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Durchfall-Erkrankungen in Norddeutschland: Ehec-Erreger

J@enxn80


ich hab auch totale panik jetzt

K#a{ti9x1


Ich hab eben erst im Radio gehört, dass noch unklar ist wo der Erreger herkommt. Wer also nicht krank werden will, sollte also am besten erstmal gar nichts mehr essen!

E5hemaliger Nu*tzer (#=282877)


Wer also nicht krank werden will, sollte also am besten erstmal gar nichts mehr essen!

Ich wittere eine Verschwörung der Krankenkassen die das Übergewicht in der Bevölkerung reduzieren wollen.

;-)

L;ichtKriSsta;lxlxX


Ich wittere eine Verschwörung der Krankenkassen die das Übergewicht in der Bevölkerung reduzieren wollen.

Okay,der war fies ]:D ;-D

Rduka


Ich vermute ja fast, dass sie uns in ein paar Wochen wieder irgendeinen unerprobten Impfstoff andrehn wollen, ist bestimmt wieder irgendwas schief gegangen und man musste nun was "erfinden" um den Stoff loszuwerden ^^

s\uperhmom6x4


Ich lasse erstmal die Finger von Rohkost – leider auch von meinen Erdbeeren (wobei ich den Bauern auf dem Markt fragen werde,) .... Da fällt mir ein, erst vor ein paar Wochen kamen die Freilufterdbeeren auf den Markt – vorher war es Treibhausware. Ob das damit zusammenhängen könnte ??? ":/

Ansonsten Tiefkühl-Gemüse und Obst mit Schale.

Lvucy7vanPexlt


naaaja, in der Schule meiner Kinder scheints auch Fälle zu geben (Kreis RD), überall steht Desinfektionsspray für die Kinder/Jugendlichen zur Verfügung, aber glaubt mal nicht, dass alle das nutzen- völlige Ignoranz... ;-D und so zähl ich dann die Tage, bis es uns trifft :=o ;-D

KKaEdhindyxa


Da fällt mir ein, erst vor ein paar Wochen kamen die Freilufterdbeeren auf den Markt – vorher war es Treibhausware. Ob das damit zusammenhängen könnte ???

Diesen Virus gibt es schon seit mehreren jahren.

Er hatte nur erst seit kurzem dieses mediale Interesse.

s[enJsibe2lmaxn


Diesen Virus gibt es schon seit mehreren jahren.

Naja, Viren sind es nicht.

Eigentlich sind es bekannte [[http://de.wikipedia.org/wiki/Enteroh%C3%A4morrhagische_Escherichia_coli Bakterien]] (wobei die verschiedenen Bakterienstämme unterschiedlich stark wirksam sind). Die jetzigen Fälle sind besonders schwerwiegend- deswegen ziehen sie auch so starkes mediales Interesse an...

Auf jeden Fall sollte man rohes Obst und Gemüse gut abwaschen....

D_er_Ni%x_Weciss


Ich würde das sagen – sie wird hocherhitzt; ..., dann sollten 140°C bei der Milch auch reichen.

Das heisst normale Milch im Tetrapak...

...tut mir leid, aber was versteht "ihr" jetzt unter "normaler Milch"?

Eine akut denaturierte Flüssigkeit, die auf 140° erhitzt und dann in Pappkartons abgefüllt wurde ???

Dher_Niwx_W%eisxs


@ sensibelman

Es handelt sich wohl um Bakterien?

Auf jeden Fall sollte man rohes Obst und Gemüse gut abwaschen....

Könntest du bitte "gut abwaschen" technisch und nachvollziehbar definieren? ]:D

s+ensiObelmaxn


Könntest du bitte "gut abwaschen" technisch und nachvollziehbar definieren?

Unter fließendem lauwarmen Wasser in einem Sieb mit Wenden des Obstes und Gemüses. Haftende Erde abbürsten und fließendes Wasser rüberlaufen lassen.

K'adXhixdxya


@ sensibelman

Tschuldigung.

Virus und Bakterium sind in meinem Sprachgebrauch 2 austauschbare Begriffe, leider.

Ich meine aber gelesen zu haben EHEC-Virus ":/

GbroWßsLtaditgöxre


Ja, gesprochen EHEC-Virus, aber ausgelöst durch ein Bakterium.

Was versteht man unter EHEC?

