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Magen-Darm-Probleme seit länger als 2 Monaten, aber Ärzte ratlos

Jmalexa hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hab seit zwei Monaten jetzt ganz schlimme Magen-Darm-Probleme. Diese äussern sich am Sichtbarsten darin, dass ich nicht auf natürlichem Wege zur Toilette kann. Seit einer Weile nehme ich Magrocol, das ein wenig hilft, aber mittlerweile auch nicht mehr ausschlaggebend. Zu dem hab ich ein starkes Vollegefühl, auch nach dem Abführen. Habe dadurch auch öfters das Gefühl schlechter Luft zu bekommen. Vor zwei drei Wochen ca wurde im Krankenhaus eine Magen-Darm-Spiegelung gemacht, wobei eine Entzündung am Mageneingang und am Darmausgang festgestellt wurde. Gegen die Magenentzündung hab ich Omeprazol bekommen; das ist ja ein Säureblocker, wobei ich eigentlich nie zuvor Aufstossen oder Sodbrennen hatte. Gegen die Darmentzündung musste man angeblich nichts tun. Vorige Woche hab ich dann Hautausschlag bekommen, wo unsere persönliche Vermutung auf einem Zusammenhang basierte, der Hautarzt aber sagte, dass sei eine ganz normale bakterielle Infektion.

Ich weiss nicht ob es da einen Zusammenhang geben kann, aber mein Puls ist (ebenfalls seit Anfang der anderen Beschwerden) im Ruhezustand auf 40, manchmal auch niedriger.

Ich hab in diesen zwei Monaten jetzt 10 Kilogramm abgenommen, was als 15-jährige ziemlich ätzend ist. Ich bin mittlerweile einfach total verzweifelt, weil ich nicht vernünftig essen kann, überhaupt nehme ich kaum noch am Leben teil, jeden Tag warte ich darauf dass es besser wird, aber nichts tut sich. Und die Ärzte schieben alles immer weiter weg.

Ich hoffe dass mir hier vielleicht jemand helfen kann. Mit Vermutungen oder gar eigenen Erfahrungen.

Danke im Vorraus,

Alexandra

Antworten
R~emu-xla


Hallo Jalea

Omeprazol ist schon richtig bei einer Entzündung am Mageneingang, das hilft der Entzündung zu heilen. Die Magensäure würde es nur weiterhin reizen, daher der Säureblocker. Seit wann nimmst du es? Es kann eine Weile dauern bis die Entzündung abklingt.

Natürlich kann es Zusammenhänge zwischen Verstopfung, Hautausschlag und Puls geben, aber das muss ein Arzt untersuchen und diagnostizieren.

Wurde denn auch ein Blutbild gemacht und Blutdruck gemessen?

Nimmst du noch irgendwelche anderen Medikamente?

Kannst du mal zu einem anderen Arzt gehen?

Dwir ndbl


Grüß Gott Jalea,

je nach dem, wie lange Sie den Protonenpumpenhemmer schon einnehmen, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber nachdenken, ob es sinnvoll ist, diesen mit Rücksicht auf Nebenwirkungen weiter einzunehmen.

Eine Alternative wäre Kohlsaft und Leinsamenschleim. Letzterer vor den Mahlzeiten getrunken.

Pfüat di

J|alexa


Danke für eure Antworten. :)

Den Säureblocker nehme ich jetzt seit einem Monat, mein Hausarzt hat aber auch gesagt, dass dieser in näüchster Zeit abgesetzt wird.

Blutbild und Blutdruck wurden gemessen. War auch zwei Wochen im Krankenhaus, da wurde das rund um die Uhr bewacht. Mein Blutdruck ist mit durchschnittlichen 112:55 auch zu niedrig, das ist angeblich aber auch unbedenklich. Sonst nehm ich keinerlei Medikamente, und zu was für einem Arzt meinst du sollte ich noch gehen.. ?

JouttXa09


Hallo ich würde sagen mache mal eine Darmsanierung ich hatte so ein ähnliches Problem von meiner Apothekerin wurde mit DaRei Fit empfohlen ist ein Darmaktivierung – Nahrungsmittel, ich habe auf Anweisung der Apothekerin anfänglich 3 Kaffeelöffel Morgens zum Frühstück gegessen.

Nach 4-5 Tagen hatte ich schon eine deutliche Verbesserung bei den Magen( Säure) und Darmproblemen.

