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Schmerzen nach Darm-OP wie lange normal?

gjeierx1 hat die Diskussion gestartet


Hallo, mir wurde vor 4 Tagen eine 7 cm tief sitzende Darmfistel rektal entfernt.

Dabei wurde das angegriffene Gewebe in einem Dreiecksschnitt herausgetrennt und soll so wieder zusammenwachsen.

Wunde blutet nicht und Stuhlgang geht unter Schmerzen auch.

Krankenhausaufenthalt war 1 Tag und seit 3 Tagen sitze ich zu Hause und muss jede 5 – 6 Stunden starke Schmerztabletten nehmen, weil es ohne nicht geht.

Wie lange werde ich etwa noch Schmerzen haben bzw. welcher Zeitraum danach wäre unnormal ?

Danke

Antworten
UultNimxus


Hallo geier1,

genau kann das hier niemand sagen, weil man nicht sehen kann, wie tief tatsächlich geschnitten wurde. Davon hängt aber die Heildauer ab und die Dauer der Schmerzen. Schmerzempfindichkeit ist darüber hinaus abhängig von deiner persönlichen Schmerzempfindlichkeit. Über den Daumen gepeilt: 2-3 Wochen. Aber der Schmerz sollte sich in dieser Zeit nach und nach reduzieren. Mit den Tabletten solltest du nicht sparen, damit sich der Schmerz nicht einschleift.

Gruß

Ultimus

gMeLiexr1


Danke für die Auskunft.

Laut Arzt sollte es Weihnachten wieder normal sein, damit war aber mehr das allgemeine Wohlbefinden gemeint.

Allerdings habe ich wohl den nach der Narkose auftretenden Schmerzpegel bzw. die stete Dauer nach dieser eigentlich eher kleinen ? OP unterschätzt und wurde darüber auch kaum aufgeklärt.

Nur die Internistin hat vorher so am Rande erwähnt, das es " nicht so angenehm " wäre.

Jetzt kann ich das in etwa einschätzen............... ":/

Es scheint aber ganz langsam voranzugehen, Tabletten brauche ich "nur" noch alle 7 – 8 Stunden und dabei habe ich teilweise schon wieder ein halbwegs annehmbares Gefühl.

Ohne Tabletten, keine Chance.

Sitzen und Gehen verursachen eher Schmerz als Liegen auf der Seite.

Eine Notlösung ist noch eine heisse Badewanne mit Beine hoch.

Nochmal brauch ich das nicht........................ :-(

gdeiexr1


Tja, leider hat die Schmerzfreiheit nur von Anfang Januar bis Anfang März gehalten.................... :-(

Nun habe ich wieder dieselben Probleme, der Gesäßbereich wird taub und es drückt aus der Region des Darminneren heraus.

Sitzen fällt schwer und die Tabletten helfen nur Stundenweise.

Kann man den gar nichts gegen die Neubildung der Fisteln tun ?

Können möglicherweise überreizte Geschlechtsorgane oder die Prostata diese Schmerzen begünstigen oder sie gar verursachen ?

Ich kann mich doch nicht alle 3 Monate operieren lassen................. :(v

ggeierx1


So, seit heute aus dem Krankenhaus, diesmal 5 Tage mit Notaufnahme und einem schönen tiefen Schnitt durch die innere Pobacke............... :-/

Die damals wohl nicht vollständig erfolgreich entfernte Analfissur hat einen äußeren Darmabszess in einem noch tieferen Bereich ausgelöst, so dass man nun von Außen einen freiliegenden Ablauf legen musste.

Jetzt muss die breite offene Wunde wochenlang tamponiert werden, damit sie von innen nach außen zuwachsen kann.

Und der ärztlichen Aussage, dass es immer wieder passieren kann............................. :[]

S/chnUeehe{xxe


Ich kann dir leider nichts dazu sagen, aber du tust mir leid :)* .

g!eiexr1


Ich bin langsam echt am Verzeifeln............................. {:(

Heute nach knapp 4 Wochen täglichem Verbandswechsel durch die Schwestern des Hausarztes einen Verbandstermin bei einem Wochenend Notdienst – Chirurgen gehabt.

Der hat völlig verständnislos auf die wochenlangen Tamponade – Versuche der Wunde reagiert, weil sie so zwecklos wäre.

