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Gallensteine: Was ist eine Ercp?

BOooxf hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Nachdem ich von Dezember 2011 bis heute, immer im Abstand von ca. 3 Wochen, immer wieder starke Schmerzattacken unter dem rechten Rückenbogen (ausstrahlend bis in den Rücken) hatte, wurden gestern bei einem Ultraschall Gallensteine gefunden. Ein Gallenstein wäre dabei angeblich so groß, dass er nicht mehr abgehen würde, weil er halt zu groß ist.

Jetzt habe ich eine Überweisung zu einer "ERCP" im Krankenhaus bekommen. Was wohl so was ähnliches wie eine Magenspiegelung sein soll. Nur, dass die ERCP bis in die Galle rein gehen würde und man dabei gleichzeitig Steine entfernen könnte usw. Sollte das nicht ausreichend sein, dann müsse angeblich mit einer OP die Gallenblase entfernt werden.

Hm, jetzt habe ich etwas Angst vor der ERCP – weil die angeblich auch Komplikationen haben könne. Da sie direkt neben der Bauchspeicheldrüse entlang gehen würde.

Ist meine Angst berechtigt, oder ist so was heute normal?

Würde mich freuen, wenn der eine oder andere unter euch, der evtl. auch schon so was hinter sich hat, mal seine Erfahrungen hier in wenigen Worten rein schreiben könnte!!

LG Boof

Antworten
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Deine Angst ist durchaus berechtigt. Ein ERCP birgt das Risiko an einer Bauspeicheldrüsenentzündung zu erkranken. Es sollte auch nur ein ERCP gemacht werden, wenn es notwendig ist. Im Grunde wird das aber eher eingesetzt, wenn man keine Gallenblase mehr hat, aber Steine in den Gallengängen vorhanden sind. Dass die Steine per ERCP aus der Gallenblase entfernt werden, ist mir neu. Eher werden die Steine durch Stoßwellen zertrümmert, was aber wiederum auch nur noch sehr selten gemacht wird, weil es schlichtweg kaum Sinn hat. Denn die Steine kommen in der Regel wieder. Das wird, wenn die Steine per ERCP entfernt werde auch nicht anders sein.

Ich kann dir eigentlich nur empfehlen, die Gallenblase gleich entfernen zu lassen. Im Grunde ist das auch die übliche Vorgehensweise, wenn Steine vorhanden sind, die auch Koliken verursachen.

B-oof


Na toll, dann lass ich mir auch keine ERCP machen, wenn das so gefährlich ist.

Ich habe (hätte) am Montag ein Vorgespräch dazu.

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Gefährlich ist relativ. Die ERCP ist wie fast jede medizinische Untersuchung mit Risiken behaftet. Deshalb empfiehlt man sie auch nur, wenn der Nutzen daraus das Risiko aufwiegt. Die Ärzte werden sich in deinem konkreten Fall sicher was dabei gedacht haben, dir eine ERCP zu empfehlen. Von daher solltest du dir auch unvoreingenommen anhören, was sie damit bezwecken wollen. Vielleicht hast du nur kleine Steine und eine enge Papille, die könnte man in der Sitzung gleich aufdehnen und deine Probleme wären ohne abdominal-Chirurgie (die natürlich auch ihre Risiken hat, das sollte man nicht vergessen !). Dass du was tun musst ist klar, aber man sollte stufenweise vorgehen. Erstmal eine saubere Diagnostik (oft gehört die ERCP dazu) und dann eine entsprechende Behandlung.

Gruß

B!ooxf


Also:

Ich habe gestern beim Ultraschall einen großen Gallenstein gesehen, der so groß ist, dass er schon einen Schatten wirft.

Dann hat er (vermutet), dass in den Gallengängen auch schon Steine drinen liegen können.

Auch hat er etwas davon gesagt, dass da der Eingang höchstens 5 mm breit sein darf - mein Eingang aber schon mindestens 8 mm groß wäre, was zu breit sein sollte. Was er damit meinte, dass weiß ich allerdings nicht!

LG Boof

_:Par'vaxti_


Ich habe (hätte) am Montag ein Vorgespräch dazu.

Dann hör dir an, was dir dazu gesagt wird. Frage, warum gerade ein ERCP gemacht werden soll. Ebenso, warum nicht gleich operiert wird. Und, ob auch eine Stoßwellentherapie in Frage kommen würde.

Dann hat er (vermutet), dass in den Gallengängen auch schon Steine drinen liegen können.

Auch hat er etwas davon gesagt, dass da der Eingang höchstens 5 mm breit sein darf – mein Eingang aber schon mindestens 8 mm groß wäre, was zu breit sein sollte. Was er damit meinte, dass weiß ich allerdings nicht!

Na gut, jetzt kann ich auch so langsam verstehen, warum man bei dir ein ERCP machen will. Da scheint bei dir doch mehr zu sein, als nur die Steine in der Gallenblase.

Auch hat er etwas davon gesagt, dass da der Eingang höchstens 5 mm breit sein darf – mein Eingang aber schon mindestens 8 mm groß wäre, was zu breit sein sollte. Was er damit meinte, dass weiß ich allerdings nicht!

Ich vermute mal, dass duch die größe mehr Gallenflüssigkeit ausgestoßen wird. Meist ist es eher so, dass Gallengänge und dergleichen zu eng sind und dadurch der Gallenfluss gemindert ist. Das war mal bei meinem Bruder der Fall. Da wurden dann Stands per ERCP eingeführt um die Gänge zu weiten.

BPoof


Hallo nochmal!

Ich war die Woche zweimal im Krankenhaus. Zuerst sollte ein Vorgespräch zur ERPC sein. Dabei sträubte sich anhand der vorliegenden Diagnosen doch die ERCP zu machen. Er meinte, eine ERCP könne auch später schwere Komplikationen haben.

Daraufhin hat er nochmal einen Ultraschall durchgeführt und neben einem großen Gallenstein auch Gallenstaus un der Leber festgestellt. Danach nahm er mir Blut ab und die Werte sprachen dann auch für sich. GOT 50.5 und GPT 127,1. Beide Werte also viel zu hoch. Und obwohl damit jetzt zu ca. 80% fest steht, dass es ein Problem mit Gallensteinen sein kann, muss ich jetzt zuerst noch eine MRCP machen. Der Termin ist zwar schon am Donnerstag, ist in meinen Augen aber doch seltsam.

LG Boof

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