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Koloskopie – Moviprep – Propofol – Meine Erfahrungen!

W[aldluf[t71 hat die Diskussion gestartet


Hallo!

Ich hatte letzte Woche meine Darmspiegelung und möchte meine Erfahrungen beschreiben:

Bin männlich, Ende 40, aber was sowas angeht, sehr sehr ängstlich!

5 Tage zuvor musste ich auf Körner und Ballaststoffe verzichten, war eine Umstellung für mich aber kein großes Problem.

Am Tag davor mittags die letzte Mahlzeit: Kartoffelbrei – ab jetzt nichts mehr essen! Das war schon ein Problem, habe ich aber gelöst, indem ich jede Stunde einen halben Teelöffel Traubenzucker im Mund zergehen ließ, das hat den Hunger unterdrückt, dabei viel stilles Mineralwassser getrunken.

Abends 18.00 Uhr dann Moviprep (Orange): Entgegen den Horrorbeschreibungen im Internet hatte ich absolut keine Probleme damit, das Zeug schmeckt wie ein isotonisches Getränk, süß, leicht salzig, Orange – na ja – nicht so ganz, aber es ließ sich gut trinken. Habe den Liter auf 4 Gläser aufgeteilt und eins nach dem anderen innerhalb einer halben Stunde getrunken. Danach im Laufe des Abends ca. 3 Liter stilles Mineralwasser – alles mit Zimmertemperatur.

Dann begann das Warten – hatte Sorge dass es Krämpfe, Kreislaufprobleme oder Schmerzen geben würde.

Aber: Nichts davon! Um 19.00 Uhr merkte ich dann dass es nicht mehr lange dauern würde und ging zum Örtchen. Die Sitzung dauerte 15 min. ohne Stress, es ging wie von selbst, ohne Probleme. Insgesamt 4 x war ich dort und um 21.15 Uhr war der Spuk vorbei. Dann nahm ich die Tablette, die ich vom Arzt bekam und schlief die Nacht sehr gut.

Am Tag der Koloskopie: Morgens um 8.00 Uhr wieder Moviprep (wie Vorabend): Dauerte zwei Stunden und es war durch: 3 x WC, zum Schluss kam nur noch klare Flüssigkeit. Keine Kreislaufprobleme, keine Krämpfe, nichts! War begeistert (wenn man das in der Situation so nennen kann).

Mittags dann in die Praxis, Mann war ich nervös! Dort ging es nach kurzer Wartezeit los: Hosen runter, Netzhose an, auf die linke Seite legen, Blutdruckmanschette umgelegt bekommen, Kanüle in die Ellenbeuge, Sauerstoffschlauch in die Nase. War so nervös, dass ich noch nicht mal den Einstich mitbekommen habe. Die Schwestern waren alle freundlich und haben mit mir geredet.

Dann kam der Arzt, begrüßte mich, erklärte nochmals kurz den Vorgang, ich hatte keine Fragen mehr, wollte nur fertig werden. Dann der spannende Moment: zum ersten Mal Propofol! Die Spritze mit der weißen Flüssigkeit wurde an die Kanüle angeschlossen, der Arzt sage: "jetzt machen Sie einen Zeitsprung!", ich machte schnell die Augen zu und spürte ein seltsames warmes Gefühl im Arm, dann plötzlich wie Strom im Kopf und die Zeit schien stehenzubleiben. Ab da: Filmriss – keine Empfindung, keine Träume – nichts! ???

"Herr XXX, machen Sie die Augen auf, es ist alles vorbei" – hä? was ist los? Ich öffnete die Augen, "hä, ich äh... wo, äh, wo bin ich und was ist hier los?". Der Arzt lachte: "Alles ok, gaaaaanz ruhig bleiben, alles ist gut – willkommen in der Zukunft!".

So muss sich wohl ein Computer beim ersten Einschalten fühlen, wenn noch kein Betriebssystem drauf ist....

Nach ca. einer Minute war ich wieder (fast) voll da, nur etwas benommen und völlig verblüfft, was passiert war, irgendwie euphorisch gut drauf, nur minimal schwindlig. Nach 20 Minuten war ich wieder "ich", hätte mir zugetraut Auto zu fahren oder zu arbeiten, keine Schmerzen, keine Übelkeit, nur Hunger.

Dann das Abschlussgespräch und die Übergabe der Papiere für den Hausarzt: Alles ok, nichts gefunden – ich war glücklich wie nie!!!

Dann nach Hause, leichte Kost, weiter das stille Mineralwasser getrunken, abends normal gegessen. Am Tag danach auch alles ok, leichter Muskelkater im Bauch, etwas wund am "Ventil", Heilsalbe aufgetragen und eingeführt, nach 2 Tagen keine Probleme mehr.

