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Angst vor Gallenblasen-OP

Bbooxf hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen!

Zuerst einmal zur Vorgeschichte:

Nachdem ich im vergangenen Jahr immer mal wieder leichte Schmerzen unterm rechten Rippenbogen hatte, hatte ich von Dezember 2011 bis heute zusätzlich 4 sehr starke (ca. 3-stündige) Schmerzattacken.

Darauf hin wurde Blut abgenommen und es stellte sich heraus, dass der GPT-Wert, der höchstens um die 45 sein darf, einen Wert von 127 hatte. Auch ein paar andere Blutwerte waren nicht OK. So wurde ich kurzer Hand zu einer MRCP geschickt.

Bei der MRCP stellte sich dann heraus, dass ich zwar keine Tumore, oder Gallensteine in den Gallengängen habe, aber in der Gallenblase einen 1,5 cm großen Gallenstein, der sich schon an die obere untere Gallenwand drückt. Des Weiteren wurde dabei festgestellt, dass ich dadurch wohl auch schon länger immer wieder chronische Entzündungen in der kompletten Gallenblasenwand haben muss, was wohl auch die Schmerzen erklären würde.

Jetzt heißt es, die Gallenblase müsse raus operiert werden. In dem Fall gäbe es keine andere Möglichkeit. Alleine deswegen schon, weil der Stein so groß wäre und es schon chronisch wäre. Der OP-Termin ist nächste Woche! Ich wusste gar nicht, dass so was so schnell gemacht wird!

Nun zum eigentlichen Thread:

Ich habe jetzt irgendwie große panische Angst vor dieser Gallenblasen-OP! Kann man die Gallenblase denn einfach so raus operieren? Bekommt man da zukünftig nicht Probleme in Sachen Essen? Muss man da für den Rest des Lebens dann Tabletten nehmen, oder wie soll ich mir das ohne Gallenblase vorstellen?

Kann so ein Problem mit einem großen Gallenstein und einer entzündeten Gallenblasenwand unter dem rechten Rippenbogen auch druckempfindliche Schmerzen verursachen? Ich habe da z.B. heute unter dem rechten Rippenbogen auch eine druckempfindliche Stelle, als ob da innen drinnen was entzündet wäre.

Ich bin über jede Info (vielleicht auch von Personen, die so eine OP schon hinter sich haben) unendlich dankbar!

LG Boof

Antworten
JXorxi


Hallo Boof,

meine Geschichte ähnelt Deiner sehr. Lange Jahre habe ich immer wieder Beschwerden gehabt. Es wurden Gallensteine festgestellt und mittelfristig zu einer OP geraten. Da die Beschwerden noch erträglich waren und die Medikamente gut geholfen haben, schob ich die OP vor mir her.

Bis ich dann, ausgerechnet auf der Hochzeitsfeier eines Freundes, eine Kolik bekam, die alles bisher dagewesene übertroffen hat. Solche Schmerzen wünsche ich meinem ärgsten Feind nicht. Ich wurde von der Feier mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht. Dort schlug man die Hände über dem Kopf zusammen, dass ich wirklich so lange gewartet hatte. Ich hatte drei große Steine mit sehr rauher Oberfläche, die die Gallenblase von innen regelrecht aufgerieben haben.

Die OP war für den nächsten Tag angesetzt und es wurde minimal-invasiv operiert (also nur vier kleine Löcher in der Bauchdecke, die sehr schnell verheilten). Nach vier Tagen war ich wieder zuhause. Ich brauchte noch etwa 2 Wochen, um mich zu erholen, bevor ich wieder arbeiten konnte.

Heute geht es mir gut. Man kann sehr gut ohne Gallenblase leben. Man muss nur bei einigen Sachen ein wenig aufpassen. Die Gallenblase ist ja eine Art Vorratsbehälter für die Leberflüssigkeit, die zur Verdauung von z.B. Fett benötigt wird. Wenn dieser Vorrat fehlt, sind große Mengen Fett nur schwer zu verdauen. Also Vorsicht vor allzu Fettem, z.B. Frittiertes. Auch große Mengen Alkohol werden nur schwer verarbeitet. Auf "Druckbetankung" sollte also verzichtet werden.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich im Nachhinein geärgert habe, dass ich die OP so lange vor mir hergeschoben habe und mich stattdessen mit den Beschwerden so lange gequält habe.

Natürlich birgt jede OP ein gewisses Risiko. Aber gerade Gallenblasen-OPs werden sehr häufig gemacht und sind daher Routine.

