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Übersetzung Arztbrief/ Entlassungsbrief

Pjusc4hkxin hat die Diskussion gestartet


Ich hoffe wirklich, dass jemand antwortet und ich die 6294 Zeichen nicht umsonst getippt habe ;-D .

Ist zwar viel zum lesen, aber wäre euch echt dankbar wenn ihr den Brief durchliest und jeden Abschnitt mit eigenen Worten zusammenfast.

Ich glaube die wissen irgendwie selbst nicht was das jetzt ist, so wie ich es verstanden habe.

Entlassungsbrief

Diagnose(n):

Chronische Unterbauchschmerzen seit 7 Jahren bei hochgradigem V.a. Morbus Crohn

Arterielle Hypertonie

Nikotinabusus

Aufnahmeanlass und Vorgeschichte:

Herr * wurde wegen seit 7 Jahren bestehender Unterbauchschmerzen re.-seitig, die besonders morgens auftreten, stationär aufgenommen. Gelegentlich bestehen Stuhlunregelmäßigkeiten mit Obstipationsneigung. Kein Schleim, kein Blut. Keine nahrungsabhängigen Beschwerden. Kein Fieber, kein Erbrechen. Eine Gastroskopie ist vor ca. 1 Jahr beim Hausarzt erfolgt.

Routinemäßig bestimmte Laborparameter:

Großes Blutbild, Quick, INR, PTT, Na, K, Ca, Krestinin, Harnstoff, Harnsäure, GOT, GPT, AP, Gamma-GT, Bili ges., CHE, CK, CKMB, LDH, Lipase, Cholesterin, Triglyceride, Eisen, Glucose, CRP, BKS, Ges.-Eiweiß, Serum-Elektrophorese, TSH basal, Urin Status, Blutzuckertagesprofil.

Davon pathologisch (Kontrolle):

Labor:

Lipase:136 [20.12.2010 10:47] 86 [21.12.2010 10:51] U/L (13-60), LDL Cholesterin: 104 [20.12.2010 10:47] mg/dl (<100), CRP: <0.30 [20.12.2010 10:47] <0.30 [21.12.2010 10:51] mg/dl (<0.5), HbA1c: 5.80 [20.12.2010 10:47] % (4.3-6.1), BKS1: 10 [20.12.2010 10:47] mm/Std. (<15), TSH: 2.77 [20.12.2010 10:47] ulU/ml (0.27-4.20).

Laktoseintolleranztest:

Nüchtern 95 mg%, 7.00 Uhr 175 mg%, 7.30 Uhr 149 mg%, 8.00 Uhr 129 mg%, 8.30 Uhr 90 mg%

EKG:

Bei Aufnahme:

Indifferenztyp, Sinusrhythmus, Frequenz 92/min, inkompletter Rechtsschenkelblock. Keine akuten signifikanten Erregungsrückbildungsstörungen.

Abdomensonographie:

20.12.2010:

Patient ist nicht nüchtern, soweit beurteilbar keine Pendelperistaltik, keine Darmwandverdickungen, Insgesamt deutlicher Meteorismus, weitere Beurteilung nicht möglich.

22.12.2010:

An der rechten Niere kleine narbige Einziehung, ansonsten unauffällige abdomen-sonographischer Befund. Im rechten Unterbauch keine Darmwandverdickungen. Dünndarm o.B.

Ösophago-Gastro-Duodenoskopie:

22.12.2010

V.a. kleine entzündliche Pseudopolypen präpylorisch. Kein Ulcus. PE Duodenum.

Histo- morphologische Untersuchung der entnommenen Biopsien:

Diagnose: Biopsate vom Duodenum mit einer unauffälligen Dünndarmschleimhaut. Biopsate vom Magen mit einer geringgradigen chronischen, leicht aktiven Gastritis der Magenantrumschleimhaut mit foveolärer Hyperplasie und einer Stromafibrose sowie einer unauffälligen Magencorpusschleimhaut.

