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Zwerchfellbruch: Wer hat's operieren lassen?

H2erma n#_the_Gecrmaxn


[[www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/021-013.html]]

Hier kann man die medizinischen Leitlinien für die Behandlung von refluxbedingten Krankheiten herunterladen.

Ist vielleicht für den einen oder anderen interessant zu lesen.

suofia34n-39 _jahPre alxt


:)D

a]lt%ersacZk5x3


Moin

Ende 2010 sagte ich das ich vollkommen beschwerdefrei bin.

Ich hab 10 Kg zugenommen und liege jetzt konstant bei 100 kg.

Irgendwann in 2011 habe ich wieder angefangen Omep regelmässig zu nehmen.

Im Winter 2011/2012 fingen meine Beschwerden so langsam an.

Beide Hüftgelenke fingen an beim spazieren gehen zu schmerzen.

Im Juni 2012 war es so schlimm das ich kaum noch 200 Meter beschwerdefrei gehen konnte und nach 300 Metern kam die Laufpause.

Nach kurzer Zeit konnte ich wieder ein Stück gehen, aber das war dann schon mehr ein humpeln.

Ich hatte mich schon im Krankenhaus mit neuen Hüftgelenken gesehen.

Durch Zufall stiess ich darauf das Gelenkschmerzen zu den seltenen Nebenwirkungen von Omep gehören.

Ich habe vor 12 Tagen das Omep aus meinem Magen verdammt und mich dafür mit Maloxan eingedeckt.

Die Strecke die ich jetzt beschwerdefrei laufen kann, wird mit jedem Tag deutlich länger.

Vom Parkplatz bis in die Firma sind es 350 Meter.

Die Treppe bin ich dann kaum noch hochgekommen.

Jetzt 2 Wochen später gehe ich diese kurze Strecke fast vollkommen beschwerdefrei und sprinte die Treppe hoch.

Vorgestern habe ich die 500 Meter zur Kneipe fast problemlos bewältigt.

Vor 14 Tagen brauchte ich 2 kurze Pausen und freute mich auf die rote Fussgängerampel.

Beschwerdefrei bin ich noch nicht, aber wenn ich mir überlege wie schnell das laufen schlechter wurde und wie ( relativ ) schnell es jetzt wieder besser wird, werde ich demnächst mal ein ganz ernstes Wort mit meinem Arzt reden der behauptet hatte das dieses Omep keine Nebenwirkungen hat und ich deshalb nicht operiert werden muss.

Ich denke ich werde mal den Arzt wechseln!!!

MfG

Gwrot&tixg


Uih, mein Faden wurde wieder erweckt.

@ altersack53

Mit Omep kenne ich mich nicht aus. Aber so am Rand, vor genau einem Jahr wurde ich operiert. Mein Reflux gehört der Vergangenheit an. Ich bin froh, mich für die OP entschieden zu haben. Es wurde in der hiesigen Uniklinik gemacht. Diese sah nach den üblichen Voruntersuchungen eine OP als induziert an, da der Reflux hoch pathologisch war.

EEntvle


bei mir wurde auch vor 3 Jahren Zwerchfellbruch und dadurch Reflux festgestellt, und ich sollte nun dauerhaft Omep nehmen. Tat ich auch 2 Jahre.

Wenige Monate nach dem Beginn der Omep Dauermedikation stellte sich bei mir Muskelschwäche, -belastungsintoleranz und -schmerzen bei Belastung ein, die sich sukzessive verschlechterten. Wirklich alles denkbare wurde untersucht, nichts gefunden. Daher werde ich den Verdacht nicht los, dass die Omep daran schuld sind.

Ich habs sogar geschafft, sie abzusetzen im Sommer letzten Jahres, die Muskelprobleme wurden zwar nicht viel besser, aber zumindest verschlechterten sie sich nicht noch weiter. Bis ich im Januar 2012 wieder mit den Omep anfangen musste, daraufhin verschlechterten sich die Muskelbeschwerden wieder deutlich. Zufall ??? ??? ???

