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Wie hoch kann man Ranitidin dosieren?

Emntle hat die Diskussion gestartet


Hi zusammen,

ich versuche geraden, von Omeprazol wg der Nebenwirkungen wegzukommen, habe es zuvor wegen Hiatushernie und Ösophagitis (einmal Grad 1, jetzt leider wieder Grad 2) :-( abzusetzen, momentan nehme ich drei mal am Tag 150 mg, aber ganz beschwerdefrei bin ich leider nicht.

Hat jemand Erfahrung mit noch höheren Dosen und auch über einen langen Zeitraum hinweg?

Würde mich sehr über Antworten freuen!!

LG

Entle

Antworten
EKnt#lxe


(nochmal, leider vertippt |-o )

Hi zusammen,

ich versuche geraden, von Omeprazol wg der Nebenwirkungen wegzukommen, habe es zuvor wegen Hiatushernie und Ösophagitis (einmal Grad 1, jetzt leider wieder Grad 2) :-( genommen (20 mg Omep), momentan nehme ich drei mal am Tag 150 mg Ranitidin, aber ganz beschwerdefrei bin ich leider nicht.

Hat jemand Erfahrung mit noch höheren Dosen und auch über einen langen Zeitraum hinweg?

Würde mich sehr über Antworten freuen!!

LG

Entle

S.unflowxer_73


Ich würde das mit Deinem Arzt besprechen. Mein Maximum beim Ranitidin waren 450mg (150mg morgens, 300mg abends). Allerdings in Rücksprache mit dem Arzt und auch nur für einige Tage. Es dauert bei mir aber insgesamt immer, bis die Beschwerden sich bessern (2 Wochen ca.).

MncCNrank


Hallo Entle,

ich hab genau das selbe Problem, nehme seit mittlerweile 6 Jahre PPI (Lansobene) und musste letztes Jahr von 15 auf 30mg steigern da die Wirkung nachliess. Mittlerweile bin ich nach meiner 3ten Magenspiegelung wieder auf 15mg runtergekommen. Geht aber nur wenn ich nicht alles wahllos in mich reinstopfe. Will mich nur sehr ungern operieren lassen (Erfolgsaussicht ist ja nicht sooo 100% gegeben und nach 5-10 jahren hast du zuletzt die gleichen Probleme wie vorher) und deshalb versuch ich eben alles um es so zu schaffen. Hast du mittlerweile eine Dosis gefunden die hilft bzw. irgendein Medikament oder Naturmittel etc.?

Hab in letzter Zeit festgestellt das meine Verdauung immer schlechter wird bzw. mein Magen zu rebellieren beginnt. Mir liegt auch irgendwie alles lange im Magen rum und habe auch viel Luft im Körper mit Aufstossen. Hin und wieder so nen einzelnen Hickser (wie Schluckauf, aber das erst seit einem Jahr, ganz dubios). Kennst du (ihr) das auch, zumindest etwas davon?

Ich glaube jedenfalls dass das ganze durch die langjährige Medikamenteneinnahme nicht besser wird und dass es bestimmt nicht gut tut es noch länger zu nehmen. Zumal ich ja erst 26 Jahre alt bin.

Kann man die Antazidas ohne Probleme über längere Zeit nehmen oder hat man da auch mit Problemen zu rechnen?

Wäre über zahlreiche Antworten erfreut.

PS.: Kann es sein dass ein Helicobacter durch die Einnahme von PPI übersehen wird bzw. das Ergebnis verfälscht wird? Mir kommen langsam echte Zweifel da ich eine chronische Gastritis habe die nicht mehr weggeht (oder kommt das jetzt auch von den PPI?)

MFG McCrank :-)

E$ntlxe


Hallo McCrank,

was wurde denn bei Dir diagnostiziert, hast Du einen Zwerchfellbruch? Oder nimmst Du die PPI nur wg Magenbeschwerden?

Ich bin auch erst 33 Jahre alt und möchte nicht mein ganzes Leben lang PPI nehmen und vor einer OP hab ich auch Schiss, da ich mir nicht vorstellen kann, selbst wenn es danach erst mal besser ist, dass so was ein ganzes Leben lang hält. Und sich dann alle 10 Jahre nochmal unters Messer legen lassen?

