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Übelkeit bei Zuckerkonsum

Tduraxs hat die Diskussion gestartet


Hallo,

seit einiger Zeit kann ich kaum noch Zucker oder stark gezuckerte Produkte essen. Es ist kein Problem, zum Beispiel einen einzelnen Keks zu essen, jedoch wird mir zum Beispiel von einem Stück Kuchen schon ziemlich Übel. Genauso schaffe ich alleine keinen Eisbecher, da mir nach der Hälfte schlecht ist. Bisher musste ich noch nie deswegen Erbrechen, jedoch ist das Übelkeitsgefühl schon ziemlich stark.

Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Könnte das ein Hinweis auf eine Krankheit sein oder ist das ganz natürlich?

Schöne Grüße

Turas

Antworten
EvmCo5x581


Evtl. Fructoseintoleranz. Kannst du beim Gastroenterologen testen lassen.

T4uras


Erstmal danke für die Antwort :)

Soweit wie ich das bei Wikipedia überblicken kann, würden bei einer Fructoseintoleranz die Probleme erst eine Weile nach dem Verzehr auftreten, da die Fructose erst in den Darm gelangen muss.

Bei mir kommt die Übelkeit aber noch während des Essens. Zum Beispiel esse ich ein Spekulatius und sofort ist mir schlecht.

E9mop5m581


Bei mir kommt die Übelkeit auch sofort nach dem Essen (hab auch FI). Die Symptome können sofort nach dem Verzehr der Lebensmittel bis zu 48 Stunden später auftreten.

GElypdtodxon


Hast du die Übelkeit auch beim/nach dem Verzehr Obst, bzw. da sogar verstärkt? Und manchmal auch bei Gemüse, wie zB Tomaten? Dann kann es tatsächlich eine FI sein.

Wenn es allerdings NUR bei Zucker ist, dann glaube ich eher nicht hm... Du könntest noch eine Diabetes mellitus austesten. Wenn du in der Vergangenheit viel Süßes gegessen hast und/oder übergewichtig bist, dann zählst du da jedenfalls zur Risikogruppe (was nicht heißt, dass Menschen mit Normalgewicht und normalen Essgewohnheiten keine Diabetes bekommen können).

Du könntest noch schauen, ob du mit dem Zucker auch was anderes gegessen hast, zB Eier (mögliche Eiallergie), Milchprodukte (zB im Eis, aber auch zB Milchpulver in fertigen Süßspeisen, Sahne, etc.), die könnten mit einer Laktoseintoleranz zusammenhängen, Nüsse (mögliche Nussallergie), glutenhaltiges Getreide (mögliche Zöliakie), etc.

Psychische Faktoren kannst du völlig ausschließen?

Dann würde ich an deiner Stelle mal alles Zuckerhältige für 4 Wochen aus dem Speiseplan schreiben (das ist kein großes Problem, ich hab mal ein ganzes Jahr zuckerfrei gelebt), da geht dir sicher nichts Lebensnotwendiges ab *g* und schauen, ob damit das Symptom weg ist oder ob es auch bei anderen Lebensmitteln auftritt. Wenn die Symptome tatsächlich verschwunden sind, kannst du einen "Provokationstest" machen, dh. nach den 4 Wochen (oder ev. schon nach 2-3 Wochen, wenn du komplett beschwerdefrei sein solltest) was Zuckerhältiges essen, aber ohne viel Beiwerk, das das Ergebnis verfälschen könnte, zB ein Stück Kandiszucker wäre geeignet. Wenn dann die Übelkeit wieder da ist, dann kannst du sicher sein, dass es wirklich am Zucker lag. Von einer Zuckerallergie hab ich zwar noch nichts gehört (eher von einer Zuckersucht), allerdings ist Fabrikzucker im Grund kein Lebensmittel, sondern eine Droge und überhaupt sehr ungesund. Bei klassischen Intoleranzen versucht man dann nach einer gewissen Karenzzeit (zB ein halbes Jahr) vorsichtig wieder kleine Mengen am Körper auszuprobieren, weil manche Unverträglichkeiten auch spontan wieder verschwinden können. Wenn nicht, dann weiterhin meiden!

