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Unvollständige Darmentleerung

Y\eboxah hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich (26) habe seit geraumer Zeit ein Problem, welches mich sehr belastet.

Ich habe öfters das Gefühl auf Toilette zu müssen, es kommt dann aber nur wenig Stuhlgang oder Schleim und irgendetwas bleibt immer zurück. Das führt dazu, dass die Reinigung ohne Seife und Wasser nie richtig gut erfolgen kann, weil der Hintern nicht so einfach zu reinigen ist.

Außerdem ist es dann so, dass der Stuhlgang-Rest im Darm zu Blähungen führt und ich ständig "Luft ablassen" muss.

Auch generell habe ich immer sehr viel Luft im Magen/Darm und häufiger Magenbrummeln, was im Büro sehr lästig sein kann.

2 Darmspiegelungen habe ich bereits hinter mir. Bei der ersten wurde ein Polyp entfernt, die 2. Darmspiegelung brachte als Befund: "Hämorrhoiden"

Kann es sein, dass dies der Grund dafür ist, dass immer ein Rest im Darm verbleibt, der zu diesen o.g. Problemen führt ?

Danke für eure Hilfe !

Antworten
K~urUtX :Schxmidt


Hallo Yeboah,

öfterer Stuhldrang könnte auf einen Reizdarm hinweisen, der aber erst nach Ausschluß übriger denkbarer Ursachen in den Fokus tritt.

Wegen Luft im Bauch u. Magengrummeln, käme eine Überprüfung der Esskultur in Betracht (nicht reden während des Essens, mit geschlossenem Mund kauen, auf das Kauen konzentrieren (30 x) usw.

Gruß

msalaJ_tripxa


Hx Yeboah,

Ich kenne dieses Gefühl, dass da noch was "hinten bleibt" habe eigentlich auch nach so ziemlich jeder Darmentleerung das Gefühl, dass im Enddarm noch was ist, was ich aber nicht rausbekomme.. kann dann bei Bewegung oder sitzen wirklich unangenehm sein..

Nur ist es bei mir nicht so, dass ich sehr wenig Stuhl habe, würde sagen die Menge ist normal. Hast du dich schonmal auf verschiedene Intoleranzen testen lassen? Bei mir wurde erst vor kurzem eine Fructose-Intoleranz festgestellt, bin gerade in der Ernährungsumstellung, und muss sagen, die schlimmsten Probleme die ich hatte sind schonmal weg (viel Schleim im Stuhl, laute Darmgeräusche, Durchfälle oder Verstopfung etc)...

Hatte auch früher viel Schleim im Stuhl, teilweise Blut, und kam öfters auch nur sehr wenig raus. Naja, wie gesagt, auch wenn die anderen Beschwerden bei mir besser geworden sind, dass Gefühl des nicht-ganz-entleert-seins ist bei mir leider auch noch präsent.. Eine Darmspiegelung war bei mir ohne jede Auffälligkeiten...

Ist der Stuhl eher hart, würde ich zu mehr Flüssigkeitszufuhr tendieren. Ein Joghurt am Tag mit etwas feinen Haferflocken drinnen kann auch schon Wunder bewirken, voraussgesetzt, es liegt keine Lactose-Intoleranz vor.. Wie gesagt, die verschiedenen Intoleranzen sollten schon abgeklärt werden. Oder chronische Darmerkrankungen wie MORBUS CROHN oder COLITIS ULCEROSA.. vielleicht am Besten mal zum Enterologen schauen ;-)

Liebe Grüße @:)

Yrebosah


Vielen Dank schonmal für die Rückmeldungen !

Ein Reizdarm wurde auch schon in Betracht gezogen.

Habe auch schon über längere Zeit ein Buch über mein Essverhalten geführt, konnte dabei aber keine direkte Verbindung zum Essen herstellen. Beim Internisten wurde ein Test vorgenommen, bei dem ich alle paar Minuten etwas trinken musste und dann Blut aus dem Finger entnommen wurde. Weiß allerdings nicht mehr, ob es der Lactose oder Fructose-Test war. Dieser Test war auf jeden Fall negativ.