Ich mach auch alles, was man so tun sollte (kein Alkohol, kein Fett, nur noch ganz wenig Schokolade und Kaffee usw) aber allein damit komm ich nicht viel weiter, hab dann noch so ein Basenpulver was ich 3mal täglich nehme, bringt aber ebenfallst nicht viel, ebenso wie Antazida, zumal die ja auch einen Reboundeffekt haben sollen.

Was mir ein bisschen hilft (fast noch mehr als Talcid) ist ständiges Kaugummikauen, das lindert das Brennen etwas.

Ja und jetzt hab ich halt versucht, mal die PPI abzusetzen und dafür Ranitidin zu nehmen, aber selbst mit 450 mg täglich bin ich nicht beschwerdefrei, ich hoffe ich halte es mal ein paar Monate durch um zu sehen, ob nicht doch ein Reboundeffekt der 2 Jahre PPI-Einnahme da ist, der mit der Zeit nachlässt.

Ansonsten wird mir wahrscheinlich nur die Wahl wieder PPI (und da hab ich massive Muskelprobleme von gekriegt) oder OP bleiben, keine schönen Aussichten :-( :-( :-(

LG

Entle

M;c(Cra?nk


Hallo Entle,

ja es wurde als ich 19 jahre alt war eine Gleithernie festgestellt. Hatte über 1 Jahr lang Sodbrennen, vorallem Nachts. War die Hölle. Danach eben Magenspiegelung und mir wurde damals eben PPI verordnet. Dachte mir nicht viel dabei zumal ich ja so jung war und den Ärzten sozusagen vertrau(te). Dann nach einem Jahr selbe Prozedur. Ösophgus war abgeheilt und der Internis sagte ich solle weiterhin die PPI einnehmen. Haben ja anscheinend keine NW's, dass ich nicht lache... Das Problem an der ganzen Sache ist dass man ja nichts gross unternehmen kann ausser OP oder eben irgendwelche Medis wie PPI oder H2 Blocker. Alles andere ist bei so ner Refluxgeschichte sowieso wirkungslos.

Und der Reboundeffekt ist eben das allesgrösste Problem. Mann kommt von der sche.... einfach nicht mehr weg. Habs auch schon mit zusätzlich Paspertin um die Magenbewegungen zu fördern versucht und mit Retterspitz Innerlich, mit allen möglichen Naturheilpraktikern hab ich schon gesprochen und Dinge versucht. Das einzige das ich nicht probiert hab ist eben dieses Ranitidin oder wie das heisst und eine Radikaldiät. Aber ich muss ehrlich sagen dass ich das auch nicht vorhabe weil Spass am Essen ist nachher nicht mehr und dafür bin ich einfach zu jung und esse zu gerne.

Du nimms also momentan nur dieses Ranitidin? Gehts mit dem also so einigermassen? Hängt es auch davon ab was du isst? Weisst du wie bei dir der Zwerchfellbruch entstanden ist oder war das wie bei mir einfach plötzlich da, sozusagen von heute auf morgen?

Würde mich über Antwort freuen.

MFG McCrank :-)

EPntlxe


Hallo McCrank,

ja was Du schreibst kenne ich gut! Als bei mir vor 2 Jahren bei der Spiegelung eine Gleithernie und Ösophagitis Grad 2 festgestellt wurde und mein Internist meinte "jetzt müssen Sie halt Ihr Leben lang PPI nehmen, aber die sind ja gut verträglich" hab ich mir auch nicht viel gedacht, zumal sie ja sehr gut wirkten. Bis dann ein paar Monate später sich so langsam diverse andere Beschwerden einstellten für die niemand eine Ursache fand; woraufhin ich zum ersten Mal den google nach dem Zeug gefragt hab und mir klar wurde, dass die ganz schön verharmlost werden. Ich frag mich seitdem, wenn ich damals nur 3 oder 4 Wochen, bis das gröbste abgeheilt war, die Dinger genommen hätte und dann gleich wieder damit aufgehört hätte.......

Aber damals hab ich halt meinem Arzt noch vertraut.