_2Parva=ti_


Der OP-Termin ist nächste Woche! Ich wusste gar nicht, dass so was so schnell gemacht wird!

Bei mir war die Gallenblase sogar innerhalb von 24h draußen ;-D Da bleibt einem dann nicht mehr viel zum Nachdenken. Ist vielelicht auch besser so.

Ich habe jetzt irgendwie große panische Angst vor dieser Gallenblasen-OP! Kann man die Gallenblase denn einfach so raus operieren?

Jede OP ist nicht ohne Risiko. Aber mache dir bitte nicht so einen Kopf darüber. Das wird schon!

Bekommt man da zukünftig nicht Probleme in Sachen Essen? Muss man da für den Rest des Lebens dann Tabletten nehmen, oder wie soll ich mir das ohne Gallenblase vorstellen?

Es kein dir keiner sagen, wie es in Sachen Essen dir nach der OP gehen wird. Das musst du selbst austesten, was du wie gut verträgst. Wenn ich jetzt mal von meiner Familie ausgehe: Mein Vater, mein Bruder und ich haben absolut keine Probleme mit dem Essen. Wir vertragen eigentlich alles. Nur bei Lebensmitteln, die stark blähend wirken, sind wir etwas vorsichtiger. Ich vertrag z.B. Rosenkohl nicht so gut. Das vermeide ich dann halt oder, wenn ich es mal doch esse, gibt es Tabletten, die man einnehmen kann, damit es nicht zu schmerzhaften Blähungen kommt.

Es gibt aber auch Menschen, die nach der Gallenblasen-OP unter starken Verdauungsstörungen leiden; oft unter Durchfall. Dazu gibt es auch einen Faden. Musst du mal unter der Rubrik "Leber und Galle" nachlesen.

Auch kann nach der OP zu Narbenschmerzen kommen. Also, wenn das Wetter z.B. umschwingt. Wenn du aber nicht gerade wetterfühlig bist, wirst du davon sicher verschont bleiben. Wenn die NArben aber doch mal schmerzen oder stark jucken sollten, dann empfehle ich Neuraltherapie. Da wird in mehreren Therapiesitzungen vom Arzt – bei mir macht es mein Hausarzt der auch gleichzeitig Facharzt für Schmerztherapie ist – ein Anästhetikum unter die Narben gespritzt. ir persönlich hat es sehr gut geholfen. Schlägt aber auch nicht bei jeden gleich gut an die Therapie.

Bsoodf


Danke für die Antworten!

Vielleicht mache ich mich auch etwas zu verrückt. Ich mache mir, seit der Termin fest steht, auch Gedanken darüber, dass vielleicht auch ein Bandscheibenproblem die Ursache sein können.

Heute früh hatte ich z.B. den ganzen Morgen Rückenschmerzen in Höhe des rechten Rippenbogens. Was wäre, wenn es, anstatt von vorne nach hinten evtl. von hinten nach vorne ausstrahlt. Dann würde so nebenbei mal eine Gallenblase umsonst entfernt.

Trotz allem sprechen die Laborwerte natürlich auch für sich.

Hier mal die Blutwerte. Vielleicht kann ja einer damit was anfangen!

Klinische Chemie:

GOT (ASAT) 50,5 (Soll = bis 35)

GPT (ALAT) 127,1 (Soll = bis 45)

Lipase 19 (Soll = 21 -76)

G-Glutamyl-Trans 108 (Soll = bis 55)

Blutbild:

Thrombozyten 189 (Soll = 202 - 356)

Neutrophile 68,1 (Soll = 50 nis 65)

Auch war bei der MRCP ganz groß und deutlich der Gallenstein mitten in der Gallenblase zu sehen. Das die Gallenblasenwand entzündet sei, und zwar schon länger, dass hat der Doc nach der MRCP gesagt. Ob das so ist, kann ich natürlich nicht feststellen. Dafür fehlt mir das Fachwissen.

Irgendwie zermatere ich mir jetzt den Kopf darüber!!!

LG Boof

_\Par\vat!i_


Heute früh hatte ich z.B. den ganzen Morgen Rückenschmerzen in Höhe des rechten Rippenbogens. Was wäre, wenn es, anstatt von vorne nach hinten evtl. von hinten nach vorne ausstrahlt. Dann würde so nebenbei mal eine Gallenblase umsonst entfernt.

