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Schlimme Angst vor Analfissur OP!

M(ill/i8x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

habe am Montag einen Termin zum Entfernen einer chron. Analfissur. Ich leider seit vier Monaten darunter und ein gereglter Alltag ist schon lange nicht mehr möglich.

Nun habe ich aber schreckliche Angst vor der OP!!!!! :°(

Hat jemand von euch Erfahrungen damit. Bin für alle Erfahrungen und Ratschläge dankbar!

Bei der OP werden nur die Wundränder angefrischt und danach vernäht.

Ich wäre froh, es wär schon alles vorbei....

Antworten
U lttixmus


Hallo Milli85,

dass bei einer Analfissur nur die Wundränder angefrischt und dann vernäht werden sollen, verstehe ich nicht. Bist du bei einem Proktologen in Behandlung?

VG Ultimus

M=i+ll!i8x5


Nee, das ist der Chefarzt der Chirurgie. Er operiert generell sehr viele Darm-Patienten. Von Krebs bis zu Fissuren. Er hat Erfahrung! Das Einkerben des Schließmuskels macht man heute nicht mehr, weil später die Gefahr der Inkontinenz bestehen würde. Das Vernähen der Wunde ist unter den Ärzten umstritten. Meiner findet es gut...

Habe aber trotzdem große Angst vor der OP und den Schmerzen danach... %-|

M?ill0i85


Das gibts doch nicht. Hat denn wirklich niemand Erfahrung damit?!

Ich bräuchte echt jemanden der mir Mut macht.... :°_

Der OP-Tag rückt immer näher.... %-|

UQltimxus


Hallo,

das Vernähen der angefrischten Wundränder bei einer Fissur ist weniger üblich als die überkommene Fissoroperation, die in der Regel nicht mit, sondern ohne Schließmuskelschnitt vorgenommen wird. Wahrhscheinlich meldet sich bisher deshalb niemand, der über eigene Erfahrungen verfügt.

Bmette


Hallo Milli! Leider lese ich heute erst Deinen Beitrag. Ich bin, wie Du am Montag zur OP angemldet. Für mich ist das aber auch Neuland und ich drücke Dir ganz fest die Daumen. In einer Woche haben wirs schon überstanden und können dann ja mal Erfahrungen austauschen.

Augen zu und durch! Und alles, alles Gute!

Bette

M^illJix85


Schön zu wissen, dass ich das am Montag nicht alleine durchstehen muss. Bleibst du eine Nacht im Krankenhaus oder fährst du heim. Ich werds am Montag wohl spontan entscheiden. Wie lange hast du dich denn damit rumgequält?

Liebe Grüße

Drücke dir ganz fest die Daumen :)^

Bfettxe


Hallo Milli! Alles gut überstanden? Ich war jetzt von Sonntagabend bis Mittwochnachmittag im KH. Leider geht es mir noch nicht besser, weil die Ärzte festgestellt haben, dass ich eine chronische Darmentzündung habe.

Wie war Deine OP? Alles gut verlaufen? Sicher bist Du jetzt um einiges schlauer als zuvor. Wenn Du magst, kannst Du ja mal erzählen... Trotzdem ich ja was anderes habe als Du, interessieren mich Deine Erfahrungen.

Weiterhin erstmal gute Besserung!

MHillxi85


Ach Gott, du Arme....

Hattest du jetzt überhaupt eine OP bzw eine Fissur?

Ich habe diese Woche auch einiges mitgemacht.

Montag morgen:

Bin ins Kr.haus gekommen, wo ich mich erstmal als Privatpat. ummelden musste (bin eigentlich Kassenpat.), weil ich in ein vier-Bett-Zimmer mit drei dementen Omas gesollt habe. Nachdem ich mir dann ein Einzelzimmer erkämpft habe, kam ich in den OP. Als ich wach wurde hatte ich wirklich nur ganz leichte Wundschmerzen. Ich hatte mich schon gefreut. Wollte dann eine Nacht zur Kontrolle bleiben und am nächsten morgen heim.

Nachts bekam ich dann starke Schmerzen und es dauerte über eine Stunde bis ein Schmerzmittel (Novalgin) bekam. Das Mittel war echt zu schwach...

Am nächsten Morgen: "Gut, sie können dann heim."

Ich war noch keine zehn Min. daheim, da bemerkte ich einen riesigen Knubbel "da unten" und ich hatte unvorstellbare Schmerzen. Also: zurück ins Krankenhaus. Der Arzt hat gekuckt und meine nur:" Sie müssen nochmal operiert werden." Ich hab so geheult. Aus Angst und vor Schmerzen. Irgendwas da unten hatte sich entzündet oder mit Blut gefüllt oder so was ähnliches. Nach der zweiten OP, waren die Schmerzen dann erträglich. Gestern durfte ich nach einer Horrornacht im Kr.haus (kam dann doch zu den Omis in Zimmer) heim. Die letzte Nacht war schlimm. Hab vor Schmerzen nicht geschlafen. Mein Hausarzt hat mich heute mit Infusionen und Schmerzmittel versorgt. Und ich hab Antibiotika gekriegt. Er hat Angst, dass sich was entzünden könnte... Bin hin und her gerissen ob ichs nehmen soll. Schlägt ja auch immer auf die Verdauung....

