich erkundigte mich ob es auch ohne möglich sei und Sie sagte mir das wir es gerne auch ohne Spritze machen können.Auf Wunsch könnte ich jederzeit noch was bekommen.

Grund das ich es ohne versuchen wollte war ganz klar das es mich zumal ich selber im medizinischen Bereich arbeite interessierte wie eine solche Prozedur von statten geht und wie mein Darm von innen ausschaut.

Den Termin für die Spiegelung hatte ich im Vorfeld schon gemacht um genau planen zu können wann ich frei haben muss.

Ich bekam noch ein Infoblatt mit sowie das Abführmittel.

Auf dem Blatt musste ich noch unterschreiben das ich alles verstanden habe und mich jemand abholen würde.

Die Tage vergingen und ich machte mich wie immer selbst verrückt indem ich mir viele Videos und Berichte im Internet durchlaß......Typisch für mich^^

Mich quälte die Frage ob ich es ohne Betäubung aushalten würde oder mir doch lieber was im Vorfeld geben lassen sollte.

Nun gut am Tag vor der Spiegelung durfte ich bis 14 Uhr noch leichte Kost essen.

Für mich war ein Muffin, ein Pudding sowie Toast Hawaii drin.

Im Anschluss gab es nur noch was zu trinken.

Um 17 Uhr war es dann soweit und ich füllte das erste Glas mit dem angeblichen Wundermittel Moviprep um.

Ich hatte den Liter den ich trinken musste im Vorfeld schon in den Kühlschrank gepackt, da er so besser schmecken sollte.

Naja einfach widerlich das Zeug, anders kann man es nicht beschreiben.

Nach 1 Stunde hatte ich dann den Liter ausgetrunken und er entfaltete langsam aber sicher seine Wirkung, es rumorte und gluckerte (Was für mich ja nix neues war da ich das eh immer habe)

Also nochmal zusammengefasst, 17-18 Uhr den Zaubertrank getrunken und dann etwa von 18-23 hat er gezeigt was er so kann.

Über Nacht (Die heute nur 5 Stunden dauerte), war dann aber auch einigermaßen ruhe.

Um 5:45 war der 2 Liter dran, ich stand um 5:15 auf, trank erstmal so ein wenig klare Flüssigkeit und duschte.

Im Anschluss musste ich dann eigentlich den 2 Liter trinken, aber nach ½ Liter war ende da sonst gar-nichts mehr drin geblieben währe und da ich das nicht wollte ließ ich den im Kühlschrank stehen.

Ich muss ganz ehrlich sagen, das es mir den Morgen richtig richtig schlecht ging, ich war schlapp, der Kreislauf spielte verrückt und mir ging es im allgemeinen schlecht.

Das wird aber alles an dem Wasserverlust, dem wenigen Schlaf und der Aufregung gelegen haben.

Ich lies mich dann von meiner Mutter in die Praxis fahren, die ca. 45 Km entfernt lag, meldete mich an, suchte nochmal fix das WC auf

(Unterwegs mussten wir an einer Tankstelle auch-noch einen Zwischenstopp machen)

und setzte mich dann nochmal kurz in Wartezimmer.

Meine Mutter ging währenddessen in die nahe gelegene Fußgängerzone.

Ich wurde nach einiger Zeit von einer Schwester abgeholt und in den Endoskopie-Raum gebraucht.

Furchtbar dachte ich hier sollste dich quälen lassen...

Mir wurde noch ein gaaaanz trendiges Netzhöschen gegeben, welches der letzte Schrei sein soll und sehr gut bei den Damen ankommt (-;

Ich zog das HÖSCHEN, mehr war es wirklich nicht brav an und setzte mich auf den Behandlungstisch, der Arzt kommt gleich, sagte die Schwester.

Während ich so wartete erblickte ich das Endoskop, ohje dachte ich das da rein ??? ? Wie soll das denn passen, es sah aus als währe es größer wie ich.

