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Ursachen Vitamin B12 und D3 Mangel?

GFroRttxig


Du spritzt dir das selber? Das geht?

Klar. Ich habe keine Lust deswegen zum Hausarzt zu rennen. Er hat mir 12 Ampullen + Spritzen mitgegeben, fertig. Ist wie ein Thrombosespritze. Einfach Nadel in den Bauch und abdrücken.

@ TE

Ist ja wohl nicht rezeptpflichtig und der Jahrespreis ist auch noch human, wenn dein Hausarzt nicht mitspielt, selber spritzen.

_ZPar8vati_


Klar. Ich habe keine Lust deswegen zum Hausarzt zu rennen. Er hat mir 12 Ampullen + Spritzen mitgegeben, fertig. Ist wie ein Thrombosespritze. Einfach Nadel in den Bauch und abdrücken.

Aha ":/ Na gut, bei mir ist es eh nicht so tragisch. Mein Hausarzt ist gleich um die Ecke (zieht aber bald weiter weg <.<). Da setzt mir dann eine Schwester die Spritze und dann ist auch alles in wenigen Minuten erledigt.

a=dal+wolxf


Moin ellipse,

Dein Problem kommt mir vertraut vor. Kurz: Mach mal ne Stuhluntersuchung zur Bestimmung der Pankreas-Elastase. Werte unter 200 µg/g Stuhl sind behandlungsbedürftig, unter 100 herrscht schwere Bauchspeicheldrüsenunterfunktion (zur Einordnung: normal sind Werte bis 2500µg und erst ab einem Zehntel der normalen Leistungsfähigkeit treten Probleme auf).

Lang, mein Leidensweg:

Auch ich habe seit Mitte der 90er immer mehr/stärkere Blähungen gehabt, dann erste "Unverträglichkeiten" von Wein usw. Bin damit damals nicht zum Arzt, da Blähungen wohl kaum einer (und seien es noch soviele) ernst nehmen dürfte. Im Hoch kam ich auf mehrere Hundert pro Tag...

Habe stattdessen immer mal selbst recherchiert und bin nicht weitergekommen. Nun vor zwei Jahren der "Supergau". Zwar (scheinbar) abnehmende Blähungen, aber ich stank (ohne es selbst zu riechen). Zudem bestand auch kein zeitlicher Zusammenhang zwischen bemerkten Blähungen und Reaktionen der Umgebung. Auch wenn ich völlig entspannt war und felsenfest davon überzeugt, nicht zu stinken, stank ich. Keinen Raum konnte man mehr betreten ohne dass entsprechende Reaktionen kamen. Horror pur. Für mich war damit klar, Reizdarm sollte eigentlich nicht in Frage kommen.

War dann bei mehreren Ärzten und es wurden Blutwerte genommen, Magen- und Darmspiegelungen durchgeführt, Stuhl- und Enddarmuntersuchungen gemacht, Laktose- und Fructoseunverträglichkeit getestet... Mein Hinweis, ob eine Schließmuskelschwäche vorhanden sein könnte wurde mit Finger in den Hintern "geprüft" und mit dem Hinweis quittiert alles ok. Na, wenn das mal wissenschaftlich ist dachte ich mir, aber nahm es vorerst hin. Recherchiert habe ich zum Umfallen und langsam komme ich auf die Lösung. In einem 50km entfernten Krankenhaus, dass anorektale Manometrien vornehmen kann, habe ich mich (dank Privatpatientenstatus) selbst "eingewiesen" und siehe da, der willentliche Tonus ist kaum vorhanden bei allerdings extrem gutem Ruhedruck. Im Endeffekt also Inkontinenz Stufe I (Unfähigkeit Gase zu halten – merkwürdig nur, dass ich sie auch nicht immer merke).

Diese "Erkenntnis" allein war für mich natürlich nicht zufriedenstellend (im Ggs. zu meinem Arzt, der meinte, Beckenbodengymnastik, abwarten und die Welt ist wieder heile). Denn laut Recherchen wusste ich bereits, dass a) gesunde Menschen nur ungefähr 11 Winde/Tag abgeben (möchte mal wissen, wie das ermittelt wurde, aber egal, aber meine Werte, selbst die jetzt noch registrierten liegen um ein Vielfaches darüber) und b) der Gestank, den ich absondere im Normalfall nicht der ist, der die Leute auf Inkontinenzprobleme bringt, sondern das Nicht-halten-können flüssigen Stuhls. Also kann der Gestank nicht normal sein. Ich analysierte somit mal wieder meinen Stuhl, der zu dem Zeitpunkt nicht mehr sowohl in Konsistenz als auch Menge einem Kuhfladen glich (wie seit Jahren), sondern Form hatte und gelblich, klebrig war. Dank Internet lernte ich, dass so etwas Fettstühle sind und oft bei Glutenunverträglichkeit auftreten. Da ich meinen unglaublich kompetenten Arzt (Achtung Ironie) nicht bitten wollte, das zu testen, kaufte ich einen Selbsttest, der natürlich nicht die Genauigkeit hat, aber doch aussagekräftig genug sein sollte. Ergebnis: Negativ. Hmpf.

