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Magenspiegelung mit Dünndarmbiopsie, Darmspiegelung, Erfahrung

M7agoenh"anxnes hat die Diskussion gestartet


So, ich habe gerade das oben genannte hinter mir. Hatte schon länger unregelmäßige Magen-Darmbeschwerden und hatte mich lange vor der Darmspiegelung gedrückt. Dann habe ich mir aber doch einen Termin geben lassen. Vorher große Angst gehabt und im Internet verschiedene Aussagen, überwiegend positiv, aber auch Horrorgeschichten gelesen. Hiermit möchte ich allen Betroffenen ein wenig von der Angst, die mich so gequält hat, nehmen.

- Abführen mit MoviPrep: Nicht so unangenehm wie viele es hier schildern. Ich hätte auch den ganzen Liter auf einmal trinken können. Verwirrend war, dass erstmal nix passierte. Man sollte früh genug trinken. Hätte ich erst, wie von der Praxis empfohlen, 3 Std vor der Untersuchung den zweiten Liter getrunken, hätte ich es nicht mehr geschafft. Es ging überhaupt erst nach 2,5 Std los. 4 Stunden nach dem trinken sollte man schon in der Nähe des Klos sein. Zwischen den Sitzungen habe ich mich hintenrum in der Dusche immer wieder gereinigt, und nicht so viel gewischt, sonst wirds wund. Insgesamt: nervig aber weder schmerzhaft noch besonders unangenehm.

- Spiegelung: In der Praxis angekommen, 10 Min gewartet, dann in einen Raum mit Liege, Ärztin erklärt dass ich auf jeden Fall mit Propofol sediert werden möchte. Die versicherte mir, dass ich fest schlafen würde. Da Propophol schnell abgebaut wird, wird eh stets nachdosiert. Dann untenrum ausgezogen, auf die Liege (mit Decke untenrum), dann kam der Arzt, der die eigentliche Spiegelung machen sollte. Dann gab die Ärztin mir die Spritze Propofol und sagte, es könne mir etwas schwindelig werden. Ich: Krass Angst gehabt, mein Puls hab ich ganz schnell piepsen hören, aber dann gemerkt, dass es echt ne richtige Narkose ist. Sanft und schnell eingeschlafen. Als ich wieder wach wurde, hab ich benommen und lallend gefragt, ob jetzt die Magenspiegelung dran käme. Ne, alles schon fertig. Dann bin ich irgendwie in eine kleine Aufwachkabine gebracht worden. So, hier bleiben sie noch etwa 20 Min liegen und warten, bis sie wieder ganz fit sind. Gesagt, getan. Etwas labberiges Gefühl, aber total angenehm. Keinerlei Schmerzen, nicht mal Schluckbeschwerden oder auch nur das kleinste Anzeichen, dass ich gerade von zwei Schläuchen besucht wurde, die von beiden Seiten bis in meinen Dünndarm vordrangen. Jetzt bin ich wieder hier und es geht mir super. Als wäre nix gewesen. Also. Mein Tipp an alle Ängstlichen:

1. Fragt vorher ob ihr mit Propofol betäubt werdet. Ich verspreche euch, das ist ne absolute Vollnarkose, nicht nur eine Beruhigungsspritze wie ich sie bei meiner letzten – unangenehmen -Magenspiegelung bekam.

2. Geht in eine Praxis, die darauf spezialisiert ist. Da, wo ich war, machen sie 5000 Darmspiegelungen im Jahr.

3. Habt keine Angst. Wenn ihr euch bei Punkt 1 und 2 durchsetzt, werdet ihr weder während noch nach der Untersuchung auch nur das Geringste merken.

Antworten
O4rlyxsta


Hallo,

ich schließe mich dir mal an und schildere auch meine Erfahrung:

Bei mir wurden die Magenspieglung und Darmspieglung getrennt gemacht, es lag eine Woche dazwischen.