Jetzt habe ich es seit ein paar Wochen wieder geschafft sie abzusetzen, und werde abwarten und ggf weiterberichten, was sich mit den Muskeln tut.

Ach ja, das einzige was festgestellt worden ist, ist eine massive Nahrungsmittelintoleranz gegen Kasein, Gluten, Mandeln, Nüsse, Soja..... da fragt man sich schon woher das kommt, wenn nicht von den PPI.

Auch wenn das in meinem Fall nur Spekulationen sind, kann ich nur jedem raten, wenn irgend möglich, dass Dreckszeug nicht zu lange zu nehmen. Nach 2 Jahren Dauermedikation und daraufhin absetzen, hatte ich wochenlang permanent so starkes Sodbrennen wie noch nie zuvor in meinem Leben, ich warf Talcid ein wie Bonbons ohne Wirkung. Erst nach ca. 6 Wochen hat dieser Reboundeffekt langsam nachgelassen und mit sehr viel Disziplin beim Essen und den übrigen Vorsorgemassnahmen und viel Kaugummikauen und ab und zu Talcid komme ich einigermassen klar, hoffe es bleibt auch so.

LG *:)

Entle

MPast<e!rxp


Ich würde mal auf Ranitidin 300 mg umsteigen. Ist wesentlich gesünder.

Zum Thema Refluxbehandlung empfehle ich den sehr ausführlichen Thread "Refluxerkrankung" hier im Forum: [[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/1153/1209/]]

Da sind mittlerweile alle Informationen, die man zum Thema Reflux und Behandlung wissen muss/sollte.

E5ntlxe


Ich würde mal auf Ranitidin 300 mg umsteigen

ja, momentan komme ich Gottseidank soweit zurecht, dass ich mit viel Disziplin und 2-3 Talcid pro Tag zwar nicht ganz, aber weitgehend beschwerdefrei bin. Und wenns dann schlimmer wird, nehem ich noch Ranitidin.

Hoffe es bleibt so, Anfang diesen Jahres war es auf einmal wieder so schlimm, dass es nicht ohne PPI ging, keine Ahnung woher dieser plötzliche Einbruch kam, hab nur Angst, dass das wieder kommen könnte....

LG

G@rVottxig


@ Entle

Hast du denn mal über eine OP nachgedacht?

E4ntlxe


ja, hab ich und ich hab mich auch intensiv mit den verschiedenen Methoden (Nissen, Löhde, Toupeh, mit oder ohne Netz...) befasst, aber ich bin für mich zu demselben Schluss gekommen, wie auch schon von Automatix ein paarmal sowohl in diesem als auch im Refluxfaden ausgeführt, dass mir sowohl das Risiko, danach an unschönen Nebenwirkungen wie Blähungen, Schluckstörungen, nicht mehr aufstossen können usw zu leiden zu hoch ist. Vor allem aber ist mir die Rezidivrate zu hoch! Klar kann ich Glück haben und bei mir machen sies perfekt, aber das kann mir keiner garantieren.

Solange es irgendwie anders geht werde ich das nicht machen lassen. Kann natürlich sein, dass es in 5 Jahren so schlimm geworden ist dass es nicht mehr anders geht, aber dann ist es früh genug. Und vielleicht haben sie bis dahin dann noch bessere Netze entwickelt dass die Gefahr des Einwachsens in die Speiseröhre noch geringer wird.

LG

M%aaste:rp


ja, momentan komme ich Gottseidank soweit zurecht, dass ich mit viel Disziplin und 2-3 Talcid pro Tag zwar nicht ganz, aber weitgehend beschwerdefrei bin. Und wenns dann schlimmer wird, nehem ich noch Ranitidin.