Glücklicherweise habe ich dann irgendwann selbst diesen Geruch auch riechen können und wusste somit, wonach es genau riecht (Durchfall-ähnlich). Damit recherchierte ich nach diesem fauligen Geruch. Und siehe da, ich wurde fündig. Bei Bauchspeicheldrüsenunterfunktion (exokrine Bauchspeicheldrüseninsuufizienz) tauchten alle meine Beschwerden auf. Das Vertrauen in meinen Arzt war bekanntlich bereits massiv geschwächt, somit bestellte ich mir zum "Test" Enzympräparate und – weil die Aufnahme von Vitamin B12 und Folsäure durch das Enzympräparat beeinträchtigt sein sollte auch gleich dafür ein Präparat. Kurz nach meiner Bestellung entdeckte ich bei Durchsicht der Arztunterlagen bzw. Rechnungen in der Laborrechnung der Stuhluntersuchung vom letzten Jahr die Pankreas-Elastase. Dumm dachte ich mir, da der Arzt damals nur sagte, alle Werte seien in Ordnung. Dann wird das Präparat wohl nix bringen. Schade um die zwanzig Euro. So eingeschüchtert nahm ich auch nur die kleinste Menge und siehe da, während und nach der Mahlzeit, keine Schmerzen, keine besonderen Blähungen (vielleicht ein/zwei kleinere aber nix verglichen zu sonst). Da ich den Geruch an mir (bis auf die bewussten Blähungen) meist nicht wahrnehme (und daher natürlich zu großer Unsicherheit führt), kann ich darüber natürlich noch keine genaue Aussage machen, aber es scheint so als habe sich auch dieser deutlich gebessert. Hmm, einmal ist keinmal dachte ich mir. Vielleicht liegt es auch an der Mahlzeit. Aber seither (6 Tage sind seither vergangen) keine Beschwerden mehr. Nun wollte ich es genau wissen. Erst schrieb ich das Labor an, mir die Werte zu übermitteln, unverschämter Weise keine Antwort (Rechnung schreiben sie einem, obwohl man nicht selbst, sondern der Arzt den Auftrag erteilt, aber Ergebnisse bekommt nur der Arzt...), dann rief ich beim Arzt an und lies mir den Wert geben. Genau 200 µg lautete der Wert. Aha, dachte ich nur, Volltreffer. Bis 200µg liegt eine leichte Bauchspeicheldrüsenschwäche vor, aber klar, für meinen Arzt liegt 200 µg natürlich meilenweit darüber ;-) (Achtung Ironie).

