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Divertikulitis: Nach AB wieder Probleme

iLn_b}oosts hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin neu hier und hab schon einige Artikel zum Thema gelesen... bin mit meinen zarten 27 relativ jung für Divertikulitis, aber man kanns sich ja nicht aussuchen... *seufz*

Hatte vor etwa 3 Wochen Schmerzen im linken Unterbauch, dann das Übliche: Notaufnahme am Feiertag, Blutabnahme und Ultraschall, weil aber noch keine Entzündungszeichen im Blut sichtbar waren mit Krampflösern wieder nach Hause mit Verweis auf "sofort wiederkommen bei Fieber, Erbrechen etc.". Nach einem schmerzhaften Wochenende dann mehrmals Hausarzt, gynäkologische Abklärung usw. Schließlich haben wir weil die Untersuchungszeichen (keine erneute Blutabnahme allerdings) nicht eindeutig waren auf gut Glück Antibiotikum (Colidimin) "probiert", dass angeschlagen hat.

Jetzt hab ich das 10 Tage genommen, soweit war nach 1 Woche wieder alles Bestens. Aber kaum abgesetzt hat nach 2 Tagen der ganze Bauch wieder zu schmerzen begonnen, in krampfartigen Wellen. Zuerst dachte ich, der Magen-Darm-Trakt ist einfach beleidigt und hab mir was zur Wiederherstellung der Darmflora besorgt. Aber seit gestern abend spür ich schon wieder den stechend/ziehenden Schmerz links unten... Es tut noch nicht so ganz arg weh, aber es bahnt sich wieder was an. Außerdem spürt man eine weiche walzenförmige Verdickung wenn man drückt.

Wie kann ich denn abwenden, dass da wieder eine richtige Entzündung draus wird?? Ich gebe mir Mühe viel zu trinken, hab heute morgen vorsorglich 1 Tablette von dem krampflösenden Mittel genommen und mir vorgenommen heute einfach mal nichts zu essen. Gibt es noch andere Tipps, was ich tun kann? Wärmen, kühlen? Abführmittel? Irgendwas ??? Ich werde vermutlich mittags noch einmal zum Arzt gehen (dann hab ich keine Zeit an Essen zu denken ^^), aber eigentlich will ich nicht nach nur 6 Tagen wieder AB nehmen. Außerdem hab ich die nächsten Tage einige sehr wichtige Termine, die ich wenn irgend möglich nicht absagen will. Ich weiß natürlich, die Gesundheit geht vor!!

Freue mich auf eure Antworten!!

Antworten
SlticWh#ling


Gesunde Ernährungsweise!

Wenn die Entzündung abgeklungen ist, ballasstoffreich essen, möglichst kein Fast Food, auf regelmässigen Stuhlgang achten – eben die ganze Palette.

Abführmittel nur, wenn unbedingt notwendig. Anregend ist morgens nach dem Aufstehen, noch nüchtern, ein Glas lauwarmes Wasser zu trinken – alte Yogi Weisheit. Im Bett noch etwas Bauchgymnastik machen. Bei einer gesunden Ernährung sind Abführmittel dann nicht mehr nötig – aber es dauert seine Zeit. Denke daran, dass Deine Probleme sich in einem längeren Zeitraum entwickelt haben, die können nicht Tags darauf verschwinden.

Alles Gute

iJn_booxts


Hey, danke erstmal für den Tipp!

Hab mir jetzt von der Versicherung hier (Österreich) einen Ratgeber zur Ernährung bei Divertikulitis runtergeladen, ich hoffe das hilft mir! Heute werde ich trotzdem erstmal auf feste Nahrung verzichten, vielleicht abends eine Suppe... werd zwar bis abends blöd im Kopf sein, aber was solls :-)

Wenn jemand noch weitere Tipps hat, wär ich sehr dankbar! Was is mit sanften Darmmassagen? Und soll man sich wenns schon ein bisschen weh tut weiter sportlich betätigen (so wie es halt überhaupt noch geht...) oder eher nicht?

LG

S|onne[n_Bxlume_


Hallo,

ich bin 17 Jahre alt und leide auch immer schubartig unter Divertikulitis. Keiner weiß, woher es bei mir kommt, da es ja für so junge Jahre wirklich unüblich ist und zudem keiner in meiner Familie vorbelastet ist. Na ja, was will man machen.