Was mir besonders positiv auffiel: Nachdem der Darm mal gereinigt war habe ich mich tagelang super wohl gefühlt! Total entspannt, Kreislauf perfekt, gut gelaunt und viel viel frischer als je zuvor.

Werde (freiwillig!!!) einmal im Jahr Moviprep nehmen und mich reinigen, sozusagen Frühjahrsputz von innen.

Fazit:

Meine (panische) Angst vor der Darmspiegelung war wirklich überflüssig, Zahnbehandlung ist schlimmer.

Moviprep: absolut kein Problem (schmeckt nicht so gut aber wirkt wie Rohrfrei!).

Propofol: super! Ganz neue, positive Erfahrung! Nach dem guten Ergebnis: bin super glücklich! *:)

Antworten
SIchneheheRxxe


:)= Hoffentlich lesen das viele :)^

ASlTwxan"dra206


Hallo zusammen,

ich bin weiblich und unter 30, hatte aber auch vor einer Woche meine erste Darm- und Magenspiegelung :-)

Das einzige, was bei mir schlimm war, war das Abführmittel, ich musste nämlich 5 liter (am Vortag 3, morgens vor der Untersuchung 2 liter) von einem sehr salzigen Zeug trinken, das war schlimm. Morgens hat man mir dann eine Magensonde gelegt, damit ich das nicht trinken musste, das war sehr angenehm. Alles in allem alles sehr unspektakulär und wie oben beschrieben :)

Ich habe seitdem nur ein Problem: der Zugang hat anscheinend meine Vene irgendwie verletzt. Als man mir das Schlafmittel spritzte, verspürte ich einen stechenden Schmerz und seitdem habe ich mehrere Knubbel in der Vene, das fühlt man auch und beim Strecken und beugen der Hand (der Zugang steckte auf dem Handrücken), habe ich große Schmerzen. Hat jemand eine Idee, was es sein kann? Es sind seitdem deutlich mehr Hubbel geworden.

LG

S[chneqehe4xxe


Als man mir das Schlafmittel spritzte, verspürte ich einen stechenden Schmerz und seitdem habe ich mehrere Knubbel in der Vene

Vielleicht ist etwas von dem Mittel daneben belaufen ":/ , das müsste sich aber in ein paar Tagen wieder geben. Du könntest dir die Hand mit Heparin-Salbe verbinden.

A1lwxan2dra2j6


Das habe ich zuerst auch gedacht, aber es ist schlimmer geworden, die Hubbel werden mehr und das Loch vom Einstich ist 3 cm weiter in der Mitte der Hand. Habe das Gefühl, dass das Röhrchen vom Zugang irgendwie die Venenwand verletzt hat :-(

Meinst Du, dass da auch Heparin hilft?

K%athmy5n5x81


Entweder wurde beim Zugang legen die Vene durchstochen (das würdest du aber an einem gescheiten blauen Fleck sehen) oder was ich ehr glaube, der Zugang lag nicht richtig in der Vene und das Mittel lief ins Gewebe. Bei meiner Mutter ist das mal bei einer Spiegelung passiert und die ganze Hand und der Arm waren geschwollen und voll lauter Knubbel. Der Doc hatte das aber nicht rechtzeitig bemerkt und hat 3x nachgespritzt weil sie nicht einschlief.

Sie war dann vom Gastroenterologen die ganze Woche krank geschrieben weil sie den Arm gar nicht bewegen konnte.

Myaerxad


Hey, da hast du dir aber Mühe gegeben, Waldluft. Toll, dass es so gut abgelaufen ist. Propofol ist witzig, ne? ;-D ich bin auch immer lustig drauf danach und habe nie Nebenwirkungen gehabt. Das Einschlafen finde ich manchmal etwas unangenehm, weil es bei mir so merkwürdig den hals hoch kribbelt, das mag ich nicht, aber ehe ich mich aufregen kann, bin ich ja dann auch immer schon weg. ;-D

Abgeführt habe ich bisher mit Fleet, das fand ich gut, da man davon gar nicht so viel trinken muss. Es ist eine kleine Flasche, die man verdünnen kann, wenn man möchte, da es pur doch extrem stark schmeckt. Ich sollte damals vorher MCP Tropfen nehmen, damit mir davon ncht übel wird. Das tat ich auch, ich hatte auch keine Probleme, weder mit Krämpfen noch mit dem Kreislauf. Aber falls ich mal (ich wil nicht hoffen, das nochmal machen zu müssen) Moviprep bekommen sollte, habe ich da auch keine Angst vor. Ich sage mir auch immer, wenn ich etwas schwieriges vor mir habe: Irgendwann kommt der Punkt, an dem das vorbei ist und dann ist Aufatmen angesagt.

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