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Probleme mit der Speiseröhre

KZatr\in_7x4 hat die Diskussion gestartet


Guten Tag

Ich bin 30 Jahre alt. (nichtraucher, 185cm gross und 64kg schwer).

Bei mir wurde vor einem Jahr eine Eosynophile Oesophagitis diagnostiziert.

Die Probleme haben bei mir vor sechs Jahren begonnen, als ein Stück Fleisch in meiner Speiseröhre steckengeblieben ist, dass anschliessend nur noch unter Vollnarkose entfernt werden konnte.

Im Januar 2002 wurde das Ganze genauer abgeklärt, da die Probleme beim Schlucken immer grösser wurden. Bei einer Gastroskopie hat man festgestellt, dass die Speiseröhre eine Verengung aufweist. Die Speiseröhre wurde anschliessend von 10 auf 17mm aufgedehnt (bougiert). Da diese Verengung nach 6 Monaten wieder da war, hat man das Prozedere wiederholt. Vor zwei Wochen hatte ich nun meine 5. Bougierung. Der Abstand zwischen den Bougierung hat sich in der Zwischenzeit immer verkürzt, beim letzten mal waren es nur noch 6 Wochen.

Bisher wurden folgende Untersuchungen gemacht:

- 3 mal Oesophaguspassage, o. B. (kein Reflux).

- 5 mal Gastroskopie mit Bougierung. Befund: Kleiner Zwerchfellbruch, Verengung der Speiseröhre (länge 15-20cm hinter dem Brustbein) bereits nach Passage des Instrumentes waren Risse in der Speiseröhre zu erkennen. Befund der Gewebsproben: Eosynophie Oesophagitis.

- Endosonographie.

- 24 h Manometriesonde.

- Durchzugsmanometrie. Befund: Nussknackeroesophagus.

- Zur Zeit versuche ich eine neue Therapie mit Pretnison, die bis jetzt leider auch nicht angeschlagen hat.

Meine Fragen:

Was kann man noch dagegen machen?

Ich habe in den letzten drei Monaten 10 kg abgenommen (insgesammt nun schon 20 kg) und kann zur Zeit nicht sehr viel essen und nach dem Essen ist mir fast immer übel, was kann ich noch dagegen tun?

Gibt es andere Möglichkeiten als sich andauernd die Speiseröhre bougieren zu lassen?

Langsam aber sicher bin ich ziemlich ratlos und weiss nicht wie es weitergehen soll. Ich hoffe mir kann jemand ein paar Tips geben.

Wäre schön von jemandem zu hören, der ähnliche Probleme hat.

Besten dank für Ihre Antwort!

Gruss Katrin

Antworten
aFgn5exs


theoretisch

könnten Antihistaminika helfen, aber auch bestimme Medikamente, mit denen Asthma behandelt wird

[[http://www.sodbrennen-welt.de/science/2003/2003_12524397.htm]]

K7aPtriyn_74


Besten Dank!

Hallo Anges,

vielen Dank für deinen Beitrag und den Link. Habe bis jetzt immer vergeblich nach solchen Informationen gesucht.

Das mit den Asthmamedikamenten (Axotide) habe ich bereits versucht, hat aber leider nicht geholfen.

Ich werde wohl oder übel mal noch mit dem Pretnison (Spiricort) weiterfahren und hoffen das es doch noch hilft.

Gruss Katrin

AMnntajaxnni


Hallo,

es ist sehr interessant eure Beiträge zu lesen. Vielleicht könnt ihr mir ja noch den einen oder anderen Tipp geben. Mein Sohn (9 Jahre, 23 kg schwer und 1,27 cm groß)wurde vor 8 Wochen operiert (Fundoplikatio nach Nissen). Die Nahrungsaufnahme danach war der Horror. Am Anfang ging nur Flüssiges. Mit der Zeit besserte es sich, aber er sagt trotzdem ständig beim Essen das im schlecht ist. Am Freitag wurde eine Bougierung von 9mm auf 13mm vorgenommen. Freitag nachmittag hat er gegessen wie nichts gutes, es war eine Freude zuzusehen. Dies ist jedoch seit Samstag Früh wieder vorbei. Wenn er isst, sagt er ständig mir ist schlecht. Für mich als Mutter ist es extrem schwierig, abzuschätzen, ob es manchmal vielleicht nicht auch Show ist? Könnt ihr mir vielleicht beschreiben, wie das Gefühl bei Euch ist?

Kann man eine Bougierung eigentlich mehrfach durchführen?

Vielen Dank im voraus

Annajanni

A&nnixta


Hi Annajanni,

lies hier mal: [[http://www.med1.de/Forum/Magen.Darm/168763/]]

@ Katrin_74

Die letzte Möglichkeit wäre noch ein Stent, welcher die Speiseröhre dauerhaft geöffnet hält.