Eh, meinst Du mit Talcit diese Kautabletten aus der Apotheke ? Da würd ich lieber zu Ranitidin greifen. Wirkt wesentlich besser als das Billigzeug aus der Apotheke.

Hoffe es bleibt so, Anfang diesen Jahres war es auf einmal wieder so schlimm, dass es nicht ohne PPI ging, keine Ahnung woher dieser plötzliche Einbruch kam, hab nur Angst, dass das wieder kommen könnte....

Entle

Nun, wenn der Bruch zu gross ist, helfen dann auch die Tabletten immer weniger, weil ja dann die Magenöffnung immer grösser wird und dadurch der Mageninhalt zurückfliesst.

Vor allem aber ist mir die Rezidivrate zu hoch! Klar kann ich Glück haben und bei mir machen sies perfekt, aber das kann mir keiner garantieren.

Nun, die Rezidivrate ist zumindest bei der [...] Methode ziemlich gering. Aufstossen und Erbrechen ginge auch hier weiterhin.

Solange es irgendwie anders geht werde ich das nicht machen lassen. Kann natürlich sein, dass es in 5 Jahren so schlimm geworden ist dass es nicht mehr anders geht, aber dann ist es früh genug. Und vielleicht haben sie bis dahin dann noch bessere Netze entwickelt dass die Gefahr des Einwachsens in die Speiseröhre noch geringer wird.

Das wäre zu wünschen.

E[ntxle


Eh, meinst Du mit Talcit diese Kautabletten aus der Apotheke ? Da würd ich lieber zu Ranitidin greifen. Wirkt wesentlich besser als das Billigzeug aus der Apotheke.

das stimmt, aber ich bin der Meinung, dass man es zuerst immer mit dem schwächsten Mittel versuchen sollte, ich will ja die Magensäureproduktion nicht komplett runterfahren, um Verdauungsproblemen, blockierte Aufnahme von Vitaminen usw vorzubeugen.

Zumindest soweit das geht, wenns mal den ganzen Tag nur noch brennt, dann natürlich nicht.

Nun, die Rezidivrate ist zumindest bei der [...] Methode ziemlich gering

naja, da sind wir aber doch wieder an dem Punkt, dass es iG zu der Fundo keine veröffentlichten Langzeitergebnisse (>5 oder besser noch 10 Jahre) gibt. Und was einzelne Patienten berichten, schön und gut, aber das sind dann 5 oder 10 und was ist mit den anderen 1000? Auf Gästebucheinträge geb ich nix, die kann man manipulieren.

Versteh mich nicht falsch, ich will [...] nicht schlecht reden, aber mir fehlt da noch ein bisschen so der Beweis für seinen Erfolg.

Wenns denn bei mir mal so weit sein sollte würd ichs mir aber trotzdem überlegen.

LG

S5cIhlit&z]auge6x7


Ich habe einen Zwerchfellbruch groß wie ein Scheunentor.

Sodbrennen und Suppe hochschwapp – alles gehabt.

Seit ewigen Zeiten nicht mehr. Ich habe an der Ernährung gedreht. Bestimmte Nahrungsmittel kommen nur noch 10 g weise z. Bsp. auf Brot. Fetter Käse: 10 g, fette Wurst 10 g, Butter ersetzt durch Philadelphia, auch nur 10 g, Gesamtfettgehalt morgens auf Brot 12 g.

Esse ich mehr, ist der Magen überlastet und produziert vermehrt Magensäure. Zum Darm her öffnet sich erst nach Stunden der Pförtner, so dass dann die Suppe zurückschwappt.

Viele Menschen sagen, es sei wurscht, was sie essen und wieviel, sie bekämen davon eh Sodbrennen. Fragt man aber mal nach, wie die kontrollierte Konsequenz denn aussieht, auf die Ernährung zu achten (auch keine Fertigprodukte mit reichlich Inhaltsstoffen zu verwenden),

und dies eben langfristig (heißt lebenslang) zu veranstalten, guckt man in Gesichter, die einem sagen, man hätte ja einen Vogel. Und sie haben es auch nicht einmal über Wochen hinaus probiert.

