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Reflux – Magen und Speiseröhrenprobleme – Hilfe

s]iebe&nsteixn9 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich hatte seit fast einem Jahr Magen und Speiseröhrebeschwerden.

Konkret Läsionen der Magenschleimhaut und Speiseröhre (1. Grades) infolge Reflux.

Verbunden damit waren Schmerzen ca, 2h nach dem Essen.

Aufgrund der damit verbundenen Probleme mit der Ernährung habe ich ca. 5 kg abgenommen.

Nachdem ich monatelang PPI's eingenommen habe und so ziemlich alle frei erhältlichen Magenmittel ausprobiert habe,

bin ich auf dieses Buch gestossen: Sie-sind-nicht-krank-durstig

Hier wird beschrieben wie Wasser die chem./biolog. Abläufe im Körper beeinflusst.

Im Bereich des Verdaungssystems wird z.B. aufgrund einer reichlichen Wasserzufuhr vermehrt schützender Schleim im Magen gebildet,

weiterhin wird die Magenpassage beschleunigt,die Speise bleibt solange im Magen, bis das Milieu im Zwölffingerdarm genügend basisch ist um die Magensäure zu neutralisieren.

Genügend Wasser sorgt für genügend basische Flüssigkeit, ergo entleert sich der Magen schneller, was wiederum zu weniger Magenfüllung und Reflux führt.

Ich habe also begonnen über den Tag verteilt genügend Wasser zu trinken und zwar nicht erst als ich durstig war.

Aktuell nehme ich weder PPI's noch andere Mittel, kann wieder einigermaßen normal essen (d.h. ausgewogen Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß, inkl. Kaffee).

Ich kann nur jedem empfehlen mal bewußt auf seine Wasserzufuhr (Leitungswasser oder stilles Mineralw.) zu achten, da ich der festen Überzeugung bin,

dass hier Beschwerden die die Magenschleimhaut und Speiseröhre betreffen, zumindest, gelindert werden können.

Meine Empfehlung, bei Beschwerden, ab zum Arzt, Diagnose, abklären was zu tun ist (falls noch nicht geschehen) UND reichlich Wasser vor den Mahlzeiten nach den Mahlzeiten und über den Tag verteilt trinken.

An alle Leidgeprüften, Gute Besserung.

Würde mich freuen wenn hier der eine oder andere seine Erfahrungen schildert.

Antworten
KKurt Sc.hmidxt


Hallo Siebenstein,

Ihre Erfahrung aufgrund der Darstellungen von Dr. med. F. Batmanghelidj sind im Grunde korrekt wiedergegeben, wenn es auch einer gewissen Richtigstellung dahingehend bedarf, daß der Speisebrei aus dem Magen zwar nur dann zügig in den Dünndarm weiter befördert wird, wenn das Milieu im Zwölffingerdarm weitgehend neutral ist (7 ph), mindestens aber 5,5 ph beträgt, also ausreichend Bikarbonat produziert wird, dieses aber durch die basophilen Organe (Bauchspeicheldrüse, Leber, Galle) geschieht.

Der springende Punkt ist der, daß ausreichend Wasser zwar für einen Schutz der Magenschleimhaut günstig ist und eine Wasseraufnahme 30 Minuten vor den Mahlzeiten dafür sorgt, daß auch die Außenmagenwand benetzt wird, was sich zugunsten der den Magen schützenden Schleimhaut auswirkt.

Dieser Prozeß wird aber durch die Aufnahme von Protonenpumpenhemmern unterbunden, weil neben der Magensäure auch die Bikarbonatproduktion entfällt. Hier liegt der eigentliche Hund begraben.

Im übrigen ist es natürlich auch erforderlich, sich an eine entsprechende Eßkultur zu halten .

Gruß

s-iebHensstein9


Hallo Hr. Schmidt,

danke für Ihre Ergänzungen,

zur Info, das Achten auf genügend Wasserzufuhr und Absetzen der PPI's erfolgte bei mir zeitgleich,

Wie Sie richtig schreiben ist eine entsprechende Esskultur, d.h. nicht zu viel, nicht zu spät, unterstützend.