Mein Problem ist, dass ich leider eine sehr ungesunde Ernährung führe, sobald es mir wieder besser geht. D.h. Schokolade, Banane- für mich in der Kombination tödlich...Stopft und scheine ich nicht zu vertragen, aber ich esse es für mein Leben gern- Aber dann ists eben auch SELBER SCHULD! ]:D

Momentan ist bei mir Ruhe, versuche mich auch an eine gesunde Ernährung zu halten. Ich hoffe, dass es bei dir auch schnell wieder gut wird. Ich kann dir raten, sehr viel zu trinken um den Stuhl weich zu halten und erstmal auf sehr leicht verdauliche Kost auszuweichen. Wenn es wieder besser ist, würde ich es mit Ballaststoffreicher Kost usw. versuchen.

Gute Besserung !

a?nLgiekxw


Hallo erstmal, bin zwar reichlich älter als ihr beiden, leide aber an der gleichen Krankheit. Kann mir nicht vorstellen, dass die Blutsenkung und der CRP-Test negativ waren. Bei einer akuten Divertikulitis müssen Entzündungparameter sichtbar sein. Sonst ist eine solche - meines Wissens nach - auszuschließen. Sollte es eine Divertikulitis sein und der Schub sich so schnell wiederholen bleibt nichts anderes übrig als nochmals Antibiotika einzunehmen. Da ist wohl "Ciprofloxacin 500 mg" das Mittel der Wahl. Habe es im letzten Jahr 3 x nehmen müssen. Der 1. Schub war im Juni und dann im November kurz hintereinander 2 Schübe. Es war aber immer der CRP erhöht. Ich litt an krampfartigen Schmerzen im Unterleib - mehr linksseitig - und hatte auch leicht erhöhte Temperatur. Nach 2 Tagen AB waren die Schmerzen dann weg. Gegessen habe ich die ersten 2 Tage nichts festes - nur eine leichte Suppe und Tee. Körner sollten ab sofort tabu sein. Wie ist es denn mit dem Stuhlgang? Ich leide leider an Verstopfung und muss dementsprechend nachhelfen. Sollte das der Fall sein, bitte nochmals posten. Ich kann euch ein paar Tipps geben. Hoffe, konnte ein wenig weiterhelfen. Im übrigen leide ich ständig an Schmerzen, Ziehen, Pieksen usw. seit der ersten Divertikulitis.

Alles Gute Angie

isn_b0ootxs


Hey Angie und Sonnenblume,

danke für eure Antworten!

Das die Blutwerte im Krankenhaus nicht auffällig waren, hat den Arzt dort und auch meinen Hausarzt auch gewundert. Gynäkologisch wurde aber alles abgeklärt und das Antibiotikum Coldimin wirkt nur im Magen-Darm-Trakt und hat angeschlagen.

Meine Syptome waren ziehender, stechender Schmerz, der zwischendurch auch gar nicht so schlimm war, aber dann plötzlich richtig krampfartig, so dass ich nicht aufrecht stehen konnte und mir richtig schlecht wurde. Seitlich liegen tat sehr weh, Wasserlassen und Stuhlgang (also jede Art von Pressen, auch Niesen, Husten, Lachen) war schmerzhaft. Außerdem konnte man eine Schwellung von außen erkennen und ich hatte leicht erhöhte Temperatur.

Im Krankenhaus wollte man kein CT machen wegen der Strahlenbelastung und Eierstöcken. Die Entscheidung war dann auf gut Glück AB oder ins Krankenhaus. Nachdem das die erste Episode war, erschien uns der Versuch mit dem AB sinnvoll.

Seit 2 Tagen nach Absetzen des AB spüre ich jetzt nach wie vor ein leichtes Ziehen an der selben Stelle und das strahlt auch ins Kreuz aus. Zwischendurch war Harnlassen auch schmerzhaft. Harn und Nieren wurden aber auch gecheckt im KH... Verstopft war ich auch ziemlich, jetzt esse ich ganz ganz wenig, 1 Joghurt am Tag, Suppe, Weckerl aus geschrotetem Korn mit magerem Schinken oder "nackt", sowas halt und versuche möglichst viel zu trinken. Durch Joghurt und Actimel klappts mir der Verdauung jetzt wieder besser. Habt ihr schon mal Flohsamenschalen probiert? Soll ja auch helfen...