Der Magen braucht Zeit, sich zu erholen, aber er tut es. Und da das Scheunentor von Hernie ja das Gleiche geblieben ist, es aber nach einiger Zeit eben nicht mehr hochschwappt, kein Sodbrennen mehr auftritt, liegt es wohl daran, dass der Magen nicht mehr so viel Säure produziert.

Und ich merke es bei mir: eine größere Sünde (zumeist zu fettig gegessen)– und das Sodbrennen ist wieder da. Eine starke Sünde macht eine Woche Sodbrennen.

Kein Wunder also, dass viele schnell aufgeben, weil sie einfach nicht verstehen, dass der Magen allein bei Sünde 1 Woche bis 10 Tage zur Regeneration braucht. Würden sie Säure auf die Haut kleckern, würde das auch 7 – 10 Tage brauchen, bis es verheilt ist. Die Magenschleimhaut kann optimal mit einer bestimmten Menge Säure problemlos existieren, aber alles darüber hinaus, läßt sie eben verätzen.

Essen Betroffene jeden Tag zuviel von etwas, was den Magen zur vermehrten Säureproduktion anregt, weil das Lebensmittel eben in der Menge oder Zusammensetzung unverträglich ist, bleibt die Verätzung des Magens natürlich erhalten.

Ich bin trotz des Scheunentors völlig frei von Sodbrennen, brauche keine Medikamente. Das Ganze hat mir mal ein Heilpraktiker erzählt, wie der Magen funktioniert. Außerdem war ich in einer Klinik in Behandlung, wo man wegen Unverträglichkeiten erst einmal auf Null gesetzt wird und dann nach und nach jeweils ein Nahrungsmittel mehr verwendet.

Tagebuch der Einfuhr ohne Ende, sehr lästig und zeitraubend, über Monate hinweg, bis man weiß, was der Magen nicht oder in welche Menge auch immer nicht verarbeiten kann.

Das Immunsystem reagiert auch auf Nahrungsmittel. Esse ich heute etwas, habe kein Sodbrennen oder was auch immer davon, begehe ich den Irrtum, dass ich meine, morgen vertrage ich das Gleiche wieder. Das kann so sein (weil ich überhaupt nicht auf das Essen reagiere, der Körper sich also neutral verhält).

Es kann aber sein , das mit diesem einen Verzehr das Immunsystem bereits gereizt ist, es aber körperlich noch nicht spürbar ist. Isst man dann einen Tag später das gleiche Nahrungsmittel wieder, fühlt man vielleicht gering etwas. Da es einem am Vortag aber gut ging, denkt man, das muß etwas anderes sein. Und man isst am nächsten 3. Tag von dem Lebensmittel wieder eine Portion, weil – am 1. Tag ging es einem ja gut.... Und das geringe Sodbrennen des Vortages hat man ja gar nicht mit dem wirklichen Auslöser in Zusammenhang gebracht.

Und nun am 3. Tag ist das Sodbrennen sehr unangenehm.

Das Immunsystem ist durch die erneute Aufnahme endgültig überfordert und versucht, dagegen an zu steuern und wie bei Pollen die Nase, ist es hier der Magen – und der Magen versucht, den Störenfried immer weiter zu eleminieren, sprich aufzuspalten, durch mehr Säureproduktion. Weil ja an und für sich die Magensäure dazu dient, den Mageninhalt zwecks Verdauung vorzubereiten. Der Magen ist genau dafür konzipiert, was anderes hat er nicht gelernt. Er versucht eigentlich das Richtige zu machen. Die Information, das etwas Unverträglich ist, hat hier ihre Ursache im '

Immunsystem, was immer mehr zusammenbricht.