Wie geht es bei dir jetzt weiter? Freue mich wieder von dir zu hören!

mAondkxäfer


oh Mensch das hört sich ja schlimm an! Ich wünsche dir eine eine gute Besserung! :)*

Aber sag mal wie kommt man denn eigentlich zu so einer Analfissur?

Und wie funktioniert das nach so einer Op dann mit dem Abführen?

MCiallix85


Hi Mondkäfer,

so ne Fissur hat man sich ganz schnell eingehandelt. Hätte nie gedacht, dass ich sowas mal kriege.

Hatte im Mai immer wieder Probleme mit meiner Verdauung (Abwechselnd Durchfall und Verstopfung) und mit einem Mal ist mir dabei ein Stück der Schleimhaut eingerissen. Und trotz aller Versuche: Es ist nicht wieder geheilt. So litt ich seit Monaten unter schlimmen Schmerzen und einem großen Verlust der Lebensqualität.

Mit dem Abführen: Das muss man vom ersten Tag an nach der OP ganz "normal". Tut natürlich sau weh :(v

Bei mir wars heute so weit. Kinder kriegen kann nicht schlimmer sein. Musste laut schreien und weinen.

Wär jetzt nur super wenns endlich heilt. Vielleicht hat ja jemand einen guten Ratschlag?! ":/

Schönen Abend noch :-D

U@ltiYmuxs


Hallo Milli85,

solche "Knubbel" entstehen durch Blutung oder Sekretverhaltung in einer vernähten Wunde; sind also Folge der Vernähung der Wundränder. Bei der klassischen Fissuroperation kann das nicht geschehen, weil die Wunde offen bleibt. Letztere braucht dann allerdings längere Zeit, um endgültig zu verheilen.

Zur Frage von mondkäfer, wie man zu einer Fissur kommt, lässt sich nur sagen, dass es verschiedene Gründe dafür geben kann. Sicherlich ist die Stuhlkonsistenz von Bedeutung. Zu harter, aber auch dünnflüssiger Stuhl, ebenso wie eine chronische Dickdarmdentzündung können eine ursächliche Rolle spielen; in gleicher Weise Entzündungen im Analkanal. Schließlich kann es auch um eine chronische Schließmuskelverspannung gehen. Nicht zu vergessen die mechanischen Einflüsse durch Überdehnung. Also ein komplexes Geschehen, vergesellschaftet häufig mit inneren Hämorrhoiden.

Fissuren gehören zu den schmerzhaftesten Aftererkrankungen, und man tut gut daran, sie von Anfang an konsequent zu behandeln, ehe sie chronisch werden.

Jetzt wünsche ich dir einen möglichst schmerzfreien und glatten Heilverlauf und einen schönen Sonntag.

VG

Ultimus

M5illxi85


@ Ultimus

Danke, dass du dir nochmal die Zeit genommen hast um zu Antworten.

Die Wunde wurde ja nicht vollständig vernäht. Die Enden wurden offen gelassen, damit das Wundsekret abfließen kann. Und trotzdem ist der Knubbel entstanden. Dieser wurde ja in einer zweiten OP (Not-OP- Hatte ja unerträgliche Schmerzen) entfernt. Das Problem: Trotz OP ist der Knubbel nicht ganz zurück gegangen, so dass jetzt eine große Mariske (sieht zumindest so ähnlich aus) übrig ist. Und neben diesem Knubbel ist jetzt ein neuer Riss entstanden %-|

Ich hab jeden Tag schlimme Schmerzen bei und nach dem Stuhlgang. Mein Leben ist z.Zt die Hölle. Bin richtig depressiv. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Morgen hab ich wieder einen Termin beim Arzt. Bin gespannt was dieser sagt. Ich fürchte es wird auf eine dritte OP rauslaufen... :[] ICH KÖNNT NUR NOCH HEULEN!!! :°(

U?lti;mmus


Hallo Milli85

ich wünschte, mein Bedauern über den atypischen Heilungsverlauf könnte dir helfen. Jetzt bleibt dir leider nur Geduld und Tapfersein. Vor allem musst du deinen Arzt bitten, dir effektiv wirksame Schmerzmittel zu verschreiben. Und damit nicht sparsam umgehen! Lauwarme Kamillensitzbäder wird man dir schon empfohlen haben. Die ausreichende Schmerzbekämpfung ist wichtig zur Heilung. Leider ist man in Deutschland damit sehr konservativ, zum Nachteil der Patienten.

Vielleicht hast du schon gemerkt, dass ich offene Wunden bevorzuge, weil sie zwar langsamer, aber folgenloser heilen. Doch mit meiner Meinung ist dir jetzt nicht gedient.

Alle guten Wünsche. In ein paar Tagen ist das Schlimmste vorbei.

Ultimus

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