Das Bakterium Escherichia coli (E. coli) ist ein Bewohner im Darm von Mensch und Tier. In jedem Gramm Stuhl bzw. Kot befinden sich mehrere Millionen dieser Kolibakterien. Sie erfüllen wichtige Aufgaben, in dem sie Nährstoffe spalten und für die Abwehr von Krankheitserregern sorgen.

Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) stellen eine Sonderform der Kolibakterien dar. Diese Form kann, im Gegensatz zu normalen E. coli, Giftstoffe produzieren. Diese Giftstoffe werden im Darm freigesetzt und können Krankheiten auslösen.

Im menschlichen Darm kommen EHEC-Bakterien normalerweise nicht vor. Das natürliche Reservoir für diese Keime sind Rinder und andere Wiederkäuer (z.B. Schafe, Ziegen, Rehe, Hirsche), bei denen EHEC im Darm und damit im Kot vorkommen können, ohne dass die Tiere erkranken. Auch bei Schweinen, Katzen, Hunden, Geflügel und wild lebenden Vögeln wurden diese Erreger nachgewiesen. Die Erreger können vom Tier bzw. über Lebensmittel, die vom Tier stammen, auf den Menschen übertragen werden. Außerdem kann der Keim von Mensch zu Mensch übertragen werden, wenn bei einer Erkrankung mit EHEC nicht ausreichend auf die Hygiene geachtet wird.

Welche Erkrankungen können EHEC-Bakterien auslösen?

Eine Infektion mit EHEC kann symptomlos verlaufen, wobei der Erreger über 1-3 Wochen, selten über längere Zeit ausgeschieden wird. Während dieser Zeit können bei unzureichender Hygiene andere Menschen angesteckt werden.

Treten Symptome auf, kommt es meist nach einer Inkubationszeit von 1-8 Tagen zu Übelkeit, Erbrechen und leichten, wässrigen Durchfällen. Bei schwereren Krankheitsverläufen treten blutige Stühle und schmerzhafte Bauchkrämpfe auf.

Bei 5-10% der Erkrankten, insbesondere bei Kindern im Vorschulalter, entwickelt sich im Anschluss an die Darmbeschwerden (ca. einer Woche nach Beginn des Durchfalls) ein schweres Krankheitsbild. Es kann durch die Wirkung der EHEC-Gifte zu Blutarmut (verminderte Anzahl von roten Blutkörperchen), zu einer Gefäßschädigung mit Blutgerinnungsstörungen (verminderte Anzahl von Blutplättchen) und zu Nierenfunktionsstörungen kommen, dem sog. hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS), das in 1-5% der Fälle bei Kindern tödlich verläuft.

Auch nach dem Überstehen der akuten HUS-Symptomatik können schwere, bleibende Gesundheitsschäden (Bluthochdruck, Beeinträchtigung der Nierenfunktion) zurückbleiben.

Wie wird EHEC übertragen?

Als Ansteckungsmöglichkeiten kommen insbesondere in Frage:

Übertragung von Mensch zu Mensch:

Eine große Bedeutung hat die direkte Übertragung von Mensch zu Mensch durch Schmierinfektion. Dieser Übertragungsweg durch Bakterien, die mit dem Stuhl ausgeschieden werden und sich bei mangelhafter Hygiene auf Händen oder Gegenständen (Spielzeug, Handtücher) befinden können, spielt innerhalb von Toilettengemeinschaften (z.B. in Familien oder Kindergärten) und insbesondere bei der Pflege von Kranken (z.B. beim Wickeln erkrankter Säuglinge) eine große Rolle. Begünstigt wird dieser Weg durch die hohe Infektiosität der Erreger: weniger als 100 EHEC-Keime sind ausreichend, um bei Menschen zur Infektion zu führen. Zum Vergleich: zu einer Lebensmittelinfektion durch Salmonellen kommt es dagegen nur dann, wenn ein Lebensmittel rund eine Million Salmonellen enthält.

Tierkontakte:

Das Fell von Tieren, insbesondere von Rindern, Schafen, Ziegen ist häufig mit Kot verunreinigt. Durch Berühren und Streicheln der Tiere können dann EHEC-Bakterien auf die Hände und von dort direkt oder über Lebensmittel in den Mund gelangen.