Ein unverträgliches Nahrungsmittel behelligt das Immunsystem 4 Tage lang. Daher wird in so einer Klinik ein und dasselbe Nahrungsmittel erst wieder am 5. TAg verabreicht.

So beruhigt sich auch das Immunsystem wieder – kommt auf einen normalen Level zurück.

Durch das konsequente Tagebuchführen wird man gewahr, welches Nahrungsmittel Probleme bereitet.

Wenn man es raus hat, kann man dies sogar wieder in geringem Maße essen, ohne Sodbrennen. Aber eben nicht am nächsten Tag wieder und wieder und wieder.

Der Denkfehler liegt bei "das habe ich gestern doch problemlos gegessen" – und schaufelt sich das munter immer wieder ein. Und leider sind es immer einige Kombinationen von Nahrungsmitteln.

Aber Recht haben diejenigen dann, die behaupten, sie könnten essen, was sie wollen, sie haben immer Sodbrennen.

Weil sie die Ursache im Immunsystem nicht kennen, nicht wissen (oder nicht wissen wollen) oder/und es wegen der mühseligen und endlosen Ernährungsprotokolle auch gar nicht angehen wollen.

Man hat erst nach monatelangen Protokollen den Aha-Effekt. Kann Auslöser minimieren, sprich sie nur einmalig essen, dann erst wieder in 5 Tagen und ein freudvolles Leben ohne Sodbrennen und Hochschwappen führen. Ohne Medikamente überhaupt.

M1a sterxp


das stimmt, aber ich bin der Meinung, dass man es zuerst immer mit dem schwächsten Mittel versuchen sollte, ich will ja die Magensäureproduktion nicht komplett runterfahren, um Verdauungsproblemen, blockierte Aufnahme von Vitaminen usw vorzubeugen.

Das mit der vollständigen Vitaminunterdrückung hast Du bei Ranitidin nicht. Es wirkt nicht so brutal wie die PPIs (Pantoprazol, Omed und Co.). Kannst mir ruhig glauben. Nehm die schon ca. 15 Jahre jetzt am Stück.

Wenns denn bei mir mal so weit sein sollte würd ichs mir aber trotzdem überlegen.

Bis dahin kannst Du ja im Faden "Refluxerkrankung" die bisher zusammengetragenden Infos zu dem Thema jederzeit abfragen. Es sollte Dir und jedem anderenErkrankten bei seiner Entscheidung helfen.

Schlitzauge67

Grüss Dich,

Ich habe einen Zwerchfellbruch groß wie ein Scheunentor.

Die Gefahren des Einklemmen des Magen und hochrutschen in den Brustbereich kennst Du ?

Seit ewigen Zeiten nicht mehr. Ich habe an der Ernährung gedreht. Bestimmte Nahrungsmittel kommen nur noch 10 g weise z. Bsp. auf Brot. Fetter Käse: 10 g, fette Wurst 10 g, Butter ersetzt durch Philadelphia, auch nur 10 g, Gesamtfettgehalt morgens auf Brot 12 g.

In der Tat kann man damit seine Umstände "etwas" lindern.

Esse ich mehr, ist der Magen überlastet und produziert vermehrt Magensäure. Zum Darm her öffnet sich erst nach Stunden der Pförtner, so dass dann die Suppe zurückschwappt.

Es kommt auch vielmehr drauf an wie man die Mahlzeiten verarbeitet. Der übliche Refluxler hat die Angewohnheit, seine Mahlzeiten herunterzuschlucken wie eine Schlange. Wenn solch ein Batzen fast unzerkaut im Magen landet, versucht dieser diesen mit viel Säure klein zu bekommen. Ein logischer Vorgang also. Man sollte sich daher wieder angewöhnen, die Lebensmittel ausgiebig zu kauen!

