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Schmerzen rechter Unterbauch, Schwindel und Kopfschmerzen

OolliwNaftxor hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich habe per google viele Beiträge hier im Forum gelesen, um vielleicht auch ein wenig Aufschluss darüber zu bekommen, was mir fehlen könnte, leider bisher ohne Erfolg. Vielleicht könnt ihr mir ja einen Rat geben?

Zu mir: ich bin männlich, 198cm groß und 98kg schwer und 34 Jahre alt. Emotional bin ich eigentlich ausgeglichen und abgesehen von einigen "Spannungsspitzen" auch in einem Job mit annehmbaren Stresslevel. Privat läuft alles prima und ich werde dieses Jahr im September heiraten, eigentlich könnte alles so schön sein, wären da nicht diese Bauchschmerzen...

Es fing ca. ende Juli 2011 mit unklaren, stechenden Schmerzen im linken Unterbauch an. Meine Hausäztin verschrieb mir dagegen Omeprazol, da Sie von einer einfachen Gastritis ausging. Das Mittel wirkte zunächst gut und ich war nach ca. 10 Tagen (Behandlungsdauer) Beschwerdefrei. Nach unserem Urlaub im September kamen die Beschwerden schleichend zurück und steigerten sich in den Oktober. Es kam Übelkeit dazu. Mir wurde wiederum Omeprazol und ein Mittel gegen Übelkeit (MCP hieß das glaube ich) verschrieben, welches relativ geringe Wirkung hatte. Die Behandlung wurde diesmal auf 4 Wochen verlängert und die Übelkeit lies tatsächlich nach. Die Schmerzen wanderten zusehens in den rechten Unterbauch (nähe Hüftgelenk), so dass zunächst mal an Blinddarmreizung oder Entzündung gedacht wurde (Blinddarm ist noch drin). Dies konnte durch Abtasten und Bluttests ausgeschlossen werden, zumal mir auch das Fieber oder die extrem starken Schmerzen fehlten.

Nach der Behandlung mit Omeprazol, welches ich immer schlechter Vertrug (ich kam mir teilweise vor wie ein Zombie, völlig antriebslos) schwenkte meine Ärztin auf Pantoprazol. Pantoprazol zeigte schnell die gleichen Nebenwirkungen, allerdings keine Wirkung, so dass wir wieder auf Omeprazol, diesmal morgens 40 und abends 40 (ich glaube mg, die doppelte Größe halt) umschwenkten. Leider keine Besserung.

Zwischendrin ging es mir so schlecht, dass ich mich 3 mal von Arbeit aus in die Notaufnahme des Krankenhauses aufmachte. Diagnosen:

1. Verdacht auf Hernie (von 3 Ärzten und mir danach verworfen)

2. Gallenblasenreizung (dagegen Buscopan, was ganz kurz half, nicht weiter verfolgt)

3. Iliosacralgelenk (habe dann 6 mal manuelle Therapie gemacht und seit dem tuts auch weh...)

4. Enteritis

Da bei mir ende Januar eine Varizenoperation anstand, habe ich mich mitte Januar für eine Magenspiegelung entschieden (meine Erste mit Narkose - jederzeit wieder!).

Diagnose: bis auf eine leichte Pangastritis alles okay, kein Helicobacter, Zwölffingerdarm auch völlig okay.

Die Varizenoperation habe ich dann hinter mich gebracht (guter Heilungsverlauf), allerdings kamen dann ab ca. mitte März Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel, Wortfindungsstörungen und teilweise heftige Kopfschmerzen dazu (ob es mit dem Magen/Darm zusammenhängt, weiss ich nicht). Also wieder ab zur Gastro-Enterologin: Darmspiegelung.

Diagnose: "fibrinbedeckte Erosionen im terminalen Ileum". Laut Gastro-Enterologin könne dies von Medikamenten oder Viren kommen (Termin zur weiteren Besprechung steht für den 30.04. an). ICh weiss nicht mehr weiter.