Lebensmittel:

Viele Nutztierarten können EHEC-Bakterien beherbergen oder ausscheiden, teilweise ohne selbst merkbar krank zu sein. Eine Infektion des Menschen kann daher auch über Lebensmittel erfolgen durch

* Verzehr von rohem oder unzureichend gegartem Fleisch sowie in nicht korrekt gereiften Rohprodukten (z. B. schnittfeste oder streichfähige Rohwürste). Kontaminationsmöglichkeiten bestehen auf allen Stufen der Produktion, insbesondere aber während des Schlacht-vorganges.

* Genuss von roher oder unzureichend erhitzter Milch. Bei der Milchgewinnung können die Erreger mit winzigen Kotpartikeln in die Rohmilch gelangen. Pasteurisierte Milch und entsprechende Milchprodukte sind dagegen primär frei von Krankheitserregern.

* Auch pflanzliche Lebensmittel (z.B. Gemüse, Tee, Gewürze), die mit dem Dung landwirtschaftlicher Nutztiere oder dem Kot wildlebender Tiere verunreinigt sind, kommen als Infektionsquellen in Frage.

* Vereinzelt sind im Ausland auch Infektionen durch fäkal verunreinigtes Trink- und Badewasser beobachtet worden.

Gibt es eine Therapie?

Eine antibiotische Behandlung von EHEC-Infektionen ist problematisch. Es wurde beobachtet, dass die Abtötung oder Schädigung der Erreger durch Antibiotika verstärkt EHEC-Giftstoffe freisetzt und das Krankheitsbild verschlimmern kann.

Bei massiven Durchfällen ist der Ausgleich des Salz- und Flüssigkeitsverlustes die wichtigste therapeutische Maßnahme. Schwere Krankheitsverläufe sind im Krankenhaus zu behandeln, damit auftretende Komplikationen, insbesondere bei empfindlichen Personen (Säuglinge, Kleinkinder, alte Menschen, abwehrgeschwächte Personen), rechtzeitig erkannt und behandelt werden können.

Wie schütze ich mich vor EHEC?

Eine Schutzimpfung gibt es nicht.

Da eine Therapie mit Antibiotika problematisch ist, sind Maßnahmen zur Vermeidung einer Infektion um so wichtiger. Durch das Einhalten von einfachen, aber wirkungsvollen hygienischen Grundregeln kann man das Risiko einer EHEC-Infektion und anderer Darminfektionen drastisch reduzieren.

Deshalb:

* Verzichten Sie bei der Ernährung vorsorglich auf Rohmilch, -produkte, rohes oder nicht ausreichend erhitztes Fleisch sowie nicht ausreichend erhitzte, ungereifte Wurstwaren (z. B. Zwielbelmettwurst), wenn sich Säuglinge, Kleinkinder, alte oder kranke Menschen in Ihrem Haushalt befinden. An die Gewinnung von Vorzugsmilch werden besondere hygienische Anforderungen gestellt. Mit Sicherheit ausgeschlossen wird das Vorhandensein von EHEC allerdings nur durch ausreichende Erhitzung (Abkochen). In Einrichtungen zur Gemeinschaftsverpflegung ist eine derartige Behandlung auch für Vorzugsmilch vorgeschrieben.

* Rohes Fleisch wegen der Gefahr der Bakterienübertragung nicht in Kontakt mit anderen Lebensmitteln bringen.

* Das bei der Fleischzubereitung verwendete Küchengeschirr und die Arbeitsflächen einschließlich der Schneidebretter sorgfältig reinigen, bevor sie für weitere Küchenarbeiten verwendet werden.

* Hände regelmäßig gründlich waschen, insbesondere nach jedem Toilettenbesuch, vor der Küchenarbeit, nach dem Hantieren mit rohem Fleisch, vor dem Essen und nach Umgang mit Tieren.

* Kinder beim Umgang mit Tieren (z.B. auf dem Bauernhof oder im Streichelzoo) beaufsichtigen, um zu verhindern, dass die Kinder dabei Finger in den Mund nehmen oder gleichzeitig essen.

s}en$sibLelmYan


Virus und Bakterium sind in meinem Sprachgebrauch 2 austauschbare Begriffe

Naja, das ist ein ziemlicher Unterschied: Viren sind keine Lebewesen, ohne fremde lebende Zellen nicht "überlebens- bzw. vermehrungsfähig".

Bakterien sind nicht zwanghaft auf fremde lebende Zellen angewiesen und sind Lebewesen mit eigenem Stoff- und Energiewechsel und eigener Vermehrung.

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