Viele Menschen sagen, es sei wurscht, was sie essen und wieviel, sie bekämen davon eh Sodbrennen. Fragt man aber mal nach, wie die kontrollierte Konsequenz denn aussieht, auf die Ernährung zu achten (auch keine Fertigprodukte mit reichlich Inhaltsstoffen zu verwenden),

Nun, ein Teil von dem was Du schreibst mag sicherlich stimmen. Dennoch bleibt die Tatsache, dass durch das Zwerchfellbruch der Magenpförtner nicht mehr komplett schliesst und der Mageninhalt dadurch zurückschwappt. Umso grösser der Bruch, umso grösser die Magenöffnung und umso grösser auch die Symtome. Ist an dieser Stelle auch dann logisch, dass die übliche Dosis an PPIs dann irgendwann versagen, da diese nicht mehr gegen die Masse ankommt.

Der Magen braucht Zeit, sich zu erholen, aber er tut es. Und da das Scheunentor von Hernie ja das Gleiche geblieben ist, es aber nach einiger Zeit eben nicht mehr hochschwappt, kein Sodbrennen mehr auftritt, liegt es wohl daran, dass der Magen nicht mehr so viel Säure produziert.

Bei so ein offenen Scheunentor sollte aber, ungeachtet von der Essensweise, dennoch der Mageninhalt zurückfliessen und die Speiseröhre reitzen.

Essen Betroffene jeden Tag zuviel von etwas, was den Magen zur vermehrten Säureproduktion anregt, weil das Lebensmittel eben in der Menge oder Zusammensetzung unverträglich ist, bleibt die Verätzung des Magens natürlich erhalten.

Der Magen verätzt sich schonmal nicht selbst.

Ich bin trotz des Scheunentors völlig frei von Sodbrennen, brauche keine Medikamente. Das Ganze hat mir mal ein Heilpraktiker erzählt, wie der Magen funktioniert.

Ich muss immer schmunzeln wenn ich das Wort "Heilpraktiker" höre.

Außerdem war ich in einer Klinik in Behandlung, wo man wegen Unverträglichkeiten erst einmal auf Null gesetzt wird und dann nach und nach jeweils ein Nahrungsmittel mehr verwendet.

DAS wäre in der Tat ein interessantes Thema. Vielleicht magst Du da mal mehr erzählen.

Das Immunsystem reagiert auch auf Nahrungsmittel. Esse ich heute etwas, habe kein Sodbrennen oder was auch immer davon, begehe ich den Irrtum, dass ich meine, morgen vertrage ich das Gleiche wieder. Das kann so sein (weil ich überhaupt nicht auf das Essen reagiere, der Körper sich also neutral verhält).

Es kann aber sein , das mit diesem einen Verzehr das Immunsystem bereits gereizt ist, es aber körperlich noch nicht spürbar ist. Isst man dann einen Tag später das gleiche Nahrungsmittel wieder, fühlt man vielleicht gering etwas. Da es einem am Vortag aber gut ging, denkt man, das muß etwas anderes sein. Und man isst am nächsten 3. Tag von dem Lebensmittel wieder eine Portion, weil – am 1. Tag ging es einem ja gut.... Und das geringe Sodbrennen des Vortages hat man ja gar nicht mit dem wirklichen Auslöser in Zusammenhang gebracht.

Das Immunsystem ist durch die erneute Aufnahme endgültig überfordert und versucht, dagegen an zu steuern und wie bei Pollen die Nase, ist es hier der Magen – und der Magen versucht, den Störenfried immer weiter zu eleminieren, sprich aufzuspalten, durch mehr Säureproduktion. Weil ja an und für sich die Magensäure dazu dient, den Mageninhalt zwecks Verdauung vorzubereiten. Der Magen ist genau dafür konzipiert, was anderes hat er nicht gelernt. Er versucht eigentlich das Richtige zu machen. Die Information, das etwas Unverträglich ist, hat hier ihre Ursache im '

Immunsystem, was immer mehr zusammenbricht.

Das was Du beschreibst, müsste letzten Endes eher eine Autoimmunkrankheit sein, wo der körper generell zur krankhaften Vermehrung von Magensäure neigt.