Ich hab keine Ahnung woher und seit wann ich diese Hernie schon hab. Man liest ja immer, dass ganz viele so was haben, aber keine Beschwerden. Und wenn ich das richtig verstehe, dann muss ja mein Schließmuskel irgendwie defekt sein, meine Hernie ist angeblich nicht so groß und wenn der Muskel funktionieren würde, würde die Hernie vielleicht nicht so viel ausmachen ":/ ":/

Ich nehme das Ranitidin jetzt seit 1 Woche, eigentlich sollte ich eine am Tag (150 mg) nehmen, mittlerweile sind´s schon 3 und ich hab das Gefühl dass das Brennen trotzdem mit jedem Tag schlimmer wird. Hab nächste Woche nochmal einen Termin bei meinem Gastro, da mach ich mich dann schlau, ob ich das noch weiter steigern kann, vielleicht nur eine Zeitlang und dann wieder schrittweise reduzieren? In der Theorie hört sich das ja alles immer so schön an!

Ich hatte mir ja vorgenommen, das mindestens 6 Monate durchzuziehen, um zu sehen, ob das mit dem Reboundeffekt evtl besser wird und ob meine Muskelbeschwerden wirklich daher kommen. Aber die letzten beiden Tage war ich schon kurz davor , wieder Omep einzuwerfen.......

Und mit Diät ist das so eine Sache; ich ernähre mich schon sehr gesund (nur Vollkornsachen, viel Obst und Gemüse, Fisch und ab und zu Geflügel, rauche nicht, hab in den letzten Wochen auch praktisch keinen Alkohol mehr getrunken, esse weder Kuchen, Fertiggerichte, fette Sachen und nix Scharfes; auch am Abend mittlerweile auch nur noch ganz wenig und wenns geht vor 18 Uhr (was halt nicht immer funktioniert). Klar kann man mal ein paar Tage lang sich nur von Haferschleim und Zwieback ernähren, aber ein Leben lang? das müsste man bei Reflux ja wahrscheinlich.

Alle Gute Dir,

Entle

P,aulzamaLrixe


Entle

Find' ich super, daß Du versuchst, von den PPIs wegzukommen! Ich habe es mit Ranitidin 350 geschafft, davon wegzukommen, obwohl mir am Anfang die Säure aus der Nase gelaufen ist, so heftig war der Rebound-Effekt. Jetzt nehme ich Ranitidin nur noch, wenn ich abends zu viel gegessen habe.

Das ist übrigens das Wichtigste: am 18 Uhr nichts mehr essen!!! Lt. Auskunft meiner diversen Ärzte (Hausarzt, Gastroenterologe, Chirurg – ich stand kurz vor der OP – ist das wirklich wichtig. Untertags kann man ganz normal essen.

Natürlich noch: Kopfteil im Bett erhöhen. Nachteil davon: Verspannungen im Nacken.

Was mir noch einfällt: zusätzlich zu den Ranitidin habe ich Talcid genommen. Sollen aber – lt. Arzt – nicht mehr als 2 am Tag sein. Später habe ich Sie dann weggelassen. Iberogast, Motilium + Co. haben meine Bemühungen von PPIs wegzukommen, unterstützt.

P7au)lamarixe


P.S. Rebound-Effekt muß bei Dir nicht so heftig sein. Ich habe Pantozol + Co. 40 8 Jahre lang genommen.

EHntlxe


Hallo Paulamarie,

lieben Dank für Deine Ratschläge, das macht mir Mut weiter durchzuhalte @:)

Das mit am Abend ab 18 Uhr nix mehr essen versuche ich auch schon, ist halt nicht immer einfach, weil ich oft erst um 7 heim komme, aber dann gibts halt nur noch eine Kleinigkeit. Auch das Kopfende meines Betts steht schon höher, seitdem schlaf ich schlecht, aber das ist ja wahrscheinlich auch Gewohnheitssache.

Iberogast und Motilitum hab ich noch nicht probiert, aber das wäre mal noch einen Versuch wert!

Hast Du auch eine Hernie?

Ich wollte nächste Woche meinen Gastrologen mal fragen, ob ich nicht eine Manometrie machen kann, um zu schauen, in wie weit der Schließmuskel noch tut, hast Du das schon mal machen lassen?