Was wurde noch gemacht?

Ultraschall von Leber, Pankreas, Nieren, Prostata, Gallenbalse: ohne Befund

Diverse Blutbilder: alles okay, Eisen, B12, Schilddrüse okay, immer etwas niedrige Zahl roter Blutkörperchen, aber das habe ich seit meiner Geburt, immer innerhalb des unteren Normbereichs

Röntgen untere Wirbelsäule: alles okay

Urintest: okay

Test auf Mehlunverträglichkeit: kein Befund

Ich weiss nicht ob wichtig, allerdings kämpfe ich seit anfang 2010 immer mal wieder mit Ekzemen auf dem Rücken, welche ich allerdingsm mit Salben gut in den Griff bekommen habe (wende die Salben auch nicht regelmäßig an), Hautarzt konnte ich nicht aufsuchen, weil ein freier Termin 3 Monate gedauert hätte, da hab ichs aufgegeben.

Achso: ich habe ziemlich gelblichen Stuhl, welcher aber eigentlich eine normale Konsistenz hat.

Die Schmerzen im rechten Unterbauch verändern sich nicht durch Essen, nicht Essen oder Stuhlverhalten, weder Wärme noch Kälte beeinflussen sie. Ich kann Essen was ich will, keine Änderung (ich esse sehr ausgewogen und Balaststoffreich), einzig Milch vertrage ich nicht so gut (ist aber schon immer so, Käse kann ich aber problemlos essen). An meinen Essgewohnheiten habe ich nichts geändert. Histamin kann es eigentlich auch nicht sein, da ich gerne Rotwein (trocken) trinke (in Maßen) und davon keine Probleme bekomme. Die Schmerzen sind nicht unaushaltbar, eher nervend (auf einer Schmerzskala bis 10 würde ich diese bei 3 bis 4 einstufen); mir machen derzeit eher die anderern Symptome (Konzentrationsprobleme, Schwindel) zu schaffen.

Ich hoffe, das klingt nicht zu diffus und ihr habt vielleicht einen TIpp für mich? Ich hab die Rennerei und die damit verbundene Wartezeit bei Ärzten echt langsam satt.

Vielen lieben Dank für eure Unterstützung

Antworten
O/lliN atoxr


Edit: leider habe ich keine Funktion zum Editieren meines Beitrags gefunden, deshalb noch ein paar zusätzliche Infos:

Leider bin ich Raucher, allerdings "nur" ca 5 - 8 Zigarretten pro Tag.

Seit ca. 4 Wochen habe ich neben den beschriebenen Symptomen zusätzlich noch Schmerzen in der Brust, links und rechts vom Brustbein, temporär dazu. EKG war unauffällig, Blutdruck ist gut mit 120 zu 70.

Ich denek nicht, dass es wichtig ist, allerdings habe ich seit Winter 2010 eine schmerzende Stelle zwischen großer Zehe und Zehenballen. Dafür habe ich Einlagen verschreiben bekomme, die ich aber seit 2 Wochen nicht mehr nutze. Seit dem gehts mit ein wenig besser..

Danke für eure Tipps

C4orneQlia5x9


Ha, jetzt habe ich deinen eigenen Faden gefunden! ;-D

Die Brustschmerzen würde ich auf Sodbrennen/Reflux zurückführen. Ganz doof, daß du Omeprazol/Pantoprazol nicht verträgst. Wie sieht es denn mit Ranitidin aus? Außerdem würde ich bei Gastritis mal auf extrem reizarme Kost umstellen. Eine Kollegin von mir hat ein halbes Jahr nur von Kartoffelpüree und Reis gelebt... :-/

Ansonsten: Unterbauch ist nicht Galle, trotz des hellen Stuhls. Hm... trotzdem vielleicht mal eine Gallengangsspiegelung (ERCP)? Daß das nicht weiterverfolgt wurde, obwohl Buscopan geholfen hat, stört mich irgendwie. Seit meinen Magenproblemen bzw. Gallen-OP vertrage ich meinen geliebten Rotwein gar nicht mehr gut, geraucht habe ich zum Glück nie. Aber wenn der Stuhl nicht in Ordnung ist, empfehle ich immer mal gerne Perenterol.