T$urxas


Bei Obst oder Gemüse habe ich eigentlich gar keine Probleme, das könnte aber auch an den verhältnismäßig geringen Zuckergehalt in Früchten liegen.

Ich bin eher untergewichtig und habe noch nie wirklich viel Süßes gegessen.

Ein möglicher Faktor könnte durchaus die Psyche sein, ich achte in den letzten Jahren vermehrt auf die Inhaltsstoffe von Produkten. Aber kann das zu so extremen Auswirkungen führen?

Den Provokations- und FI-Test werde ich mal machen. :-)

Gflypxtodxon


Das stimmt schon, dass viele Früchte weniger süß sind, als das was man so bekommt. Bei der FI ist das aber trotzdem ausschlaggebend, weil gewöhnlicher Haushaltszucker aus zwei verschiedenen Zuckersorten besteht – nämlich Fructose und Glucose. Die verbinden sich dann zu Saccharose. Deswegen ist sind bei einem Kuchen mit 100g Zucker, 50g davon Fructose. Bei süßen Früchten oder besonders Trockenfrüchten, kann der Gehalt an Fructose allerdings auch sehr hoch sein, so dass du da mMn ebenfalls eine Reaktion spüren müsstest.

Ob das Psychische so Auswirkungen haben kann, kommt auf deine Psyche an. ;-) Ich lese IMMER die Zutaten bzw. kaufe fast keine fertigen Produkte mehr (bei einer Packung Reis ist meistens nur.. Reis drinnen und das Obst & Gemüse seh ich ja so), dh. ich lebe schon sehr gesund. Ich war, wie gesagt, ein Jahr zuckerfrei (weitestgehend, schwer zu überprüfen wenn man nicht ständig selber kocht) und bin es jetzt wieder seit puh.. ca. einem Monat (sehr überprüfbar, weil fast nur selbst gekocht). Seit 2 Wochen bin ich sogar – aufgrund einer Grunderkrankung und aus rein gesundheitlichen Gründen – Veganerin, da muss man gleich doppelt und dreifach aufpassen aufs Essen (auch, damit man keine Mangelerscheinungen bekommt). Ich kenne das Gefühl, dass man dann manchmal total den Gusto auf irgendwas hat (Schokolade, etc.) und dann kostet man und denkt sich "Naja, so toll schmeckt es wirklich nicht." Da ist zT die Psyche mit Schuld, weil die ja im Hinterkopf abwägt zwischen Schaden und Nutzen (= Geschmack) und die Rechnung eben negativ ausgeht. Richtig übel ist mir persönlich von ungesunden Lebensmittel aber noch nicht geworden.

Es gibt aber durchaus Beispiele, gerade bei Kindern, wo denen schlecht wird oder sie Bauchweh von bestimmten Lebensmitteln bekommen, weil sie diese ablehnen (aus geschmacklichen Gründen zB). Meine Mutter hat zB als Kind Spinat gehasst, weil sie den eklig fand, und dann immer Kopfweh bekommen. Dass es ein psychisches Symptom war, war klar, als sie dann schon bei der Ankündigung von Spinat zum Mittagessen Kopfschmerzen bekommen hat. ;-D

Also ja die Psyche kann in der Hinsicht schon sehr stark sein. Bei Magersüchtigen ist es sogar so, dass das die größten Probleme bereitet, wenn sie gesund werden wollen, weil sie sich zu jedem Bissen zwingen müssen, alles schmeckt nach Sägemehl und von jeglichem Essen wird ihnen schlecht, hab ich mir sagen lassen, weil so eine große innere Ablehnung herrscht. Deswegen ist die psychotherapeutische Begleitung bei Essstörungen auch so wichtig.

Aber bei dem Zucker ist es ja nicht so ein Problem. Mach die Karenzphase und den Provokationstest und wenn es danach immer noch nicht geht, dann verzichtest du halt auf Zucker in Zukunft. Es gibt ja auch gute Alternativen (wird dir bei denen auch übel?), zB kaltgeschleuderten, natürlichen Honig, Agavendicksaft, Apfel-/Birnendicksaft, Ahornsirup, Dattelzucker, Palmzucker, Melasse und sogar Stevia.

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