Liebe Grüßle

Entle

P6aulJam6arie


Entle

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T9aalkxe


Hallo!

Hab diesen alten Faden wieder hervorgekramt – vielleicht gibts dazu neue Erkenntnisse.

Ich bin ebenfalls mit einem Zwerchfellbruch "gesegnet" und soll dauerhaft PPI nehmen. Da ich mich dagegen innerlich wehre, möchte ich mit Ranitidin klarkommen; derzeit nehme ich morgens 150 mg, und wenn ich nichts besonders schwer Verträgliches esse, gehts damit – bisher jedenfalls – ganz prima.

Das Absetzen der PPI (durchschnittlich 40 mg/Tag) ging dank des Ranitidins ohne Probleme vonstatten.

Was sagen ggf. Eure Ärzte zum "eigenmächtigen" Absetzen der PPI? Meiner weiß noch nichts davon ... er ist ein absoluter Befürworter dieser Medikamentengruppe; bin gespannt, was er zum Wechsel sagt. Ich frage mich: Wieso sind die Ärzte von Ranitidin so wenig überzeugt? ???

PLaulIamaorie


Taalke

nimm die Ranitidin lieber abends vor dem Schlafengehen!

Ranitidin haben auf jeden Fall weniger NW als PPIs und der rebound-effect ist nicht so heftig, wenngleich auch nicht zu verachten.

Nicht alle Ärzte sind von PPIs überzeugt. Ich kenne mittlerweile einige, die mir nicht dazu raten.

Ich nehme im Augenblick Ranitidin 300 abends und habe keinerlei Beschwerden. Das Reduzieren ist aber auch ziemlich schwierig.

Ich sehe mir heute abend im WDR 19.30 eine Sendung über neuartige OP-Methode an. S. Refluxfaden.

Thaa-lke


Paulamarie

Danke.

Die Sendung hab ich leider verpasst. Hat sie das Anschauen gelohnt?

Abends Ranitidin, die Menge, die mir hilft, ist 150 mg, das wäre okay. Als ich sie jetzt kurz weg ließ (weil ich keine mehr hatte), kam das Sodbrennen bereits nach dem einem Tag sehr heftig zurück ...

Was ist eigentlich mit einer Kombi von Pantoprazol und Ranitidin? Ginge die auch oder macht das gar keinen Sinn?

Beispielsweise abends 150 mg R. und morgens alle 2 Tage 20 mg P. ?

Plaula[marxie


** Taalke

Wenn ich die Ranitidin weglasse, habe ich auch wieder Sodbrennen, Leider. Bei der Einnahme von 300 ist das Sodbrennen dauerhaft weg und ich kann essen und trinken, was ich will. Also auch Gänsebraten, etc.

Was nicht gut ist: ein leerer Magen.

Eine Kombi von PPI und H2Blocker geht leider nicht.

PPIs verhindern, daß Säure entsteht, bevor sie da ist, Ranitidin blockt die Säure ab, wenn sie schon da ist. Daher ist es besser, Ranitidin abends vor dem Schlafengehen zu nehmen, da ein zuviel an Säure unterdrückt wird.

D.h. es kann immer wieder Magensäure entstehen, was m.E. wichtig ist, denn der Magen braucht Säure.

Wenn Du mit 150 mg auskommst, belasse es dabei.

Manchmal wird auch geraten MCP-Tropfen oder Domperidon vor dem Essen einzunehmen. Das Essen bleibt dann nicht so lange im Magen und der Magen wird entlastet. Das pflanzliche Pendant ist Iberogast. Finde ich persönlich gut, wird aber nicht verschrieben (es sei denn, man ist Privatpatient.

Leider hat das mit der Sendung im WDR nicht gestimmt. War eine Falschinformation.)

PPIs werden deshalb bei Entzündungen lieber verschrieben, weil die Magensäure ganz unterdrückt wird und die Entzündung dadurch gut abheilen kann.

Für eine Daueranwendung (ich habe PPIs 8 Jahre lang genommen) lehne ich sie ab. Sodbrennen hatte ich vor Einnahme nicht, aber jetzt beim Absetzen krieg ich es nicht mehr los. Ist bei R, auch so, aber die NW sind überschaubar.

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