Zur Darmspieglung:

Das erste Mal habe ich MoviPrep um 18 Uhr abends genommen und war um 22 Uhr fertig auf dem Klo und konnte schlafen gehen. Die zweite Runde musste ich morgens um 5 Uhr nehmen. Da war ich aber schon gegen 7 auf dem Klo fertig. Jedoch darf man auch den ganzen Tag nichts essen. Die letzte Mahlzeit vor der Darmspieglung war das Frühstück am Vortag.

Insgesamt ist das Abführen nervig, eventuell auch etwas unangenehm. Ich habe mich im Badezimmer mit MoviPrep, zusätzlichen Getränken, Technikspielzeug und Zeitschriften eingebunkert und bin dort die ganze Zeit sitzen geblieben. Dann ist allzuhäufiges Abwischen nicht nötig, dann gibts auch keinen wunden Hintern. Lediglich das Sitzen auf dem Klo wird schmerzhaft. Man kann aber mal immer zwischendruch aufstehen und im Raum auf- und abgehen. Stinken tut das Ganze nicht. Was hinten rauskommt riecht genauso wie das Zeug, das man sich oben rein kippt. Insgesamt stellt das Abführen kein Problem dar.

Zur eigentlichen Spieglung:

Mir wurde eine kurze Hose mit einem Eingriff am Hintern gegeben, den man mit einem Klettverschluss schließen konnte. Somit war ich nicht nackt. Ich hatte mehr Angst vor der Sedierung mit Propofol (keine Vollnarkose, Anmerkung unten) als vor der eigentlichen Spieglung. Aber als der Arzt dann mit der Spieglung ohne Propofol angefangen hat, wollte ich es doch. Und ich muss sagen, Propofol ist sehr angenehm. Es wird einem etwas schwindelig und man wird müde und schläft ein. Wenn man wieder aufwacht, ist alles vorbei. Amnesie hatte ich keine zu beklagen. Irgendwelche anderen Probleme hatte ich auch nicht nach der Sedierung. Also ist die eigentliche Spieglung wesentlich angenehmer als das Abführen.

Und nun zur Magenspieglung:

Zur Vorbereitung durfte ich 12 Stunden vorher nichts mehr essen und trinken. Das stellte aber kein Problem dar. Das wars dann auch schon mit der Vorbereitung.

Die Magenspieglung an sich wurde auch während einer Sedierung mit Propofol durchgeführt. Dieses mal hatte ich nach der Sedierung leichte Nebenwirkungen. Ich hatte den ganzen Tag Probleme, mich zu konzentrieren, hatte Probleme mit Kreislauf und Schwindel. Aber auch das ist nicht schlimm, denn das wird einem vor der Behandlung alles erklärt (wenn man denn eine gute Arztpraxis hat).

Nun meine Anmerkung: Unterschied Sedierung – Vollnarkose:

Bei einer Sedierung wird man in einen tiefen Schlaf versetzt, aber alle Körperfunktionen sind normal. Eventuell ist die Atmung etwas flach. Daher bekommt man während der Sedierung Sauerstoff.

Bei einer Vollnarkose bekommt man neben "Schlafmittel" noch Schmerzmittel und Muskelrelaxant, was die Atmung außer Kraft setzt, weswegen man auch künstlich beatmet werden muss.

Ich muss sagen, ich hatte ein riesen Angst vor dem ersten der beiden Untersuchungen. Als ich das erste Mal auf dem Behandlungstisch lag, hatte ich einen Puls von 130 (vor Aufregung). Nach der Untersuchung musste ich dann feststellen, dass es garnicht schlimm war. Daher hatte ich bei meiner zweiten Untersuchung keine Angst mehr. Um es mal zu vergleichen: Eine richtig durchgeführte Magenspieglung ist nicht schlimmer als eine Blutentnahme. Es gibt einen kleinen Pieks, bis der Zugang liegt. Und das wars dann auch schon. Den Rest verschläft man.

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