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Erosive Gastritis

awrd.nas33 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe von heutiger Gastroskopie folgenden Befund bekommen - könnte mir bzgl. der Interpretation jemand helfen?

Diagnose: erosive Gastritis

Befund: Duodenum, Bulbus und Pylorus makroskopisch unauffällig. Magen in Peristaltik und Aufweitung regelrecht. Schleimsee klar und an typischer Stelle.

Nach Absaugen des Sekrets finden sich in allen Magenanteilen makroskopisch entzündliche Veränderungen mit 2 Erosionen.

Cardia insuffizient schließend bei Hiatushernie. Ora serrata bei ca. 35 cm ab VZR, regelmäßig begrenzt und entzündungsfrei. Übriger Oesophagus makroskopisch unauffällig.

PE in Duodenum (1), Antrum und Corpus (2)

Muss ich mir Sorgen machen? Wie wird da therapeutisch behandelt?

Vielen Dank schon im Voraus!

Herzlich Grüße

Antworten
Myaferxad


Du hast einen Zwerchfelldurchbruch, dadurch öffnet und schliesst die Cardia (Eingang des Magens) nicht vernünftig. Ich gehe mal davon aus, dass du Sodbrennen hast. Du hast eine Magenschleimhautentzündung in allen bereichen des Magens mit zwei erosiven Stellen, die können unbehandelt rasch zum Geschwür werden. Ich vermute mal stark, dass du Säureblocker bekommen hast.

Proben wurden aus dem Zwölffingerdarm, dem Antrum und dem Corpus entnommen (PE = Probenentnahme).

Die Ora serrata (Übergang Speiseröhre zum Magen, auch "Magenmund" genannt) liegt bei 35 cm unterhalb der vorderen Zahnreihe. Die Speiseröhre ist noch entzündungsfrei.

Du solltest unbedingt Schonkost einhalten und Protonenpumpenhemmer nehmen. Das wird dir dein Arzt aber sicher ausführlich erklären.

alrdjnas3D3


Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ich muss zugeben, so ganz beruhigend klingt das nicht... :|N

Gegen Ende der Woche sind wohl die Gewebeuntersuchungsergebnisse da - meine Ärztin, die mich zur Gastroskopie geschickt hat, ist leider gerade im Urlaub.

Ist das grundsätzlich heilbar oder kann es sein, dass ich damit mehr oder wenige leben muss?

LG

Kgagolxar


Ein Zwerchfellbruch ist leider irreparabel

MWaeraxd


Es gibt operative Verfahren, die aber nicht immer von Erfolg gekrönt sind. Mit deiner dauerhaften Protonenpumpenhemmer-Therapie musst du in jedem Falle rechnen. Du stehst damit auch gar nicht so alleine da. Hier im Forum habe ich schon häufig von Leuten gelesen, dass sie das auch haben, schau dich einfach mal um.

SbaraIhx-W.


Ja natürlich gibt es leider viele Leute, die das auch haben. Das macht die Sache nur nicht besser. Und eine Dauer-Medikamenteneinnahme halte ich für inakzeptabel. Wenn mir allerdings 1x die Woche 20 – 40 mg reichen würden, wär´s super. Aber mit hohen Dosierungen jeden Tag über Jahre?? Für 40, 50 oder 60 Jahre? Ich glaube nicht, daß das funktioniert.

MEae(rad


Ich habe nicht gesagt, dass es die Sache besser macht. Es war lediglich als Hilfe gedacht, damit sie sich nicht so alleine fühlt. Ich selber nehme auch permanent jeden Tag 20 mg Omep und komme sehr gut klar, ich fühle mich in meinem Leben nicht eingeschränkt. Eine Hiatushernie habe ich zwar nicht, aber es gibt nunmal Dinge, die nicht zu ändern sind.

Es gibt so viele Menschen, die teilweise von Kindheit an ihr Leben lang Medikamente nehmen müssen, die weitaus stärker und belastender sind als ein PPI. Alles inakzeptabel? Ich bin froh, dass es sowas gibt, damit Menschen heute nicht mit unnötigen Schmerzen und Gefahren rumlaufen müssen. Es kommt aber da vielleicht tatsächlich auf die Sichtweise an. :-)

aordnjas3x3


Habe gerade ins Forum geschaut und war ganz überrascht, dass ich eine solch rege Diskussion angezettelt habe :-o

Vor allem bin ich ja wegen meiner kolikartigen Magenkrämpfe zur Magenspiegelung geschickt worden - Sodbrennen hab ich eher selten, von daher dürfte wohl erstmal die Behandlung der Gastritis vordergründig sein, oder?