Kommentar: Im Material vom Magen fanden sich eine Magenantrumschleimhaut mit einer geringgradigen chronischen, leicht aktiven Gastritis, einer foveolären Hyperplasie und einer intestinalen Metaplasie. Das morphologische Bild ist mit der Entnahme aus dem Randbereich des Defektes (Ulcus/Erosion) kompatibel. Das morphologische Bild spricht meiner Einschätzung nach in erster Linie für eine chemisch-reaktive Genese. In einem Vorbefund ist am Material vom Colon ein subakut verlaufender Morbus Crohn diskutiert worden. Im vorliegenden Material lässt sich in der Magenantrumschleimhaut herdförmig eine Aktivität nachweisen. Unter Einschluss des Vorbefundes kann in seltenen Fällen das vorliegende morphologische Bild bei einer Beteiligung des oberen Gastrointestinaltraktes durch einen Morbus Crohn gesehen werden. Ggf. sollten die klinischen und pathologischen Befunde miteinander korreliert werden. Kein Anhalt für das Vorliegen einer Autoimmun (Typ A)-Gastritis. Keine Duodenitis, insbesondere kein Anhalt für das Vorliegen eines Morbus Whipple, einer Parasitose (insbesondere einer Lambliasis) oder glutensensitiven Enterophatie (einheimische Sprue). Kein Anhalt für Malignität.

Ileo-Coloskopie:

vom21.12.2010:

Ileitis (Morbus Crohn?). Winzige Ulcera auf der Bauhin'schen Klappe sowieso fleckiges Erythem im Rektum. Sonst unauffälliges Colon.

Histo- morphologische Untersuchung der entnommenen Biopsien:

Diagnose: Unauffällige Dünndarmschleimhaut vom terminalen Ileum mit hyperplastischem lymphastischem Gewebe.

PE's von der Bauhin'schen Klappe bestehend aus Dickdarmschleimhaut mit gering florider Colitis und diskreter Architekturstörung.

PE's vom Colon asoendens und Sigma mit unauffälliger Dickdarmschleimhaut.

PE's vom Rektum mit einer fokal gering floriden Proktitis und nur fokal diskreter Architekturstörung.

Kommentar: Es finden sich eine diskontinuierlich ausgebildete, gering flordie Proktocolitis im Bereich der Bauhin'schen Klappe und es Rektums. Die Einordnung der vorliegenden Befunde ist aus patho-morphologischer Sicht schwierig. Zum einen findet sich nicht das Typische Bild einer infektiösen Colitis oder einer medikamentösen toxischen (NSAR) bedingten Schleimhautschädigung. Jedoch sind die vorliegenden Befunde meines Erachtens zumindest verdächtig auf das Vorliegen eines ggf. subakut verlaufenden Morbus Crohn. Die definitive Diagnose muss jedoch in Zusammenschau mit dem klinischen Befund und dem Ergebnis weiterer Verlaufskontrollen mit Probeentnahmen erfolgen. Kein Anhalt für Malignität.

Therapie und Verlauf:

Herr* wurde wegen seit 7 Jahren bestehnder re.-seitiger Unterbauchschmerzen stationär aufgenommen. Hinweise für ein derzeitig akutes Geschehen fanden sich laborchemisch nicht. Coloskopisch zeigte sich eine Ileitis sowie winzige Ulcera auf der Bauhin'schen Klappe und ein Erythem im rektum. Gastroskopisch bestand der V.a. einen kleinen entzündlichen Pseudopolypen präpylorisch. In der Histologie zeigte sich der o.g. Befund.

Bei dem patienten besteht der V.a. das vorliegen eines subakut verlaufenden Morbus Crohn, insbesondere im Hinblick auf die lange Anamnese, die diskraten Hinweise sowohl in der Coloskopie als auch in der Histologie (diskontinuierlich ausgebildete gering floride Proktokolitis). Diesbezüglich empfehlen wir einen Therapieversuch mit 50mg Kortison pro die oral, welches pro Woche um 10mg reduziert werden sollte. Eine Verlaufskontrolle, auch im Hinblick auf die klinische Beschwerdesymptomatik, ist hierunter erforderlich.

Antworten
g+rotytcxhe


*uff*

langer Bericht ...

aber das wichtigste- wie ich finde – steht im letzten Abschnitt.

(jetzt bin ich nicht so der geborene Arztberichtversteher (die Dinger sind wie Behördenschreiben ;-) )).