Der Arzt kam nach ca. 15 Minuten warten auch hinein spaziert und begrüßte mich kurz und sagte was heute gemacht werden würde, das er nach krankhaften Veränderungen suchen würde und wo meine Probleme allgemein herkommen würden.

Er fragte nochmal erstaunt ohne Schlafmittel ???

Ich nickte.

Er sagte mir das er jetzt erst einmal mit dem Finger den Enddarm abtasten würde und dabei alles gut einschmieren würde.

Naja ein Automotor braucht ja auch sein Öl dachte ich.

Ich sollte entspannen und Zack war er auch drin.... genau so schnell bat ich ihn auch wieder heraus zu gehen.

Das tat vielleicht weh.

Ich bat freundlich doch um die Spritze, er sagte mir das es auch normal mit währe und er in 1 Woche vielleicht 1 Patienten hat der es ohne macht und die haben meist schon 6 oder 7 Spiegelungen hinter sich.

Ich bekam ein Zugang gelegt und musste mich noch kurz auf den Rücken legen, dann bekam ich noch 2 Spritzen und sollte mich auf die linke Seite legen.

Meine letzten Worte waren, Ist das auch guter Stoff Herr Doktor?

Der beste den ich finden könnte meinte er.

Dann war ich weg und wachte im Aufwachraum sehr benommen auf.

Aber kein schlimmes Gefühl!!!

Naja ich schrieb dann meinem Kollegen noch eine unlesbare SMS, die wohl sehr amüsant war es kann sie nur keiner entziffern.

Die Schlafspritze ist echt nicht schlimm, ganz im Gegenteil ein sehr entspanntes Gefühl.

Bin dann nach ca. 30 Minuten Nickerchen machen wieder aufgestanden und ein Paar Schritte gegangen, war ja eh sonst keiner im Aufwachraum.

Dann wurde mir der Zugang noch gezogen und ich wurde ins Arztzimmer gebeten.

Ergebnis vor Ort war, keine sichtbaren Entzündungen, kein Tumor.

Es wurden noch Proben entnommen, die ins Labor geschickt wurden.

Auf das Ergebnis muss ich noch ein Paar Tage warten.

Es wurde noch gesagt das es sein kann das ich heute noch ein wenig Blut im Stuhl habe aufgrund der Probenentnahme, was aber nicht schlimm währe.

Also eine Darmspiegelung ist wirklich nichts schlimmes oder unangenehmes, wenn der Arzt ein wenig Erfahrung hat ist es halb so wild.

Mein Tipp nehmt eine Schlafspritze, dann ist das alles ein totaler Klacks, das Abführmittel trinken ist das schlimmste an der ganzen Sache.

Beste Grüße

Julian

Antworten
RgaplaHdy


*:) da sieht man mal wieder, dass das ganze Verrücktmachen total umsonst ist. Aber ich glaub, das kennen fast alle, inkl. mir ;-)

JgulifanOWxL88


Weiß jemand wie lange das mit den Blutungen so anhalten kann?

R)apBladxy


Frag doch am besten den Arzt, oder machst du dir jetzt schon wieder Gedanken?

Ich hatte das nicht. Aber bei mir wurden, glaub ich, auch keine Proben entnommen.

J0uli7anFOWzL88


Ne ist nur so ne allgemeine Frage, vor morgen kontaktiere ich den Arzt eh nicht, erstmal abwarten wie es morgen ausschaut.

bGerKniex-a74


Und, hat es was gebracht ":/

J"u&lianO0WL8x8


Meinst du das mit den Nachblutungen?

Die waren heute morgen weg! :)= :)= :)=

L^amit<a18


Ich bin auch erst 19 und soll wegen REIZDARM eine darmspiegelung machen :-(

J7ulianAO&WL88


Ist absolut nicht schlimm, man macht sich vorher immer verrückt und hinterher lacht man drüber.

bSernice-ax74


Ja nur was hat es dir jetzt gebracht (im positiven Sinne jetzt gemeint)

LvillxyB


Du hast ja nicht das ganze Zeug austrinken können, war es denn aussreichend?