Die Gallenblase wird bei dir sicher nicht umsonst entfernt ;-) Immerhin hast du einen Gallenstein und eine entzündete Gallenblasenwand. Da ist eine OP unumgänglich. Dein Blutbild und deine Beschwerden sprechen auch für ein Leber- bzw. Gallenleiden. Natürlich ist nicht auszuschließen, dass deine Beschwerden und deine Blutwerte andere Gründe haben können. Aber es liegt nun mal sehr nahe, dass die Gallenblase- und die Gallensteine Ursache deiner Beschwerden sind.

Glaub mir, es gibt wesentlich schlimmeres, als eine Gallenblasenentfernung ;-)

Bhoxof


Hallo noch einmal!

Gerade zu Hause angekommen, möchte ich einfach mal eine Zeile aus meinem MRCP-Befund von letzter Woche hier einfügen, woraufhin sie im Krankenhaus die Gallenblasen-OP für nächste Woche terminiert haben.

Beurteilung:

1. Bild der wiederholt stattgefundenen Cholezystitis mit verdickter Gallenblasenwand und hier verstärkter KM-Aufnahme.

2. Ursache möglicherweise das solitäre, im maximalen Durchmesser 14 mm große Gallenblasenkonkrement.

3. ...

4. Regelhafte Darstellung der Leber. Sonst ebenfalls unauffällige Oberbauchorgane.

Vielleicht kann mir hier ja einer erklären, was damit gemeint ist?

LG Boof

E*hemaQliger N"utzer (#g325x731)


Ich lebe auch schon 5 Jahre ohne Gallenblase. Die OP ging gut, hatte hinterher kaum Schmerzen, nur leichte Wundheilungsstörungen, aber ansonsten alles super

B+o9o%f


JETZT WEIß ICH GAR NICHTS MEHR:

Da ich sowieso vom Hausarzt eine stationäre Einweisung benötige und der Hausarzt auch sein Fachgebiet im inneren Bereich hat, dachte ich geh mal zu ihm, hol die dir stationäre Einweisung und lass dir mal von ihm den Befund genauer erklären.

Jetzt kommt der Hammer:

Er meinte zwar auch, dass man da schon keine andere Wahl hätte, die Gallenblase müsste schon raus! Als er dann meine oben beschriebenen Leberwerte sah, meinte er, dass wenn er mein Anästhesist wäre, würde er mich mit diesen hohen Leberwerten definitiv momentan nicht opereieren würde. Weil die Blutleberwerte ja auch noch durch die Nakose noch weiter steigen würde.

Jetzt hat er mir noch mal Blut abgenommen um vorher (Der OP-Termin sollte nächste Woche sein) noch mal zu sehen, wohin denn die Blutwerte gehen würden. Wenn sie weiter steigen würden, dann würde er jetzt nicht zu einer OP raten!!!

Na toll, was mache ich jetzt ???

Ich bin total sprachlos!!!!!

Wie seht ihr das denn ??? ?

Habt ihr sowas schon mal gehabt ???

LG Boof

Ekhemaliger yNu9tzFer (#3x25731)


Na ja die Gallenblase sollte raus, aber nicht jetzt um jeden Preis. Wenn du jetzt massiv schlechte Werte hast und die nicht von der Entzündung kommen sollte man die erst behandeln und dann OP

Aber die erhöhten Werte können auch von der Entzündung kommen.

Ich würde diese Entscheidung aber dem Chirurgen und dem Anästhesiten überlassen

huelq19kaxm


Bin 57 J. Ich lebe auch schon 1 1/2 Jahre ohne Gallenblase(mit etlichen problemen)aber wenn ich damals gewusst hätte was ich heute weiß hätte ich mir die Steine mit ultraschall zertrümmern lassen geht auch und ich hätte noch meine Gallenblase!

Und den von den Ärzten beschrieben verzichtbares Organ,die sagen einen nur das man damit auch ohne leben kann aber das ist so nicht ganz richtig den es gibt leider und ich zähle mich dazu,Menschen die haben stetig probleme mit der verdauung egal wie alt man ist da sehe ich an meinem Neffen der ist 22 J. und hat sich auch von den Ärzten überreden lassen das sagen eine die Ärzte nicht.

Hätte ständig durchfall wenn ich nicht jeden tag ein 1/2 beutel Quantalan in der früh nehmen würde,habs mal probiert die dosis abzubrechen und hatte sofort wieder durchfall!

Und dann die ständigen Blähungen die ich einfach nicht in den griff bekomme auch wenn ich 2 x1 tbl.Colofac retard nehme :-X

BXoof


Hallo nochmal!

So, am Donnerstag ist es soweit!