Die positive Wirkung des Wassers war für mich verblüffend, bei mir wirkt es besser als bislang alle genommen Medikamente.

Ich finde aufgrund der Einfachheit und Nebenwirkungsfreiheit ist das bewusste und ausreichende Trinken von Wasser einen Versuch wert.

VG.

K%uret 2Sc3hmixdt


Hallo Siebenstein,

es ist erfreulich zu lesen, daß sich wieder einmal, leider viel zu selten, jemand aus den Klauen pharmazeutischen Einflusses befreien konnte, indem durch Lesebereitschaft und Rückbesinnung auf eine natürliche Verhaltensweise sowie eigenverantwortlichem Selbstversuch nach der Devise "probieren ist besser als studieren" zum Erfolg gekommen ist.

Gruß

o}limxo


Hallo Siebenstein,

Ihren Beitrag finde ich sehr nützlich. Wassertrinken, auch über den Durst hinaus, versuche ich auch seit geraumer Zeit zu beherzigen. Ich nehme aber seit mehr als einem Jahr die Protonenpumpenhemmer, weil nach dreimaliger Triple Therapie der Helicobakter nicht verschwunden ist. Versuche von den PPI loszukommen sind bisher immer gescheitert. Wie ist es bei Ihnen gelungen? Haben Sie das Medikament ausschleichen lassen, oder abrupt abgesetzt und/oder andere Magenmittel genommen? Zunehmend setzt sich bei mir ein mulmiges Gefühl fest, dass ich von den PPI weg kommen muss.

sfiebeqnstekin9


Hallo olimo,

ich habe 2 mal versucht mich aus den PPI's 'rauszuschleichen' was mir aber nicht gelang, d.h. nach ca. 1 Woche hatte ich wieder Beschwerden. Ich nahm dann wieder PPI's (40mg, teilweise morgens und abends), nach 2 Wochen dann etwas Besserung, verbunden mit peinlichst genauer Eßdisziplin, keinen Zucker wenig Fett und viel rumprobiert.

Dabei habe ich abgenommen, wobei ich dann schon Bedenken hatte noch weiter an Gewicht zu verlieren, da ich schon am unteren Ende meines normalgewichtigen BMI's angekommen war.

So konnte es nicht weitergehen. Wie bereits erwähnt habe ich so ziemlich alle mir bekannten Mittelchen ausprobiert,

Heilerde, Maaloxan, Schichtgitterantazida, Gaviscon, Rollkuren etc.

Ich hatte das Gefühl dass sich mein Magen (zu) langsam entleeert.

Daraufhin habe ich begonnen zu den PPI's Iberogast zu nehmen, das half gut, war aber auch keine Dauerlösung.

Dann bin ich per Zufall auf das Buch gestossen.

Ich habe vor ca. 3 Wochen die PPI's abrupt abgesetzt, und bin nach dem Aufstehen mit ein bis zwei Gläsern Wasser in den Tag gestartet, weiterhin habe mir eine Sole gemacht (hochwertiges Salz in Wasser, bis Sättigung auftritt), 2 Teelöffel dieser Sole in einen Liter Wasser aufgelöst und dieses Wasser dann über den Tag verteilt getrunken.

Trinken ca. 30 min vor dem Essen und über den Tag verteilt, wenn ich feststellte dass zuviel Magensäure da ist, ein bis zwei Glas Wasser getrunken.

Ich möchte keinen dazu anleiten PPI's abzusetzen, ich kann nur beschreiben dass und wie es bei mir (bis zum heutigen Tag) funktioniert hat.

Ich wünsche Ihnen gute Besserung.

oRlimxo


Danke Siebenstein,

das sind ermutigende Hinweise von Ihnen. Ich will mal wieder den Versuch starten, von den PPI loszukommen mit Hilfe u.a. auch dieser Wasseranwendung. Wobei ich schon merke, dass nicht jedes Wasser bei mir gut ankommt. Das muss ich aber rausfinden. Heilwässer mit höherem Bicarbonatgehalt sind vielleicht eher geeignet, z.b. Fachinger, und wichtig scheint mir auch das Trinken morgens ca. 30 Min. vorm Frühstück.