Ich versteh es so, daß du einen nicht grade aktiven Morbus Crohn hast.

Deshalb auch die Behandlung mit Cortison – nicht ungewöhnlich bei MC.

[[http://www.dkmic.de/patienten/forum/morbus_crohn.htm]]

ich hatte da nach dem Wort Ileitis gegooglet.

(da aber das Wort "terminalis" nicht dabei stand bin ich natürlich nicht 100 % sicher, ob es auch das richtige ist aber – die Vermutung liegt nahe).

Im vorliegenden Material lässt sich in der Magenantrumschleimhaut herdförmig eine Aktivität nachweisen

auch das verstehe ich als Hinweis auf einem MC.

Am besten kann dir aber sicher ein Facharzt diesen Bericht erklären und einen solchen solltest du dir wirklich suchen.

Denn ich würde wirklich da dran bleiben ... und es nicht so auf die leichte schulter nehmen

Ucltimxus


Hallo Puschkin,

das ist ein geringerer Befund, als ich nach deinen Schilderungen erwartet hatte.

Eine eindeutige Diagnose konnte noch nicht gestellt werden, doch ist der Verdacht auf einen beginnenden und einstweilen unterschwelligen Morbus Crohn nicht von der Hand zu weisen.

Es ist nicht wahrscheinlich, dass weiterführende Untersuchungen in diesem Stadium zu neuen Erkenntnissen führen. Deshalb: lass die Behandlung über dich ergehen. Bei Kontrollen nach der Behandlung wird sich zeigen, wie die gesichteten Veränderungen reagiert haben, und daraus wird sich das Weitere ergeben.

Ich bezweifele, dass fortgesetzte Studien im Internet zu deiner Heilung beitragen.

Gruß

Ultimus

P$uscFhkin


Naja, dann fange ich morgen mal mit den Tabletten an. Aber das mit der erneuten Darmspiegelung ist doch echt kacke >:( .

U6lbtimuxs


Hallo Puschkin,

"kacke"?, na ja, so kann man es ausdrücken, wenn man sich gerne der Fäkalsprache bedient. Aber ich stimmer dir zu, es ist nicht angenehm. Doch musst du froh sein, dass man die Darmerkrankung frühzeitig erkannt hat und sie gleich behandeln kann, ehe sie um sich gegriffen hat.

Lass uns wissen, wie deine Geschichte weitergeht und was sich bei der Kontrolle ergibt.

Ultimus

Pvusc hxkin


Okay Ultimus, dauert aber noch ein bisschen, ist ja erst in 6 Wochen.

kjleciner_drachhens;t]exrn


Hallo Puschkin,

leider ist es so, dass man sich, gerade bei Verdacht auf Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa oft nicht besonders schönen Untersuchungen aussetzen muss, bis man eine gesicherte Diagnose erhält. Ansonsten kann ich nur die Postings meiner Vorschreiber bestätigen – es besteht ein sehr starker Verdacht auf MC der durch die Ergebnisse deiner Untersuchungen erhärtet, aber eben noch nicht wirklich bestätigt wurde. Cortison ist da das Mittel erster Wahl. Sinn des Ganzen ist im Moment wohl, herauszufinden, ob und wie das Cortison anschlägt – nützt es was und schaut dein darm bei der nächsten Spiegelung viel besser aus – wäre das ein weiterer Baustein auf dem Weg zur Crohn-Diagnose. Ich wünsch dir mal, dass du keinen MC hast, aber auch wenn, man kann damit eigentlich ganz gut leben – ich sprech da aus Erfahrung.

P&us}chkixn


Danke kleiner_drachenstern...hoffe auch mal das ich kein MC habe. Aber wenn das in den Untersuchungen schon steht dann wird es das wohl sein. Meinste da wird auch nochmal eine Magenspiegelung gemacht? Und was nimmst du denn so für Medikamente und wie geht es dir? Würd mich mal interessieren. Hattest du schonmal i-welche Komplikationen wo operiert werden musste oder so?

cYaXt78


Hey Puschkin da biste ja! Wie gehts Dir mittlerweile? Ich steig bei meinem Befund auch nicht durch aber ich habe einfach da im Krankenhaus angerufen und gefragt ob es eine Möglichkeit gibt mit dem Arzt zu sprechen der die Spiegelung und das alles gemacht hat. Die Dame da meinte er würde mich dann anrufen. Jetzt warte ich hier wie auf heißen Kohlen aber bis jetzt kam noch nichts....

