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Colitis ulcerosa und die Peinlichkeiten des Alltags

Tnanja_DFichtxner hat die Diskussion gestartet


Hallo, ich leide seit ein paar Jahren an Colitis ulcerosa und habe dadurch sehr unregelmäßigen Stuhlgang. Hinzu kommt, dass es mir eigentlich schon immer total unangenehm war, eine öffentliche Toilette zu benutzen. Früher konnte ich das ganz gut steuern, aber seit der Erkrankung kommt es oft vor, dass ich es nicht lange zurückhalten kann und dann schnell gehen muß. Es vergeht kaum ein Tag, wo ich nicht im Büro muß und man ist dort nur selten ungestört und jeder kennt einen. Und alles wunderbar hellhörig...

Ich hasse das. Auch wenn ich mit Familie oder Freunden unterwegs bin ist es mir oft peinlich. Und selbst bei Ausflügen in die Natur oder neulich bei einem Grillfest kommt es vor, dass ich dringend muß.

Geht Euch das auch so? Wie geht Ihr damit um? Gewöhnt man sich irgendwann daran?

LG

Tanja

Antworten
ZWa'ppeErlo{txt


Liebe Tanja,

ich selbst habe keine Colitis ulcerosa, kenne aber deine "Probleme". Da gibt es ein paar Kniffe gegen die Hellhörigkeit:

- 1-2 Blätter Klopapier aufs Wasser legen

Gegen Geruch:

- wenn es dir so unangenehm ist und es dir unangenehm auffällt, dass es riecht, nimm doch ein bisschen Deo mit und sprüh es einmal kurz in die Kabine

Bei Ausflügen:

Das kenne ich von längeren Wandertouren und es ist mir auch unangenehm, aber wir sind alle Menschen, ob mit oder ohne einer Krankheit und wir müssen nunmal auch draußen aufs Klo, egal, ob groß oder klein. Dann himm am Besten vorsichtshalber eine kleine Tüte mit, wo du das Papiertaschentuch, dass du zum Abputzen verwendest, reintust und mitnimmst. Tiere machen auch ihr großes Geschäft im Wald, wenn du da Blätter oder was weiß ich drauftust, stört das niemanden.

Vielleicht hilft es dir ein bisschen, so etwas anzuwenden, im Endeffekt müssen auch deine Kollegen aufs Klo und ich kenne auch Toiletten, wo man weiß, was vorher darin passiert ist, aber es sind nunmal Toiletten und dazu da, dass man dort sein Geschäft verrichtet.

:)_

NGeli+a49


guten morgen,

auch ich habe seit einigen Jahren Cu. Ich kenn das Problem. habe auch schon alle möglichen Medikamente nehmen müssen.

Und dan immer wieder "müssen) und keine Toilette da. Jetzt wo keine Blätter mehr an den Bäumen sind ist es ja auch schlecht im Wald zu machen.

Besonders schlecht ging es mir dieses ganze Jahr. Mußte immer alles absagen weil ich immer mußte.

Habe schon allemöglichen Ärze besucht. Habe jetzt hier gelesen das Kaffekohle, Myrrhe und Kamille hilft. Habe mir die Tabletten besorgt. Erst keine Wirkung bin dann zum Gastro. Ihm die ganze Sache erklärt und er war der gleichen Meinung "die Tabletten" Nur nicht sofort aufgebeben. Also ich wieder mit den Tabletten angefangen, morgens mittags und abends jeweils

4 Stück. Und die helfen. Brauch kein Gebüsch mehr kann überall hin. und bin einfach nur glücklich. Ich muß zwar noch öfter mal am Tag aber kann es halten und kein Blut mehr dabei. Ich kann die nur empfehlen. Die heißen Myrrhel Intest. die gibt es als 50, 100, 200 und 500 Tabletten. Fang erst mal mit 100 an. Ich habe mir jetzt die 200ter gekauft und wenn die weiter so helfen bestell ich mir die 500ter im Internet da sind die billiger. Internet Seite pflanzliche-darmarznei.de steht da auch viel drüber nur positive sachen.Viel Erfolg und laß von dir hören. *:)

NWeiliao49


ach ja noch was. Ich trinke auch keinen Kaffee mehr und wenn dann nur entcoffeinierten. Coffein treibt.

Stark kohlesäurehaltige Getränke. Cola sowieso Alkohol und scharf

gewürzte Lebensmittel ist alles Gift für den Darm. Ich gönne mir höchstens mal ein Glas Wein wenn überhaupt.

schönen Sonntag und ich hoffe auf ein Feedback

LG Nelia

SMincYer+a


Hallo Tanja,

ich habe einen Bruder mit CU. Meine Gedanken zu Deinen "Peinlichkeitsgefühlen": Lass sie Dein Leben nicht noch weiter einschränken, als es die Krankheit sowieso schon tut.

Bei meinem Bruder war es zu Beginn der Erkrankung auch so, dass wir merkten, dass es ihm peinlich ist. Das hat uns dann wiederum verunsichert: Sollten wir etwas sagen? Mitgefühl zeigen? Oder lieber schweigen? Wir haben uns instinktiv auf freundliches Ignorieren geeinigt. Kurzes Anlächeln bei zufälligem Blickkontakt beim Zurückkommen und ihn sofort wieder ins Gespräch einbeziehen. Inzwischen findet er es nur noch für sich selbst "blöd", wenn er zum Beispiel während einer gemeinsamen Mahlzeit aufstehen und uns (mehr oder weniger) kurz verlassen muss. Er sagt beim Zurückkommen entweder nichts oder fragt mit einem Grinsen: Hab ich was verpasst? Unser Umgang damit hat es ihm leichter gemacht und sein Umgang damit macht es uns nun leichter. Wenn ich so nachdenke, dann fällt es kaum noch auf, wenn er kurz weg muss. Es ist Normalität geworden.

GeoldqenWkintxer


Mein Freund ist auch betroffen. Es hört sich natürlich schon schlimm an wenn er auf Klo ist. Mich stört es nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass es für die PErson auf öffentlichen Toiletten sehr peinlich sein kann.

Mein Freund hat übrigens gelesen, dass man mit der Diagnostizierten CU sich für ca 16 Euro einen Generallschlüssel für alle öffentlichen behinderten Toiletten machen könne. Er hat es in einem CU Forum gelesen.

Generell wünschte ich, dass mein Freund diese Krankheit nicht hat. Letztens als er zur Arbeit gefahren ist, musste er an einer Tankselle halten, weil schon was in die Hose ging und er es keine Minute mehr halten konnte.

Was bei usn zu Hause ist, ist, dass hinten an der Toilette immer alles vollgespritzt ist, also in der Kloschüssel. Er macht es nie weg...nerv....

TGanjLa_FichMtner


Danke für Eure hilfreichen Tips und Euer Mitgefühl!

Vor allem diese Tabletten kannte ich noch nicht! Und auch das mit dem Generalschlüssel klingt nicht schlecht, wusste ich bisher auch noch nicht. Find's schon schlimm, wenn ich an einer Tankstelle nach dem WC fragen muß (die meisten sind abgeschlossen).

Und der letzte Beitrag von GoldenWinter hat es auf den Punkt gebracht...es ist halt kein normaler Stuhlgang, sondern jedes Mal eine Überraschung – für alle Anwesenden...

Danke und LG

Tanja

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