Alles Gute @:)

R\obbyz2x4


Mein Mann leidet ebenfalls an einer Speiseröhrenstenose (Verengung). Diese entstand durch das Anbringen eines Sengstaken-Ballons über 48 Stunden, weil man vermutete, daß er aus der Speiseröhre blute, was aber nicht der Fall war. Er blutete aus einer Krampfader im Magen. Später dann war seine Speiseröhre durch abgestorbenes Gewebe verstopft. Als dies abgeheilt war, hatte die Speiseröhre nur noch einen Durchmesser von 5 mm.

Er wurde mit einem Ballon dillatiert (erweitert), aber das hat nicht lange geholfen. Er kann kaum noch etwas essen. Mich interessiert, was aus den Betroffenen in diesem Forum geworden ist und ob sie eine Behandlungsmöglichkeit gefunden haben, die hilft!!!!

Bitte schreibt mir !

Gruß Robby24 :)D

A[nnitxa


Hallo Robby,

meine Speiseröhre ist auch verengt und wurde mehrfach bougiert. Irgendwann musste ich aber erkennen, dass das auf Dauer keinen Sinn macht. Bei mir kommt erschwerend hinzu, dass ich eine Dysphagie im oberen Teil der Speiseröhre habe.

Meine OPs liegen nun 2 3/4 Jahre zurück und ich kann abschließend sagen, dass bei mir die Zeit und auch der Wille viel bewirkt haben. Ich kann zwischenzeitlich fast alles wieder essen. Allerdings nur ganz klein geschnitten (Babymenü) und auch nur sehr wenig. Fleisch und faserige Speisen meide ich.

Dir und deinem Mann alles Gute und er soll den Mut nicht verlieren.

LG @:)

R9obby2x4


Hallo zusammen,

liebe Annita!

Danke für Deine liebe Antwort und die guten Wünsche für meinen Mann.

Ich komme erst jetzt zum Schreiben, hatte viel um die Ohren.

Was ist eine Dysphagie? Wie viele Bougierungen hast Du hinter Dir?

Mein Mann versucht , damit zu leben. Das Essen wird mit dem Pürrierstab zerkleinert, so dass noch ganz kleine Stückchen zum Kauen übrig bleiben. Viel kann er auch nicht essen, er nimmt jeden Monat 1 kg ab.

Jeden Tag mache ich Obstsaft im Entsafter: (2 Möhren, 1 Apfel, 1 Birne, 1 Scheibe Ananas), dazu 1 Teel. kaltgepresstes Olivenöl. Alles gut vermischen. Auf keinen Fall darf er Zitrusfrüchte oder Essig zu sich nehmen. Sonst steht er zwei Stunden über der Toilette und würgt.

Zusätzlich habe ich mir einen kleinen Turbomixer gekauft, in dem ich z.B. Feldsalat und gegarte Rote Beete (nicht die aus dem Glas, sind irre sauer) mische. (mit Salatsauce ohne Zwiebel, Zintrone und Essig)

Oder: 1 kl. Dose Thunfisch (Öl abtropfen lassen) 1 Teel. Kapern, 1 EL Sahne,

im kl. Mixer zu Brotaufstrich pürrieren.

Oder: gekochte, kleine Krabben, Fleisch einer 1/2 Avocado, 1 Pr. Salz, 1 EL Sahne, 1 EL Quark

im kl. Mixer zu Brotaufstrich pürrieren.

Als Brot nehme ich für meinen Mann leicht angetoastetes Vollkorntoastbrot.

Aber langsam gehen mir die Rezepte aus, denn man kann ja nicht alles pürrieren. Und jeden Tag Gemüseeintopf ist zwar gesund, aber man möchte doch etwas Abwechslung haben.

Kauftst Du die Babymenüs?

Viele liebe Grüße

Robby24 :=o

i~risk1702


Hallo, ich heisse Iris und bin gerade durch Zufall auf dieses Forum gestossen. Meine Tochter hat seit ihrer Geburt vor 14 Jahren eine Ösoohagus-Atresie Typ 3B und muss halbjährig zum Bougieren. Es gibt eine Patienten-und Selbsthilfeorganisation für Kinder und Erwachsene mit kranker Speiseröhre- genannt KEKS e.V., Tel.:0711-9537886, Internet. www.keks.org. Vielleicht konnte ich hiermit allen Betroffenen weiterhelfen. Zum Thema Übelkeit auch noch ein Tip: Fructose- u/o Lactoseintoleranz? Meine Tochter leidet an Fructoseintoleranz .Meiner Tochter war auch ständig übel nach dem Essen-sie hat eine Fructoseintoleranz. Es gibt leider viele Begleiterscheinungen zu dieser Erkrankung! Wünsche allen Betroffenen alles Gute! lg Iris1702

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