Und er hat es auch plastisch vorgeführt.

Die damalig schlecht entfernte Darmfistel hatte einen Gang in die Gesäßmuskeln gebildet, der jetzige Pobackenschnitt hat aber nur die angesammelte Abzessflüssigkeit ablaufen lassen, nicht aber das Loch zum Darm geschlossen.

Er hat dann den immernoch 7 cm tiefen Pobackenschnitt mit einer Spritze unter Druck ausgespült und als Beweis trat die Spülung daraus und gleichzeitig durch den Schliessmuskel.................................... :|N

Vorher hat er noch eine Flüssigkeitsprobe aus dem Schnitt genommen, die auf Keime/ Bakterien / Erreger untersucht werden muss.

Er hat dann einen Arztbrief an meinen Hausarzt geschrieben, wonach er dringend die vorherige stationäre Sanierung der alten Darmfistel auch unter Einsatz von Antibiotika empfiehlt.

Im Prinzip wirfte er damit der Chirurgie des ausführenden Krankenhauses bzw. dem zweimalig zuständigen Gastroenterologen Fehlbehandlung vor.

Erstens die alte Darmfistel nicht korrekt entfernt.

Zweitens der Pobackenschnitt hat ohne die nachträgliche Sanierung der Darmfistel keine längerfristige Heilungschance und der Abszess wird dort so immer wieder kommen, weil eben ein Loch im Darm ist.

Ich bin jetzt fast soweit, dass ich vom örtlichen Krankenhaus auf die benachbarte Uniklinik

wechseln werde, da ich hier niemandem mehr traue............................ :(v

R?emu'-la


Ich bin jetzt fast soweit, dass ich vom örtlichen Krankenhaus auf die benachbarte Uniklinik

wechseln werde, da ich hier niemandem mehr traue...........................

Das würd ich aber auch machen! Das ist ja kaum zu glauben. Du Armer! :°_

Vielleicht kann dir auch der Chirurg, den du am WE aufgesucht hattest, weiterhelfen.

Ich wünsch dir von ganzem Herzen dass das bald abgeheilt ist und NIE mehr wieder kommt! :)*

gwei0er1


Danke für die Wünsche, mir wäre eine dauerhaft effektive Behandlung auch wichtig.

Seit 4 Wochen sitze ich hier auf einem Gummiring, gehe jeden Tag zu Wundversorgung zum Arzt und muss mir nun sagen lassen, das das Alles nichts bringen wird.

Der Hausarzt kann auch nur überweisen, die Spezialisten sollten woanders sitzen.

Mache mir langsam echt Sorgen wie es gesundheitlich, beruflich und privat weitergehen soll.

Zu viel / zu langer Ausfall wird sich der Arbeitgeber nicht auf Dauer bieten lassen, ohne sichere Einnahmen platzt der kurz bevorstehende Kauf eines eigenen Hauses und Zuhausesitzen nervt einfach nur noch jeden an.

RYemu-xla


Es werden sicher auch wieder bessere Zeiten kommen! :°_ :)z

Geh in ein anderes KH, zu der Uniklinik, oder jemand anderes der besser ist als der bisherige. Nur nicht aufgeben! Ich wünsch dir viel Kraft! :)*

g|eieIr1


So jetzt habe ich den Beweis, dass ich ein weiteres Loch im Darm habe.................... :°(

Ob dies eine Verletzung des Darms im Zuge des letzten Pobackenschnitts ist oder eine neue Fistelgangbildung zufällig in Höhe dieser Schnitthöhle konnte erstmal nicht gesagt werden.

Fakt ist dass nächstens eine neue OP ansteht und auch das böse Wort Stoma wurde schon in den Mund genommen........................... %-|

R{emu-xla


Ach Mann, das tut mir aber leid :°_

Immerhin hast du nun jemand kompetenteres gefunden?

Wann soll denn die op sein?

Ich wünsch dir das alles bald verheilt und ein Stoma nicht nötig ist! @:) Ist das nicht sowieso das aaaller-allerletzte was man macht? Wenn gar nichts mehr geht? Du hast doch sicher noch andere Möglichkeiten, oder?

gbeiexr1


Update:

Auch die 2. OP brachte bezüglich des Loches/ offener Fistelkanal keine Besserung.