Ich habe das ganze noch 2 Wochen weiter gemacht danach war ich so gut wie Beschwerde frei, heute bin ich es.

Da ich aber schon immer etwas Probleme mit dem Stuhl hatte esse ich immer 1-2 mal die Woche 2 Kaffeelöffel Darei Fit, nun ist alles bestens bei mir auch hat sich meine Körperliche Situation stark verbessert und mein Hautleiden, ich fühle mich einfach rundum wohler.

Jutta09

JPalxea


Ersteinmal danke für den Tip. Aber ich bin nicht sicher ob mir das weiterhelfen wird, da ich auch so schon vieles ausprobiert habe, wie zum Beispiel Flohsamen. Genutzt hat das bei mir nichts.

Hat vielleicht jemand Erfahrung mit solchen Beschwerden, die auf die Schilddrüse zurückzuführen sind ?

Ich bin jetzt wieder in stationärer Behandlung und die haben alles kontrolliert und nichts herausgefunden. jetzt wird mir nur noch unterstellt dass ich magersüchtig bin und ich soll zum Essen genötigt werden – aber ich fühl mich danach einfach elend.

Man liest häufig dass Schilddrüsen Krankheiten oft erst bei späteren und bestimmten Untersuchungen festgestellt werden. Deswegen würde mich interessieren ob es vielleicht in die Richtung gehen könnte..

LG

w.iecFherxt


Bei dieser neu aufgetretenen Symptomatik würde ich eine Stuhluntersuchung nach dem Kyberstatus veranlassen, um zu erfassen, ob die gesunderhaltende Darmflora ausreichend stark ist.

Ergänzend sollte auch nach der exokrinen ( Enzyme werden in den Darm gegeben) Bauchspeicheldrüsenfunktion,

nach dem Calprotectin ( Zeichen für flüchtige Entzündung, kann bei Durchfall innerhalb eines Tages zwischen 50 und 1200 liegen, wird bei Verstopfung aber eher stabil sein, wenn eine Entzündung vorliegt) und

nach dem alpha-1-Antitrypsin (Maß für das leaky gut syndrom, Durchlässigkeit des Darms mit der Gefahr der Sensibilisierung auf Nahrungsmittel) und

nach dem sIgA (Oberflächenimmunglobulin der Schleimhäute) geschaut werden.

Die Einnahme von PPI, wie das Omeprazol hebt den pH-Wert im Magen an, verdaut daurch die Eiweiße weniger, der Reiz auf die Bauchspeicheldrüse für die exkretorischen Enzyme ist dadurch schwächer und es erfolgt eine schlechtere Nachverdauung. Dieser Speisebrei mit Restnahrung erreicht den Dickdarm und bildet einen Wachstumsreiz für die Fäulnisflora, die dann wieder biogene Amine (Histamin, Cadaverin) aber auch Fuselalkohole wie Skatol, Indikan) bilden kann, die wiederum die Magensäureproduktion ankurbeln, Entzündung fördern und den Tonus in der Speiseröhre vermindern.

Ich glaube aber vielmehr, dass es sich in diesem Fall um eine vegetative Neuropathie ( Herzrhythmus springt nicht an, Darmperistaltik ruht, EKG ist ja wohl geschrieben worden ?) handelt, die möglicherweise über eine Insulinrezeptorresistenz ausgelöst wurde. Dafür muss man nämlich nicht dick sein. Also einmal ganz normal essen, wie z. B. 2 Scheiben Brot mit Marmelade und evt. Honig, vormittags ein Stück Obst oder eine Scheibe Brot als Zwischenmahlzeit, mittags Kartoffeln oder Reis oder Nudeln mit Gemüse und evt. Eiweiß sowie ein kleines Dessert und am Nachmittag einen Keks, dann in die Praxis und das C-Peptid und den Blutzucker im NaFl-Röhrchen bestimmen lassen.

Das erwartete Ergebnis wäre ein deutlich erhöhter C-Peptidwert. Auch sollte nach den Elektrolyten, CRP, BSG, Kl. und diff-BB geschaut werden.

Ansonsten habe ich letzten Mittwoch dazu einen Patentenvortrag gehalten, dessen Zusammenfassung unter "Aktuelles" und unter "Vortragsberichte" auf meiner HP online gestellt ist.

Viel Erfolg, Dr. med. Dirk Wiechert Bremen

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