Wäre echt glücklich, wenn das alles nur über die Ernährung besser wird. Solange das Ziehen nicht wieder zu richtig argen Schmerzen wird, werde ich es so probieren... Traurigerweise hat mich keiner der 3 Ärzte auf die Ernährung hingewiesen, ich habe ganz normal weitergegessen (wenn ich schmerzfrei war), bis ich mich selbst schlau gemacht hab!!

@ Angie:dass du ständig an Schmerzen,

Ziehen etc. leidest seit der ersten Div. find ich nicht gut... womöglich ist das bei mir auch so?? Dass dieses Ziehen einfach bleibt? :°(

In 1-2 Monaten werde ich aber eine Darmspiegelung machen sofern mein Darm mitspielt, dann habe ich Gewissheit...

Wünsche euch einen schönen Abend!

SDchneehxexe


Hallo in_boots ,

da ich auch innerhalb einen Jahres 4 Entzündungen hatte wurden mir dann 35 cm Dickdarm entfernt, danach hatte ich keine Entzündungen mehr, obwohl ich noch jede Menge Divertikel im Restkolon habe. Das liegt wohl daran, dass der Darm durch die OP begradigt wurde (das Sigma ist die Hochdruckzone).

Das muss jetzt aber nicht heißen, dass es bei dir auch so laufen muss.

Das mit der ballaststoffreichen Ernährung ist schon richtig, aber während einer Entzündung sollte man komplett darauf verzichten. Ich habe damals im Krankenhaus nur Suppe, Kartoffelbrei und Joghurt bekommen. Alles was Körner oder Kerne enthält kann sich in den Divertikeln verfangen und erneut zu einer Entzündung führen.

Wenn du Probleme mit dem Stuhlgang hast (Verstopfungen solltest du unbedingt vermeiden), wäre indischer Flohsamen, z.B. Mucofalk (empfehlen sie bei uns im Krankenhaus) sehr gut, das muss aber täglich mit genügend Flüssigkeit genommen werden, dann wirkt es sehr gut. Auf Abführmittel würde ich verzichten.

Kann mir nicht vorstellen, dass die Blutsenkung und der CRP-Test negativ waren. Bei einer akuten Divertikulitis müssen Entzündungparameter sichtbar sein. Sonst ist eine solche – meines Wissens nach – auszuschließen.

Was das erhöhte CRP betrifft, kann ich das nicht unbedingt bestätigen. Ich hatte nur einmal ein erhöhtes CRP, da hatte ich aber auch Fieber. Bei den anderen Entzündungen waren nur immer die Leukozyten und die Blutsenkung (sind ja auch Entzündungsparameter ;-) ) erhöht.

So wenn du noch fragen hast, kannst du sie gerne stellen.

idn_[boosts


Hey, ihr Lieben!

Freut mich so viele Antworten und Tipps zu bekommen! Also, Gott sei Dank ist es nicht schlimmer geworden. Ich spür hin und wieder noch was, aber vielleicht sind das einfach die "Nachwehen" von der Entzündung. Natürlich achte ich trotzdem auf die Ernährung und wenn das Ziehen ganz weggehen sollte, werde ich einmal probieren, was geht und was nicht... Ist ja gar nicht so leicht - ballaststoffreich, aber keine langen Fasern, Körner, Schalen,... Naja, wichtig ist sicher das viel trinken und gut kauen, daran muss ich mich wirklich gewöhnen! Ich merke jetzt erst, wie ich das Essen manchmal runterschlinge, wenn ich nicht drauf achte!

Werde euch berichten, wie es mir mit meinen Vorsätzen so geht!

Bzgl. Flohsamenschalen: habe die im Reformhaus nur gemahlen gesehen - ist das egal ob gemahlen oder im Ganzen? Derzeit nehm ich Weizenkleie (ins Joghurt). Wie nimmst du die Flohsamenschalen ein? Sind die ins Joghurt ok oder muss man die in Flüssigkeit quellen lassen? Dann sollen die angeblich ganz schön widerlich sein...

