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übelste Blähungen, häufiger Stuhlgang, Erschöpfung

bkelleatri9xxe hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin eine von denen mit langer Geschichte. Abgekürzt: Lactoseintoleranz nachgewiesen, ebenso Allergien gegen Vanille und Ananas. Auf Fructosemalabsorbtion und Sprue getestet, beides negativ. Offiziell auch keine Kuhmilcheiweißallergie. Aber:

Ich hab extrem häufig übelriechende "Winde", manchmal mit aufgeblähtem Tonnenbauch, aber nicht immer. Außerdem muss ich fast öfter groß als klein, und ich geh nicht eben selten pinkeln. Wenn es massiv wird und ein paar Tage anhält, fühle ich mich völlig erschöpft und bekomme fast immer Schmerzen in der linken Schulter. Außerdem reagiere ich auf sehr viele Nahrungsmittel mit einer trocken entzündeten Nasenschleimhaut, manchmal auch mit Schleim im Stuhl, was ja dann wohl eine entzündete Darmschleimhaut ist. Das gilt u.a. für wirklich alle Milchprodukte, sogar Butter. Und, natürlich, leide ich an chronischem Eisenmangel, dabei habe ich schon zig mal versucht die Depots aufzufüllen. Aber Eisenpräparate scheinen eher kontraproduktiv.

Nahrungsmittel, die ich zusätzlich zu Milchprodukten, Vanille (die sich übrigens in sämtlichen Alprosoja-Produkten als natürliches Aroma versteckt) und Ananas konsequent weglasse, weil ich den Eindruck hatte, dass sie zu Darmentzündungen führen:

Weizen

Alkohol

Zucker (fast vollständig)

Rindfleisch

Schweinefleisch

Obst auch fast vollständig

Eine Zeitlang ging das ganz gut – aber inzwischen bin ich wieder bei den oben geschilderten Symptomen. Mich plagt die Sorge, dass ich eben doch eine Sprue entwickle, aber ich habe eben weder Durchfall, noch Bauchschmerzen.

Am besten geht es mir mit leerem Bauch ":/

Weiß jemand, was es sonst noch sein kann?

Ratlose Grüße

Antworten
e$str/ellxe


Du könntest zur Lactoseintoleranz und zu den nachgewiesenen Allergien einen Reizmagen oder / und Reizdarm (RDS) haben. Dazu kannst Du ja mal Dr. Google bemühen, aber Vorsicht vor Quacksalbern. Es gibt auch spezielle Foren, wo man sich mit anderen Betroffenen austauschen kann.

aZngi ek8w


Hallo, das kommt mir doch alles sehr bekannt vor. Habe seit langem solche Probleme, habe ich Lactose-IT und auch eine Fructose-Malabsorption. Obst geht überhaupt nicht mehr - und Ananas geht sowieso schon lange nicht mehr. Fleisch und Fett kann ich eigentlich noch ganz gut vertragen. Hatte ich letzten Jahr häufig Darmentzündungen - es wurde an Divertikulitis gedacht - dem war aber nicht so. Da ich auch an Verstopfung leide muss ich ständig Flohsamenschalen nehmen. Habe andere Abführmittel versucht, die aber alle Probleme bereiten. Muss manchmal 10 x am Tag zur Toi - immer kleine Brocken - das nervt total. Hat man schon eine Darmspiegelung gemacht? Ich war bisher nur zum MRT und man hat festgestellt, dass ich wohl rezidivierende Entzündungen im Sigmoid hatte, die aber im Moment nicht festzustellen sind. Man vermutet eine Colitis ulcerosa (da ich oft auch Schleim und Blut am Stuhl habe) oder evtl. einen Crohn, da ich auch eine Verdickung im Dünndarm habe. Vor der Darmspiegelung hab ich furchtbare Angst. Das Abführmittel würde meinen Darm ruinieren. Habe letztes Jahr 3 x Antibiotika genommen und der Darm ist total empfindlich. Habe letzte Woche ein halbes Glas Orangensaft getrunken und ich hatte dadurch die schlimmsten Schmerzen im Enddarm, Brennen usw. Was nimmst du denn gegen deine Beschwerden? Und wie oft gehst denn du zur Toi? An einen zusätzlich Reizdarm habe ich auch schon gedacht. Denbke auch immer, so ganz ohne Vitamine - das wird sich bald rächen, oder? :|N

LG Angie

bwel$latr|ixe


Das mit Reizdarm und Reizmagen kommt mir immer wie so ein Sammeltopf für alle unklaren Fälle vor. Ich würde bei mir auf jeden Fall von einem leichten Reizdarm sprechen (leicht, weil ich selten Bauchschmerzen habe, kann ja richtig übel sein). Aber was hilft diese Diagnose?

angiekw: Bei Dir hört es sich für meinen Geschmack schon viel heftiger an, als bei mir. Ich hatte zwei Magen- und Darmspiegelungen, da war alles ok. Dass Du Flohsamen brauchst irritiert mich: Wenn man 10 x am Tag muss, ist der Darm doch eigentlich aktiv genug? Das mit dem Orangensaft hatte ich auch schon, aber manchmal habe ich auch welchen vertragen. Wie hälts Du es mit Alkohol und Zucker? Die wirken bei mir extrem problemverstärkend, gerade wenn es um Entzündungen geht.