Ansonsten habe ich ja bereits 2 Darmspiegelungen hinter mir, von daher konnten schlimmere Erkrankungen bereits ausgeschlossen werden.

Uhltimxus


Hallo Yeboah,

das Gefühl unzureichender Entleerung, das zu häufigem Toilettenbesuch führt, hängt wahrscheinlich weder mit deinem (schon entfernten) Darmpolypen, noch mit den Hämorrhoiden zusammen. Es könnte rein funktionell bedingt sein; soll heißen: psychosomatischer Natur sein, wobei sich dann fragt, was du unbedingt loswerden willst. Für Funktionelles spräche eventuell auch die Hyperperistatik deines Darms. Aber eher möchte man erst weiterhin nach einer substantiellen Ursache Ausschau halten.

Meine Frage deshalb: Wurdest du von einem Proktologen untersucht, der sorgfältig alle möglichen Ursachen ausgeschlossen hat? Oder wurde die Diagnose "Hämorrhoiden" (und sonst weiter nichts) bei der Dickdarmspiegelung gestellt? Wobei erfahrungsgemäß die Diagnose Hämorrhoiden eher zu oft gestellt wird.

Ultimus

Yjeboxah


Ich habe vor ca. 1,5 Jahren mehrere Untersuchungen bei meinem Internisten vornehmen lassen, der mich dann schlussendlich zur Darmspiegelung geschickt hat. Nachdem dort die Darmspiegelung mit dem Befund (Polyp und Hämorrhoiden) abgeschlossen war und die Ursache für meine Beschwerden nicht gefunden waren, unterzog ich mich noch diesem Fructose oder Lactose-Test, der ebenfalls keinen Aufschluss gab.

Danach "ergab ich mich meinem Schicksal" und nahm das ganze so hin.

Vor 1 Monat wurde aufgrund des Polypen wieder eine Darmspiegelung vorgenommen. Dieses mal wurden "nur" die Hämorrhoiden diagnostiziert. Weitere Gespräche gab es keine !

In letzter Zeit ist allerdings das Stuhlproblem wieder schlimmer geworden.

U]lt/imuxs


Ich denke, dass bei einem solchen Beschwerdekomplex auch eine proktologische Untersuchung stattfinden sollte. Unzureichendes Entleerungsgefühl könnte auch durch ein Enddarmproblem bedingt sein. Das kann bei einer Koloskopie nicht erkannt werden.

Ultimus

Yeeboaxh


Hallo Ultimus, der Enddarm wird doch aber durch eine Darmspiegelung auch untersucht, oder sehe ich das falsch ???

U5ltYimuxs


Zur Enddarmuntersuchung gehört u.a. die Proktoskopie, die kein Bestandteil der Koloskopie ist. Darmpezialisten sind nicht obligatorisch auch Proktologen.

m%al}a_trxipa


Was wären solche Enddarmprobleme, die mit einer DS nicht festgestellt werden können, Ultimus?

U,lti@muxs


Hallo mala_tripa,

entschuldige die Verspätung meiner Antwort.

Zu den Erkrankungen des Enddarms, zu deren Diagnose eine Proktoskopie und auch Sondierung notwendig ist, rechnet z.B. die Analkryptitis, die gerne mal übersehen wird, obwohl sie absolut ernstzunehmen ist, da sie ein Fremdkörpergefühl im Afterkanal auslösen und zum Ausgangspunkt einer Analfistel werden kann. Auch Fisteln werden u.U. nur proktoskopisch erkannt.

Zur exakten Diagnose der inneren Hämorrhoiden bedarf es ebenfalls der Proktoskopie. Ganz zu schweigen von Prozessen, die palpatorisch, also mit dem Finger, erkannt werden. Hierzu gehört beim Mann auch die Prostataabtastung, da die Beschwerden beider Regionen sich überlappen können.

Ultimus

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