Gruß

mharikosonn&enschexin68


Hallo zusammen alle mitleidenden Reflux Genossen,

nun auch bei mir wurde ein Zwerchfellbruch/Reflux diagnostiert,

ich nehme seit 30 Tagen jkeden Abend 1 Ranitidin/150 mg, habe auch Nachts keine Probleme,

aber was sich tagsüber abspielt ist nicht mehr normal,habe große Schmerzen unter dem Brustbein, auch teilweise "Stiche" im Rücken, ich weiß langsam nicht mehr wie es weiter gehen soll, keine Ahnung ob das wirklich alles darauf zurückzuführen ist, oft meine ich es könnte auch das Herz sein, aber mein Kardiologe und auch méin Hausarzt sagen hier sei alles ok.....

Ich weiß mittlerweile wirklich nicht mehr woran ich bin.......

KEurHt Sch^midt


Hallo Mario Sonnenschein,

wenn Sie meinen Beitrag vom 16. lesen, dürfte Ihnen klar werden, warum das so ist (Bikarbonatunterdrückung).

Gruß

oNlixmo


@ mariosonnenschein68

Sie erwähnen einen Zwerchfellbruch, das scheint mir wieder eine andere Baustelle zu sein. vielleicht sollten Sie unter dem Stichwort nach Erfahrungen suchen. Meine Mutter hatte eine Zwerchfellhernie,

das konnte aber nur durch eine OP gelöst werden.

Gruß

naoomix 77


Guten Morgen *:)

Ich hab seit der Geburt Reflux, bin langsam aber sicher an dem Punkt angelangt, dass ich es operativ korrigieren lassen will. Protonenhemmer nehme ich grundsätzlich nicht, aus den von von Siebenstein genannten Gründen bzw Konsequenzen. Im Moment bin ich allerdings schwanger, und die Magenübersäuerung ist mit herkömmlichen Massnahmen kaum unter Kontrolle zu bringen. Dazu kommt, dass das saure Aufstossen Asthma auslöst und ich beim Schlafengehen jeden Abend erst mal eine Stunde lang huste bis alles wund ist.

Ich nehm auch basisches Entsäuerungsmittel auf natürlicher Basis (ähnlich wie Heilerde), dies hilft nicht schlecht. Stilles Wasser/Leitungswasser trinke ich seit Jahren 2-3 Liter pro Tag, das ist auch sonst ein Wundermittel für den Körper, und schlussendlich der Treibstoff des Motors... ;-) . Allerdings habe ich auch schon bemerkt, dass das Trinken von Wasser zum Essen einen gegenteiligen Effekt hat, es verdünnt nämlich die Magensäfte, was bedeutet, dass der Magen mehr Säure produzieren muss um die Nahrung zu verdauen = Übersäuerung. Lieber vorher ein Glas trinken und dann sicher bis zu einer Stunde nach dem Essen mit dem Trinken warten.

Wie auch immer, ich bin einfach müde, mein ganzes Leben dem Reflux anzupassen, das heisst, Abends keinen Alkohol zu trinken (wenn NICHT schwanger natürlich!!), schon ein paar Schlucke Rotwein genügen da, auf Kaffee zu verzichten, ein neues Bett zu kaufen, damit ich das Kopfteil höher stellen kann, nicht später als 2h vor dem Zubettgehen zu essen und trinken, regelmässig vermehrte Asthmamedikamente nehmen zu müssen und im schlimmsten Fall dann doch auf die Protonenhemmer zurückgreifen zu müssen.

Ich bin absolut nicht befreundet mit chemischen Medikamenten, werde aber leider in diesem Fall doch immer wieder dazu gezwungen (Asthma). Und ja, im Moment in der Schwangerschaft ist es wirklich so schlimm, dass ich völlig erschöpft davon bin... :(v

Liebe Grüsse

Noomi, 38. Schwangerschaftswoche

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