Mein nächster Versuch wird wohl eine glutenfreie Woche sein. Laktose und Gluten treten ja gerne im Verein auf. Meine Hoffnung ist, dass sich mein Darm dann soweit beruhigt, dass ich wieder Fleisch und Obst vertrage. Wobei mir Obst wichtiger wäre.

Ach ja: In einer persönlichen Nachricht wurde ich nach meinem Alter gefragt: Ich bin 45, die Wechseljahre haben schon dezent eingesetzt. Die Hormonspinnereien scheinen eine Rolle zu spielen, aber eher verstärkend als auslösend.

eist@rMellxe


Es muss ja kein Reizdarm sein. Aber man sollte bei einer Erkrankung auch nicht glauben, dass alle Symptome immer vorhanden sein müssen. Häufig hat man nur einen Teil davon (zum Glück). Typisch für einen Reizdarm ist aber sehr oft, dass es Lebensmittel gibt, die man mal verträgt, dann wieder nicht. Das macht es auch so schwer, damit zu leben. Leider sind die Ursachen auch noch weitgehend unbekannt. Deshalb wollen auch viele mit teuren Diät-Lebensmitteln und Pillen verdienen.

b<eIllKatrivxe


Danke, hast ja recht. Aber gibt es wirklich Fälle, wo ein Reizdarm erfolgreich behandelt wurde?

aRngiYekw


Ne, kenne ich leider auch nicht. Mit RD denke ich muß man leben. Hab auch schon alles probiert über Probiotik, Symbioflor 1 + 2, z.Z. trinke ich jeden Morgen nach dem Frühstück ein Becherchen Darm-Care Kräutertonikum. Außerdem noch Brottrunk. Habe allerdings den Eindruck, das nichts hilft. Mit dem Essen gebe ich dir recht, wenn ich nichts esse, geht es mit auch am besten. Da ich aber sowieso dünn bin kann ich mir so etwas gar nicht erlauben. Du hattest doch auch geschrieben, dass du häufig Stuhlgang hast. Wie oft ist es denn bei dir? Flohsamen nehme ich wegen weil ich dann wenigstens einen zusammenhängenden Stuhlgang (zumindest morgens) habe. Ab Mittag geht dann die Rennerei mit den kleinen Mengen los. Aber auch nicht jeden Tag. Hat wohl auch etwas mit Stress und Nahrung zu tun. Wie willst du denn die Gluten weglassen? Habe auch schon etwas über kohlenhydratarme Ernährung gelesen. Man soll nur 6 BE am Tag zu sich nehmen. Das wäre das ideale für den Darm. Nur bei meinen verschiedenen Nahrungsmittelunverträglichkeiten - was soll ich denn dann noch essen? Aber Alkohol geht bei mir überhaupt nicht mehr - auf Süßes kann ich nicht so richtig verzichten. Aber ich esse es auf keinen Fall im Übermaß. Mal ein kleines stückchen Schokolade oder ein paar Lakritze. Aber so richtig bekommt mir das auch nicht.

LG Angie

ezsJtrrellxe


Ob jemand auf glutenhaltige Nahrungsmittel allergisch ist, kann beim Arzt definitiv genau getestet werden. Wenn der Test nichts ergibt, dann kann man auch glutenhaltiges essen. Woran man unbedingt denken sollte, auch in Brot und Brötchen befinden sich häufig Geschmacksverstärker u. a. Zusatzstoffe. Manchmal sind die dran schuld und nicht das Gluten. Liegt doch eine Glutenunverträglichkeit vor, gibt es genügend Nahrungsmittel, die glutenfrei sind, auch Brot und Brötchen. Sogar auf Süßes muss man nicht verzichten. Im Internet gibt es auch Firmen, die nur mit solchen Nahrungsmitteln handeln. Flohsamen kann gegen Durchfall und Verstopfung gleichermaßen helfen. Bei mir hilft gegen die Verstopfung aber besser Laxatan (enthält Macrogol und Inulin), man muss es aber regelmäßig nehmen, da es 3 Tage dauert, bis die erste Wirkung eintritt.

@ angiekw

Wenn Du so Probleme mit dem Abführen hast, dann würde ich die Darmspiegelung unbedingt stationär machen und auch nur da, wo man das schon lange macht und über genügend Erfahrungen verfügt. Vielleicht kannst Du auch mal eine Reha machen, wo man testet und gleichzeitig Ernährungsberatung macht.

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