Die Gallenblasen-OP steht bevor!

Hatte heute zwei Termine im Krankenhaus.

Einen zur Vorbereitung und einen bzgl. Narkose!

Hätte mal ein zwei Fragen dazu:

Vollnarkose:

Ist es eigentlich normal, dass man bei einer Gallenblasen-OP eine Vollnarkose bekommt?

Und wenn ja, ist so eine Vollnarkose nicht gefährlich?

Gallenblasen-OP und HWS ???

Jetzt wird sich vielleicht man einer fragen, was soll denn das?

Genau das habe ich mich jedenfalls auch gefragt!!!

Als ich heute zum Narkosegespräch kam, da sagt der Arzt, er hätte gesehen, dass ich im Fragebogen angegeben hätte, dass ich Probleme mit der Halswirbelsäule hätte. Er meinte, er müsse unbedingt den Befund bis zur OP am Donnerstag habe um den zu operierenden Arzt darauf hinzuweisen. Er meinte, dass bei der OP oft Verlagerungen gemacht werden müssen, so dass es evtl. am Halswirbel ein wenig gedreht werden könne. Nicht, dass da auf einmal was passiert.

Wie soll ich das denn verstehen?

Bin irgendwie sprachlos!!!

LG Boof

Jqoxri


Ich nehme an, das hat was mit der Intubation zu tun. Für die Vollnarkose wird ein flexibler Schlauch in die Luftröhre eingeführt. um die Beatmung sicherzustellen. Dazu muss der Kopf bzw. der Hals nach hinten etwas gestreckt werden, damit die Luftröhre gerade liegt. Das ist in der Regel kein Problem – das ist wie wenn Du Deinen Kopf weit in den Nacken legst.

Was für Probleme mit der Halswirbelsäule hast Du denn?

Und by the way: Warum stellst Du diese Fragen eigentlich nicht direkt im Gespräch direkt an den Arzt? Das sind die Fachleute und diese Gespräche sind dafür da, um alle Fragen und auch die Ängste zu nehmen. Du hast ein Recht auf diese Fragen und auf eine ausreichende, verständliche Antwort.

B]ooxf


Danke für die Antwort!

Deine Antwort klingt logisch. Er meinte ja auch, dass es da noch nie Probleme mit gab. Ehrlich gesagt, war ich auch auf diese Sache nicht gefasst. Diese Frage fiel mir erst ein, als ich wieder auf dem Weg zur Arbeit war! Ich habe seit Jahren starke Abnutzungen im fast ganzen Halswirbelbereich und öfters mit Kopfschmerzen problemen!

Wird eine Gallenblasen-OP normaler Weise eigentlich immer in Vollnarkose gemacht?

LG Boof

_^Parvxati_


Ja, geht nur unter Vollnarkose.

Und wenn ja, ist so eine Vollnarkose nicht gefährlich?

Alles hat seine Risiken.

sMofi+a3V4-39 -ja~hre Oalxt


Angst vor Gallenblasen-OP!

ich hatte damals nicht auf mein bauchgefühl gehört bei meiner speiseröhrenop und heute denke ich, daß ich auf mein bauchgefühl hätte hören sollen(meine op verlief nicht gut, untertrieben ausgedrückt)

meinen nacken ging es danach auch nicht gut die ersten jahre nach der op, erst viele jahre später erfuhr ich was von wegen hws bei der narkose usw.

ich kenne mich mit deinen problem nicht aus, würde dir aber empfehlen, dich nochmal zu informieren, ob man dein problem nicht anders lösen kann als mit op, internisten, per ulstraschall wie der user hel19kam

heute weiß hätte ich mir die Steine mit ultraschall zertrümmern lassen geht auch und

usw.

den meisten geht es nach einer gallenblasen op gut was ich hier im forum mitbekommen habe, enigen geht es aber danach nicht so gut (chronischer durchfall)

wenn es allerdings akut ist und lebensgefahr bedeutet, mußt du aber wohl oder übel operiert werden, wenn nicht, frage im krankenhaus nach alternativen zu einer gallenblasenop, z.b. ultraschallzertrümerung oder sonstwas.

lg sofi

p.s.

ich hab einer freundin von mir von einer gallenblasen op abgeraten nachdem ich den durchfall nach gallen op faden hier im forum las, ihre op wurde aber sehr gut und sie fand es nicht gut, daß ich abgeraten hatte, sie hatte auch danach keinerlei probleme.

eine nachbarin meiner mutter wurde die gallenblase op und auch sie hatte keine probleme danach.

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