Es lief weiter Flüssigkeit aus der ( nun doppelt so großen ) Schnittwunde und bei starkem Darmdruck entwich Luft aus dieser.

Dann wurde der Flüssigkeitsablauf mit Hilfe eines eingelegten Fadens gefördert und OP 3 stand vor 2 Wochen an.

Dabei wurde ein Plague (mehrschwänziger Stöpsel aus Schweinedarm ) in das Loch / Fistelkanal eingesetzt und vernäht.

Leider scheint auch diese nicht erfolgreich gewesen zu sein, denn die Probleme haben sich eigentlich nur potenziert.

Schon kleinste Blähungen im Darm reichen nun, um die mittlerweile halb zugeheilte Schnittwunde durch Blubbern und Nässen in Bewegung zu bringen.

Flüssigkeit kommt nun etwa doppelt so viel wie vorher, wobei dies ein Gemisch aus Blut, Eiter und Darmsäften ( riecht nach Essig/ Säure ) zu sein scheit.

Manchmal ist es auch nur reines Blut bzw. immer dünner werdender Darmsaft.

Dieser ist so aggressiv, dass er zwischen den Pobacken auf den Schliessmuskel läuft und heftiges Brennen verursacht.

Beim Stuhlgang kann ich nur so sitzen, dass die Wunde auf die Toilettenbrille gepresst wird um Druck im Darm und nicht in der Wunde zu erzeugen.

Ich muss 2 – 3 mal am Tag die Saugkompressen wechseln, da sie ständig durch sind.

Außerdem trage ich nun seit 8 Monaten täglich Slipeinlagen.

Mittlerweile gehe ich ( und der Arzt ) davon aus, dass eine Darmresektion + Stoma unumgänglich wird, die er mir gern mit diesen kleineren Möglichkeiten erspart hätte.

Aber leider hat nichts geholfen.

gIeiekr1


So, nach mittlerweile etwa 2 Jahren Leidenszeit und 5 stationären + 2 ambulanten OP ohne Erfolg ( Loch im Darm ) wird nun ein mehrmonatiges Dünndarmstoma und OP an der trockengelegten Darmstelle durchgeführt.

Ich hoffe auf Erfolg, da es wohl die letzte Chance auf Heilung ist.

Desweiteren würde ich dann gern eine Kur machen, da mich die ganze Sache bisher geistig und körperlich ziemlich mitgenommen hat.

Mein Hausarzt meint allerdings, dass es wegen OP am Darm bzw. Stoma keine geeignete Kur bzw. Reha gäbe, auf die man mit dem Krankheitsbild Anspruch hätte.

Auch das Krankenhaus bzw. der Chirurg sieht da keine Notwendigkeit.

Merkwürdig oder normal ?

Mxonstxi


Ist ja ziemlich blöd gelaufen :°_ , aber ein temporäres Ileostoma könnte tatsächlich dafür sorgen, dass Du nach Rückverlegung endlich Ruhe hast. Vor einem Ileostoma musst Du keine Angst haben. Ich habe seit über 8 Jahren bei komplett fehlendem Dickdarm ein endständiges, nicht mehr rückverlegbares Ileospuckerle und lebe gut damit. Für die Zeit mit dem Stoma ist dieses Forum Gold wert --> [[http://www.stoma-forum.de]] . Vieles wissen nämlich selbst sehr erfahrene Stomatherapeut(inn)en nicht. Von uns alten Hasen bekommst Du Tipps, von denen Du sonst nichts erfährst.

Nach der Rückverlegung kann es etwas dauern, bis sich Dein ehemals stillgelegtes Gedärmel wieder an Arbeit gewöhnt. Aber das pendelt sich ein. Die Rückverlegung ist ein winziger Eingriff, sofern Du ein doppelläufiges Ileostoma bekommst.

Eine Reha bzw. Kur bringt i.d.R. nicht viel mehr als ein wenig Tapetenwechsel. Ich war nach vier großen OPs und einer schweren Bauchfellentzündung mit Sepsis im Jahr 2004 in einer speziellen Reha-Klinik in der Steiermark und hätte mir diesen Aufenthalt glatt schenken können.

Liebe Grüße

Angie

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