Habe auch gelesen, dass recht viele eine Hiatushernie haben, ohne es zu merken und diese nur durch Zufall diagnostiziert wird...mmhh, ich muss wohl wirklich etwas Geduld haben, um zu hören, was meine Ärztin dazu meint.

Lieben Dank für Eure Antworten.

Sandra

S8arah]-W.


@ Maerad

Natürlich ist es gut, daß es Medis gibt, die vielen Menschen tagtäglich helfen, die darauf angewiesen sind. Und auch die PPI's sind für viele eine gute Hilfe (wie bei Dir). Aber bei einem Zwerchfellbruch z. B. seh ich das anders, da da die Ursache nicht behoben wird, nur die Symptome. Wenn es alle paar Tage 20 mg wären, ok. Aber den Rest des Lebens täglich hohe Dosierungen find ich persönlich einfach Mist. Kann man nur hoffen, daß es da irgendwann bessere Hilfen (OP ect.) gibt.

M5a]eraxd


;-D Keine Sorge, Sandra, wir beissen alle nicht, wir spielen nur. ;-D

Ja natürlich wäre es besser, liebe Sarah, wenn mit einer OP Abhilfe geschaffen werden könnte und es gibt ja auch operative Verfahren, die aber eben nicht wirklich oft zum Erfolg führen. Das muss dann eben jeder selber für sich entscheiden.

Und täglich 20 mg Omep sind bei weitem nicht hochdosiert. Es gibt sehr viele chronische Erkrankungen, die man nur mit Medikamenten in den Griff bekommen kann, man kann eben nicht alles "wegschnibbeln".

Zu Beginn der Behandlung, vor allem, wenn es um böse Magenkrämpfe geht, wird die Dosis natürlich höher sein. Meine fing damals auch an mit morgens 40 mg und abends auch nochmal 40 mg, nach drei Wochen auf 20 – 20 runter und heute nehme ich täglich morgens 20 mg und es geht mir gut damit. Das ist eine sehr niedrige Dosis für Omep und gut verträglich (zumindest habe ich gar keine Nebenwirkungen).

Und sollte es eben so sein, dass das mein Leben lang so bleibt, dann kann ich damit durchaus besser leben als mit der Übelkeit und dem Magenbrennen. @:)

Sandra, wann ist denn der Termin mit deiner Ärztin?

Smara^h-xW.


Hallo Maerad!

Ich spiele doch nur mit! ;-D

Stehe wohl gerade auf dem Schlauch, Termin mit meiner Ärztin? ":/ Oder meinst Du wegen meiner Gallengeschichte? Ich muß morgen nochmal zum Ultraschall, allerdings zu einem Arzt. ;-)

Ich denke schon, daß die meisten dieser OP´s zu einem Erfolg führen, aber es gibt eben auch welche, die nicht den Erfolg bringen. Oder hast Du wo gelesen, daß die meisten dieser OP´s nichts bringen? Interessant wäre höchstens, wie lange diese OP´s vorhalten.

Ich habe bislang nur immer gehört, daß die Dosierungen von PPI´s immer mehr gesteigert werden müssen – das geht vielleicht über Jahre aber irgendwann helfen sie nicht mehr so gut – das hat mir zumindest ein Arzt erzählt. Ich nehme an, Du hast eine Cardiainsuffizienz? Ohne einen Zwerchfellbruch – das ist eher selten denke ich? Es ist schön, daß Du mit 20 mg täglich auskommst. Vielleicht hätte ich auch für eine längere Zeit höher dosieren sollen, das muß ich noch einmal mit meinem Arzt besprechen.

Mnaeraxd


Ich fragte Sandra nach dem Termin mit ihrer Ärztin, du heisst Sarah, Liebes. ;-D

asrRdnasx33


*:)

Da der nächste reguläre Termin erst Ende März wäre, werde ich mich wohl ohne Termin in der nächsten Woche hinsetzen dürfen - das hängt aber davon ab, wann die Befunde dort eintreffen.

Sagt mal, diese erosiven Stellen sind ja wahrscheinlich Verätzungen der Magenschleimhaut - das scheint ja dann auch nicht reparabel zu sein, oder? ???

LG

Sandra

S"abrahu-Wx.


Maerad,

%:| Da sieht man mal, wie konfus mich der Magen schon macht. :-o Sorry.

@ Sandra

Ich denke, diese Entzündungen heilen wieder ab und die Magenschleimhaut erholt sich wieder, wenn der Magen sich beruhigt (durch die Medis).

MZaer7ad


Die erosiven Stellen können durchaus wieder verheilen, dazu müsstest du aber unbedingt anfangen PPI einzunehmen. Nicht erst Ende März.

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