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Probleme nach Nissen OP

l%icktVrick hat die Diskussion gestartet


Hallo! Bin neu hier und weiß gar ned so recht ob ich hier richtig bin.

Suche Leidensgenossen die ich so wie ich ernsthafte probleme nach der Nissen OP haben.

Angefangen hatte alles vor ca. 5 Jahren wo das erste Gefühl von Sodbrennen auftauchte. Erste richtige Untersuchung ein Jahr später, danach hab ich nach div. Alternativen gesucht, leider ohne Erfolg. Ich wurde dann nach einer weiteren bislang zigten Gastro auf das Nexium Medikament aufmerksam gemacht. War für dieses Objekt dann Proband für 2 Jahre, was mir auch sehr gut half für die Zeit. Anfangs nahm ich die 20 mg Tabletten ein,bis zum Ende der Testphase. Danach brauchte ich schon die 40 mg. Diese verloren dann auch nach ner zeit ihre Wirkung, zwar nicht ganz aber dennoch war das sodbrennen ab und zu wieder da. Folglich hatte ich meine OP dann Mitte September 03, gleich danach fingen die Probleme an: konnte kaum was essen bzw trinken,alles bleibt "stecken" in der Speiseröhre, Verdauungsschwierigkeiten (oft Durchfall) , extremer Gewichtsverlust (bis jetzt 15 kg, Tendenz steigend!!!) , usw...

Nach der ersten Gastro wurde eine leichte Gastritis festgestellt, nach der 2ten zuviel Gallensaft und Essensrückstände im Magen, Folge eine schlechte Verdauung, trinke seitdem Campari nach jedem (Horror) Essen, hat mir der Arzt empfohlen. Bei der Manometrie und PH Metrie Untersuchung letzte Woche wurde nichts abnormales festgestellt, genauso wenig beim Schluckröntgen, das mir heute gezeigt wurde. Jetzt soll ich warten bis Mitte Jänner 04 und dann über eine mögliche Rückoperation nachdenken.

Hat jemand ähnliche Schwierigkeiten, oder gehabt ?

Jetzt schon mal vielen Dank für eure Hilfe....

Liebe Grüße & Happy XMAS

Antworten
L=arixus


@ Licktrick

herzlich willkommen im "Club" ;-) es wäre natürlich besser gewesen wenn Du im Reflux-Thread (bischen tiefer, 415 Beitr.) gepostet hättest, auf den ich Dich hiermit hinweise, am besten Du kopierst alles nochmal darein. Da haben einige das gleiche oder ähnliches Problem, mich eingeschlossen.

Gruss

D*r.H.G.ScAhulz


Re: Nissen-Problem -> Re-Eingriff wahrsch. unumgänglich

Lieber Interessent,

Ihre beschrieben Probleme sind leider typisch für die Nissen-Fundoplikatio und treten, je nach Manschettentechnik, in 10-13% der Fälle auf !!!!

Ich beschäftige mich seit 12 Jahren mit der laparoskopischen Antirefluxchirurgie. Anfangs haben auch wir die Nissen-Manschette favorisiert, mußten allerdings sehen, daß dieser Manschettentyp in einem hohen Prozentsatz der Fälle zu Problemen wie Schluckstörungen führt. Aus diesem Grund wurde in unserer Klinik die Technik vor vielen Jahren auf sogenannte Hemifundoplikationes umgestellt, d.h. Halbmanschetten die mit einem erheblich geringeren Schluckstörungsrisiko behaftet sind (<1%).

Eine genaue Erklärung der Unterschiede führt hier zu weit, dazu schauen Sie doch einfach auf die Internet-Page:

[[http://www.sodbrennen.net]]

Es gibt bei der Antirefluxchirurgie passagere Schluckstörungen, die im Zeitraum von 6-12 Wochen verschwinden. Nach 3 Monaten muß man von einer Dauerdysphagie (so nennen wir Mediziner die Schluckstörung) ausgegangen werden.

I.d.R. werden dann zunächst Dilatationsversuche unternommen (Dehnung via Magenspiegelung), diese führen aber nur sehr selten zum gewünschten Erfolg!

In den meisten Fällen ist in der Tat eine Re-Operation unumgänglich, wobei die Re-Eingriffe operativ extrem anspruchsvoll sind und Sie sollten sich genaustens erkundigen, wo Sie einen solchen Eingriff durchführen lassen !!!!

Als Re-OP bietet sich eine Umwandlungsoperation Vollmanschette (Nissen) in eine Hemifundoplikatio (Toupet) an. Danach geht es den meisten Patienten sowohl vom Symptom des Sodbrennens, alsauch vom Symptom der Schluckstörungen gut.

Gute Besserung und ggf viel Erfolg für die Re-OP

MfG

gez. Dr.H.G.Schulz, Chirurgische Universitätsklinik, Marienhospital Herne, BRD

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