Auch wenn ich jetzt vermutlich meine ganzen Symptome in den Griff bekommen werde, stellt sich immer noch die Frage nach den Ursachen. Eine Bauchspeicheldrüsenunterfunktion wird zu 80% in unserem Kulturkreis mit Alkoholmissbrauch in Verbindung gebracht (im übrigen bei Männern zwischen 30 und 40 – Alter trifft bei mir mit 37 zu). Hmm, natürlich habe ich schon Alkohol getrunken, das ein oder andere Mal sicher auch deutlich zuviel, aber ein regelmässiger Missbrauch? Zumindest habe ich keine 4 Jahre oder länger täglich 80g Alkohol zu mir genommen wie es in einer Quelle heisst. Neben Ursachen wie Mukoviszidose und Krebs kommen noch erbliche Ursachen in Frage. Muko habe ich nicht, Autoimmunkrankheiten sind aber nicht total fern (selbst Allergiker seit 4tem Lebensjahr, Tante hat Multiple Sklerose). Krebs nehme ich nicht an (obwohl auf einer Verwandtschaftsseite vor ca. 10 jahren jemand innerhalb weniger Monate an Bauchspeicheldrüsenkrebs verstorben ist). Tendiere also eher zur genetischen Ursache, was dann auch ein erhöhtes Risiko für den Krebs bedeuten würde. Will jetzt aber nicht mehr wirklich weiter forschen und mich untersuchen lassen, somit lasse ich es dabei, aber weiss, was kommen kann. In dem Zusammenhang lese ich jetzt natürlich über Pankreatitis und all so ein "Zeug" und dabei stellen sich auch andere Dinge aus meinem Leben in einem völlig anderen Zusammenhang dar: Vor 6 Jahren hatte ich einmal ein ganzes Wochenende lang extremste Bauchschmerzen und dachte schon an Lebensmittelvergiftungen etc., aber der Arzt ermittelte zwar einige Unregelmässigkeiten in den Blutwerten (erhöhte Leukozyten und Verdacht auf Diabetes), aber sonst nix. Jetzt vermute ich: der Ausreißer, der zu dem Diabetes-Verdacht geführt hat, beruht auf einem (kurzzeitigen) Versagen der endokrinen Funktion der Bauchspeicheldrüse (das – die Insulinproduktion – ist neben der exokrinen Funktion, die die Enzyme bereitstellt, die zweite Funktion der Bauchspeicheldrüse) in Folge einer akuten Pankreatitis. Gut, dass man automatisch das richtige macht (nichts essen). Ferner werden meine Augen immer schlechter und ich habe Nachtblindheit. Nachtblindheit ist eine Folge von Vitamin A Mangel. Die Vitamine A, D, E und K sind fettlöslich und werden bei einer Bauchspeicheldrüsenunterfunktion nicht mehr richtig aufgenommen. Auch das passt ins Bild und ein Mosaik bildet sich. Schon länger vermute ich einen Mangel an Vitamin B12 und wie ich lese, passt auch das und im Nachhinein ist das Ganze regelrecht verblüffend.

Der Roman hat ein Ende, Dein Leidensweg hoffentlich auch bald. Wünsche Dir das Beste und lerne aus meinem Beispiel: Lasse Dir alle Werte nennen, recherchiere selbst und bestehe auf wissenschaftliches Vorgehen. Toi, toi, toi.

Grüße vom Wolf *:)

e*lli]psxe


Hallo zusammen,

da ich nach meinem letzten Post erstmal in den wohlverdienten Urlaub entschwunden bin, kann ich erst jetzt antworten...

Ich habe mittlerweile 3 Spritzen B12 bekommen und bilde mir ein, dass ich schon weniger Schmerzen habe.. Aus Sicht meines Arztes habe ich zwar -wie gesagt- keine Beschwerden zu haben, da dafür mein B12-Mangel nicht ausgeprägt genug ist ;-) Aber egal wie, etwas besser geht es mir schon.. Gestern hatte ich dann die Magen-Darm-Spiegelung und nun muss ich auf die Ergebnisse der Gewebeproben warten.. Die Magen-Darm-Spiegelung selbst erbrachte keine großartigen Befunde.. Die Magenschleimhaut ist etwas gerötet, der Darm sieht gut aus, nur die Speiseröhre zeigt etwas Auffälligkeiten, nämlich Längsrillen und kleine weiße Flecken.. Nun also mal sehen, was die Histologie ergibt..

@ adalwolf

Vielen Dank für deinen Beitrag und die guten Wünsche :-) Die Pankreaswerte waren bei mir bei Untersuchung eigentlich gut, die Stuhluntersuchung ergab keine Auffälligkeiten.. An die Bauchspeicheldrüse und auch die Galle habe ich auch schon einmal gedacht, da ich meine, Probleme mit der Fettverdauung zu haben.. aber da kommt natürlich wiederum einiges in Betracht und meine Blutwerte und auch die Sonographie aller Organe sind in Ordnung..

Viele Grüße @:)

cloac*h09


Hallo Ellipse,

B12 Mangel ist auch eine Nebenerscheinung bei Morbus Crohn. Da B12 im terminalen Ileum resorbiert wird und MC häufig dort vorkommt, kann es zu B12 Mangel kommen. MC zu diagnostizieren kann u.U. einige Zeit dauern, deine anfänglichen Beschwerden könnten durchaus auch auf MC hindeuten. So ähnlich fing es bei mir zumindest mal an. Gute Besserung

Coach 09

cOhrugeDlPi3x3


Hey,

klingt fast identisch mit meinen Problemen. War grad wiedermal beim Arzt und muss b12 und d3 spritzen/einnehmen. Hast du mal was herausgefunden?

Wäre so dankbar für deine Antwort..

Lg

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