Ich bin da auch seeehr empfindlich u. könnte mir vorstellen das ich das auch nicht alles runterkriege.

Das wäre ja schon mal beruhigend wenn es nicht unbedingt alles getrunken werden müsste.

Bei mir steht auch in der nächsten Zeit so eine Untersuchung an u. mir graust es schon heftig vor diesem Abführzeug.

Vor der Untersuchung habe ich eigentlich überhaupt keine Angst – aber das davor.....

J=ulian8OWLx88


Also gebracht hat es mir Klarheit das es nichts schlimmeres wie ein reizdarm ist und darüber bin ich ja schonmal froh.

&

Nein den letzten halben Liter habe ich nicht austrinken können, war aber laut Aussage vom Doc blitze Blank der Darm, hat somit ausgereicht.

Aber ich denke mal ist davon abhängig wie gut das Mittel bei eim wirkt, also im Sinne von wie oft man Stuhlgang hat von dem Mittel.

Das war bei mir extrem häufig der Fall, bei meiner Mutter und Tante ging es z.B schneller.

RWa_pLlady


Also ich kann nur nochmal sagen, ich musste 4 Liter innerhalb von ein paar Stunden trinken. Bin auch empfindlich was sowas angeht, trink von Haus auch nicht viel. War echt ein Überwindung, aber allein der Gedanken da dran, das evlt. der Darm nicht leer genaug ist u. das ganze nochmal gemacht werden muss, lässt einen doch bißchen Disziplin bekommen, oder nicht?

t5heXkasxi


also ich hatte mich damals auch sehr verrückt gemnacht vor der darmspiegelung. ich konnte mich aber beruhigen da meine magenspiegelung eigentlich auch nicht schlimm war und ich dachte na ja wieder die spritze dann kriegt man nur den geringsten teil mit. im übrigen hab ich das teil auch gesehen und dachte oh nein wie soll das da rein :-o rein ist es gegangen, allerdings hatte ich eher pech mit allem anderen. ich habe wohl die spritze bekomme und sollte von 10 auf 0 zurückzählen. als ich bei 0 war und immer noch völlig klar meldete ich mich nochmals, das ich immer noch ganz bewusst da bin. mir wurde dann gesagt ich solle nochmals von 10 runterzählen. noch nicht bei 0 angekommen hatte ich das ding schon hinten drin und war völlig da. ich möchte jetzt nicht schreiben wie schlimm das war und ich nachher halb geschockt weil ich noch alles auf dem bilschirm sehen und ahnen konnte. ABER bitte lasst euch davon nicht verunsichern. es gibt einfache wege das zu vermeiden. a) sucht euch einen arzt/praxis in der ihr euch wohl fühlt oder die euch jmd empfehlen kann b) sprecht mit dem arzt und wehrt euch wenn ihr meint er hat nicht richtig zugehört. ich würde deswegen jetzt nicht sagen ich mache nie wieder eine darmspiegelung denn ich denke es gibt bei weitem schlimmeres und bei mir ist es einfach doof gelaufen, aber ich werde beim nächsten mal klipp und klar sagen was ich will und was nicht und bevor ich nicht total flach liege kommt da bei mir einfach nichts rein :-@

tXh7ekaszi


ach so ja das abführen. nun gut das muss eben sein. wenn man das daheim machen darf is es etwas angenehmer als im KH oder so. ich bin ein schlechter trinker und das zeug schmeckt auch nich besonders gut. Ich habe damals auch nicht alles geschafft zu trinken, aber als ich gemerkt hab dass nur noch wasser hinten raus kam |-o hab ich gedacht jetzt is eh alles draßen

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