PZuschxkin


Hallo cat :-) ....mir gehts eigentlich ganz gut. Außer morgens und abends habe ich so komische Bauchschmerzen. Habe jetzt heute mit dem Kortison angefangen, mal gucken wann mein Mondgesicht usw. kommt ;-D

ckatx78


Meinste das Mondgesicht kommt? ;-D

ja ich bin ja auch mal gespannt was der jetzt bei mir sagt aber angerufen hat er immer noch nicht! Der ruft heute bestimmt nicht mehr an! Mennoooo

PYusc[hkin


Ja denke mal ne ;-) ... man liest sowas oft, dass nach 14 tagen solche Nebenwirkungen kommen. Ich hoffe für dich das du kein MC hast. Oder besser gesagt nix chronisches.

cPat7r8


ja das hoffe ich auch aber wenn dann kann ich es auch nicht ändern.Dann muß man das Beste daraus machen! Aber Du stehst ja quasi auch auf dem Warteschlauch oder?

P7uschPkin


Ja kann man so sagen. Aber ich denke ma das steht schon fest. Hat meine Hausärztin ja gesagt, dass sich der Verdacht bestätigt hat.

k}l9einer$_dra-chensterxn


Hallo Puschkin,

ich hab Colitis Ulcerosa und keinen Crohn – ein kleiner aber feiner Unterschied, allerdings nicht in den Behandlungen.

Ich nehme Salofalk und Cortison seit 4 Jahren in wechselnden Dosierungen – höchste Dosierungen waren 100mg bei 55kg Körpergewicht – meine Normaldosis liegt bei 2,5mg jeden Tag – drunter geht gar nix. Ich habe zum Glück von Cortison unterhalb der Cushingschewlle von 7,5 mg keinerlei Nebenwirkungen und hatte auch Kein Mondgesicht oder ähnliches bei höheren Dosierungen – dafür aber Haarausfahl, Muskelschmerzen und -krämpfe und dauernde Zahn- und Mundscheleimhautentzündungen – aber Cortison in hohen Dosen ist eh nichts für den Dauergebrauch. Mein Gastro versucht mich immer wieder auf Immunsuppressivas einzustellen, aber ich vertrage die alle nicht, also wird´s wohl beim Corti bleiben ... ich mach mir da keine großen Gedanken drum, geh aber regelmäßig zum Blutabnehmen, zum Augenarzt und zur Knochendichtemessung.

Mir geht´s im Großen und Ganzen gut – hatte schon lange keinen schweren Schub mehr, nur ein paar Schübchen, die mit Cortisonsteigerung schnell in den Griff zu bekommen waren. Naja, schöner war´s natürlich ohne, ich habe schon so meine Einschränkungen, kann viele Sachen nicht mehr essen und so, aber ich lebe ein ganz normales Leben, mit Fortgehen, Arbeiten, Sport treiben. Darüber bin ich sehr froh, denn mir ging es auch schon lange sehr schlecht und ich weiss sehr zu schätzen, dass es jetzt ist, wie es ist.

Du kannst dich ja schon mal im Netz ein wenig über MC informieren, es gibt da auch ein sehr interessantes Forum, das Du schnell findest, wenn du Morbus Crohn bei Google eingibst. (Weiss jetzt nicht ob ich hier Schleichwerbung machen darf). Aber denk immer dran: Im Netz schreibenzu 98% NUR die, denen es augenblicklich schlecht geht in solchen Foren, die denen es gut geht denken meistens nicht an ihre Krankheit – lass dich also von den ganzen Schreckensszenarien nicht runterziehen – sondern nimm einfach die Erkenntnisse mit, die du da gewinnen kannst. Kein Mensch möchte eine chronische Krankheit, aber man kann im Großen und Ganzen auch mit MC gut leben, vergiss das nicht!

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