Hast du den Ausschlag auf dem Rücken mal mit dem abgeglichen, was du in der Zeit gegessen hast? Klingt allergisch.

ORlli@Nator


Hi Corneli59,

danke für die Tipps.

Das mit dem Essen hab ich auch schon überlegt, allerdings bin ich da auch zu keinem Schluss gekommen.

Gallengangspiegelung klingt noch nach ner Maßnahme - werde ich am 30.04. mal mit meiner Ärztin besprechen.

Das Schlimmste für mich ist derzeit der Schwindel und die Konzentrationsstörungen. Überlege seit einigen Tagen in Richtung Diabetis? Leider alles sehr schwierig und ich hab irgendwie keine Idee mehr, in welche Richtung man noch schauen könnte. Vielleicht Candida - bin ziemlich ratlos.

Liebe Grüße

O1llidNatxor


Edit: Ranitidin kann ich mal versuchen, Sodbrennen hab ich aktuell schon. Allerdings verstehe ich nicht ganz, warum die Schmerzen eindeutig am (oberen) Brustbein und den Rippenansätzen daneben spürbar sind. Ich hab langsam das Gefühl, dass die ganze Geschichte bei mir Psychisch sein könnte. Trotz meiner Tipps an andere grüble ich natürlich auch über die Symptome nach - und die Kombination "geplagter Nichtmediziner und Internet" führt ja teilweise auch sehr unschöne Dinge zu Tage....

C4orZnelixa59


Weil der Mist aus dem Magen in die Speiseröhre hochsteigt und die verätzt. Und die liegt genau unter dem Brustbein. Das ist ja gerade das Fiese an Reflux. Beim ersten Mal dachte ich, ich hätte einen Herzinfarkt, weil das bis in den linken Oberarm ausstrahlte. Bin sogar ins KH gefahren, alles ohne Befund.

Was auch hilft, ist, mit dem Oberkörper hochgelagert zu schlafen, bißchen gewöhnungsbedürftig. Wenn du keinen verstellbaren Lattenrost hast, laß dir bei einer schaumstoffverarbeitenden Firma einen Keil auf Maß für unter deine Matratze schneiden. Dann bleibt die Magensäure zwangsweise unten, weil sie nicht bergauf fließen kann und in der Falle sitzt... ]:D

O9lli5Natoxr


aber kann davon auch der Schwindel und die Konzentrationsprobleme kommen? Gerade heute ist es echt fies, allerdings kann das auch mit dem Wetterumschwung zu tun haben. In die Notaufnahme hab ich mich ja auch schon diverse Male geschleppt, ohne irgendwelche sinnvollen Tipps zu bekommen, oder gar einen Befund. Alles ziemlich doof bei mir. Eigentlich bin ich en recht analytischer Mensch und reagiere selten emotional oder steigere mich zu sehr in Dinge hinein. Allerdings hatte ich insbesondere vor der Darmspiegelung echt schon die schlimmsten Befürchtungen. Warum mein Geist aktuell immer "worst case Szenarien" durchspielt, weiss ich auch nicht. Ich versuche mich dann immer rational zu beruhigen, allerdings macht mir wahrscheinlich auch die Natur einer (potenziellen) innerlichen Erkrankung einen Strich durch die Rechnung.

Was ich aber im Kopf habe ist der Spruch meiner Mutter "bis zur Hochzeit ist alles wieder gut" - dann kanns ja nur noch maximal 3 Monate dauern...

Danke für deine Tipps

CTorn`elia5)9


Du heiratest in 3 Monaten? Glückwunsch! @:)

Ich vermute ja ganz einfach Kreislauf hinter dem Schwindel und den Konzentrationsproblemen. Hast du mal neurologisch durchchecken lassen?