SAc9hlitz)auge67


Das was Du beschreibst, müsste letzten Endes eher eine Autoimmunkrankheit sein, wo der körper generell zur krankhaften Vermehrung von Magensäure neigt.

Es ist einfach nur eine verstärkte Reaktion des Immunsystems, wie bei Heuschnupfen auch. Warum das Immunsystem aber so verrückt reagiert, weiß doch kein Mensch, sprich auch kein Arzt....

Der Magen verätzt sich schonmal nicht selbst.

Stimmt. Aber es kommt durch die vermehrte Säure zu Entzündungen, die als schließlich als Brennen wahrgenommen wird.

Sodbrennen mit Reflux ist doch hier das Thema , oder? Und die hochgeflossene Pampe ist doch sauer und jeder Gastroenterologe wird einen roten Ösophagusausgang bescheinigen.

Diese Entzündungen werden doch durch die Säure ausgelöst, gelle? Sonst würde man doch nicht mit allerlei Medikamenten ausgerechnet versuchen, dies zu unterbinden. Mit genau dem Ziel, diese Entzündungen zu vermeiden/ abheilen zu lassen.

Und wenn Menschen ihr Essen runterschlingen, sollten sie in die Verantwortung genommen werden, essen anders zu lernen. Langsam kauend eben. Es bleibt eigentlich dabei: der Mensch ist zu bequem, das Richtige in Maßen zu essen.

Statt sich zu ändern oder zumindest kontrolliert zu essen, wird lieber eine Tablette oder sogar eine OP eingefordert.

M?asterCp


Stimmt. Aber es kommt durch die vermehrte Säure zu Entzündungen, die als schließlich als Brennen wahrgenommen wird.

Richtig, aber nur, wenn diese Säure in den Bereich der Speiseröhre kommt.

Der Magen hat einen Schutz vor Selbstverdauung, die Speiseröhre hingegen nicht.

Sodbrennen mit Reflux ist doch hier das Thema , oder? Und die hochgeflossene Pampe ist doch sauer und jeder Gastroenterologe wird einen roten Ösophagusausgang bescheinigen.

Richtig.

Diese Entzündungen werden doch durch die Säure ausgelöst, gelle? Sonst würde man doch nicht mit allerlei Medikamenten ausgerechnet versuchen, dies zu unterbinden. Mit genau dem Ziel, diese Entzündungen zu vermeiden/ abheilen zu lassen.

Moment, ich glaube Du wirfst hier zwei Dinge in einem Pott. Es gibt einmal das Magenproblem (Magenschleimhautentzündung oder Magengeschwür) Gastritis und dann die sogenannte Refluxerkrankung, die durch ein Zwerchfellbruch ausgelöst- oder halt durch eine Autoimmunerkrankung ausgelöst wird.

Gastritis und Reflux können im Bundle auftreten sofern das Bakterium "Helicobacter" daran beteiligt ist. Ansonsten sind beide Krankheitsbilder völlig unabhängig voneinander.

Und wenn Menschen ihr Essen runterschlingen, sollten sie in die Verantwortung genommen werden, essen anders zu lernen. Langsam kauend eben. Es bleibt eigentlich dabei: der Mensch ist zu bequem, das Richtige in Maßen zu essen.

Sicher. Ich würde sowieso auch gesunden Menschen anraten die Lebensmittel ausgiebig zu kauen. Ein Zwerchfell kann sich auch "ausleiern".

Statt sich zu ändern oder zumindest kontrolliert zu essen, wird lieber eine Tablette oder sogar eine OP eingefordert.

Nochmal, bitte nicht Gastritis mit Reflux verwechseln. Eine gesunde Lebensweise kann bei einem Reflux unterstützend wirken jedoch das Leiden/Problem niemals beheben. Ganz andern bei einer Gastritis. Da ist Ernährungsumstellung pflicht.

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