Stchne3ehexxe


Wie nimmst du die Flohsamenschalen ein? Sind die ins Joghurt ok oder muss man die in Flüssigkeit quellen lassen? Dann sollen die angeblich ganz schön widerlich sein...

In ein Glas Wasser einrühren und dann noch ein Glas Wasser nachtrinken. Mukofalk gibt es mit Apfel- und Orangengeschmack in der Apotheke und das ist eigentlich nicht widerlich.

iInq_boKots


Mukofalk gibts in Österreich leider nicht... Vielleicht bestell ichs online. Leider wirds und wirds nicht besser, jede Sünde wird sofort gestraft (auf der Dienstreise war Schonkost leider nicht so möglich...). *seufz*

Habt ihr euch eigentlich auf Unverträglichkeiten testen lassen?

__Nitxex_


Flohsamenschalen schmecken "pflanzlich" aber nicht eklig.

Auch Flohsamen pur sind nicht eklig.

Ich rühre sie in Wasser ein und füge für den Geschmack etwas Zitronenlimo hinzu.

Es gibt eine Apotheke in Zeitlahrn die per Versand verschickt.

Vermutlich kommt man da günstiger als mit Mukofalkpäckchen.

[[http://www.flohsamen.biz/]]

S4chnoeelhexxe


Habt ihr euch eigentlich auf Unverträglichkeiten testen lassen?

Ich hatte im Okt. 08 die Sigmaresktion, dann im Mai 09 eine infektiöse Colitis und deswegen wurde dann Anfang Juli 09 nochmal eine Koloskopie gemacht bei der auch noch entzündliche Veränderungen sichtbar waren, was aber auf die zurückliegende Kolitis geschoben wurde. Als ich dann nach einer Darmsanierung (wegen den vielen AB-Einnahmen) immer noch sehr viele Durchfälle hatte wurde dann auf Fructose und Lactose per H2-Atemteste getestet. Leider bin ich ein H2-Nonresponder und deshalb konnte man nur aufgrund der Symptome bei den Tests die Diagnose Fructoseintoleranz stellen ist also nicht 100%ig..

aAngie kxw


Hallo inboots, schade, dass du immer noch Beschwerden hast. Habe ich leider auch immer noch.Immer mal ein Zwicken bzw. Stechen oder Ziehen. Nicht diese Krämpfe wie bei einer akuten Divertikulitis. Aber es nervt ganz schön. Leide auch ständig an Verstopfung und nehme auch Mucofalk Apfel oder Movicol. Aber ich denke, ich nehme immer zu wenig von dem Zeugs. Flohsamen hatte ich mir auch geholt, finde aber, das Mucofalk einfacher zu nehmen ist. Das viele Trinken nervt mich allerdings, weil ich eine schwache Blase habe. Seit der Divertikulitis habe ich morgens dann (aufgrund des Mucofalks bzw. Movicols) einigermaßen "normalen" Stuhlgang. Aber ab mittags muss ich ständig rennen und es kommen nur ganz kleine Köttel. Das nervt. Soll an der Rektocele liegen, die der Proktologe festgestellt hat. Ist alles Mist.

LG Angie

D on Maxgic


Mir wurde damals (inzwischen liegen meiner Divertikel in der Mülltonne vom Krankenhaus) ein Medikament empfohlen auf Kortisonbasis das du aber nicht schluckst sondern dir in den After spülst (dadurch wirkt es sehr lokal und belastet den Körper nicht) Damit konnte ich einen ,onatelangen Dauerschmerz am Sigma wirkungsvoll bekämpfen ...

Ich weiss aber nicht wie das Medikament heist

iBn_bo!otxs


Hallo Leute,

tja, hatt gestern meine Darmspiegelung und was soll ich sagen... Keine Divertikel!! Bin einerseits erleichtert, dass nichts Schlimmes rausgekommen ist, andererseits total ratlos... Vielleicht hab ich wirklich eine Unverträglichkeit? Aber würde man eine leichte Entzündung (egal, von was) nicht bei der Colo sehen? Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...

Naja, ich bin froh, dass ich das hinter mich gebracht habe und keine chronische Darmerkrankung hab. Jetzt muss ich nur noch rausfinden, woher das Zwicken wirklich kommt... ???

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