Wo man eventuell auch mal nachgucken könnte, das sind so Sachen wie Ablagerungen in Arterien, insbesondere in den beiden Halsschlagadern. Ganz einfacher Test: du hast ja wie jeder Mensch zwei Halsschlagadern, eine rechts und eine links. Leg mal die Hand auf eine davon und drück sie sanft ab. Wird dir schwummrig oder sogar schwarz vor Augen? Dann ist die andere eventuell voller Ablagerungen und da geht dann natürlich nicht mehr so viel durch. Dasselbe Spielchen mit der anderen Halsschlagader wiederholen. Vielleicht zeigt sich da ja was. Dann mußt du damit mal zu einem Gefäßchirurgen, das kann man operieren lassen. Ist bei meiner Mutter schon mal gemacht worden... wie so ziemlich alles! :-/

O3lliqNatoxr


Neurologisch ist noch nichts gecheckt worden - ist aber eine sehr gute Idee. Hat mein bester Kumpel mir auch schon ans Herz gelegt. Er ist Doktor der Biochemie und hat auch laufend Ärzte in der Ausbildung und meinte, dass die Neurologen seiner Meinung nach mit weitem Abstand die besten Diagnostiker sind.

Das mit den Arterien könnte sein, zumal ich bis vor 3,5 Jahren mal deutlich übergewichtig war (30kg mehr als jetzt); wer weiss was sich da alles wo abgesetzt hat. Werde mich mal auf die Suche nach meinen Arterien machen (dürfte ein Bild für die Götter sein, wenn mich einer sieht, wie ich versuche mich selbst zu erwürgen...)

C#orneblxia59


;-D ;-D ;-D

Vorsicht, immer nur eine auf einmal! Sonst fällst du um!

Die liegen direkt rechts und links neben den großen Halssehnen (innen), Puls fühlen kannst du aber eher unterhalb des Kinns, die Arterien sind im Hals wohl so dickwandig, daß das darunter nicht so gut klappt.

OcllikNatoxr


Kinn ist doof, trotz -30kg ist mir ein leichtes Doppelkinn geblieben. Damit habe ich sozusagen "Kinnarterien im Speckpanzer"... :-D

OylxliNaxtor


So, Ranitidin hab ich mir gekauft und die Erste eingeworfen. Leider sind das ja auch Protonenpumpenhemmer. Mal schauen, wie ich die vertrage. Zuckertest hab ich in der Apotheke auch fix machen lassen - war bei 4,8 was wohl super ist. Klar ist das nur eine Momentaufnahme; ich werde das mal beobachten. Macht ein Neurologe ggf. auch eine "Durchflussmessung" für die Halsarterien?

C^ornCelxia59


Hm, keine Ahnung. Gibt es sowas wie Gefäßspezialisten? Kenne den Fachausdruck nicht. Ich weiß auch nicht, ob es die vielleicht nur in KHs gibt... Frag den Neurologen einfach mal.

PJaulwamarxie


Ranitidin sind keine Protonenpumpenhemmer, sondern H2-Blocker. Werden in der Regel besser vertragen. Haben nicht so viele Nebenwirkungen.

Ob die Halsarterien "verkalkt" sind, kann man im Ultraschall sehen. Machen Neurologen und Kardiologen.

O8lliN=atoxr


ach so, dann hab ich was falsch gelesen. Aber das mit dem Neurologen ist wirklich eine gute Idee. Ich werde jetzt erstmal den Termin am 30.04. bei der Gastroenterologin wahrnehmen und mal schauen, ob sie noch eine schlaue Idee hat. Vermutlich wird mal wieder Blut abgenommen und auf Viren getestet, falls das geht? Jedenfall müßte ja die Anzahl Antikörper erhöht sein?

Gibt es überhaupt Viren, welche den Darm befallen? Ich hatte in der Zeit mit den Beschwerden nie Fieber, das wäre doch als Sysmptome aufgetreten, oder nicht? Kann ein Virusinfekt wirklich so lange dauern?

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